Vollständige Version anzeigen : Der Herr der Ringe - Die Gefährten
Ich habe nach 90 Minuten die Pause genutzt, um aus diesem bedeutungsfreien Fantasy-Spektakel zu verschwinden. Gab es in der zweiten Hälfte noch etwas anderes als Kulissen, Masken und verworrene Story?
Dreizehn Koestlichkeiten
29.12.2001, 14:29
Nein. Die Gier auf den Ring wird allenthalben größer, die Situation auswegloser, die Monster schrecklicher. Bis es erklärt wurde, hab ich das gigantische Auge Saurons übrigens für eine riesige, feuerumtoste Vulva gehalten. Insgesamt fand ichs prima.
Was war denn nun insgesamt "prima"? Außer Kulissen, Masken und verworrener Story, meine ich. Oder muss man sich damit begnügen. O.k., es gab auch noch einige spannende Szenen und tolle Kamerafahrten. Aber dieses Panoptikum von seltsamen Gestalten lud nicht gerade zur Identifikation ein. Und humorlose Figuren mit unerklärlichen überirdischen Kräften finde ich einfach meistens langweilig. Die Lektüre des Buches erinnerte mich an die Bibel/Altes Testament. Ebenso wie jenes nicht wirklich lesbar.
Dreizehn Koestlichkeiten
29.12.2001, 15:16
Verworren fand ich die Geschichte überhaupt nicht, und prima fand ich die Bilderkeule. Ich mag es, wenn plötzlich ein Satz fällt wie "Oh Gott, sie haben einen Höhlentroll dabei", und hastunichtgesehen kommt ein brutal häßliches Monstrum in die Grotte geturnt und schlägt alles kurz und klein. Dass die Charaktere keine Charaktere sind, dass der Film keine Nuancen und Zwischentöne kennt und in seiner Dramaturgie bisweilen hölzern wirkt, wen könnte das überraschen, wer wäre deshalb böse?
Das Buch ist übrigens lesbar, Hand drauf.
Cat woman
29.12.2001, 15:46
Cat woman legt ihre Hand gleich mit drauf
Das ist sogar ein unerhört lesbares Buch!
Ich finde es sogar so gut, daß ich mir den Film auf gar keinen Fall anschauen werde. Außerdem soll, wie mir aus berufenem Munde berichtet wurde, die Musik schauerlichst sein und ununterbrochen die Nerven und Ohren sensibler Geschöpfe strapazieren. Das muß ja nicht sein...
Prof_Bienlein
29.12.2001, 16:25
Bin ja sonst eher wohlwollend, und natürlich "darf" einem der Film auch gefallen - ich fand ihn absolut dämlich! Gar nicht verworren, sondern einfach immer nur dasselbe! Über drei Stunden, und die dünne Story ist immer noch nicht zu Ende! Das Geld scheint für die teils ganz netten Effekte und die Maske draufgegangen zu sein, schauspielerisch war das Niveau nämlich eher dürftig...
Ich habe den Film gestern abend im Kino gesehen, er hat mir sehr gut gefallen! Absolut keine verworrene Story, es wird doch alles erklärt. Wirklich schöne Bilder, und, wie 13K schon sagt, dramatische Momente wie die von ihm erwähnte mit dem Höhlentroll. Und das ist es doch, warum man sich einen Film ansieht. Sonst reicht auch das Buch oder ein Hörspiel.
Ich habe das Buch bis dato noch nicht gelesen, aber es steht bei uns zu Hause, und ich denke, ich werde es jetzt in Angriff nehmen, bevor Teil 2 und 3 in die Kinos kommen...
@cat woman:
Meine Arbeitskollegin, die mit dem "Herrn der Ringe" soweit nichts weiter am Hut hat, hat sich den Film nur wegen der Filmmusik angesehen! Sie hat den Trailer gesehen und die Musik hat sie gleich begeistert. Ich für meinen Teil fand sie nicht spektakulär - Filmmusik halt.
Viele Grüße von Paisley
M aus S bei H an der L
30.12.2001, 15:23
Ich bin mir ziemlich sicher, deß jeder, der sich den Herrn der Ringe wegen der Story anguckt, ihn nicht mögen wird (sofern er vorher das Buch gelesen hat). Solch ein Buch wird auch weiterhin unverfilmbar bleiben, obwohl es durchaus gute Umsetzungen geben kann, wie Jackson das bewiesen hat. Es sind die Bilder, die Denkanstöße, wegen denen ich den Film gesehen habe. Und ich bin nicht enttäuscht worden.
Natürlich kann eine Verfilmung eines Buches, das derartig Vorstellungskraft benötigt, niemals allen und allem komplett gerecht werden. Auch mir nicht, denn ich fand das Blau, in dem Lothlorien gehalten ist, nur allzu unpassend - zu kühl und zu bedrückend. Das hätte wirklich nicht sein gemußt.
Manche Charaktere werden (natürlich) auch anders als im Buch dargestellt, aber diese Veränderungen dienen einzig und allein dem Film (Elrond z.B.).
Ich habe mir im Voraus schon viele Feinde gemacht, indem ich gesagt habe, was ich alles weglassen tät, und war dementsprechend überrascht, daß im Film noch mehr ausgelassen und geändert wurde, und daß er trotzdem in der ersten Hälfte noch gehetzt wirkt. Das Drehbuch zu schreiben war mit Sicherheit nicht einfach. Kompliment.
Ich denke, daß ein wichtiger Punkt, der falschgelaufen ist, der Rat in Bruchtal war. Niemals hatte man im Film das Gefühl, daß man sich dort einer Meinung war. Jeder bekämpfte jeden und man mußte sich fragen, ob man den Gefährten wirklich vertrauen konnte, allen voran Boromir, der übertrieben finster dargestellt wurde - von Anfang an zu offensichtlich.
Aber das sind ja alles Storyelemente...
Die Bilder, ja die Bilder. Der Film war nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Nein, er hat meine visuellen Erwartungen sogar noch übertroffen. Orthanc war umwerfend, Bruchtal wunderschön und Moria sehr beeindruckend.
Es passiert nicht oft, daß ich während eines Films irgendwelche Laute von mir gebe, aber als der Höhlentroll das erste Mal mit seinem Hammer zugelangt hat, ist mir doch ein 'Whoa!' herausgerutscht. Volltreffer!
Wovor ich auch ein ebenfalls Angst hatte, war die Filmmusik. Howard Shore... was hatte der nochmal gemacht? Videodrome, ähm naja... Dogma, ein kleiner Lichtblick, aber sonst ein recht unbeschriebenes Blatt. Sehr gefährlich, aber der GAU ist glücklicherweise ausgeblieben. Das Auenland-Thema errinnert mich ein bißchen zu sehr an das Phantom der Oper (nein, nicht an das Hauptthema), aber ansonsten recht brauchbar.
Dabei muß ich sagen, daß wenn ich einen Komponisten hätte auswählen müssen, ich ziemliche Schwierigkeiten gehabt hätte. Ideal wären die Percussion- und Chortalente eines Alan Silvestri, gemixt mit dem Volumen eines John Williams. Aber wer bringt so etwas zustande? Randy Edelman? James Newton-Howard? Schwierig.
Überraschend gut gelungen ist die deutsche Synchronisation. Im englischen ist es schon ein bißchen peinlich, daß Galadriel 'Eärendil' nicht korrekt ausspricht und Gandalf nicht richtig 'Isengard' sagen kann, obwohl es bei 'Isildur' klappt. Allerdings kann man über letzteres streiten, da Isildur sich aus dem altelbischen ableitet und Isengard eine Übersetzung (in die Sprache Rohans) des elbischen 'Angrenost' darstellt (ähm, habe ich mich da soeben irgendwie geoutet?).
Schade, daß Saruman im deutschen nicht auch von Christopher Lee gesprochen wurde, da doch angeblich Peter Jackson persönlich die Synchronstimmen ausgewählt hat.
Wie dem auch sei, die Bilder sind hervorragend, die Musik durchaus passend zum Film und damit wurden meine, und ich denke auch die Erwartungen, die man an den Film stellen durfte, erfüllt.
Trotzdem, um wieder zu Musik und Story zurückzukehren, werde ich auch weiterhin beim Lesen des Buchs die Musik zur Serie 'Babylon 5' im Hintergrund laufen lassen. Was die Story angeht, bin ich mir nicht so sicher, ob nicht Babylon 5 die bessere Verfilmung des Herrn der Ringe ist. Provokante Äußerung, aber durchaus wert, darüber nachzudenken.
Namarië...
...Mike
Originally posted by M aus S bei H an der L
Im englischen ist es schon ein bißchen peinlich, daß Galadriel 'Eärendil' nicht korrekt ausspricht und Gandalf nicht richtig 'Isengard' sagen kann, obwohl es bei 'Isildur' klappt. Allerdings kann man über letzteres streiten, da Isildur sich aus dem altelbischen ableitet und Isengard eine Übersetzung (in die Sprache Rohans) des elbischen 'Angrenost' darstellt (ähm, habe ich mich da soeben irgendwie geoutet?)
(...)
Namarië...
...Mike
Och, nöö! Kann man so nicht sagen...
DonDahlmann
30.12.2001, 16:39
Originally posted by Dreizehn Koestlichkeiten
Bis es erklärt wurde, hab ich das gigantische Auge Saurons übrigens für eine riesige, feuerumtoste Vulva gehalten. Insgesamt fand ichs prima.
Hihi, 13, ging mir auch so.
Ich habe den halben Film nur gegähnt. Besonders dieses unglaublich lange, zähe Ende.
Allerdings gebe ich gerne zu, das die Bilde, Kamerafahrten und Effekte doch beeindruckend war. Eine schöne Tourismuswerbung für Neuseeland. Unglaublich schlecht: Der Hauptdarsteller. Blass, einfallslos, ausdruckslos. Auch die Gefährten hüpften nur sinnlos durch das Bild, wobei man den Schauspielern gar keinen Vorwurf machen kann, denn der Regisseur hat offenbar wirklich nur auf die Effekte geachtet, und weniger auf die Charaktere. Das machte das Zusehen immer schwerer.
Erklärt fand ich den Film (habe das Buch nicht gelesen) ganz gut. Was mit allerdings auffiel, was das der gesamte Film in dieser merkwürdig düsteren Atmosphäre spielte. Alle liefen grambeutelt herum und schleppten schwer an ihrem Schicksal. Das war mir am Ende doch alles etwas zu langweilig.
Ich find´s toll, wie man so einen Hype um etwas machen kann, das schon ebenso halbgelungen 1979 als Trickfilm die Runde machte.
Immerhin: die Parodie (in Buchform) ist hierdurch wieder zu haben: "Der Herr der Augenringe"! Prust!
Der Film entsprach weitgehend meinen Erwartungen: Beeindruckende Bilder rund um eine teenagergerechte Story. Insgesamt keineswegs langweilig und desweiteren dazu angetan, den geneigten Globetrottel glauben zu machen, man müsse sich 23 Stunden lang in ein Flugzeug nach Auen- äh.. Auckland zwängen, um tolle Landschaften zu sehen.
In einem Interview gestand der Regisseur ein, das Schwierigste sei die Besetzung der Elbenrollen gewesen. Bingo! Alle, aber auch alle sehen schwul bis grenzdebil aus. Nicht weise, edel und erhaben oder gar feinstofflich. Außerdem irritierte mich Sarumans Haarfrisur.
Kurios ist, dass sich in der französischen Fassung alle siezen, auch die Gemeinschaft des Ringes untereinander. Sogar dem bösen Balrog wird sehr etepetete beschieden: "Vous ne passerez pas!" (s'il vous plait. Bonne fin d'après-midi d'ailleurs...)
Allgemein frage ich mich bei Fantasyabenteuern immer, was eigentlich passieren würde, wenn tatsächlich einträfe, was ständig unabwendbar scheint und am Ende doch nie so kommt: Das Böse siegt. Was machen die ganzen Orks und Nazghul etc., wenn es nichts mehr zu verwüsten, zu quälen, zu töten und zu unterjochen gibt? Lorbeerkränze flechten, Gauloises rauchen, 24-Stunden Extrem-Sauronhuldigen?
Antwort: sie ziehen in größere Städte und suchen sich Jobs, z.B. in der Unterwelt oder bei der Palastwache. Genau solchen Fragen geht Terry Pratchett in seinen "Scheibenwelt"-Romanen seit 25 (!) Bänden nach! (s. 80er-Forum "Terry Pratchett"). DEN sollte man langsam mal verfilmen!
Das mit dem "teeeniegerecht" stimmt. Die kamen mir z.T. viel zu jung vor!
exilsylter
04.01.2002, 18:42
Ich hab gerade den Film gesehen, und es hat mich echt umgehauen. Die Optik von Orthanc alleine waehre auch einen laengeren Film wert gewesen.
Zu meiner Personlchen Herr der Ringe Geschicte muss gesagt werden, dass ich das Buch im Laufe der letzten 20 Jahre bistimmt 10 mal durchgelesen habe, die ersten fuenf bis sechs mal im praepubertaeren Teenagerzeiten, mit folgenden "kritischen neulesungen". Resultat der letzten: Respekt fuer die Leistung der Erschaffung einer Welt, aber der grosse Romancier war JRR nun wirklich nicht.
Wenn man wie ich die Handlung zumeist Auswendig kennt, fallen einem natuerlich die Schwaechen im Drehbuch nicht so auf, und die Konzentation geht mehr um die Visualisierung von Mittelerde. Und gerade die ist ausgezeichnet.
Meine Vorstellung von Mittelerde war in den letzten Jahren stark von dem zehn Jahre alten Zeichentrickfilm geprägt. Interessant ist die Tatsache, das im Zeichentrickfilm die Charaktere ausgefeilter waren, nicht unbedingt ein Kompliment fuer die Schauspieler. Aber die Landschaften und Orte sind wirklich klasse erdacht. Und die richtigen Kracher kommen ja bistimmt erst noch:
Fangorn, Kranka, die Schlachten usw...
Das Problem des Spannungsbogens des Films ist, das er nach dem Ende des ersten Bandes aufhoert, und in keiner Weise kann man aus dem Status gegen Ende des ersten Bandes ein rundes Ende machen.
Die Straffung der Handlung ist insgesamt sehr gut gelungen, aber Fans, die sich darueber aufregen, das unterwegs Tomaten gegessen werden, kann man glaube ich nie etwas rechtmachen. Es gab auch newgroups, die Seitenweise über Fluegel/nich Fluegel von Balrogs diskutiert haben.
Zerebrum
04.01.2002, 19:05
Originally posted by Spleen
Ich find´s toll, wie man so einen Hype um etwas machen kann, das schon ebenso halbgelungen 1979 als Trickfilm die Runde machte.
Immerhin: die Parodie (in Buchform) ist hierdurch wieder zu haben: "Der Herr der Augenringe"! Prust!
Jaja ! sowas wie " ... Dann erhielt jeder von den Mitgliedern der Gemeinschaft etwas Prächtiges und Seltsames: Gimbohr bekam ein Abonnement für Elf-Life, Legolam ein Mah-jongg Spiel, Mopsi eine Tube Cloverine- Brandsalbe, Pepsi ein Salatbesteck, Bromosel ein Peugeot-Fahrrad und Spam eine Schachtel Insektenpulver.
DIESE Verfilmung würde ich mir anschauen. Gutgolf, Arabikum, Mopsi und Pepsi, sowie Frito.
Nicht zu vergessen: Sauerkopf und Sagrotan von Isentrop!
Herr Cohn
07.01.2002, 20:57
Merkwürdig, der einzig überzeugende Schauspieler war doch Ian Holm. Sonst nur chargierende Mühegeber und in der letzten dreiviertel Stunde brach ohnehin alle Schauspielerei zusammen. Dass das bei teuren Spektakeln immer so sein muss. Selbst der anfänglich angenehm zurückgenommene Aragorn rollte zum Schluss nur noch dräuend die Augen. Und der 'Hauptdarsteller' hatte eh nur so blaue Deckel im milchigen Gesichte, dafür sah man sie dann andauernd. Huh, und das Auenland! Irland, wie es hoffentlich nie war, und die irisierende Musike schrammelte Einem ins Ohr. Trotzdem, diese Landschaft, großartig, und der Höhlentroll mit seinem Hammer, Klasse; misslungen ist der Film komischerweise ja nicht, Don Dahlmann hat da ganz Recht.
Doch, hat Spass gemacht gestern im Sonntagnachmittagspopcornkino. War einfach rundum was fürs Auge: Die Landschaften! Der Höhlentroll!! Die Minen von Moria!!! Rummäkeln kann man natürlich an der Filmmusik, die ohne auch nur eine Achtelnote Pause unentwegt daherstreichert. An der blassen Hauptfigur Frodo. An des Regisseurs Hang zur Düsternis, der selbst das im Buch idyllische und lichtdurchflutete Lothlorien zur Alptraumlandschaft macht, in der ich keinen Pauschalurlaub buchen würde. An der zombiehaften Lady Galadriel (Cate Blanchett), der man überdies ein Paar völlig lächerliche Segelohren angepappt hat. An der Fehlbesetzung für den weisen alten Elben Elrond, der im Film wie ein Kleinganove aussieht. Echte Fans werden natürlich auch noch bemängeln, dass die ganze Episode mit Tom Bombadil einfach weggelassen wurde. War aber wohl gut so, sonst hätte die Sache noch hektischer geraten müssen, damit der ganze erste Band in den Film paßt. Man kann nicht alles haben, aber ich hätte gern Teil zwei und drei gleich hinterhergeguckt.
wirklich ätzend (mit zunehmender länge des films) fand ich die immer unschuldiger dreinblickenden augen von frodo. von der filmmusik hab ich nicht viel mitbekommen, ich hatte nach den ersten minuten nur noch klingeln im ohr. müssen ringgeister SO laut sein?
tolkien ist halt umstritten, die linie zwischen genie und wahnsinn wird wie im buch des öfteren überschritten. sich auf sowas einzulassen ist nicht leicht. gut fand ich den film allemal; als gesamtwerk betrachtet. wer glaubt, das teil wie ein theaterstück beurteilen zu können, hat nicht ganz verstanden, um was es hier geht: kintopp!
ps: ungeschickt finde ich die entscheidung der produktion, die filme im jahresabstand zu bringen. sicher, die post-produktion dürfte extrem aufwendig sein, aber ein paar monate abstand sollten reichen. so könnte man den hype besser nutzen. nicht wenige besucher riefen bei ende des films hörbar enttäuscht: "was, das war alles...? was ist das denn für ein ende!".
peregrin tuk
23.01.2002, 12:26
Habe mich sehr amüsiert:
http://www.tolkiengesellschaft.de/down/worstcase2.pdf
M aus S bei H an der L
23.01.2002, 13:02
...das wirft doch im Nachhinein eine äußerst wichtige Frage auf: Wo sind im Film die Lembas-Waffeln? Wie wird das im dritten Teil?
Aber andererseits hätte ich von dem Galadriel-Zombie im Film auch keine Essenssachen angenommen...
...Mike
Schwarzes Schaaf
23.01.2002, 17:11
@ roger: Hat alles mit Marketingstrategie zu tun. Warum das Pulver gleich auf einmal verschiessen? Ausserdem ist ein Jahr Abstand gar nicht mal so lange, zwischen den ersten drei STAR WARS Folgen waren es immerhin jeweils 3!
Was das unzureichend abschliessende Ende angeht: Ich stimme zu, man ist ziemlich unzufrieden. Andererseits: Wie haelt man die Fans besser bei der Stange als mit solch einem cliffhanger?
war bei den starwars-filmen schon zu anfang klar, daß es drei filme geben wird? selbst wenn, so wurden die doch nicht am stück gedreht, oder?
Shaun O'Rearden
23.01.2002, 17:44
Originally posted by peregrin tuk
Habe mich sehr amüsiert:
http://www.tolkiengesellschaft.de/down/worstcase2.pdf
Ich auch
@MsHL: Lothlorien ist wirklich viel zu düster dargestellt, ich muß es wissen ich bin die Wiedergeburt von Haldir...
Aber das gehört in einen anderen thread.
Schwarzes Schaaf
23.01.2002, 18:03
Ich bin wahrlich kein STAR WARS Experte, aber soweit ich weiss plante zumindest Lucas schon immer ALLE 6 Teile. Natuerlich war kein Studio willens, ein solches Mamutprojekt zu verwirklichen, und so wurde ein Kompromiss gemacht und erst mal mit dem 4. Teil begonnen. Gedreht wurden die Teile IV, V und VI separat, glaube ich zumindest.
Finsterling
23.01.2002, 23:18
Also, das mit den Ohren von Galadriel ist doch ganz klar: die Elben stammen ganz offensichtlich von den Vulkaniern ab. Vielleicht auch von den Romulanern. Und Saruman ist übrigens ein Schwippschwager von Obivan Kenobi. Aber daß Harry Potter ein heimlicher Bastard von Gandalf und Lloxana Troy sein soll, halte ich dann doch eher für ein Gerücht. Man sagt des weiteren auch, Gollum könnte in Wahrheit ein Vogone sein. Das würde zumindest seinen Hang zu schwülstiger Lyrik erklären. Andere wiederum halten ihn für einen Frog.
Naja, Neuseeland ist jedenfalls ein echtes Einwandererland.
Ich hab übrigens gedacht der Troll im "Herr der Ringe" sei direkt aus der Damentoilette von Hogwards gekommen. Trolle soweit das Auge reicht.
Obwohl ich mich wahrscheinlich harscher Kritik aussetze, aber ich finde das Buch vom "H. d. R." ausgesprochen langatmig. Und die ellenlangen Beschreibungen jedes Hobbit-Furzes erinnern mich schwer an das Orginal vom Nibelungenlied welches zu lesen reine Folter war.
M aus S bei H an der L
24.01.2002, 11:13
Originally posted by Shaun O'Rearden
Lothlorien ist wirklich viel zu düster dargestellt, ich muß es wissen ich bin die Wiedergeburt von Haldir...
Werter Haldir, Lord der Haladin, so sagt mir bitte, wie Ihr denn Lothlórien gesehen haben könnt, da ihr doch schon vor der Zerstörung Angbands und Thangorodrims am vierten Tage der Fünften Schlacht auf dem Rückzug vor Morgoths Streitmacht in den Ebenen von Anfauglith gefallen seid (Nirnaeth Arnoediad)? Bieten die Hallen des Mandos eine derart gute Aussicht? (Hier wäre nun ein Smiley vonnöten, also bitte denkt Ihn Euch)
...Mike
peregrin tuk
24.01.2002, 11:24
Gibt es da eine Namensgleichheit?
" Der Elb Haldir begrüsst die Gefährten am Rande des
Goldenen Waldes Lothlorien und führt sie zu Celeborn und Galadriel."
Shaun meint wahrscheinlich diesen Elbenhauptmann.
Originally posted by M aus S bei H an der L
Bieten die Hallen des Mandos eine derart gute Aussicht?
Die Aussicht soll tatsächlich sehr gut sein, nur Mordor hat wieder so einen beschissenen Smog...
M aus S bei H an der L
24.01.2002, 11:38
Hmmm, tja, in der Tat. Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. So naheliegend und ich krame im ersten Zeitalter rum. Hmpf.
...Mike
Originally posted by DonDahlmann
Was mit allerdings auffiel, was das der gesamte Film in dieser merkwürdig düsteren Atmosphäre spielte. Alle liefen grambeutelt herum und schleppten schwer an ihrem Schicksal.
Wie wahr, wie wahr, Don.
Die paar lichten Momente in der Film-atmo habe Ich auch sehr begrüsst (Also Bilbos abschiedsfeier, Gandalfs ankunft im Auenland).Diese paar netten Punkte wurden dann aber leider mit Bilbos Abschiedsfeier mitverabschiedet.
Die Synchronisation war eher mittelprächtig, die Sprecher schrammten für meinen Geschmack allzusehr am überzogenen Pathos entlang. Ziemlich grotesk auch, als sich die beiden Zauberer ein Duell lieferten.
Gibt es hier jemanden, der an dem zum Kampfroboter hochstilisierten Sauron gefallen gefunden hat?
M aus S bei H an der L
26.01.2002, 00:56
Ist doch irgendwo klar daß der Film düster sein muß, geht es doch schließlich um das Ende der Welt, die Knechtung und Versklavung von allen Lebewesen und so weiter.
Und alles hängt nur an dem seidenen Faden, daß der Ring nicht Sauron in die Hände fallen darf.
Wem der erste Teil schon zu düster war, der braucht sich den dritten erst gar nicht anzusehen.
...Mike
zum glück ist es doch nicht die welt, sondern nur mittelerde.
Was heißt hier nur???
Und ist Gollum nicht eher ein Ferengi als ein Vogone? Die waren doch dick und bürokratisch veranlagt.
blättert die erwerbsregeln durch
keine bürokratische fundstelle.
Natürlich nicht, die Ferengi sind ja keine Vogonen. :) Wenn es eine Mrs Gollum gäbe, ware das leichter zu überprüfen...
Ich weiß gar nicht was ihr alle habt? Ich finde den Film gar nicht düster. Wo bekommt man noch soviel Wald+Grün+ Elben+Vögelchen zu sehen??? Wenn ich was düsteres sehen wollte würde ich mir Moulin Rouge mit Nicole Kidman anschauen. Das ist nicht nur düster, da wird einem schwarz vor Augen.
zoegernitz
27.01.2002, 03:46
ich hab mal ein bisschen in den zeittafeln geblättert: wie arwen und aragorn da in rivendale händchen halten, ist sie gerade 2777 jahre alt, er 87. das macht einen altersunterschied von immerhin 2690 jahren, der im film vollkommen ignoriert wird. auch kann ich mir nur schwer vorstellen, dass kultivierte leute wie elben die jahrtausende in einer derart kitschigen umgebung zubringen, wo man jeden augenblick damit rechnet, dass gleich ludwig II. mit seinem lieblingsschwan um die ecke kommt! als elrond wär ich da längst übers meer gegangen.
M aus S bei H an der L
27.01.2002, 10:04
Im Buch ignorieren die beiden den Alterunterschied doch auch. Lediglich bei ihrer allerersten Begegnung ist Aragorn ihr (verständlicherweise) noch ein wenig zu naiv.
Und wer kritisiert, der sollte auch eine Lösung bereithalten. Wie sollte Bruchtal denn aussehen?
Zu Elrond: Der hat wenigstens noch ein bißchen Anstand. Schließlich hätte er sich, wie sein Bruder, auch für die Sterblichkeit entscheiden können. Das hätte ihm eine ganze Menge Ärger erspart...
...Mike
zoegernitz
28.01.2002, 01:37
natürlich darf man auch kritisieren, was man selber nicht besser könnte. sonst stimmen die bilder im film eh erstaunlich gut mit denen in meinem kopf überein. bin schon gespannt auf die ents im 2. teil!
Hanswasheiri
28.01.2002, 22:49
Das Einzige, was mir an diesem Ding in Erinnerung bleiben wird, ist eine Frau, die im Kino hinter mir sass: Offenbar wusste sie nicht, dass der Film bzw die Geschichte mehrteilig ist, und der Anrufer, den sie nach ca 75 zähen Minuten per Mobile anrief und mit dem sie sich im einige Zeit gut unterhielt, hat es ihr scheinbar auch nicht gesagt. Jedenfalls denkt sie, die Chose sei mit Filmschluss vorbei. Ihr denkwürdiges Statement: "Zuerst machen sie so ein Geschiss um diesen Ring, und dann...?"
neben mir saßen drei typen, die offenbar der kategorie "ich-kenn-die-story-besser-als-tolkin-und-das-zeig-ich-allen-die-es-nicht-wissen-wollen" angehörten. unerträgliches, besserwisserisches geseier. ekelhaft.
kinovorsager
Originally posted by roger
kinovorsager
Nein!! Orks!!!
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