Tristram Shandy
25.01.2002, 15:48
ACHTUNG: HIER WIRD EINIGES ÜBER DEN FILM VERRATEN. WER SICH DEN FILM NOCH ANSCHAUEN MÖCHTE, SICH ABER NOCH ÜBERRASCHEN LASSEN MÖCHTE - BITTE NICHT LESEN!
Weder Penelope Cruz noch Cameron Diaz können mich in einen Film locken - meine Freundin schon. Also bin mitgegangen in "Vanilla Sky".
Jetzt brauche ich Hilfe.
Zunächst einmal finde ich es höchst ärgerlich, fast 100 Minuten so komplett im dunkeln zu tappen, dass man völlig die Lust verloren hat, noch mitzukombinieren. Die allergrößte Frechheit ist allerdings, dass einem dann die "Lösung" in Form eines Referats von diesem "technical support" vorgetragen wird, der Mr. Cruise im Fahrstuhl aufklärt.
Das geht bei Filmen ähnlicher Machart ("The Game", "Strange Days") viel besser, weil einem der Moment der Erkenntnis (für Elpenor: Anagnorisis) dankenswerterweise selbst überlassen wird.
Dann: Warum wird Cruise "eingefroren" und 150 Jahre später wieder "aufgetaut"? Hätte es nicht gereicht, ihn in eine virtuelle Realität zu versetzen? Dann braucht es keinen Time Gap, der nur noch weitere Probleme mit sich bringt. Warum sind die Autos auf einmal aus den 60ern? Was sollen die armseligen Filmplakate und anderen Zitate aus der Vergangenheit ("Jules et Jim", "A bout de souffle", Monet-Bild u.ä.), aus deren Erinnerungen der "Luzid-Traum" zusammengestrickt wurde?
Ich habe den Eindruck, dass damit lediglich Bedeutsamkeit suggeriert werden soll und man sich an große Vorbilder der Vergangenheit anflanscht.
Zuletzt: Worum verfickte Scheiße geht es eigentlich? Da wird wie wild zusammengestupselt, ohne eine Idee auch nur ansatzweise zu verfolgen.
Identitätsproblematik: Dafür spricht einiges (die Maske, die er tragen muss; die ständigen Verwechslungen von Guly und Sophia), wird aber nicht weitergeführt.
Vaterthema: Wird auch angerissen (das riesige Bild an der Wand, der Psychiater), verläuft sich auch im Nirgendwo...
Ich könnte mich noch ewig weiter aufregen. Bitte, hilft mir jemand und liefert eine Ehrenrettung dieses Films? Hatte ich nur einen schlechten Tag?
Weder Penelope Cruz noch Cameron Diaz können mich in einen Film locken - meine Freundin schon. Also bin mitgegangen in "Vanilla Sky".
Jetzt brauche ich Hilfe.
Zunächst einmal finde ich es höchst ärgerlich, fast 100 Minuten so komplett im dunkeln zu tappen, dass man völlig die Lust verloren hat, noch mitzukombinieren. Die allergrößte Frechheit ist allerdings, dass einem dann die "Lösung" in Form eines Referats von diesem "technical support" vorgetragen wird, der Mr. Cruise im Fahrstuhl aufklärt.
Das geht bei Filmen ähnlicher Machart ("The Game", "Strange Days") viel besser, weil einem der Moment der Erkenntnis (für Elpenor: Anagnorisis) dankenswerterweise selbst überlassen wird.
Dann: Warum wird Cruise "eingefroren" und 150 Jahre später wieder "aufgetaut"? Hätte es nicht gereicht, ihn in eine virtuelle Realität zu versetzen? Dann braucht es keinen Time Gap, der nur noch weitere Probleme mit sich bringt. Warum sind die Autos auf einmal aus den 60ern? Was sollen die armseligen Filmplakate und anderen Zitate aus der Vergangenheit ("Jules et Jim", "A bout de souffle", Monet-Bild u.ä.), aus deren Erinnerungen der "Luzid-Traum" zusammengestrickt wurde?
Ich habe den Eindruck, dass damit lediglich Bedeutsamkeit suggeriert werden soll und man sich an große Vorbilder der Vergangenheit anflanscht.
Zuletzt: Worum verfickte Scheiße geht es eigentlich? Da wird wie wild zusammengestupselt, ohne eine Idee auch nur ansatzweise zu verfolgen.
Identitätsproblematik: Dafür spricht einiges (die Maske, die er tragen muss; die ständigen Verwechslungen von Guly und Sophia), wird aber nicht weitergeführt.
Vaterthema: Wird auch angerissen (das riesige Bild an der Wand, der Psychiater), verläuft sich auch im Nirgendwo...
Ich könnte mich noch ewig weiter aufregen. Bitte, hilft mir jemand und liefert eine Ehrenrettung dieses Films? Hatte ich nur einen schlechten Tag?