Vollständige Version anzeigen : Können Sie vielleicht den Koffer . . ...
Couchkartoffel
03.06.2001, 18:42
Sollte das Forum nicht eigentlich Gänsefleisch heißen statt Gänschefleisch. Oder hat den Titel ein Rheinländer gebastelt, der/die sch und ch und s immer an der falschen Stelle sagt.
Aber abgesehen davon, hier ist ja mächtig nix los. Wer erinnert sich an die DDR? Nur die Ossis (doofes Wort) oder vielleicht auch die Wessis (ebenso doofes Wort).
Für mich (Wessi) jedenfalls war die DDR zu meiner Kinderzeit Ausland wie z.b. Österreich oder die Schweiz. Irgendwann hab ich dann so allmählich gemerkt, dass da doch ein Unterschied ist. Vor allem, weil die DDR noch mehr Aus-Land war im Sinne von nicht erreichbar.
Bis jetzt hab ich es noch nicht geschafft, mal dorthin zu reisen und eigene Eindrücke zu gewinnen, was allerdings an meiner derzeitigen Reiselethargie (Nomen est omen) liegt.
Aber eins möchte ich noch bemerken: ich bin begeisterter Tatort-Schauer und die Folgen vom MDR mit Ehrlicher und Kain sehe ich am liebsten, vielleicht weils da so schön menschelt.
Ruebenkraut
03.06.2001, 22:03
Ich beitrage mal ein Erlebnis, dass zum Titel des Strangs und Forums passt. (aber nicht zum Beitrag des Eröffners dieses Strangs)
Es war 1986 als ich mit meiner Freundin beschloss, einmal die Wiege der Klassik, nämlich Weimar, zu besuchen. Meine Freundin studierte Germanistik, ich war nur Leser, aber auch kulturinteressiert. Weimar, so muss ich wohl meinem Vorredner ohne touristische Ost-Erfahrung mitteilen, liegt im Osten Deutschlands, damals DDR geheißen. Wir wollten mit dem Zug dorthin, von 'Berlin (West)' aus. Also drei Tage vorher Visum beschafft - mit den üblichen Fragen am Waterloo-Ufer (Sie wollen wirklich niemandem besuchen? Nur Tourismus?).
Wir hatten uns einen Zug vom Bahnhof Lichtenberg rausgesucht, früh um sieben, damit wir etwas vom Tag haben sollten. Wegen der erwarteten Schlange und sonstigen Schwierigkeiten am Grenzübergang (Sonnenallee !) standen wir schon um vier auf, waren gegen 5:00 an der Grenze, natürlich die ersten und einzigen. Damit gaben wir dem gelangweilten Grenzer natürlich viel Zeit, uns und unsere Sachen zu kontrollieren. Kein Verdacht - so sein Blick - schien ihm zu weit hergeholt, wir mussten alles, wirklich alles rauskramen und tausend Fragen über unsere Absichten beantworten. Dass Weimar einen bloßen Besuch ohne feindliche Absichten wert sei, daran schien er die größten Zweifel zu hegen. Da wir nicht den ganzen Tag mit schalem Geschmack rumlaufen wollten, hatten wir Zahnbürsten und eine Tube Zahnpasta dabei. Ein Fehler. Der Grenzer konnte sich schlicht nicht vorstellen, dass man für einen Tagesausflug eine Zahnbürste mitnimmt. Was mag ihm durch den Kopf gegangen sein. Wollen die etwa ihre Kusine rausschleusen, die hier im Osten nichts so sehr vermisst wie blendamed? Wollen die mit ihrer Wessi- Zahnpasta angeben und arme DDR-Bürger aufhetzen? Zuletzt kam ihm die Idee: Irgendwas wird in der Tube sein (nicht NANDROLON, wie beim Baumann, davon hatten die genug): Vielleicht ein Spionage Mikro-Film, geheime Anweisungen aus Washington an die östliche Friedensbewegung, Umweltbewegung, aufmüpfige Schriftsteller? Keine Ahnung, was der dachte. Jedenfalls legte er die Tube in ein monströses Röntgengerät - sah aus wie ein Panzerschrank das Teil, mit außen angebrachten Anzeigeinstrumenten - die wiederum erschienen mir Fake, wie aus billigen sechziger Jahre Science-Fiction Filmen. Er schaltete dran rum, es dröhnte für ein paar Sekunden. Dann erhielten wir unsere wahrscheinlich radioaktiv verseuchte Zahncreme zurück. Alles in Ordnung, wir durften reingehen.
Die ganze Zeit über hatten wir versucht, nicht laut loszuprusten. Denn man wusste ja, wie diese Grenzer reagieren würden, und dann wäre es vorbei mit unserer Weimar-Reise.
Übrigens: In Weimar war alles in Ordnung. Es gab Gutes zu essen, Goethe und Schiller-Museen, diverse Grabstätten. Wie immer gab es nur Schwierigkeiten, bei den Getränkepreisen die zweimal 25 Mark Zwangsumtausch loszuwerden.
(Beitrag wurde von Ruebenkraut am 03.06.2001 um 23:25 Uhr bearbeitet.)
Couchkartoffel
03.06.2001, 22:35
verflixt nochmal, jetzt hab ich zum ersten mal seit ich hier rumlese- und schreibe, laut lachen müssen. die geschichte mit dem röntgengerät ist ja wirklich ein brüller.
paßt ins ddr klischee. aber was solls, im nachhinein hat sich ja auch rausgestellt, dass die sprüche 'geh doch nach drüben' irgendwie ihre berechtigung hatten.
dolomiti
05.06.2001, 15:03
Couchkartoffel schrub: quote:[/SIZE]<HR>Vor allem, weil die DDR noch mehr Aus-Land war im Sinne von nicht erreichbar. Bis jetzt hab ich es noch nicht geschafft, mal dorthin zu reisen[/B][/QUOTE]
Dazu ist es nu auch zu spät http://www.alles-bonanza.de/ubb//wink.gif
Anyway. Das Zahnpasta röntgen ist ja echt ein brüller (übrigens kann ich Ruebenkraut beruhigen - mit Röntenstrahlen kann man nix radioaktiv machen). Wenn die Grenzer schlecht drauf und also gründlich waren, haben sie sogar meinen Spielzeugkoffer durchsucht. Jedes Matchboxauto haben sie umgedreht und beäugt. Und in Westautos kannten die sich besser aus als die hiesige Fachwerkstatt. Jedes mögliche Schmuggelloch war bekannt. So gab es im Mercedes vor Airbagzeiten zwei Faustgroße Hohlräume im Lenkrad. Das Lenkrad war im Handumdrehen zerlegt, geprüft und wieder zusammengesetzt.
Jugendfahrt im VW-Bully. Die Wartezeit an der Grenze mit Albernheiten vertrieben. Erinnerungsfotos geschossen. Falsch! Grenzanlagen darf man natürlich gar nicht knipsen. 'Fahrn se mal recht raus.' 2 Stunden Strafwarten. Film beschlagnahmt. So war das damals.
waldfee42
09.06.2001, 23:31
tröstet euch, auch mir als ddr-bürger ging es bei reisen ins 'befreundete ausland' nicht anders.
ich fuhr seit anfang der 80er jahre nur noch in die slowakei, dort gefiel es mir immer am besten.
schon die reisevorbereitung war nicht so einfach, meistens bin ich früh um 4.00 uhr mit dem zug zum nächsten reisebüro gefahren und habe mich dort angestellt, um eine reise zu ergattern.
dann konnte man ja auch nicht unbegrenzt geld umtauschen, sondern hatte feste umtauschsätze. und in der (damals noch) tschechoslowakei gab es viele westliche waren oder begehrte artikel.
ich fuhr meist mit dem zug ab dresden, der zoll stieg schon in dresden ein. bis bad schandau wurde kontrolliert, dann kam der tschechische zoll. bei der einreise war das problemlos, aber bei der ausreise. das waren meist zitterpartien, weil jeder irgend etwas hatte, was nicht ausgeführt werden durfte.
zum glück kamen meine böhmischen gläser immer durch.
nach der zweiten reise habe ich mir angewöhnt, immer irgend etwas auf den zollzettel zu schreiben. keine mitbringsel erregt mehr verdacht.
einmal flog ich nach bratislava. da hatte ich das glück, meinen ganzen koffer auspacken zu dürfen. ich war stinksauer, weil ich ja in rekordzeit alles wieder an seinen platz schlichten mußte.
Christian12002
25.06.2001, 16:01
Hab' ich zwar nicht selbst erlebt, finde ich ich aber eine schöne Geschichte:
Ein Bekannter von mir ist mal Anfang der Achtziger Jahre mit der ganzen Familie zu einem Verwandschaftsbesuch in die DDR aufgebrochen. An der Grenze folgte dann die obligatorische Inquisition- es blieb aber bis dahin alles im Rahmen, Schikanen kamen nicht stärker als üblich zur Anwendung. Irgendwann erkundigte sich der VoPo jedoch, ob es denn geplant sei, Waffen in den Arbeiter- und Bauernstaat einzuführen, worauf sich der Opa (der auf dem Rücksitz bereits geraume Zeit erbost vor sich hinköchelte) nach vorne beugte und raunzte: 'Ja, was glaubst denn Du (sic!), was wir hier für Waffen dabeihaben?!?'.
Zwei Stunden später. Das Auto war zerlegt, die Kinder greinten und dem Sozialismus war zu seinem Recht verholfen worden.
Tcha, so war das.
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Will you still love me
when all of this is gone?
(Beitrag wurde von Christian12002 am 25.06.2001 um 14:03 Uhr bearbeitet.)
Scheint sich um eines dieser urbanen Märchen zu handeln. Ich kenn die Story mit der Frage nach Drogen und der Antwort von der Rückbank:'Nee, und selbst wenn, würden sie die nich« finden!'. Soll zum gleichen Ergebnis geführt haben.
Ruebenkraut
12.10.2001, 22:53
Klar, kann schon sein, dass so eine Geschichte die Runde macht und zur Legende wird.
Sie ist aber - aus eigenem Erleben geschlossen - so wahrscheinlich, dass sie auch tatsächlich häufiger (mit Funkgeräten, Waffen, Drogen etc.) passiert sein kann, ach was sage ich: Mit Sicherheit passiert ist.
Tja, mag ja sein das es die Geschichte mit der Stimme von der Rückbank in verschiedenen Variationen gibt.
Meine ist etwas anders.
Wir kamen per Wohnmobil zurück nach Berlin (West) und an der Grenze ließ man uns auf der Spur für Lastwagen warten. Es war ein heißer Sommertag - die Wagenschlange war lang. Wir hatten die Autofenster heruntergekurbelt. Neben unserem Fahrzeug wartete ein Viehtransport auf die Abfertigung. Wir warteten also - und die ganze Zeit lief ein Vopo um die Fahrzeuge herum.
Mein Sohn schaute interessiert dem Treiben um uns herum zu und sagte plötzlich laut und für alle zu hören:'Die aaaarmen Schweine!'
Nun, der Vopo mußte da was falsch verstanden haben. Wir durften unser Wohnmobil in Einzelteile zerlegen.
Dabei hatte unser Sohn nur Mitleid mit den Schweinen, die bei der Hitze im Viehtransporter leiden mußten .
(Beitrag wurde von Lelani am 17.10.2001 um 20:41 Uhr bearbeitet.)
Das mit der Filzerei nach so einem Spruch ist garantiert keine Legende. Ich war früher häufiger in der DDR, und es gab gewisse Grundregeln, die man einhalten sollte, wenn man so was nicht erleben wollte. Auf flapsige Sprüche haben die Zonengrenzer nur gewartet, um loslegen zu können. Man sollte es auch vermeiden, mit ganz neuen oder sehr gammeligen Autos einzureisen. Die wurden immer gefilzt. Politische Aufkleber (Greenpeace, Amnesty International, CDU, Vertriebenenverbände, Kirche, etc.) sollte man vorher auch tunlichst abgekratzt haben.
Es ging aber auch andersrum: Als die Familie eines Freundes zu einem DDR-Kurzbesuch mit einem völlig vollgestopften Auto an der Grenze auftachte (natürlich war viel mehr Zeug als erlaubt als Geschenke gedacht), antwortete dessen Vater auf die Frage des Grenzers, ob das alles persönlicher Reisebedarf sei, laut und vernehmlich: 'Sind Sie schon einmal mit Ihrer Schwiegermutter in den Urlaub gefahren?'. Die Grenzer schrien vor Lachen und winkten den Wagen durch. Natürlich war die Oma den Rest des Tages stinksauer - aber alle Sachen konnten ungefilzt den Verwandten übergeben werden.
Aber heftige Filzereien konnte es auch im Westen geben.
Zur Zeit der Terroristen-Hysterie war mein Vater mit einem Geschäftspartner nach Holland gefahren. Irgendwie sahen beide wohl etwas finster aus (Sonnenbrillen, mein Vater mit Vollbart, feiner Zwirn, dicker Citroen CX, Aktenköfferchen, etc.), so daß der Grenzer die überaus intelligente Frage stellte: 'Ham se Waffen dabei?'. Als die patzige Antwort kam: 'Klar, zwei MP's im Kofferraum', wurde alles auseinandergenommen.
Vor einigen Jahren hatte ich eines meiner Autos im 'Bluesmobil-Look' bemalt, mit dem Ergebnis, daß ich von jedem Dorf-Sheriff wegen Drogen, Waffen und Verkehrsscherheit angehalten wurde. An der holländischen Grenze bekam ich zu hören: 'Mit so einem Auto müssen Sie damit rechnen, kontrolliert zu werden'.
PetziPellePingo
18.10.2001, 17:06
Mein persönliches Grenzerlebnis:
Ich durfte, da im Besitz eines Westdeutschen Reisepass, mit Visum immer nach Ost-Berlin. Also schickte mich mein Chef öfter rüber, denn ich mußte dort Sammel-Visa für unsere Reisebürokunden abholen.
Meist räumte ich sämtliche Taschen leer um ja nicht Anlass zum filzen zu geben.
An diesem Tag mußte ich unvorbereitet 'rüber'. Ging auch 'hin' prima.
Zurück nach West-Berlin hatte ich aber die 25.- Mark vom Zwangsumtausch noch, denn ich war in Eile und hatte keine Zeit zum Einkauf gehabt. Also wollte ich das Geld am Übergang in die Dose den Roten Kreuz stecken die da normalerweise stand.
An diesem Tag stand die Dose nicht da, und mir brannte das Geld in der Tasche. Da stand ich auch schon dem Grenzer gegenüber und der stellte sie übliche Frage' Gaben Sie noch Währung der Deutsche.....'
Nun hätte ich ja nein sagen können und damit wäre es wahrscheinlich gut gewesen, aber ich hatte Angst erwischt zu werden und antwortete:' Ja, und nun weiß ich nicht wohin damit - eigentlich wollte ich es ja in die Dose - aber die ist weg-'
Ich stammelte aufgeregt, denn ich hatte immer Angst an der Grenze - zu viel Böses hatte ich gehört.
Da sagte der Grenzer: 'Kommse mal mit'
Er führte mich in einen Raum und ich mußte alle meine Habseligkeiten auf den Tisch legen. Er leerte das Röhrchen mit den Aspirin,las meinen Einkaufszettel und den Brief meiner Mutter, den ich zufällig dabei hatte. Alles mit einer Bierruhe.
Dann fand er eine Packung Tampons, nahm eines heraus ließ es vor meinen Augen am Band baumeln und fragte misstrauisch:' Was is«n dös?'
Mittlerweile war ich so sauer, das ich antwortete: 'Legen sie«s in ein Glas Wasser, dann wird«s größer!'
Daraufhin holte er eine weibliche Beamtin - und ich durfte mich meiner Kleidung entledigen.
Nachdem wir das auch erledigt hatten und ich wieder angezogen war, erschien der Vopo wieder - schaute auf seine Armbanduhr und sagte: ' So, jetzt hat die Bank die Mittagspause beendet, jetzt steht die Rote Kreuz Dose wieder da, jetzt können sie ihr Geld reinstrecken!'
PPP, die Geschichte ist ja köstlich!
Elwood, alles, was du geschrieben hast, war auch toll.
Ich war ja zu 'richtigen' DDR-Zeiten nur ein einziges mal dort, und das war 1979, Konfirmandenausflug. Es war weitaus weniger ereignisreich als das von euch Erzählte, ich werde es euch aber zu einem späteren Zeitpunkt trotzdem erzählen.
Ich freue mich, dass es in diesem Forum wieder ein bisschen brummt, ich finde es nämlich sehr interessant.
Viele Grüße
Zazie
Shesharry
29.10.2001, 22:14
Ich habe keine supertolle Grenzgeschichte:
Mitte der 70er Jahr gab es eine Klassenreise nach Berlin, mit dem Zug von Hamburg nach Berlin, duch das Niemandsland....
Typisch Klassenreise helle Aufregung und lautes Abregen...Als die Grenzer dann kamen, bin ich fast gestorben, man hat ja soviel gehoert, ich hatte meinen Kinderpass ( war noch keine 16) in der Hand, den Schweißabdruck konnte man spaeter noch sehr gut sehen. Entgegen meinen Befürchtungen ging alles gut, wir kamen wohlbehalten in West-Berlin an. Tage darauf machten wir mit der ganzen Klasse einen Tagesausflug nach Ost-Berlin, Alexanderplatz. Mit der U-Bahn ging es dorthin, alle die bereits 16 Jahre alt waren mußten Zwangsumtauschen, ich weiß nicht mehr genau, glaube es waren 10 DM.
Endlich auf dem Alex angekommen, war die Entäuschung groß, da war nix....was uns interessiert hätte. Also ab ins nächste Kaufhaus, wir wollten die Zeit mit bummeln überbrücken und mußten ja auch noch das komische Geld loswerden, wir durfen es ja nicht mitnehmen. Das war schon ein Problem, von 30 Klassenkameraden, waren mind. 25 schon über 16 Jahre alt. Da kam was zusammen, im Kaufhaus gab es nichts das man für das Geld eintauschen konnte und die Zeit drängte. Jemand kam dann auf die Idee, alles geld in Currywurst umzusetzten, da gab es eine Wurstbude, mit einer irre langen schlange von Leuten dran. Da hieß es dann anstehen, bald standen nur noch wir in der Schlange, weil der Verkäufer sich weigerte pro Person mehr als eine Wurst herauszugeben
Das größte Problem aber war der Preis, ich weiß es nicht mehr so genau, ich glaube es waren um die 50 Pfennig pro Stück, bei 30 Kindern sind das immer noch 15-16 stück pro Person, es war einfach nicht zuschaffen....
Irgendwann haben wir angefangen, die gerade gekauften Würstchen gleich zu verschenken. Man stelle sich den Menschenauflauf vor, die die immer losrannten, sich anstellten und dann die die nur noch auf die nächste Wurst warteten.
Man glaubt es kaum...wir haben es geschafft, alles Geld weg, alle pappsatt ( eher überfuttert)...... Dann kam die Rache von Mutter-Natur DURST...!!!!!
was nun...kein Geld mehr und son Durst...
Zurück im Wohnheim hing dann unsere Klasse gemeinschaftlich an den Wasserhähnen...
Na, ja das ist mir von der alten DDR in Erinnerung geblieben.
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tja, war grad in Thüringen auf Urlaub
(nicht meine Idee!!) und da sah's genauso
aus, wie ich mir Deutschland in den 50er
Jahren vorstell. Wenn man da einen mit
Tätowierung oder langen Haaren sah war
das schon ne Sensation.
(mit der Ausnahme von dem eleganten Weimar)
Bei Charlotte von Steins Haus gab's einen
Ramschladen in dem neben den üblichen Post-
karten Gläser verkauft wurden mit Leuten
drauf die nackich wurden wenn man was
einfüllte. Warum nich gleich die Dildos
im Goethehaus feilbieten!?
Von der Gruselgrenze und Schandmauer war
auch eher wenig zu sehen.
Sagt man in der DDR übrigens wirklich
Erdmöbel für Sarg?
hihi: Babs.
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don't live in the past, you've already been there.
@Shesharry:
*lol*!!!
Was für eine schöne Geschichte!!! Ich hab's mir bildlich vorgestellt, ein schöne Szenerie!!
Das Geld loszuwerden, das war wirklich schwierig - in Buchläden konnte man das dann aber gut. Da habe ich zu DDR-Zeiten in Jena einen dünnen Atlas gekauft (Ich liebe es, Karten und Atlanten anzusehen!) -
wühlt und findet den Atlas in der Abstellkammer zwischen 70er-Jahre-Fischertechnik und 10bändiger Weltgeschichte wieder
er heißt:
"Haack Atlas Länder und Regionen"
und stellt mittlerweile etwas einzigartiges dar: zahlreiche Wirtschafts- und Politikkarten der DDR und des sozialistischen Auslandes. Hochinteressant.
Gut investiertes Alugeld.
Grüße von
Paisley
Rudolf Rabe
26.08.2002, 21:57
mitte der achtziger fuhr ich mit JUGENDTOURIST ( DDR REISEBÜRO FÜR DIE JUGEND UND JUNGEBLIEBENE ) in einem ziemlich vollem zug in die damalige VR POLEN, bei den obligatorsichen grenzkontrollen der DDR GRENZER gab ich meinen PASS ab und der grenzer schaute in irgendeine liste des reisebüros und suchte dort meinen namen ,als er den nach ca. 10 minuten immer noch nicht fand ,gab ich ihm im anfall jugendlichem leichtsinns, den lustigen rat doch mal in die FAHNDUNGSLISTE zuschauen (allgemeines GELÄCHTER im abteil ). der grenzer schaut mich mit eiskaltem blick ohne die miene zu verziehen an und sagte dann , *FÜR DIE WITZE BIN ICH HIER ZUSTÄNDIG , aber wenn sie es witzig finden sollten hier auszusteigen ( grenzübergang mitten im nichts ) und ein paar stunden bei uns zu bleiben können sie ruhig weitermachen !!!!!.....................ich war dann doch ziemlich froh als er meinen namen fand.................
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