Vollständige Version anzeigen : Was mir aus den 60ern abgeht
peterthomassuschny
11.04.2001, 20:51
Nur spontan:
1. Gibt es noch die Straßenlampen irgendwo, die in der Mitte der Fahrbahn hingen und so aussahen, als hätte die Lampe eine Melone auf?
2. In Konditoreien gab es Eisautomaten, die mit 2 Hebeln bedient wurden und mit denen 2 Sorten Eis in einen Stanitzel (der Nichtösterreicher sagt meistens Tüte dazu)
gefüllt werden konnte. Gibts das noch wo?
3. Auch in Konditoreien wurder der Orangensaft frisch von einer Maschine in einen durchsichtigen Glaswürfel gepreßt, der
Saft sprudelte ständig in den Würfel, der oben geschlossen war. Kennt das noch wer?
4. Der beste Gag war ein Vogelkopf auf einer Glasform (ähnlich wie die Versuchsröhrchen in einem Chemielabor), hinten mit einer roten Flüssigkeit gefüllt, der immer seinen Kopf in ein Wasserglas tauchte, nippte, wippte und nach ein paar Minuten das gleiche Schauspiel von vorne. Kennt das noch wer?
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
McGoohan
12.04.2001, 14:27
ebenfalls spontan
1. an die strassenlampen erinnere ich mich bestens, ist mir erstaunlicherweise bis heute nicht ein-/aufgefallen, dass sie verschwunden sind bzw. anders aussehen. dazu fallen mir auch die strassenkreuzungen ein mit so kleinen 'kanzeln' von denen aus die polizisten (anstelle von heutigen ampeln) den verkehr regulierten.
2. ich glaube, so einen softice-automaten gibt es hier bei uns noch, mit einem hebel für vanille und einen für himbeer. cornet sagt man hier zur tüte. schaue genau nach, wenn ich nächstes mal dort vorbeikomme.
3. an die glaswürfel erinnere ich mich auch gut. und in diesen aquarien hatte es nicht nur einen sprudel, sondern auch irgendeine drehbewegung, wenn ich mich richtig erinnere.
4. dieser punkt hat mich zur spontanen antwort bewegt: genau gestern nachmittag sahe ich nämlich genau zwei dieser vögel . lief in der zürcher altstadt an einem schaufenster vorbei und bin abrupt stehengeblieben und dachte, das gibt's doch nicht! da waren tatsächlich zwei der vögel vor ihrem wasserglas. aber sie nippten nicht daran (keine schaukelbewegung). ausser betrieb oder schlecht gewartet. bin mir aber nicht sicher, ob die wirklich aus den 60ern stammen, in meiner erinnerung (subjektiv) sind diese gag-artikel so um 70 oder 71 aufgetaucht, parallel mit dem 'lachsack'. (kennst du den auch?) aber vielleicht spielt mir mein gedächnis ein streich, und es war schon früher.
beste grüsse
McGoohan
peterthomassuschny
12.04.2001, 20:38
Hallo McGoohan!
In Wien habe ich diese Lampen schon lange nicht mehr gesehen.
Ich glaube den Vogel gab es schon in den 60ern, Lachsack habe ich 1975 von meiner Schwester bekommen (die damals interrailmäßig in England war).
Auch so Ende der 60er bekamen wir von Freunden einen tollen Gag geschenkt:
eine schwarze kleine Box, oben stand Frankensteins Kassa, vorne wurde eine Münze angesteckt, die löste einen Kontakt aus, die Kassa wackelte am Tisch unter furchtbaren Ächzen und Krächzen und dann öffnete sich eine kleine Klappe und eine grüne Hand tauchte blitschschnell auf, die die Münze einzog!
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
peterthomassuschny
13.04.2001, 15:02
Hallo an alle!
Auf meiner homepage www.r60.net gibt es ein Schild mit einem schwarzen Bären mit rosa Bauch der trinkt gerade aus einem Glas und in der Hand hat er eine Flasche, drüber steht: 'Trinke Jumbo - Lemmon Appia' und darunter 'Durstillende Spezial-Limonade'
Fragen:
1. was ist Appia, spricht wer italienisch?
2. woher stammte Jumbo und wann wurde das eingestellt?
Frohe Ostern, am nächsten Wochenende (weil ich jetzt kurz wegfahre) suche ich bei meinen Eltern einmal mein altes Spielzeug raus. Ich plane nämlich einmal ein Usertreffen, das sollte im Herbst sein, irgendwo in der Mitte zwischen D und CH und Wien, z. B. Innsbruck, München oder Salzburg.
'Mr. Roaring Sixties'
McGoohan
13.04.2001, 19:58
Die Via Appia, die besterhaltene der grossen römischen Strassen, wurde von Appius Claudius Caecus, dem Censor des Jahres 312 v. Chr. gebaut, demselben, der die erste Wasserleitung der Stadt angelegt hat. Es war das erste Mal, dass eine grosse Strasse nicht nach ihrer Funktion, wie die Salaria, die 'Salzstrasse', oder nach ihrem Ziel, wie die Via Praenestina oder die Via Tiburtina, sondern nach ihrem Erbauer benannt wurde.
Ich nehme somit an, dass die massgeblichen Marketingfachleute für 'Lemmon Appia' schamlos Appius ausbeuteten. Was uns nun aber, bitte liebe DUHSUB's, nicht dazu verführen sollte, auch noch einen Strang für die 300er Jahre v. Chr. zu eröffnen....
Nachtrag: die Wasserleitung war vermutlich der Marketing-Link zum Getränke-Namen
(Beitrag wurde von McGoohan am 12.04.1968 um 17:05 Uhr bearbeitet.)
(Beitrag wurde von McGoohan am 13.04.2001 um 18:23 Uhr bearbeitet.)
peterthomassuschny
16.04.2001, 20:28
Danke, für die Idee, McGoohan.
Nein, ein Strang zu den alten Römern will ich auch nicht haben, das sollen sich ein paar Lateiner oder Geschichtsprofessoren untereinander ausmachen.
Dafür ist mir wieder eingefallen:
wer kennt noch das legendäre Arzberg-Geschirr mit den Rillen? Gott sei Dank, ein Häferl noch selber vor 15 Jahren aufgetrieben und die Schwiegermutter meiner Schwester hat noch ein komplettes Set.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
peterthomassuschny
22.04.2001, 19:23
Gestern war ein Mann in einer Quizsendung, der meinte, daß seine Söhne eher beim Betthupferl sitzen. Es dürfte dem guten Mann entgangen sein, daß diese Sendung in Ö abgedreht wurde und auch das Radiotraummännlein abgewürgt wurde. Wie ist das eigentlich in D und der CH?
Übrigens, was ich auch nicht verstehe: Aktenzeichen hat in Ö schon unter 400.000 Zuseher und wird deshalb von 20h15 auf 23h00 verlegt. Ich habe das schon als Kind gerne gesehen und verstehe nicht, warum diese Reality-Sendung so wenig Zulauf hat. Dabei war Aktenzeichen schon Reality-TV, als dieser Namen noch nicht ersonnen war!
Bin schon enttäuscht!
'Mr. Roaring Sixties'
P. S. Ist der Dr. Butz Peters vielleicht zu ehrlich und gehört wieder so einer her wie der Ganoven-Ede (alter Spitzname von Eduard Zimmermann), dem schon in den 60ern in Hobby eine gewisse 'Quotengeilheit' vorgeworfen wurde?
McGoohan
22.04.2001, 19:59
Stichwort 'hobby'
oh, das kleinformatige, dicke heftchen! ich las es damals regelmässig intensiv, obwohl ich es manchmal auch hasste. (oft zu motorenlastig? oder woran lag es?)
ist irgendwann anfangs 70er aus meiner wahrnehmung verschwunden und staunte soeben, als ich mich nun wieder daran erinnere.
thanx pts!
peterthomassuschny
23.04.2001, 08:33
Hallo McGoohan!
Das habe ich lange auch geglaubt, mit dem zu motorenlastig. Habe vor ca. 15 Jahren Hobby Jahrgänge 1966 - 1970 und ein Heft 1971 aus dem Altpapier gerettet und habe sehr viel für mein 60er-Buch auch aus diesen Heften profitiert. Sie müssen allerdings intensiver durchgeblättert werden, um auf die sogenannten 'Schmankerln' zu stoßen.
Gags, wie eine aufblasbare Ersatzwindschutzscheibe habe ich darin genauso gefunden, wie ein sprechendes Einkaufswagerl oder den ersten Bankomat als Prototyp mit Lochkarte 1969 (sogar in Wien vor der Ersten Österreichischen Spar Casse aufgenommen).
Da ich für heuer im Herbst ein Userforum plane, könnte ich sie dorthin genauso mitnehmen, wie einige Videos der legendären Austria Wochenschau (die lief zwischen 1949 und 1982 in den Kinos ca. 5 Minuten lang vor dem Werbleblock und dem Film), eine tolle Sammlung von allem möglichen aus Politik, Sport, Kultur, Weltnachrichten und Kuriosita, z. B. ein Wettschaukeln im Schaukelstuhl.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
P. S. Falls Du es einmal nach Wien schaffst, am 12. Mai haben wir ein 60er-Jahre-Festl mit Musik aus dem Jahrzehnt und der legendären Austria Wochenschau, dazu eine klein Modeschau. Nähere Info unter www.r60.net
peterthomassuschny
25.04.2001, 19:48
Auch noch in meiner Kindheit, heute fast ausgestorben: Männer, die beim Grüßen den Hut heben. Habe ich vorgestern wieder einen gesehen, hat aber Seltenheitscharakter. Nur noch religiöse Männer mosaischen Glaubens, Fiaker (Melone oder Zylinder) und bei Feierlichkeiten (auch Trauerfeierlichkeiten) gibt es noch eine nennenswerte Anzahl huttragender Männer.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
P. S. Mosaischen Glaubens sagt auch kaum mehr wer.
Stimmt, Tou-Tou! Das sieht man nur noch bei ganz alten Herren hier. Schade eigentlich. Aber wer außer Kottan trägt auch schon noch einen Hut?
McGoohan
26.04.2001, 20:16
hebe nur symbolisch, tippe/berühre kurz als gruss die krempe bzw. den vorderen mützen-/kappen-teil.
ps: den 12. mai schaffe ich never, aber sicher mal sonst wann... *freu*
peterthomassuschny
26.04.2001, 20:21
Auch schon ausgestorben: die Straßenbahnen mit den offenen Eingängen, ohne Türen.
Aber: hier ist Wien wenigstens einmal im Jahr anders. Beim alljährlichen Wiener Tramwaytag fahren solche immer vom Reumannplatz bei der U-Bahn zur Zentralwerkstätte der Wiener Linien (die hießen in den 60ern natürlich noch Wiener Stadtwerke - Verkehrsbetriebe und dies übrigens noch bis Mitte der 90er) und da nehme ich immer meine beiden Kinder (7 und 5 mit, das ist aber ein altes Gerücht, daß sie Jochen und Nina heißen, sie heißen Montag und Janis, nein, schon wieder falsch, Martin und Yvonne). Die Janis ist ja klar. Aber kleines Rätsel: wer ist Montag? Nein, nicht der Freitag vom 'Robinson Crusoe' und auch nicht der Kleine Dienstag bei 'Emil und die Dektetive', ich meine den Montag. Wer es errät, ist für mich der 60er-Jahre-König.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Hätte ich Kinder, hießen sie wahrscheinlich Telemekel, Teleminchen, Yogi, Popeye und Schlumpfinchen. Spleen
peterthomassuschny
26.04.2001, 23:16
Hallo Spleen!
Die letzten 2 kenne ich auch, Schlumpfinchen und Popeye, aber wer ist Montag? Aber nicht die Ballettänzerin Luise Montag, die in Simmering (= Wien 11) eine Gasse hat, sondern wer ist der Montag in den 60ern? War sogar für den Oscar nominiert (der Montagdarsteller), das hat außer ihm bisher nur noch ein Österreicher, Klaus Maria Brandauer 1985 geschafft (das war ein Jahr nach dem der Montagdarsteller leider viel zu früh verstorben ist).
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
McGoohan
27.04.2001, 15:25
Lieber Mr. Roaring Sixties,
das ist mir jetzt aber fast peinlich, mit so einer simplen Frage '60er-Jahre-König' zu werden...
Oder wer soll es sonst sein, wenn nicht Oscar Werner, der den Feuerwehrmann Montag spielte, in der Verfilmung von 'Fahrenheit 451' von Truffaut 1966 (nach dem gleichnamigen Roman von Ray Bradbury).
peterthomassuschny
27.04.2001, 18:12
Hallo McGoohan!
Ist für Dich leicht, aber sonst hat noch keiner geantwortet.
Was ich auch für leicht hielt, auf einen sogenannten Wortrap mit Fragen bezüglich der 60er Jahre, den ich an rund 20 mehr oder weniger Prominente für mein 60er-Jahre-Buch geschickt habe (das war noch so eine komische Idee von der Produktsleiterin beim Böhlau-Verlag, geantwortet haben dann ganze 5 Leute und für das Buch bringt das in Wahrheit gar nichts, außer 6 oder 7 Seiten mehr Inhalt) hat nur einer von 5 Antwortenden gewußt, wer Ziggy Stardust ist.
Weißt Du das auch?
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
P. S. Viele wissen gerade noch den Oscar Werner aber nicht mehr den Romanautor, andere haben wieder den Truffaut vergessen, der übrigens fast zur gleichen Zeit wie der Oscar Werner und ebenfalls viel zu früh von uns gegangen ist.
McGoohan
27.04.2001, 19:44
zu ziggy stardust: da irritierst du mich leicht. david bowie in den frühen siebzigern, oder? (the rise and fall of ziggy stardust an the spiders from mars)
anscheinend kenne ich den 60er-bezug nicht oder er fällt mir gerade nicht ein.
noch was zu oscar werner, muss dir leider gestehen, dass ich ihn in dem film als eine fehlbesetzung betrachtete und betrachte. habe den film mindestens 4 mal gesehen, jedesmal nervt mich der schauspieler. liegt vielleicht daran, dass ich das buch viel früher gelesen habe und erst anfangs 70er den film im tv sah; und dadurch vermutlich ein bild von montag im kopf habe, dem oscar werner keineswegs gerecht wird.
peterthomassuschny
28.04.2001, 13:26
Hallo McGoohan!
'Ground control to Major Tom' erschien 1969, paßt also ganz ins Jahr der Mondlandung.
Bezüglich Oscar Werner: ich habe den Film nur zum 75. Geburtstag im November 1997 gesehen, da ist er leider schon 13 Jahre vorher gestorben. Kenne das Buch nicht, daher kann ich das nicht beurteilen, war aber einer der besten Schauspieler der Nachkriegszeit in Österreich. Stand angeblich sogar für den Iffland-Ring im Gespräch, da nach seinem Tod der damalige Träger Josef Meinrad (der ihn dann an Bruno Ganz verlieh, boshafter Witz: der Iffland Ring ist weg, der ist jetzt ins Disneyland gewandert, nach Entenhausen zum Cousin von Gustav Gans) ein Kuvert bei einem Notar hinterlegt hat (bekanntermassen wird der Iffland Ring von seinem jeweiligen Träger an einen Nachfolger verliehen, der ihm dann nach dem Ableben des Iffland Ring-Trägers erhält). Für das Narrenschiff 1965 wurde Oscar Werner jedenfalls für den Oscar-Preis in Amerika nominiert, das gelang nach ihm nur noch einen Österreicher: Klaus Maria Brandauer (dir sicher bekannt aus 'Mephisto' 1981, wo er Gustaf Gründgens verkörpert) für 'Out of Africa', 1985.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
P. S. Falls Du einmal nach Wien kommst, schaue auf meine Homepage www.r60.net. Dort stehen immmer die Termine meines nächsten 60er-Jahre-Festls vulgo Clubbing. Ich selber möchte auf jeden Fall im Oktober einmal ein Usertreffe veranstalten, da soll jede/r ein paar Erinnerungsgegenstände mitnehmen, wie ich meine Sammlung kenne (und außerdem ist mein PKW bereits 22) komme ich eher trotzdem mit dem Kastenwagen.
peterthomassuschny
01.05.2001, 20:50
Leider noch immer von niemanden Antwort auf das Arzberg Rillen-Geschirr. Kennt das keine/r mehr.
'Beste Grüße'
'Mr. Roaring Sixties'
peterthomassuschny
09.05.2001, 21:27
1) Motorroller, wo die Beifahrerin noch im Damensitz mitreist (das letzte Mal 1980 gesehen), heute war nämlich eine mit ziemlichen kurzem Rockerl vor mir selber Lenkerin.
2) Polizeihütterln, von wo aus der Polizist den Verkehr regelt.
3) LKWs mit zwei schmalen Stangen auf den Kotflügeln und zwei weißen Kugeln oben, damit sie beim Reversieren die Fahrzeugbreite besser schätzen können.
4) Fahrschule, wo das Motorradfahren noch mit dem Fahrlehrer im Beiwagen gelernt wird (gabs bei uns noch bis 1977).
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
P. S. Würde mich freuen, wenn auch hier gelegentlich wer was dazuschreibt.
Ich weiß auch was: ich möchte die schönen 'Tchibo'-Heftchen (oder war«s EDUSCHO?) wiederhaben! Die gab«s zu Ostern und Weihnachten, mit Gedichten, Bildergeschichten und richtigen Stories. So was Liebevolles gibt«s wirklich nicht mehr!
(Beitrag wurde von Spleen am 10.05.2001 um 20:56 Uhr bearbeitet.)
McGoohan
10.05.2001, 11:27
lieber peterthomassuschny
beginnen wir jetzt im strang wieder oben von vorne? ja, genau die 'polizeihütterln' meinte ich mit kleinen 'kanzeln'.
McGoohan in diesem strang ganz am anfang geschrieben am 12-04-2001 12:27:
1. (...) dazu fallen mir auch die strassenkreuzungen ein mit so kleinen 'kanzeln' von denen aus die polizisten (anstelle von heutigen ampeln) den verkehr regulierten.
Eine solche 'Polizeiinsel' gabs in unserem Vorstädtchen auch einmal. Meine beste Freundin erzählte mir gerade neulich, dass dort in den 60ern ein Onkel von ihr Dienst schob. Der Ärmste wurde im Laufe seiner Dienstzeit mehrfach mit dem ganzen Ding umgefahren.
Und wir hatten als die erste Ampel unserer Stadt eine Ampel, die hing in der Mitte der Kreuzung und hatte in alle vier Richtungen Ampellichter. Wenn es wehte, schwang sie hin und her. Wir fanden das faszinierend.
Diese kleinen rot-weiss gestreiften Podeste waren ambulant und wurden nach Bedarf in die Mitte der Kreuzung gestellt(z. B. bei Ampelausfall o. ä.)
------------------
honda
peterthomassuschny
10.05.2001, 20:31
@McGoohan
Da habe ich leider geschlafen. Zum Trost eine echte Geschichte von meiner Mutter, die auch vielleicht schon in den 50ern war, damals hatten die Autos noch Winker statt der heutigen Blinker zur Fahrtrichtunsanzeige, Warnwinkanlagen gab es jedoch keine. Bei einem Auto mit Niederöstererichischem Kennzeichen liefen aus Versehen (technischer Defekt, vermute ich), beide Winker gleichzeitig und der Polizist rief aus dem Hütterl 'Wos is«Gscherda, wüsst fliegen' (Hochdeutsch, 'Was ist los, Provinzler, glaubst Du, Du kannst fliegen?').
Leider war der 'Gscherde' Abgeordneter zum Nationalrat, geflogen ist dann nur der goscherte Polizist, nämlich vom Dienst suspendiert.
Du hast hier übrigens gratis eine Kostprobe aus meinem 60er-Büchlein gelesen, dort steht sie auch drinnen.
Beste Grüße
'Nicht alles was Flügeln hat fliegt'
'Mr. Roaring Sixties'
peterthomassuschny
16.05.2001, 20:20
@Honda, ich will ja nicht neugierig sein, aber welche Stadt hatte erst in den 60ern die erste Ampel? Sogar das kleine Dorf Wien hatte schon ein paar, 1989 war dann auf der Breitenfurterstraße auf einer Ampel ein Lorbeerkranz, weil Wien die 850. Ampel feierte.
War heute zufällig um die Ecke meiner Kindheitswohngegend liefern, ein alter Gewerbehof mit Ausgang zur Mariahilferstraße, war immer unser Durchhaus.
Die Hutfabrik gibt es noch immer, die vielen Textilfabriken sind ausgezogen, dafür war ich in einer fashinoablen Loft mit 2 ebensolchen Architekten, die nichteinmal gescheit zuhören konnten, als ich 2 Minuten in Erinnerungen schwelgte. Dafür haben sie hier eine Erwähnung: die Banausen der Woche.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
P. S. War heute auch in der Jochen Rindt-Straße liefern, die gibt es seit ca. 1983.
Zwar in einem Industriegebiet gelegen, dafür wird der Name ständig in die ganze Welt hinausgetragen, weil ja immer Absender auf den Briefen und Sendungen aller Art stehen.
peterthomasschuschny
Vielleicht war es auch in der Fünzigern. Jedenfalls machte meine Mutter den Führerschein, und wir Kinder hinten im Fahrschulauto. Und sie sagte: 'Auf der Kreuzung habe ich die Nerven verloren'. Wir Kinder guckten raus und überlegten, wie wohl Nerven aussehen und ob sie auf der Straße rumliegen.
An die Zeitschrift HOBBY erinnere ich mich noch lebhaft. Habe immer die Beiträge zum Modellbau geliebt, z.B. gab es mal «ne Anleitung zum Bau eines ferngelenkten Verbrennerautos mit Einzelradaufhängung und Dreigangschaltung (unsynchronisiert) und auch Tragflügel- und Luftkissenboote erinnere ich noch gut. Was aber alles frühe Siebziger. Der Wandel von der kleinen dicken Ausgabe zum üblichen Magazinformat war irgendwann um 72/73 und dann kam bald das AUS.
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Die 60er waren ja das dynamische Jahrzehnt der Raumfahrt. Anfang der 60er kauften meine Eltern einen neuen Teppich für«s Wohnzimmer, der war schwarz und hatte drei oder vier elliptische, ineinander verschlungene Linien, jeweils in rot, grün, gelb. Die sahen aus, wie diese elliptischen Umlaufbahnen um Planeten und meine Eltern haben den, motiviert durch die ersten Satelliten im Orbit, angeschafft.
Vor ein paar Jahren sah ich genau den in einer 50er Jahre Ausstellung wieder... da kamen echt Gefühle auf.
(Beitrag wurde von PU am 17.05.2001 um 16:05 Uhr bearbeitet.)
peterthomassuschny
17.05.2001, 21:30
@Honda
Ich heisse eigentlich Suschny und nicht Schuschny, schreibe aber ruhig 'pts' so wie 'Peter Thomas Suschny', meine Eltern haben mich aber nicht nach dem Fernsehmusikkomponisten Peter Thomas so genannt, das ist reiner Zufall. Ein Freund von mir hat auch am 26. 3. 62 (praktisches legasthenisches Geburtsdatum, dreh es um und es wieder der 26. 3. 62!) Geburtstag, die Mütter kennen einander aus dem Kreißsaal und heißt Thomas Peter.
@PU
Hobby gab es glaube ich noch bis Ende der 80er, zum Schluß gab es der Springer-Verlag heraus, den ich noch wegen Bilderrechte für mein Werk brauche (bitte siehe www.r60.net, der liebe Anko wünscht keine Werbung hier).
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Schuschny, Sushi, Schaschlik. Du machst ja einiges mit hier, Tou-Tou!
@PU: Bist du nach dem Bären benannt?
@pts
Endlich muß ich mir nicht mehr die Finger verrenken, wenn ich Dir schreibe!
peterthomassuschny
19.05.2001, 11:43
@Spleen
Schuschny ist nicht tragisch, das passiert ständig, ich verwirre immer die Leute, die am Telefon meinen Namen hinterfragen und sage dann meist 'Wie der Altkanzler' (nach dem 1977 verstorbenen Bundeskanzler der Jahre 1934-1938, Dr. Kurt, (Edlder von) Schuschnigg. Sein Sohn ist übrigens die Woche im Fernseher gewesen und will eine Rehabilitation sowie Schadenersatz, da sein Vater im KZ saß und ist stolz, das er ebenfalls Kurt heißt.
Sushi ist kindisch, Schaschlik hat mich immer 1977 auf Feriensprachkurs in Andover ein Urfahraner genannt (das ist nördlich von Linz, Urfahr) und ich habe ihm immer wahlweise Alfred das Ekel genannt oder gefragt, ob er vom linken oder rechten Ufer ist.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
P. S. Damit sind wir wieder bei den 60ern, 3 der 4 Troggs stammen aus Andover, ansonsten unbekanntes Kaff ca. eine Zugstunde entfertn von London in Hampshire.
Die Japaner hatten in den 60ern bestimmt schon Sushi. Auf jeden Fall haben sie damals schon prima Trickfilme gemacht, wie 'Astro Boy' oder 'Speed Racer'.
peterthomassuschny
20.05.2001, 12:26
@Spleen
Das habe ich auch geschrieben, daß dürftest Du übersehen haben, ich habe hingewiesen 'außer ein paar Japan-Touristen und den Japaner selber' hat das keiner gekannt, weil das damals noch kein Trend war. Auch die China-Lokale kamen frühestens Ende der 60er auf und die erste Pizza sah ich 1971 in Italien - Pizzerias in Wien ab ca. 1974.
Was mir auch abgeht, ist eines meiner Lieblingsspielzeuge - Mutters Gasherdanzünder in grünem und orangen Blech, die aussahen wie ein Revolver.
Dafür gestern endlich wieder entdeckt: La Vache qui rit!
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Was ich vermisse sind die netten, preiswerten Bilderbücher, besonders die 'Wunderbücher'!
kennt noch jemand die ratgeber heftchen mit tips und tricks rund um den haushalt?
magnus
peterthomassuschny
23.05.2001, 19:03
Bei uns in Ö: Pechans
peterthomassuschny
23.05.2001, 19:07
Bei uns in Österreich Pechans Perlenreihe, die zu allem Antwort wußte, leider in den 90ern in Konkurs gegangen; egal ob 'Blütenlose Pflanzen' oder Judo zum Selberlernen und für mich, der völlig ohne Fahrschule den Führerschein machte, gab es alles an Theorie, die ich benötigte über die 'Perlenreihe'.
Dann habe ich auch noch Petra Kochrezepte, blos jenes mit dem Jopa-Eis hat die Dame beim Böhlau-Verlag verschmissen! (Zumindest hatte ich es damals noch das letzte Mal gesehen).
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Und die Autoreparaturbücher 'Jetzt helfe ich mir selbst' (teils gibt es sie heute noch. Mein Freund fuhr einen 2CV, das ist ein Renault mit Buckel - ein bisschen wie ein Käfer - und in der Heckklappe dicke Lüftungsschlitze. Er baute eine Gordini-Maschine ein, damit war die kleine Kiste schnell. Es gab natürlich auch ein Heft 'Jetzt helfe ich mir selbst' für dieses Auto. Wenn ich recht erinnere, konnte man den oder die Vergaser mit Hilfe einer Postkarte einstellen.
peterthomassuschny
24.05.2001, 10:11
@Honda
Mir ist es ja egal, weil ich kein Purist bin, aber pass auf, daß Du keine 2 CV-Fans aufbringst, für die der R 4 halt kein Citroen ist und der Käfer sowieso nur ein lautstarker Geselle.
Mein 'Zwilling' (der hat auch am 26. 3. 62 Geburtstag und wir kennen uns seit bald darauf, weil die Mütter nebeneinander im Kreißsaal lagen) fuhr auf immer wieder Käfer und hat ihn immer respektlos als 'Hitlermugel' bezeichnet, sein Vater hatte den Peugeot 404-Kombi mit etlichen Tauschmotoren.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Stimmt, die ücher hatten wir auch. Das Meisterstück dieser Basteleien meines Vaters war, dass in seinem VW mal Wasser aus dem Radio kam. Fragt mich nicht, wie er das gemacht hat, er hat«s nie verraten!
peterthomassuschny
24.05.2001, 23:52
@Spleen
Seit wann so weltfremd? Ich meine, damals als Kind hast Du es nicht verstanden, aber heute mit Ende der 30? Das war die erste REALITY RADIO-Sendung und Du direkter Zeuge und nicht Vater Spleen die Ursache! Und zwar (weil es damals keine Fernsehgeräte in Autos gab) der legendäre österreichische Professor und Tiefseetaucher Hans Hass! Gabs den auch bei Euch zu sehen?
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Klar gab«s den, und Jaques Costeau auch. Aber sag mal, warst du am 'Schwechata mit dem Plop'-Kasten???? Hick. Spleen
Jetzt fällt mir wirklich was ein, was es traurgerweise nicht mehr gibt: gute Kinovorfilme.
Meine Schwester und ich freuten uns immer über den Maulwurf (ja, den, den später die Maus adoptierte), oder über den oft wiederkehrenden 'Johnny Appleseed' von Disney('Hänschen Apfelkern', eine amerikanische Siedlerlegende), aber auch über viele andere überraschende Sachen. Selst Zigarettenreklamen waren auf dem großen Schirm imposant!!!
@pts
Er hieß auch nicht 2 CV, sondern 4 CV. Im Fernsehen habe ich vorgestern abend einen Bericht in einem Sportsender über das Auto gesehen - es war richtig schön, die Karosse mal wieder zu sehen (maximal 34 PS). Ende der 60er lief die Reihe aus, es folgte der R 4.
peterthomassuschny
25.05.2001, 19:02
@Honda, was Du meinst, ist das Cremeschnittchen! Lustig auch der Heckmotorrenault, die Dauphine.
Den R 4 gab es bereits ab 1961, in Österreich sogar 1983 eine eigene Cabriovariante von einem Wiener Renaulthändler, Preis geschenkt (unter
S 150.000,--, gekauft hat ihn dennoch kaum wer), in meinem Buch (pscht, Schleichwerbung, Dr. Anko bitte wegschauen!) habe ich ihn verewigt. Theoretisch gab es auch in den 60ern ein französisches R 4 Cabrio, in Hobby war ein Prototyp.
@Spleen
Ist mir jetzt wieder eingefallen, in Wien gibt es neuerdings in größeren U-Bahn-Stationen Bildschirme, die Kurzwerbung bringen und zwischendurch Nachrichten, Kulturtips und Mordillo! War der auch schon in den 60ern? Bei uns lief auch die legendäre Austria-Wochenschau in den Kinos mit vielen nationalen und internationalen Ereignissen, Sport und Kuriosa. Jahrgänge 1953-1962 sind fertiggestellt und darf ich sogar verkaufen. Lief bis 1992, wird also noch ein Weilchen dauern, bis alle Jahrgänge fertiggeschnitten sind, ideal für Geburtstagsfeiern, schenke der/dem Betroffenen seinen Geburtsjahrgang.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
@pts
Weißt Du, warum das Auto das Cremeschnittchen hieß?
Weil es zuerst nur in einer Beige-Farbe wie Cremeschnittchen alckiert war.
peterthomassuschny
26.05.2001, 11:36
@Honda
Nein, wußte ich bis jetzt nicht, kennst Du noch die 'Badewanne'? (Hinweis: ein deutsches
Auto). Lustig ist auch der erste Transit, der nicht mehr 'FK' oder 'Taunus Transit' heißt (Baujahre 1967-1977), den nennen wir hier in Wien 'Brillentransit'.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
@pts
Die Badewanne war - glaube ich - ein Ford.
Aber mal was ganz anderes, was mir aus den 60er Jahren abgeht: Die Bonbons, die die Stewardessen im Flugzeug vor dem Start und vor Beginn des Sinkfluges servierten - natürlich für Kinder die doppelte Menge, da blieben immer noch welche zum Aufheben als Erinnerung über. Diese Bonbons und Kaugummis waren nötig, damit die Ohren incht so knackten, weil der Druckausgleich in den Kabinen noch nicht so gut war. Heutzutage passiert einem das nur, wenn man stark erkältet fliegt.
peterthomassuschny
27.05.2001, 02:20
@Honda
Richtig geglaubt, 17 M Bj. 1961-64.
Die Kaugummis im Flugzeug haben sie auch noch in den 70ern verteilt, bin nämlich erst 1974 erstmals geflogen.
Da fällt mir was anderes aus den 60ern ein:
knapp bevor Nutella auch 1966 in Wien erhältlich war, wurde über dem Strand von Lignano per Flugzeug kleine Päckchen zum Ausprobieren abgeworfen. Werbeflüge sieht unsereins heute auch kaum, das ist fast ausgestorben.
Ebenfalls ausgestorben, bei Geburtstagsfeiern erinnere ich mich düster gab es einen Art Vulkan, der angezündet wurde und der lauter kleine Überraschungen ausspuckte (Spielsachen, Süßigkeiten, ...).
Möchte wissen, ob sich noch wer daran erinnert und ob es so was noch gibt.
Korrektur zu neulich: 'Blütenlose Pflanzen' ist vom Delphin-Verlag, nicht 'Pechans Perlenreihe'. Wer weiß da noch mehr davon.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
@ Pezi: Das mit Mordillo müssten wir recherchieren. Ich bin erst in den 70ern aufmerksam auf ihn geworden, aber gerade Trends aus Italien haben oft Jahre gebraucht, bis sie in den Norden kamen. Man denke nur an Coccobill. Kennst du den als Lucky-Luke-Fan?
peterthomassuschny
30.05.2001, 23:40
@Spleen
Nein, leider nicht.
Eine weitere Erinnerung an die 60er: der Alteisenmann, der immer rufend von Haus zu Haus zog und das Alteisen einsammelte, in fast ganz Wien ausgestorben, sei es Altmetallcontainer gibt, nur in der Brigittenau (wienerisch die Bre), wo es das berühmte Männerheim in der Meldemannstraße gibt, sieht man gelegentlich welche, da in der Dresdnerstraße eine Firma ist, die mit Metallen handelt, die zahlt den armen Teufeln ein paar Schilling für das meist mit Einkaufswagerln oder auf Fahrrädern angelieferte Material.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Bei uns im Norden fuhr die Holsten-Brauerei in den 60ern ihre Fässer noch mit Pferdegespannen aus. Der Kohlenmann aus dem Hinterhof transportierte seine Ware auf einem dreirädrigen Mini-Lastwagen (Marke ist mir grad entfallen). Ab und zu zogen auch noch Hausierer mit Handkarren voller Kleinkram durch die Gegend.
peterthomassuschny
01.06.2001, 00:05
@PeterLu
Vielleicht ein Tempo der Vidal und Sohn Werke aus Hamburg-Harburg? Die sogenannte 'Dreikantfeile'? War 1984 in mit Interrail auch in Hamburg und wollte mir das ehemalige Tempo Werk ansehen und das war dann leider geschlossen.
Zu dem Thema gibt es einen tollen Film - ich glaube mit Gene Wilder, der spielt in Irland ca. 1965 und sie versuchen die Konkurrenz zu boykottieren, die die Milch schon mit den typischen englischen Elektro-Lastendreirädern führen und lassen dann die Pferde raus und legen die halbe Stadt Dublin lahm; leider vergessen, wie der Film heißt, sollte ein Filmexperte wissen, lief aber erst vor ca. 10-12 Jahren im ORF als Wiederholung.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
@pts: Klar, hätte ich drauf kommen müssen, wohne doch schließlich auf der Ecke! DasWerk gibts schon lange nicht mehr, auch die dazugehörige Bahnhaltestelle 'Tempo-Werk' wurde Mitte der 80er-Jahre dichtgemacht.
peterthomassuschny
01.06.2001, 19:16
@PeterLu
Apropos Oldtimer: im 70er Forum (weil das mehr lesen) habe ich ein Usertreffen im September 2001 vorgeschlagen. Ein Freund von mir hat ein Oldtimermuseum eine halbe Fahrstunde südlich von Wien, demnächst (knapp nach Pfingsten) werde ich meine Homepage mit seiner verlinken, es ist eine der größten Sammlungen in Österreich und neben echten Oldtimern (bin auf meiner Hochzeit 1992 in einem Steyr II geführt worden) gibt es jede Menge 'Youngtimer' der 50er, 60er und zeitigen 70er Jahre.
Ich wünsche schöne Pfingsten und würde mich freuen, auch Dich dann zu sehen.
Ja, schaunmermal ob ich das urlaubstagetechnsich hinkriege, Lust hätte ich schon. Ansonsten auch erstmal schöne Feiertage, obwohl ich sicher ab und zu zwischendurch mal reinschaue.
peterthomassuschny
01.06.2001, 21:15
Ich auch!
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
peterthomassuschny
04.06.2001, 19:39
Pinups aus schwarzem Draht, hingen in vielen Wohnzimmern, dürften ihre Hoch-Zeit schon in den 50ern gehabt haben.
Der Zahnputzbecher - 'Zweimal täglich zähneputzen, zweimal jährlich zum Zahnarzt'.
Was wir noch haben (ist aber eher schon 70er, da unsere Wohnung aus 1973) eine Zahnbürstenhalterung, wo die Zahnbürsten hineingesteckt werden (Plastik und Metall oder Plastik im Metallstil), oben wurde noch das Zahnputzglas verkehrt darübergestülpt (der fehlt bei uns schon lange), lustig, aber vermutlich nicht sehr hygienisch.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Es gab eine Zeitschrift im Hochglanzformat 'Twen', die liebten wir sehr. Sie war wohl ziemlich teuer, deshalb war man immer stolz, mal eine zu ergattern und sie gaaaaaanz langsam zu lesen bzw. die wunderschönen Fotos (Sven Simon) zu betrachten, teilweise auszuschneiden und im Teenagerzimmer aufzuhängen.
peterthomassuschny
07.06.2001, 20:19
@Honda
Eine Art Bravo? Oder eher anspruchsvoller, nehme ich an, wenn Hochglanz. Kenne ich leider nicht, mußt Du einmal auf ein Usertreffen mitnehmen, im September plane ich mit einem Freund, der eines der schönsten Oldtimermuseen Österreichs besitzt und leitet, ein Treffen für alle an den 60ies interessierten, ab irgendwann im August auf meiner Homepage der Termin, Link zum Museum schon seit letzten Sonntag.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
www.r60.net
Meine Schwester durfte damals nur die 'OK' lesen, die muss braver gewesen sein als die BRAVO. Erinnert sich da jemand?
@pts
Twen war eine anspruchsvolle Zeitschrift, nicht so wie Bravo (der Titel sagts - war für Twens gemacht, die lasen wohl damals wie heute nicht mehr Bravo, oder doch?) Leider habe ich kein Exemplar davon, das ich zur Verfügung stellen könnte, aber ich denke mir, man kann eines bekommen, weil diese Zeitschrift recht bekannt und beliebt war.
------------------
honda
peterthomassuschny
08.06.2001, 21:12
@Honda
Bravo habe ich nur gelesen, wenn es wer am Schulskikurs mithatte und einmal waren wir nachts (da war ich schon 20) im Industriegebiet Auhof (in der Nähe der Wr. Westautobahnausfahrt nach St. Pölten, Linz, Salzburg, Deutschland usw.) beim Kodak-Lager und da holte einer aus einem Altpapiercontainer einige Sexhefte und Bravos und verteilte sie an uns, da habe ich es auch gelesen, gekauft habe ich es nie, mir war es von Haus aus zu blöd, in der Hinsicht habe ich eine tolle Erziehung genossen, unsere Eltern hätten so einen Blödsinn nicht daheim zugelassen, Comics ˆ la Fix und Foxi, Lucky Luke, Donald und Co usw. waren kein Problem, aber Schund und halt auch Bravo kamen nicht in Frage.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
@pts
Bei uns zu Hause gab es überhaupt keine Comics, deshalb kann ich auch nicht so richtig mitreden. Wir lasen schon früh aus der umfangreichen Bibliothek - freiwillig!!!! - Shakespeare, Goethe, Schiller etc., die alten Griechen usw. Als dies dann in der Schule Pflicht wurde, war es aus mit dem Spaß daran, und ich drückte mich darum, wo ich konnte. Mit den Comics war es genau wie bei Dir, ab und zu staubten wir mal eins ab, oder die Großeltern ließen sich erweichen, allerdings eigentlich nur die Mutter meiner Mutter. Die Hefte haben wir in Ehren gehalten, zehnmal verschlungen, bis sie restlos zerfleddert waren.
Diese Vorbehalte waren weit verbreitet. Bei uns war z.B. 'Superman' lange nicht gelitten. Den habe ich heimlich bei Freunden gelesen, bis er über 'MV Comix' , das vorne Asterix und im hinteren Heftteil 'Superman' enthielt, eingeschleust wurde. Irgendwie haben diese Verbote nicht viel genuzt. Ich bin ein ziemlicher Experte in Sachen Superheldencomics... Aber: man hatte als Kind jedenfalls noch Richtlinien, die man übertreten konnte.
Statt Comics bekamen wir Pixi-Bücher, so kleine, bunte Büchlein im quadratischen Format. Wenn ich recht erinnere, gab es die später bei meiner Tochter immer noch, wahrscheinlich in grösserem Umfang. Sie handelten von Tieren und kleinen abenteuern und was weiss ich noch; man sammelte sie begeistert und tauschte untereinander.
peterthomassuschny
10.06.2001, 12:01
Pixi war auch bei uns beliebt und verbreitet. Muß aber schauen, ob ich noch eines finde, die anderen Kinderbücher gibt es noch in rauhen Mengen.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Pixi-Bücher könnten noch bei Muttern auf dem Dachboden liegen, muß ich mal schauen gehen. In den 60ern kamen auch die 'Was ist was'-Bücher auf, die es heute noch gibt: Wissenschaft, Geschichte, Kultur etc. einfach, aber gut erklärt, ansprechend illustriert. Habe ich so mit 10-13 Jahren gern gelesen.
Das Schönste an den Pixis ist, dass sie viele der alten Klassiker noch nachdrucken, so sind z.B. 'Mama Miezemau', 'Ferkelchen' (nicht PTS, das echte), 'Miezekatzen', 'Federbällchen', 'Kapitän Kater', 'Märchen' oder die Petzi-Pixititel noch greifbar! Nur 'Teddy und die anderen' (nr. 2) und 'Schnür mir die Schuh' hab ich noch nicht wieder auftreiben können. Die Texte sind allerdings leicht verändert, aber immerhin: Nostalgie pur!
Da habt ihr so einiges erwähnt, an das ich mich auch noch gut erinnere... auch wenn es mir nicht so ganz fehlt :-)
Der Saft in diesen Glasbehältern, der immer irgendwie rotierte zum Beispiel. Bei uns gab's nicht nur O-Saft, ich glaube, auch Kirschsaft oder so. Aber jedesmal, wenn ich mit meiner Mutter in einem bestimmten Kaufhaus war (komme gleich noch darauf zu sprechen, denn es geht mir ab), musste ich einen solchen Saft trinken und ein 'Wüstchen' (kein Tippfehler) dazu haben. Der Saft hat mich schon immer beeindruckt :-) obwohl der natürlich genauso künstlich war, wie er schon aussah.
Vierseitige Hängeampeln und Schupos auf Podesten kenne ich auch noch gut. Für mich waren früher immer alle Polizisten Schupos, ganz egal, ob sie Verkehrspolizisten oder was anderes waren.
Tja, und was fehlt mir?
Früher gab es bei uns in Berlin-Spandau ein alt eingesessenes Kaufhaus, das Denninger. Dort arbeitete schon meine Oma und es war stets fester Bestandteil eines 'Stadtbummels' (die separatistischen Spandauer meinten, wenn sie 'in die Stadt' fuhren, immer die Spandauer Innenstadt; alles andere war immer 'nach Berlin fahren'), häufig mit dem Ziel, hübsche Sachen für Klein-Zazie zu erstehen. Denninger wurde so Anfang der 80-er geschlossen; das Gebäude gibt's noch, nur nicht mehr so, wie es früher mal war. Es ist schon bemerkenswert, dass ich heute ab und zu mal frühkindliche Träume habe und mich dann bei Denninger wiederfinde.
Auch in Spandau gab es (und gibt es immer noch) zwei Schuhgeschäfte, Ega und Leiser, und wenn 'det Kind' (ich) Schuhe brauchte, wurden die meistens in einem der beiden Geschäfte gekauft. Bei Leiser gab es ein hübsches elektronisches Karussell, das ich sehr liebte, deshalb wollte ich natürlich immer gerne dort meine Schuhe haben. Ega dagegen führte hauptsächlich Kinderschuhe der Marke Elefanten und dort gab es einen kleinen Spielplatz mit einem Mäusekarussell... und einem großen Elefanten, dessen Rüssel eine Rutschbahn darstellte. Und wisst ihr was, diesen Elefanten gibt es heute immer noch bei Ega! Habe vor kurzem extra nachgeguckt! Ob die Verkäuferinnen wohl was dagegen haben, wenn ich da nochmal runterrutsche...?
Was mir auch ein bisschen fehlt, ist diese abendliche Straßenatmosphäre, die gut und gerne aus einem Francis Durbridge-Krimi stammen könnte. Erzeugt wurde sie durch Kopfsteinpflaster, bei Regen feucht glänzend, und typische Berliner Schinkellaternen, mit Gas betrieben, die nicht mehr als ein diffuses Licht erzeugten. Ich meine, die gibt's mancherorts immer noch, wenn auch nicht mehr gasbetrieben; viele Straßen Berlins sind immer noch total finster und unzureichend beleuchtet.
Und dann gab's in Berlin verschiedene Große Gelbe (Busse der BVG), u. a. welche, wo man hinten einstieg und wo es noch einen richtigen Schaffner gab, bei dem man seine Fahrkarte kaufte. Die Bänke im Oberdeck waren alle auf einer Seite ausgerichtet, es fanden 4 oder 5 Leute dort Platz und links war der Gang. Unten gab es Bänke, die gegenüber liegend angebracht waren. Man saß also mit den Beinen im Gang baumelnd und konnte nicht anders, als die Leute auf der gegenüber liegenden Bank beobachten. Am Ausstieg gab es so eine Metallschranke, die mir häufig schmerzhaft vor die Birne depperte, weil der aussteigende Fahrgast mich nicht bemerkt hatte... wahrscheinlich aus diesem Grund wurde sie später abgeschafft.
Viele Grüße
Zazie
...Ach ja, und der Ewigtrinker ist mir auch deutlich in Erinnerug, aber in den 70-ern. Bekam ich von meinem Opa egschenkt, als ich mit Windpocken auf der Nase lag.
PTS, du solltest mal nach Italien fahren, in die Nähe von Trento. Da gibt es ein altes Hotel, das dir gefallen dürfte. Es ist 60-s at its best! Früher war das sicher mal ein ganz tolles Kurhotel. Inzwischen ist es ein Billighotel. Der Swimmingpool außer Betrieb, aber drumrum stehen immer noch diese kleinen Lämpchen, die diese tellerförmigen Schirme in Pop-Art-Farben haben. Die Bäder, der Speisesaal, man fühlt sich geradezu in die Vergangenheit zurückgesetzt. Und wenn man aus dem Fenster guckt, hat man gleich eine tolle Bergkulisse vor den Augen. Der ehemalige Luxus lässt sich aber in jeder Ecke erahnen. Ich weiß nicht, ob es das noch gibt, ist auch schon 8 Jahre her, als ich dort war.
Viele Grüße
Zazie
Wow, was «ne Epistel! Tolle Erinnerungen. Ins Kaufhaus dürfen und Rolltreppe fahren war für Klein-Spleen auch immer ein Highlight! Damals waren es bei uns noch oft die Metzgerläden, die die heißen Würstchen verkauften. Lange, heiße Würstchen auf dem Pappteller, meist noch auf der 'Gepäcketage', also unter dem Tisch statt auf der Tischplatte abgestellt, damit ich drankam! Und vor dem Laden stand ein großer Kaugummiautomat in Form einer weißen Reakete!
Hihi, Würstchen auf der Gepäcketage, genau so war's!
Rolltreppe fahren fand ich zwar interessant, aber nicht unbedingt faszinierend. Bei Denninger gab's auch keine, denn der Bau war so alt, da gab's nur riesige Freitreppen. Ich glaube, sowas habe ich zuletzt irgendwo in Osteuropa gesehen.
Aber was ich liebte, war U-Bahnfahren! Passierte nur selten, weil in Spandau gab es die damals noch nicht (kam erst Mitte der 80-er). Allenfalls, wenn meine Mutter mit mir zu meiner Patentante fuhr, die gaaaanz weit weg wohnte, fand ich immer total aufregend. Zu U-Bahnfahren fällt mir noch ein äußerst zeitgenössisches Ereignis ein.
Meine Oma hatte mir als ca. 4-Jähriger versprochen, mit mir U-Bahn zu fahren. Ich glaube, meine Mutter war auch dabei. Jedenfalls holte meine Oma mich vom Kindergarten ab und sagte zu meiner Mutter und mir: 'Wir können heute leider nicht U-Bahnfahren. Richard Nixon ist gekommen und es herrscht überall Krawall in der Stadt.' Ich kannte das Wort 'Krawall' nicht, aber alleine aus lautmalerischen Gründen konnte ich mir denken, was das bedeutete. Wer Nixon war, wusste ich auch nicht so recht... Naja, ich war enttäuscht, und wir sind dann 'in die Stadt' gefahren und ich ließ es mir natürlich nicht nehmen, meiner Oma ein Spielzeug aus den Rippen zu leiern. Ob sie später dann mal mit mir U-Bahn gefahren ist, weiß ich nicht mehr.
Zu Denninger fällt mir noch eine Posse ein, die mir meine Mutter immer wieder gerne erzählt. Sie sagte damals oft, wenn sie was kaufen wollte, 'na das nehmen wir mal mit.' Wobei sie es zunächst natürlich erst mal mit zur Kasse nahm. Nun waren wir also mal wieder bei Denninger, Mutter, Oma und die 2-jährige Zazie. Diese entdeckte in der Spielwarenabteilung eine Plastikeisenbahn, verpackt in einer Plastiktüte, das Ganze um einiges länger als das Kind groß. Mit den Worten 'die nehm' wa mit' schnappte ich mir das Ding und wollte schon in Richtung Treppe abdampfen, als mich eine Mutter- und eine Omahand im letzten Moment davon abhielt und die Beiden mir entrüstet erklärten 'du musst das doch bezahlen!'
Naja, meine Erinnerunge aus den 60-ern sind rein persönlich. Ich war halt noch sehr klein. Aber PTS schreibt ja auch immer so nette Sachen. Über Peter Thomas und Thomas Peter und die nicht-vorhandene Warnwinkanlage, fand ich köstlich :-)
Viele Grüße
Zazie
Geht mir genauso: in den 60ern war ich Baby, Kleinkind und Grundschüler. Da ist der Überblick natürlich beschränkter, die Eindrücke aber dafür um so bleibender. Durch dein Erlebnis mit Nixon wurde ich daran erinnert, dass ich im zarten Alter von 3-4 politische Karikaturen liebte. Die ließ ich mir immer von meiner Oma in der Zeitung sagen und genau benennen, wer es war. Wahrscheinlich hielt ich sie für Comichelden. Auf den Karnevalswagen kamen Schröder (ein anderer, mit einem lustigen langen Kopf, CDU-Politiker), Adenauer, Strauß und Mende schließlich auch vor. An Kaufhäuser mit Freitreppen erinnere ich mich auch noch, die waren aber schon selten bei uns. Ruhrgebietsstädte waren ja oft nach dem Krieg neiu aufgebaut und wirkten oft woie rechteckige Spielhausstädte mit bunten Balkonen...
peterthomassuschny
13.06.2001, 21:21
Sicher sind auch meine Erinnerungen Kindheitserinnerungen. Aber die viele gute Musik, die ich vor allem in den 80ern durch eine Inflation an Vietnamkrieg-Filmen kennengelernt habe, möchte ich nicht missen und mein Musikgeschmack hat sich halt dorthin gewandelt.
Heute war ich zufällig zu jenem Gymnasium Jahresberichte liefern, wo ich Anfang der 70er hinging und wo erst vor 4 Tagen das Jahrgangstreffen war, das kleine Zuckerlgeschäft gegenüber mit den leckeren S 1,-- Zuckerlstangerln ist schon lange weg und stattdessen gibt es ein Handyshop und einen 'Tatoo'-Hersteller. Das ist nicht so unbedingt meine Richtung. In der Nähe vom Westbahnhof, wo einer der aktivsten Tagesstriche Wiens ist (nichts gegen das Gewerbe, aber oft stehen die schon sehr nahe bei der Volksschule eine Gasse weiter) ist sogar aus einem ehemaligen Zuckerlstand ein Etablissement geworden, wie gesagt, nichts dagegen, aber da merke ich schon, wie die Beschaulichkeit dem Kommerz um jeden Preis gewichen ist.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Stimmt, es gibt so schnell nichts Traurigeres als ins Einzugsgebiet der alten Schule(n) zurückzugehen. Die Buchhandlung, wo ich immer die französischen Asterix-Ausgaben bestaunt habe, der Tabakladen, in dem man mich minutenlang Hulk oder MAD lesen ließ, weil man wusste, dass ich mindestens einmal in der Woche was kaufe, die 'Klümpchenbude', die immer die Mini-Toons im Fenster hatte. Alle weg oder zur Unkenntlichkeit umgebaut...
peterthomassuschny
14.06.2001, 22:03
@Spleen
Bitte um Übersetzung von 'Klümpchenbude', Klumpert oder Klumpat ist in Wien das, was eher Graffelwerk, wertloses Zeug ist, auch der jiddische Ausdruck 'Schmonzes' wird in Wien verwendet, auch gibt es bei uns immer viele Ausdrücke aus dem Rotwelschen, der Gaunersprache (empfehlenswerte Literatur dazu der legendäre DDr. Peter Wehle 'Sprechen Sie Wienerisch?' und 'Sprechen Sie Ausländisch?')
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
peterthomassuschny
15.06.2001, 18:54
Bücherschutzumschläge sind ganz ausgestorben, entweder fester Einband oder weicher Einband (Broschur).
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Stimmt, 'Klümpchenbude' ist ein recht regionaler Ausdruck, hat mit 'Glump' nichts zu tun, auch nicht mit 'Rasmus Klump', dem Originalnamen vom Comic-Petzi, auch nicht mit Heidi Klum, die trug damals noch Windeln oder war noch gar nicht da... Ein Klümpchen ist im Ruhrgebiet ein Bonbon ('Zuckerl'), eine Bude ist meisens keine wirklich freistehende Holzbude sondern ein kleiner Laden, den man nicht betritt. Der Verkauf wird über ein gr—ßes Fenster abgewickelt, das auch als Schaufenster dient. In schlimmeren Fällen sind diese Buden von saufenden Männern mit braunen Bolzen (Bierflaschen) umlagert, in den besseren Fällen können sie für ein Grundschulkind eine Art populäres Kulturzentrum sein: man sieht die neuesten Süßigkeiten (in den 60ern waren bei uns die 'Gummiteufel' ein Hit), die neuesten Wundertüten und Sammelbildertütchen (Sackerln, ich weiß), die neuesten Comics und Zeitschriftencovers, kurzum alles, wozu das Taschengeld gerade reichen kann, wenn man so 5-12 ist... Die Budeninhaber sind entweder extrem freundlich (s. 'Wundertüten') oder extrem doof, warum weiß ich nicht... Benannt werden Buden oft nach den Reklamen, die über em Fenster kleben. Wir hatten z.B. eine 'Ritter-Bude', weil die (wohl im Rahmen eines Franchising) jahrelang eine 'RittŽr-Bier'-Reklame über dem Fenster hatte... Warum es diese Buden hauptsächlich im Ruhrgebiet gibt, weiß ich nicht. Schon Bekannte aus dem Münsterland kennen sie kaum... Gruß vom Budenspleen
(Beitrag wurde von Spleen am 16.06.2001 um 08:00 Uhr bearbeitet.)
peterthomassuschny
16.06.2001, 10:12
@Spleen
Danke für die Erklrärungen, 'Bolzen' für Bier kannst Du in Wien durch 'Hülsen' ersetzen (ist auch lustig, Hülsenfrüchte sind zum Beispiel Fisolen, scheinbar erinnert die Bierflasche an sowas), 'Tüte' ist nicht immer ein 'Sackerl', sondern kann auch ein 'Stanitzel' sein, wenn es sich um eine Eistüte handelt.
Außerdem weißt Du verräterischerweise, was 'Franchising' ist, bist Du auch ein Wirtschaftsstudiumbetreibender?
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
McGoohan
16.06.2001, 14:24
'franchising' ist meines wissens erst in den 70er jahren aufgekommen, gehört also weniger hierher.
@pts noch herzlichen - wenn auch arg verspäteten - dank für deine foto-mail mit dem arzberg-geschirr. werde einen papier-ausdruck zum nächsten besuch bei meiner mutter mitnehmen und mich erkundigen, ob sie vielleicht auch solche teile besitzt...
denn bei ihr liegen auch noch stapelweise pixi-büchlein und andere schätze rum, aber da brauchte ich wochen, um alles zu sichten...
peterthomassuschny
16.06.2001, 17:20
@McGoohan!
Hallo, ewig nichts mehr gehört.
Studierst Du etwa (bzw. hast du) auch Wirtschaft?
Das mit dem Bild über E-Mail mache ich das nächste Mal lieber auf eine Adresse, das E-Mail benötigte eine geschlagene 3/4 Stunde, vorher war es auch 2 mal abgestürzt.
Im Herbst gibts dann das Arzberg Geschirr auch in meinem Buch und Capucetto ist schon vom Anko zu mir unterwegs, der hat das tatsächlich noch auf Video.
Von einem anderen Freund aus Wien habe ich jetzt eine tolle Quelle mit Bildern aus den 50ern und 60ern, da gab es große Elektropaketwagen bei der österreichischen Post, demnächst als Link auf meiner Homepage.
Ein 'Gruezi' in die Schweiz oder hast Du lieber Englisch ein 'See you'?
'Mr. Roaring Sixties'
Pixibücher? Kennst du die Nr. 2: 'Teddy und die anderen'???? Oder wie hieß das, in dem die Bären eine Spritztour mit ihrem Auto machen, oder das , in dem die Marienkäferfamilie umzieht.
@ PTS: Nein, ich bin kein Wirtschaftler. Eine Kollegin hat mal mit der Idee gespielt, ein CafŽ aufzumachen, daher... 'Braune Bolzen' ist ein Bergmannsausdruck, nicht unbedingt im ganzen Ruhrgebiet gebräuchlich...
(Beitrag wurde von Spleen am 17.06.2001 um 20:52 Uhr bearbeitet.)
peterthomassuschny
17.06.2001, 10:53
@Spleen
Pixiebücher kenne ich nur noch von ganz kleinster Kindheit, inhaltlich leider nicht erinnerlich, sollten wirklich einmal auf ein Usertreffen mitgenommen werden.
Ansonsten habe ich gerade gestern sämtliches Spielzeug zum Fotografieren für mein Buch gesichtet und sortiert, da ich nicht alle Bilderrechte bekomme bzw. kein Geld habe, so etwas zu bezahlen. Zuerst lasse ich in Kleinstauflage selber drucken, Verlag findet sich nur zur Zeit nur einer, der sich auch mit S 100.000,-- vorfinanzieren lassen will, daß schaffe ich nicht.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
pixibücher kenn sogar ich noch, und ich bin doch erst 70er. die hats jetzt einige jahre nicht gegeben, jetzt wurden sie wieder neu aufgelegt - musste mir natürlich gleich wieder ein paar kaufen, hab mich damit auf die couch geschmissen und hab vom zauberer korinthe (der war mein held im pixibuchalter) und dem schweinchen, dass immer zu viel gegessen hat, solange, bis in der schule sein gewand geplatzt ist, da hat es dann eine diät gemacht, gelesen. kann diese lektüre nur empfehlen!
peterthomassuschny
18.06.2001, 21:55
@Tanja-s
Nein, ich bin kein Pfarrer - nur Missionar in Sachen 60er und deshalb freut es mich besonders, daß auch Du in den 70er-Jahren Geborene das akzeptierst, was in Österreich zur Zeit (zumindest auf Blackbox.at) nicht funktioniert: auch mir gehts es nur um lustige Erinnerungen an mein Geburtsjahrzehnt.
Weitermachen, super!
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Richtig, Tanja! Das Schweinchen mit dem platzenden Matrosenanzug hieß Boo-Boo oder so und gehört in das Buch 'Ferkelchen'. Das gibt«s noch. 'Zauberer Korinthe' war in einem Gedichtbändchen von James Krüss! Das habe ich erst vor ein paar Monaten meiner Nichte geschenkt.
'Teddy und die anderen' war die Geschichte eines kleinen Bären (überrascht?), der auf einen Picknickkorb mit lauter guten Sachen aufpassen sollte. In mehreren Lagen waren da Herrlichkeiten mit rosarotem Zuckerguß drin (Hätte ich gerne mal probiert). Natürlich geht mit dem Korb etwas schief und Teddys Papa schimpft, aber Genaueres weiß ich nicht mehr. Ich hab mich von meiner Original-Pixi-Sammlung in den 70ern getrennt, mittlerweile das eine oder andere aber wieder nachgekauft...
peterthomassuschny
19.06.2001, 20:01
Antwort auf meine allerersten Forumbeitrag, Punkt 2: Die Kaffeehauseisautomaten führt eine Wiener Firma, habe ich heute selber gesehen und bekomme ich wahrscheinlich demnächst ein historisches Prospektbild für mein Buch. Da kommt richtig Freude auf.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Welches Buch, Peter Thomas? Davon hast du noch gar nichts gesagt! http://www.alles-bonanza.de/ubb//wink.gif
peterthomassuschny
19.06.2001, 21:58
@Spleen
'Probleme der regionalen Aussenhandelsspezialisierung von Kleinstaaten, besonders Österreich', wirtschaftsgeographische Diplomarbeit, Wien 1990, oder hast Du geglaubt, ich interessiere mich für die 60er Jahre? Wäre mir völlig neu!
Ach so, ich dachte, du meintest das mit Jochen Kuh...
@spleen 13.06.
Unser altes Gymnasium ist immer noch genaus, wie es zu meiner Schulzeit war. Unsere Tochter hat diese Schule auch besucht, und es war leider unausbleiblich, dass sie ganz meinem Beispiel folgend ständig zu irgendwelchen Klagen Anlass gab und ich zu allen möglichen Terminen mit den armen Lehrern gehen musste. Es ist schon ein merkwürdiges Gefühl - plötzlich wirst Du ins 'Allerheiligste' gebeten, das Dir las absolut tabu ins Gedächtnis gebrannt ist. Sonst war wirklich bis auf die letzte Bodenfliese mit den Sprüchen 'non scholae sed vitae discimus' etc. alles wie früher.
Ich gäb was drum, hier in 'Gotham' ist alles umgebaut...
Tut mir leid, spleen. Ist voll ätzend, wenn die alte Schule so verändert ist.
Meine Schule gibts noch. Wir hatten einen 'Neubau' (sog. Kreuzbau) und einen 'Altbau'. Bis zur 4. Klasse war man im Neubau untergebracht, ab der 5. durfte man dann in den Altbau. Waren auch getrennte Schulhöfe. Es war schon ein erhabenes Gefühl, endlich im Altbau zu sein. Bei den 'Großen'. Vor einiger Zeit war in meiner Schule ein Flohmarkt. Logo, bin ich gleich mit meinem sohn hingestiefelt. Fand statt im Kreuzbau. Ein komisches Gefühl, sah eigentlich alles noch so aus wie vor 30 Jahren (Grundschule). Nee, länger ist das her. Naja, egal. Zum Altbau bin auch rübergetigert. Da ist jetzt aber ein Kindergarten drin. Aus der uralten Turnhalle haben sie ein Mega-Waschraum gemacht. Also, da würde ich ja mal gerne duchstromern. Im 1.Stock war der Physikraum. Von da aus konnte wir wunderbar zum Studio Hamburg rüberspannen.Das lag direkt neben meiner Schule.
Den Laden, wo wir uns immer Negerkussbrötchen geholt haben gibts leider nicht mehr.
(Beitrag wurde von Zwicki am 27.06.2001 um 21:39 Uhr bearbeitet.)
peterthomassuschny
28.06.2001, 08:27
Wie heißen eigentlich Negerküsse heute politisch korrekt? Der Mohr im Hemd (Schokolade mit Schlagobers, andernorts Sahne genannt, darf weiter so heißen, oder ist Mohr auch nicht gerne gehört?).
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
P. S. Einen 'Roma- und Sintirostbraten' zum Zigeunerrostbraten sagt aber sicher niemand, außrdem ist ja der Begriff, 'herumzigeunern' sicher nicht rassistisch gemeint, die Roma und Sinti haben diesen Beinamen vermutlich deshalb bekommen, weil sie oft herumzogen.
Die Dickmanns heißen offiziell auch 'Schaumküsse'.
In den 60ern gab es auch so kleine Lakritzmünzen am Kiosk. Die nannten viele 'Negergeld'. Hört man (glücklicherweise) auch nicht mehr!
'Mohr' klingt hingegen klassisch und kultiviert. Da denkt man an eher an Othello oder ans Mittelalter...
Wir sagten auch Mohrenköpfe zu den Negerküssen.
Mohrenköpfe waren bei uns etwas Rundes aus Teig mit Schoko überzogen. Kannte ich als Kind garnicht, erst als Teen kennengelernt. War dann aber enttäuscht als ich reingebissen habe. Irgendwie war ich auf Negerkuss eingestellt. Fand ich nicht so lecker. Am geilsten waren Hansematz-Negerküsse. Gibts ja leider nicht mehr. Schnief.
peterthomassuschny
29.06.2001, 01:36
@Spleen
Klassisch und kultiviert schickt sich auch, schließlich ist Ober St. Veit ein Teil von Hietzing und dort liegt auch das Schloß Schönbrunn.
Muß wieder einmal herausfinden, was Indianerkrapfen waren.
Baisser mit Schlag fehlt mir sehr, zwei muschelförmige Gebilde, schmecken ähnlich wie die weihnachtlichen Windbäckereien am Christbaum und dazu Schlagsahne, um einmal den Spitznamen des Schlagobers zu verwenden.
Kastanienreis ist Gott sei Dank noch nicht ausgestorben. Und nachdem ich nicht den 100. Beitrag geschrieben habe, wenigstens den 101., so wie auch schon den 1.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Also mit veränderten Einzugsgebieten rund um die Schule habe ich keine Probleme. Damals war das ganze Hochhausviertel gerade frisch aus dem Boden gestampft, und so auch die Schule. Genau so sieht es da heute auch noch aus: Richtig potthässliche 70-er Jahre-Architektur. Läden gab es da erst mal überhaupt keine (dafür aber Kaugummiautomaten :-)), bis sie dann ein Einkaufszentrum da hinbauten, das wir dann öfter mal in unseren Nachhauseweg einplanten, sehr zum Leidwesen unserer Mütter. Aber da war ich schon 11 und stand ein Jahr vor der Grundschul-Entlassung.
Viele Grüße
Zazie
peterthomassuschny
05.07.2001, 22:16
Die Kundentrennhölzer im Supermarkt am Fließband (oder heißen die Kundenstaffeln? steht nicht einmal im Duden!) waren damals noch aus Holz, heute fast immer nur noch aus Kunststoff.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Ist ein Trennholz aus Plastik dann nicht ein 'Trennplastik'? Die gibt«s bei uns in Gotham noch aus Holz! 'Schlagobers' find ich auch lustig, klingt wie der 152. Pokemon oder ein Cousin von Onkel Dagobert! Hihi. http://www.alles-bonanza.de/ubb//biggrin.gif
(Beitrag wurde von Spleen am 05.07.2001 um 21:04 Uhr bearbeitet.)
(Beitrag wurde von Spleen am 05.07.2001 um 21:05 Uhr bearbeitet.)
peterthomassuschny
06.07.2001, 00:51
So kann man auch mit kleinen Dingen, den Kindern große Freude bringen!
'Ich bin doch ein schlauer Tou-Tou'
'Mr. Roaring Sixties'
'Trennhölzer'! Hab das Wort heute zum ersten Mal gehört. Aber mal Spass beiseite - diese Dinger kannte ich in den 60ern überhaupt nicht, da gingen wir zu 'Tante Emma', dem Krämer im Viertel oder nebenan, da haben die meisten in gewissem Rahmen anschreiben lassen. Es gab dort alles, was das Herz sich wünscht, durcheinander, aufeinander usw. Die Milch haben wir am Anfang noch in der Alu-Kanne geholt. Dabei ist ein Kannendreh-Wettbewerb entstanden: Wer kann die Kanne shcleudern, ohne dass die Milch rausfliesst? Meine floss immer, dann gab es Ärger zu Hause.
Ach ja, und die Bonbons waren in großen Gläsern und wurden in eine spitze Tüte abgewogen, 100 Gramm oder 200 Gramm, schöne Bonbons mit Blümchen drin.
Johnny Harms
06.07.2001, 20:24
@Honda
Das waren aber die ganz, ganz frühen 60er. Denn dann gab es die Milch in den Tetraeder-Packungen, liebevoll Picasso-Euter genannt.
Lose Milch wurde in den modernen SB-Geschäften schon nicht mehr verkauft, auch wenn die wenigsten an den Kassen Rollbänder hatten. Blitzschnelles Durchwühlen der Wagen oder Körbe war angesagt.
Ist 'Tetraeder' der Bruder von Meister Eder mit dem Pumuckel? http://www.alles-bonanza.de/ubb//wink.gif
Johnny Harms
06.07.2001, 23:50
Das wiederum steht im Lexikon zwischen Tellurwismut und Tetragonopterus, was eine Salmlerart ist. http://www.alles-bonanza.de/ubb//wink.gif
Johnny Harms,
das gehört doch eher ins Forum 'Gute, alte Halbbildung'
Johnny Harms
07.07.2001, 02:44
Ich hab doch nicht angefangen!
Zu Beginn der 60er kamen, wenn ich mich recht erinnere, die Tetraederverpackungen auf. 'Tetraeder: von 4 gleichseitigen Dreiecken umschlossener regelmäßiger Körper'
Sie stammten aus Schweden und wurden besonders für Milch, aber auch für Säfte verwandt. Der Grundgedanke war wohl Materialeinsparung. (Grenzwertberechner vor!) Es gab sie in 0,2, 0,5 und 1Liter.
In der Schule ersetzten die 0,2l Tetras die Glasflaschen mit der Schulmilch bzw. dem -kakao. Sie konnten zwar nicht mehr zerbrechen, dafür konnte man sie aber (nach oder vor der Entleeerung) als Wasserpistolen-ersatz verwenden oder aber auf die leeren Tetras springen, die dann mit einem Kanll zerplatzen. Das geht heute mit den Saftquadern auch noch gut.
Oh ja, das gab einen schön satten Knall. Es gab auch Riesentetraeder mit Milch oder Kakao, hatten wir beim Camping manchmal. Ich habe übrigens eine alte, ausgestorben geglaubte Unsitte im Milchregal wiedergefunden: Milchtüten! Rechteckige Plastikhäute mit Milch drin, nur in einem dafür vorgesehenn Halter zu genießen (oder halt auszugießen)... Fand ich schon in den 60ern schrecklich!
peterthomassuschny
08.07.2001, 20:04
Also, die Milch war in Ö bis Ende der 60er in Glasflaschen, Ende der 80er noch einmal möglich, erst nach dem EU-Beitritt leider aus dem Programm genommen, die Plastiksackerlmilch ist in Ö ein typischer 70er-Jahre-Unsinn, ist aber leider wieder beim BILLA (gehört zum REWE-Konzern) wieder aufgekommen und die Joghurt-Packerln waren 4-eckig statt rund und habe ich natürlich ein Bild in ein hier nicht weiter zu beachtendes Buch hineingegeben, das noch vor Weihnachten erscheinen wird (also doch etwas, was schneller fertig wird, als mein Studium).
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Genau - in der Schule hatten wir in der großen Pause Schulmilch, die gabs in kleinen Glasflaschen und zwar
1. Kakao gekühlt
2. Kakao ungekühlt
3. Milch gekühlt
4. Milch ungekühlt
Der Favorit war der Kakao gekühlt, also musste man zusehen, dass man immer bei den ersten war, die anstanden, damit man einen kalten Kakao kriegte. Der Rest war ziemlich ungenießbar.
@honda: wir verwöhnten wiener 70-jahre-kinder bekamen alles gekühlt (gottseidank, ungekühlt ist das ja alles grausig) und ausserdem noch joghurt und frufru... hach, es war doch schön in den seventies...
peterthomassuschny
09.07.2001, 19:49
@Tanja-s
Und wenn Du auch 1962 geboren wärest, hättest Du auch miterlebt, wie schön auch schon die 60er waren.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
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