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Vollständige Version anzeigen : Hobby, Freizeitgestaltung


Jackson Mueller
20.04.2001, 16:59
Bierdeckel sammeln:
Die wurden natürlich an den Kinderzimmerwänden befestigt.
Glanzbilder tauschen:
In einem möglichst dicken Buch mußte einer von uns eine gewisse Zahl Glanzbilder einlegen, die anderen mußte dann versuchen, genau diese Stelle mit einem eigenen Glanzbild zu treffen. Bei Erfolg kassierte der Treffende das inliegende Glanzbild, bei Mißerfolg der andere. Mir hat das Heidi beigebracht, die übrigens das einzige Mädchen in unserer jungsdominierten Straße war. Da Heidi älter war als wir alle, hat sie halt eine gewisse Dominanz bei der Auswahl der Freizeitbetätigungen gehabt.
Streicholzschachteln sammeln:
In Westdeutschland (wie war das eigentlich in der DDR?) sahen alle Schachteln gleich aus. Aber in Holland! Da war Doris Day drauf (in bunt!), oder es waren merkwürdige Buchstabenkombinationen zu bestaunen`, Z.B.: 'DANK U, TOT ZIENS!'
Fahrräder und Roller aufpeppen:
Große Milch- und kleine Joghurtflaschen waren mit Aludeckeln verschlossen. Weil die in verschiedenen Farben erstrahlten, preßte man sie schmückend um die Fahrrad- oder Rollerspeichen. Wobei man nicht zu fest pressen durfte, denn sie sollten beim Fahren längs der Speichen auf- und abrutschen.
Wanderstockschildchen sammeln:
Kein Urlaub ohne neue Metallschildchen, die ein Bild oder Symbol des Urlaubsortes mit kleinen Schriftzügen besaßen. Diese Schildchen wurden mit winzigen Nägeln (nie zuvor sah ich so kleine Nägel) an den Wanderstöcken befestigt. Das erste Schildchen sollte ein möglichst großes sein, am besten mit Hirschkopf incl. Geweih.
Stuyvesant-Packungen sammlen:
Weil auf dem Campingplatz Ehlenbogen im Schwarzwald Holländer, Engländer, Österreicher und Deutsche ihre Heimatschachteln mitgebracht hatten. Ich stellte fest, daß die Schachteln auf den ersten Blick identisch wirkten, aber bei genauem Hinschauen dramtische Unterschiede aufwiesen und damit den Beweis von 'große weite Welt' erbrachten.
Briefmarken sammeln:
Ich habe die DDR über Briefmarken kennengelernt, natürlich ohne zu verstehen, was die Markenbilder aussagten. Einer meiner Lieblinge in der Sammlung war der Gedenkblock zum Tode von Wilhelm Pieck, 1960. Weil der so schön groß war. Gekauft hatte ich ihn mir nach der Schule in einem Schreibwarenladen, wo uns Kindern eine junge Frau auf Begehr langsam ein Briefmarkenalbum vorblätterte. Wir mußten dann immer laut geben, wenn wir eine der Marken kaufen wollten.
Das kann doch nicht alles gewesen sein. Was fehlt?
(Beitrag wurde von Jackson Mueller am 20.04.2001 um 15:03 Uhr bearbeitet.)

peterthomassuschny
20.04.2001, 17:32
Ich habe sogar den Jochen Rindt auf Briefmarke, typisch, nicht?
Zündholzschachteln habe ich auch einmal gesammelt.
Jetzt alles mögliche an Hobbyheften, Schöner Wohnen, eine Praline aus 1962 (damals noch kein Sexheft) und alle möglichen 'Schmonzes' (= Kleinkram, Nippes) aus den 60ern und 70ern, favorisieren tue ich natürlich die 60ies.
Und mein PKW ist 22 und ich habe noch einen halben Ford Taunus im Keller, was glaubst Du, wie sich meine Frau freut!
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'

Jackson Mueller
20.04.2001, 17:55
Schön sind auch Fernsehzeitungen aus den 60ern. So hübsch übersichtlich - nur drei Programme, so daß man heute glauben kann, sich an alles zu erinnern. Wahrscheinlich trifft das sogar zu. Das werden unsere Kinder in zwanzig Jahren mit TV-Spielfilm garantiert nicht erleben.
Doch wer ist Jochen Rindt?
Prima Grüße an Deine verständnisvolle Frau, Dein Auto und natürlich Mr. Roaring Sixties himself

PeterLu
20.04.2001, 19:35
Fernsehzeitungen - meine Eltern hatten seit eh und je die 'Funk Uhr' im Abo, bei meiner Oma gabs die 'Hör Zu'. Die habe ich natürlich wegen Mecki, Charly Pinguin und dem verschnarchten Schrat geliebt. Der Comic war damals schon eine Institution. Wenn ich mich recht entsinne, gab es damals auch noch echte Mecki-Fortsetzungsgeschichten, die allemal witziger und liebevoller gezeichnet waren als die auf modern gequälten Drei-Bilder-Stories von heute.

waldfee42
20.04.2001, 21:24
das bierdeckel sammeln kenne ich,
war das bevorzugte hobby meiner jüngeren brüder.
allerdings blieb es nicht bei den bierdeckeln, dazu kamen noch die biergläser sowie die bieretiketten. dort war dann das phänomen, daß sie zwar auch alle gleich aussahen, aber ein genaues studium legte dann die kleinen, aber feinen unterschiede dar: die verschiedenen abfüllbetriebe.
die streichholzschachteln waren bei uns auch nicht viel besser, aber ich hatte brieffreunde in der ehemaligen su, dort gab es wunderbare etiketten.
briefmarken sammle ich noch heute.
über diese leidenschaft habe ich damals etwas von der welt kennengelernt.
ansichtskarten sammeln, habe noch ziemlich viele aus dieser zeit, zwar nur in schwarz-weiß, aber dafür echte zeitzeugen.
nähen & stricken:
da die verdienste ja noch nicht so hoch waren, habe ich gemeinsam mit meiner mutter unsere gaderobe geschneidert. War modisch immer Voraus.

peterthomassuschny
20.04.2001, 22:27
Jochen Rindt ist jener, dem ich bereits unter 'Happy Birthday, Jochen Rindt' einen Strang gewidmet habe.
Ferner in meinem Buch 'Jopa Eis, Jochen Rindt und Jugendrevolte' ein ganzes Kapitel.
Wie gesagt, ein letztes mal wiederhole ich es: ich sehe schon ein, daß sich niemand für Sport interessiert. Aber fast jeder heute 6-8jährige in Deutschland kennt Michael Schuhmacher - also wieson kennt dann keiner, der Ende der 60er ähnlich alt war Jochen Rindt?
Jochen lives!
'Mr. Roaring Sixties'

Jackson Mueller
21.04.2001, 01:15
In meinem Fall darfst Du Gelassenheit bewahren, peterthomassuschny, denn garantiert niemand kennt so wenige Sportprominamen wie ich. Kurz nach Schumacher ist bei mir schon Schluß.
Ich bin auch mit Funk Uhr, der Hör zu für Arme, aufgewachsen, PeterLu. Und immer wenn wir am Wochenende Opa und Oma besuchen gingen, freute ich mich nicht nur auf Mecki & Co., sondern auch auf Original und Fälschung, wo auf Bildung getrimmt Gemälde einerseits in echt und andererseits mit soundsovielen versteckten Fehlern abgebildet waren. Die Suche nach den Unterschieden hat mich so beeindruckt, daß ich mir Original und Fälschung oft ausgeschnitten habe - weiß ich seit etwa einem Jahr wieder, denn da fiel mir die Zigarrenkiste mit den Bildern wieder in die Hände.
Ganz unter uns, waldfee42: Ich sammle eigentlich auch noch Briefmarken. Eigenen Strang eröffnen? Oh nein, besser nicht.

Spleen
21.04.2001, 09:57
Mecki war toll, fing aber eigentlich schon in den 50ern an. (Wir brauchen einen 50er-Strang, Anko!!!) Es gibt ein ganzes Buch über ihn! Soll ich recherchieren? Der Meckispleen
(Beitrag wurde von Spleen am 21.04.2001 um 07:58 Uhr bearbeitet.)

Jackson Mueller
21.04.2001, 11:36
Gewiß, Meckispleen, recherchieren in Sachen eigener Vergangenheit ist immer gut. Allein schon wegen des therapeutischen Effekts.
Doch, Freunde!, wo bleiben die weiteren Hobbys und sonstigen Freizeitmaßnamen der 60er? Ihr habt doch damals nicht nur rumgesessen und die Wand angeguckt.

waldfee42
22.04.2001, 02:30
@jackson müller
bitte keinen eigenen strang für die briefmarken, warte bis ich rentnerin bin!
dann soll ich nämlich für diverse freunde die briefmarkensammlungen sortieren.
allerdings sind bei meinen briefmarken einige zeitzeugen aus den 60ern dabei.
das werde ich mal recherchieren.

waldfee42
22.04.2001, 02:37
@spleen
einen eigenen strang für die 50er finde ich im moment nicht so gut.
ich weiß nicht, wie viel vertreter dieser generation unter uns sind.
@jackson müller
meine freizeitbeschäftigung in den 60ern:
zunächst habe ich mein studium begonnen und sehr fleißig und intensiv studiert.
während des studiums (in leipzig) habe ich sehr viele kulturveranstaltungen besucht, z.b. konzerte, theater, oper usw.
an den wochenenden bin ich zu hause tanzen gegangen.
in meiner freizeit habe ich sehr viel gelesen, und zwar sehr anspruchsvolle literatur.
von den diversen sammelgebieten habe ich ja schon berichtet.
ein großer teil meiner freizeit ging aber auch für familiäre pflichten drauf, ich hatte vier jüngere brüder, mein mutter ging voll arbeiten!

peterthomassuschny
22.04.2001, 02:37
Die Freizeitbeschäftigungen entsrechen halt denen eines, der am Ende der 60er 8 1/2 Jahre alt war. Dennoch fühle ich mich in den 60ern genauso daheim wie in den 70ern.
Natürlich gibt es schon genügend Leute, die sich dem Sportgeschehen kaum widmen, aber der Jochen Rindt ist meiner Meinung nach so einer wie James Dean oder John Lennon: viel zu früh und tragisch von uns gegangen. James Dean beim Autofahren, John Lennon wurde erschossen und bei Jochen Rindt ist beim Abschlußtraining zum GP von Monza in Italien am 5. 9. 1970 eine Bremswelle gebrochen, Rindt zählte eher als mit den Jahren gereifter Rennfahrer, der die Kurven eher zu früh als zu spät anbremste.
Was den Sport für mich als heute 39-jährigen betrifft: Autorennen sind damals wie heute nicht interessant. Außer die Startphase, weil es immer lustig ist, wenn weiter vorne einer steckenbleibt und die Autotrümmer durch die Gegend fliegen und der Grand Prix von Monaco, der tatsächlich durch die Altstadt Montecarlos geht. Ca. 1973 oder 1974 gab es einmal in Monaco einen Unfall, wo der Jochen Maas gegen einen Lichtmast flog, als sein Auto aufstieg, passiert ist ihm Gott sei Dank nichts. Das Jochen Rindt-Fieber ist natürlich ein anderes: zuerst war er schon 48 Rennen in der Formel I, bis er endlich im Oktober 1969 sein erstes Rennen gewann, dann gewann er Monaco 1970 in der allerletzten Runde, fiel beim nächsten Rennen aus und gewann dann 4 Rennen in Folge. Das blieb natürlich auch für die kaum Sportinteressierten damals 7 - 8-jährigen Buben kaum unbemerkt. Das letzte Rennen, bevor er tödlich verunglückte, fiel er zwar am 4. Platz liegend aus, es war aber am
16. 8. 1970 der erste GP am neu eröffneten Österreichring und 100.000 und mehr strömten über den Semmering, den Lokalmatador zu bewundern. Wer ihn auf alten Filmaufzeichnungen sieht, kommt auch kaum um ihn herum, er war mit fast allen Rennfahrerkollegen befreundet, weder der Niki Lauda später oder heute der Michael Schuhmacher können das von sich behaupten, das sind beides so richtige abgebrühte Kerle, wie sie der moderne Rennsport so mit sich bringt. Helmut Zwickl, sowie Heinz Prüller eine der Legenden unter den österreichische Rennsportjournalisten hat das 1990 zum 20. Todestag von Jochen Rindt einmal so beschrieben: als der 3-fache Weltmeister von 69, 71 und 73, Jackie Stewart, einmal in Österreich zu einer Buchpräsentation kommen sollte und nach den Bedingungen für sein Erscheinen gefragt wurde, sagte er: 'O. K., schick mir 2 Flugtickets'. Wenn heute Gerhard Berger (war nie Weltmeister, aber österreichischer F 1-Star der späteren 80er und zeitigen 90er) zu einer Einkaufszentrumseröffnung geladen ist, macht er das sicher kaum unter S 100.000,--.
Das waren auch die 60er und zeitigen 70er.
Heute ist halt alles gewinnorientiert, da ist der J. R. aus Dallas (ja ich oute mich, habe ich immer gerne gesehen) vermutlich ein Kleinstverdiener dagegen. Übrigens: Larry Hagman haben wir in den 60ern auch schon gesehen: 'Bezaubernde Jeannie'. Wer das noch besser kennt als ich, schreibt gerne was dazu.
Beste Grüße
Jochen Rindt forever!
'Mr. Roaring Sixties'

Jackson Mueller
22.04.2001, 02:37
Lieber Mr. Roaring Sixties,
vielleicht hast Du das Thema 'Freizeit in den 60ern' ja zwischendurch geringfügig verlassen, aber wir haben Dir trotzdem alle gebannt zugehört. Sage niemand, daß das nicht stimmt! Ich jedenfalls liebe es, wenn Leute IHR Thema referieren.
Da Du abschließend auf J.R. aus Dallas kommst: Ist Dir schon aufgefallen, daß er dieselben Initialen wie Jochen Rindt hat? Gibt's vielleicht noch weitere J.R.-Menschen in Deinem Leben? Zum Schluß: Schau mal in Deiner Mehlbox nach.

waldfee42
22.04.2001, 02:37
ich habe schon sportübertragungen gesehen bzw. gehört, allerdings gehörte und gehört der rennsport bis heute nicht zu meinen favoriten.
zunächst liebe ich den wintersport (obwohl ich im moment nicht mehr fahre)einschließl. eislauf.
und da hatte ja die ddr doch einiges zu bieten.
in unserer unmittelbaren nähe befanden sich zwei große trainingszentren für den wintersport: oberwiesenthal und klingenthal-mühlleiten.
seit ende der 50er jahre hatten wir ja immer gute sportler auch in den wintersportdisziplinen. das begann mit unserem legendären harry glass, gefolgt von helmut recknagel usw.
aus meiner engeren heimat stammen auch zwei skispringer der 90er: jens weissflog und sven hannawald.
wir können dann weitermachen mit der leichtathletik, radsport (ich denke an den legendären täve schur), wassersport usw.
wenn bei uns in der nähe die friedensfahrt vorbeiführte, standen wir immer an der strecke.
der motorradrennsport hatte in der ddr viele anhänger. bei uns in der nähe befindet sich der sachsenring, dort wurden rennen ausgetragen, außerdem in frohburg und in schleiz.
ja und dann die ballsportarten, fußball, volleyball, handball.
Ich persönlich war begeisterter handballfan.
reicht es?

peterthomassuschny
22.04.2001, 20:03
Das mag schon stimmen, ich finde es aber dennoch verwunderlich, daß in einem 60er Forum niemand den Jochen Rindt kennt.
Nachdem ich ja für mein Buch keine Schleichwerbung machen darf, wo ihm natürlich ein eigenes Kapitel gewidmet ist, steht hier halt ein bißchen was über ihn.
Auch ich kenne den Wolfgang Graf Berghe von Tripps, den deutschen Rennstar, der 1961 (also vor meiner Geburt) tödlich verunglückte. Scheinbar hätte ich mich mit nichts anderem befassen sollen, dann würde ich ihm auch nicht kennen. Aber leider kommt er in jedem Formel I-Kompendium vor, das nicht über aktuelle Rennereignisse berichtet.
Wie gesagt, ich bin auch kein großer Sportfan, das war ich mit 12 - 16 Jahren und da hauptsächlich Fußball und als Ösi auch noch Schifahren.
Das mit dem JR aus Dallas ist Zufall, er heißt ja auch John Ross Ewing und ist auch eine Fantasiefigur; der andere Karl-Jochen Rindt, warum er sich aber nicht Karl nannte, werden wir von ihm halt nicht mehr erfahren.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'

honda
03.05.2001, 18:10
Im Sommer ins Freibad.
Als Kind (bis 13 etwa) für eine Cola vom Zehner gesprungen, später im Bikini (rosa kariert) Hof gehalten. Eigentlich wars vorher lustiger
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honda

peterthomassuschny
03.05.2001, 21:43
Wir haben Typ-Dom gespielt, das ist eine Art Scrabble, aber mit Buchstaben zum Zusammenstecken, statt zum Legen, hat sogar ein internationales Patent darauf.
Meine mittlere Schwester (1960 geboren) hat sogar etwas völlig ausgefallenes in der Volksschule gelernt, die haben zu den Selbstlauten 'Klinger' gesagt! Und das 'y' hieß lange Zeit noch 'Fremdes i'. Wir lernten damals auch Jänner/Feber, in anderen Gegenden heißt es Januar/Februar, nur warum es heute in Österreich überall gemischt wird und Jänner/Februar geschrieben wird, habe ich nicht ganz verstanden.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'

waldfee42
05.05.2001, 21:57
@honda
meinen ersten bikini habe ich auch in den 60ern getragen, vorher war das etwas verpönt.
so ändern sich die zeiten.
übrigens habe ich in den 60ern begonnen, in meiner freizeit meine kleidung selbst zu schneidern. meine mutti und ich haben damals in einem werk für kinderbekleidung gearbeitet (großabnehmer waren übrigens otto und quelle). dort konnten wir günstig stoffreste kaufen. meist haben wir am wochenende in gemeinschaftsarbeit genäht und am montag konnte ich in irgend einem neuen stück auf arbeit fahren.
und auf der fahrt zur arbeit habe ich immer gestrickt.

honda
07.05.2001, 18:32
waldfee-42
Wir haben auch unsere Kleider selbst geschneidert, zuerst mit Hilfe meiner Mutter bzw. von ihr, später selbst. Die Nähmaschine, eine Singer mit Fußbetrieb, hat einies aushalten müssen. Als die Miniröcke in Mode waren, musste man nicht sehr viel Stoff kaufen, um einen Rock zu nähen, und der Schnitt war auch äußerst einfach. Also hat der ganze weibliche Teil der Klasse (es waren höchstens fünf, weil wir in einer Jungsschule waren) sich Blümchen-Mini-Röcke oder so genäht, und wir waren superstolz drauf. Später habe ich einem Verehrer eine Hose genäht aus Cordsamt, die Strichrichtung verwechselt, und er sah dann wie ein Zirkus-Clown aus, weil vorn der Strich rauf ging und hinten runter, also der Stoff vorn wesentlich heller erschien als hinten.
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honda

peterthomassuschny
08.05.2001, 20:47
Wenn die Damen noch ein Original Burda-Heft von damals sehen wollen, nehme ich es gerne auf ein Usertreffen mit.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'

Spleen
08.05.2001, 20:55
'Burda'-Hefte! Die hatte meine Mutter immer! Damals nähten Mütter offenbar noch viel selbst... Die Hefte sind aber alle längst im Altpapier gelandet... leider.

peterthomassuschny
09.05.2001, 21:31
Ich habe auch noch ein paar Petra-Hefte aus 1965 mit Kochrezepten und 4 Kochrezepte aus jener Zeit, als die Joghurtpackerln bei uns noch eckig waren und ohne Lasche zum Aufreißen (oder hat die immer meine Mutter abgerissen, kann ich nicht so recht glauben), mußten mit einem kleinen Löffel aufgeritzt werden.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'

peterthomassuschny
21.06.2001, 21:52
@Spleen
Apropos Altpapier: die Petra-Hefte haben wir zwar vermutlich von der Schwiegeroma oder Schwiegermutter geerbt, jedoch: die vielen tollen Hobby-Hefte, die eine Praline aus 1962 (wie gesagt, kein Sexheft) und die Burda und 2 englischsprachige Hippiehefte (eines 1967, eines 1971) habe ich aus dem Altpapier gezogen, gefährlich sind meiner Meinung nach nur Sexhefte, aber wenn die in der Mitte schon zusammenkleben, dann stecke ich sie wieder retour!
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'

peterthomassuschny
28.11.2001, 23:04
Hobby und Freizeitgestaltung - da haben sich alle hauptsächlich ans Sammeln erinnert, an das Spielen in einem "Spiele auf der Straße-Strang", aber es gab auch noch andere Freizeitgestaltungen:
* FIMO, die brennbare Modelliermasse kam damals auf
* Gießharz, das Eingiessen einer getrockneten Pflanze oder
einer Münze, war damals sehr beliebt und dann wurde so was
z. B. als Briefbeschwerer verschenkt.
* Leider verloren: ein Heft mit Bastelanleitungen aus leeren
Tintenpatronen, ein ganzes Blockhaus wurde da dargestellt
* Ein Freund bastelte einmal (das kann auch schon in den 70ern
gewesen sein, aber auch sein Bruder machte solche Sachen)
ein komplettes Bauernhaus aus Zündhölzern, mit Uhu verklebt
* mein Bastelbuch von damals ist noch vorhanden, dort gab es
auch z. B. ein Puppenbett aus Eisstäbchen (aus den hölzernen,
natürlich)
Wer weiß auch noch was dazu?