Vollständige Version anzeigen : Autos der 60er
Johnny Harms
26.06.2001, 02:04
In verschiedenen Strängen, wie in 'Film' ist über dei Autos der 60er gesprochen worden.
Wie sicher für viele andere, sind die Autos der 60er nicht nur aus allgemeinen Erinnerung im Gedächtnis, sondern auch weil für viele Familien sich in den 60er der Traum von eigenen Auto erfüllte.
Kleinwagen wie Goggo und Lloyd, wie NSU Prinz und die verschiedenen Kabinenroller sind für mich mit dem Beginn der 60er verbunden. Und weil sie oft Zweitakter waren, ist auch der 'Sound' noch in den Ohren und der Geruch in der Nase. Meine Mitleser aus den neuen Ländern mögen mir verzeihen,aber: ich habe mich im November/Dezember 1989 wie in meiner Kinderzeit gefühlt. http://www.alles-bonanza.de/ubb//wink.gif
Johnny
peterthomassuschny
26.06.2001, 09:39
Gestern in Wien bei Porsche Wien-Liesing stand ein Prinz L hinten am Hof, will sich vermutlich einer herrichten. Im 4. Bezirk, nahe der ehemaligen Alpenmilchzentrale, wo vor 3 Jahren eine 50er Ausstellung war, steht immmer ein Hilman Imp, die versuchte Antwort der Roots Group auf den Mini, mit Heckmotor und versperrbarem Heckausstellfenster für sperrige Güter. 60ies pur!
Unsere Familienautos in den 60er:
1958 - 1962: Ford Anglia 100 E (Vorgänger vom 105 E), himmelblau, Dreigangschaltung
1962 - 1966: Ford Cortina Mk I, weiß, innen rot tapeziert, mit Biß im Armaturenbrett von mir (damals 2 1/2 Jahre alt)
1968 - 1979: Ford Taunus 15 m, grau
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Jackson Mueller
29.06.2001, 20:29
1958 schafften sich meine Eltern ein bis dahin in Deutschland - vor allem, wenn ich's recht in Erinnerung habe, wegen seiner Farbe - seltenes FIAT-Modell an: Ich glaube ein FIAT Jagst 850, dunkelblau. Bis in die 60er hinein war es dann hochnormal, daß man sich gegenseitig behupte und freudig winkte, wenn ein identisches Modell aufkreuzte. Diese Form der freundlichen Begrüßung wurde auch hemmungslos auf Autobahnen praktiziert, egal, ob das Fahrzeug die selbe Fahrtrichtung hatte oder auf der Gegenfahrbahn fuhr. Heute wäre das ein Gehupe!
Johnny Harms
29.06.2001, 23:41
1961 schaffte mein Vater einen DKW Junior an.
Zu der Zeit war man als DKW-Fahrer in doppelter Hinsicht Außenseiter: zu einen, weil DKW am Zweitaktmotor festhielt, zum anderen wegen des Frontantriebs.
Die Zweitakter hatten die Nachteile ihrer Art, als da sind penetranter Geruch und der nervtötende Ton. (Trabi- und Wartburgfahrer wissen, was ich meine) aber auch die Vorteile eines geringeren Verbrauchs und einer enormen Beschleunigung. An der Ampel war es ein Leichtes den dicken 170 und 180 Mercedes, ja selbst den Opel Kapitänen wegzufahren. Die zu Beginn der 60er eingeführte Öl-Automatik machte das Tanken von Gemisch überflüssig, man tankte wie die anderen Normalbenzin und das Öl wurde in einen seperaten Tank gefüllt.
Eine Besonderheit der DKWs war der Fleilauf, d.h. das Getriebe wurde im Schiebebetrieb getrennt und der Motor konnte dann -benzinsparend- im Leerlauf arbeiten. Der Nachteil war der Verzicht auf die sogenannte Motorbremse.
BTW: zu Beginn der 60er hatten die meisten Getriebe noch keinen syncronisrten 1. und Rückwärtsgang
(Beitrag wurde von Johnny Harms am 29.06.2001 um 21:51 Uhr bearbeitet.)
peterthomassuschny
30.06.2001, 11:09
Von meinem astronomischen Zwilling, der auch originellerweise Thomas Peter heißt, kenne ich die Geschichte, daß seine Mutter als Studentin einen Kleinschnittger besaß, der war aber eher 50er Jahre, der hatte nichteinmal einen Retourgang, der wurde händisch hochgehoben und umgekehrt und einmal hatte ihn ein paar Kollegen einfach in einem Gebüsch versteckt.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Moritz R
30.06.2001, 11:46
Es gab sehr viel weniger verschiedene modelle. Man kannte eigentlich jedes auto. manche konnten jeden wagen nur am klang des motors erkennen. mein vater hatte folgende wagen: als er noch in der zone lebte einen P 70, immerhin ein wagen mit kunststoffkarosserie; wenn man wogegen fuhr hatte man keine beule, sondern ein loch. dann aber rübergemacht und unser erstes auto im westen war ein VW käfer - natürlich. der zweite auch noch, aber der hatte schon blinker statt winker. dann - angeregt durch italienbesuche - kaufte er einen Fiat Neckar Special. anscheinend gab es im schwäbischen Neckarsulm so eine karosseriefabrik, die auf umbauten von Fiat spezialisiert war. auch der nächste wagen war ein Fiat: Milletrecento, dann aber schon bald wieder einer aus Neckarsulm: 1500 TS Siata, sah ansich so aus wie der Milletrecento, hatte aber als besonderes erkennungszeichen einen blauen streifen rund um die weisse karosserie. es gab diesen auch in blau mit weissen seitenstreifen. wenn sich zwei Siata irgendwo auf der strasse begegneten, dann blinkte man sich mit der lichthupe zu. bis zu diesem zeitpiunkt hatte der vater meines besten freundes gegenüber immer adäquate autos, in dem fall einen Simca. es war so eine art konkurrenzkampf. jetzt aber kaufte mein vater ein auto, das endgültig die überlegenheit unserer familie besiegeln sollte: einen BMW 1800 ti, allerdings gebraucht. jedenfalls war ich sehr stolz, mein freund musste seine niederlage eingestehen, aber dann war die jugend auch irgendwie schon zuende.
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studio ¨
senses for a senseless world
http://moritzR.de
Jackson Mueller
30.06.2001, 18:45
Stimmt, Moritz R, es gab sehr viel weniger verschiedene Modelle, aber es gab auch sehr viel mehr augenfällige Unterschiede zwischen den Marken. VW oder FIAT oder Mercedes oder Citroen oder BMW hatten ihren Autos ganz eigene Physiognomien geben. Heute kann ich die Marken nicht mehr auseinander halten. Auch wenn meine ausgeprägte Autogleichgültigkeit dazu beitragen mag, aber für mich unterscheiden sich die Modelle inzwischen nur noch in der Größe. Den Rest der Unterschiede muß man in Details suchen.
peterthomassuschny
30.06.2001, 19:20
Na ja, es gibt auch heute noch immer wieder markante, unverwechselbare Autos: den Renault Twingo, den New Beetle und bald kommt auch ein neuer Mini, diesmal von BMW aber natürlich auf das Konzept des legendären Austin Mini basierend, die können schon ganz gut vom Einheitsbrei unterschieden werden. Und auch wenn ich kein Mercedes Fan bin: die sind meistens auch noch recht markant und mittlererweile gibt es seit einiger Zeit einen Jaguar, der erinnert stark an dem MK II aus den zeitigen 60ern, den unser Nachbar, der Schauspieler Sieghardt Rupp ('Zollfahnder Kressin', der allererste Tatortkommissar 1970/71) fuhr.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Johnny Harms
01.07.2001, 21:23
Schön diese Computerkisten aus dem 3. Jahrtausend.
Aber in den 60er gab es Autos mit unsyncronisierten Getriebe, mit Einkreisbremssystem auf vier Trommelbremsen oder sogar noch Seilzugbremsen. Es gab Einschichtverglasung und starre Lenkachsen, Radialreifen, >keine< Sicherheitsgurte, Heizung gegen Aufpreis, Starrachsen hinten und Sitzbänke vorn, Blumenvasen und Ausstellfenster, 6Volt Anlagen und Handkurbeln, Faltdächer und Holzaufbauten, Ölwechsel alle 5000 km und Tankstellen an jeder Ecke.
(Beitrag wurde von Johnny Harms am 01.07.2001 um 20:15 Uhr bearbeitet.)
Jackson Mueller
01.07.2001, 23:21
@PTS: Der legendäre Kressin war Euer Nachbar, und Du hast noch nichts dazu im Paparazzi-Forum geschrieben? Schnell nachholen!
peterthomassuschny
02.07.2001, 00:13
@Jackson Müller
Das ist die Wahrheit, aber ich bin keiner, der in einem Paparazzi-Forum schreiben will.
Habe mich gefreut, daß Herr Rupp Mitte Juni 70 wurde und noch immer Schauspieler ist.
Eine lustige Geschichte hat mein Vater erzählt, seiner Frau gegenüber dürfte der Herr Rupp nicht so ein Gentleman gewesen sein, da er an seinem Hochzeitstag artig mit Blumen nach Hause kam und seine Gattin (die sich irgendwann in den 80ern nach 30 Ehejahren scheiden ließ) am nächsten Tag ein blaues Auge hatte.
@Johnny Harms
Ich habe selber zwar nur einen 22 Jahre alten Ford Taunus, aber ich habe auch nicht gemeint, daß ich die neuen Autos besonders gut finde, nur daß sie nicht alle gleich ausschauen, es gibt noch einige markante Fahrzeuge. Außerdem wage ich zu bezweifeln, daß der kleine Twingo voller Hightech strotzt, daß er natürlich um 30 Jahre moderner ist als unser Taunus 15 M von 1968 ist mir schon klar.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
P. S. Von meiner Homepage www.r60.net weg gibt es einen Link zu Österreichs schönstem Oldtimermuseum mit Fahrzeugen von 1885 bis ca. 1985, das wir noch heuer im Herbst besuchen wollen, ich wurde zu meiner Hochzeit mit einem Steyr II geführt, der ist Baujahr 1920.
Johnny Harms
02.07.2001, 00:49
@pts
Jahrgang 1920 = nicht 60er
2001 -22= 1979 = nicht 60er
Der Ford 15M war eines der ersten, die wieder mit Frontamtrieb gebaut wurden. Vorher hatten außer DKW alle Heckantrieb. Es gab zu Beginn der 60er Plakataktionen, in denen DKW auf den Sicheheitsaspakt hinwies. ('ein gezogener Wagen fährt sicherer in eine Kurve als ein geschobener') Ich glaube, es war VW mit dem Konter: 'Das das Pferd vorne ist, ist kein Grund für den Antrieb' (sinngemäß)
Der Vorgänger des Ford 15M, der aus dem Taunus entwickelte alte 12M hatte einen 1,2l Reihenmotor mit 3Ganggetriebe und Lenkradschaltung. Die Beschleunigung und die Bergfähigkeit waren toll, in den Kasseler Bergen hatte man immer LKWs im Kofferraum.
peterthomassuschny
02.07.2001, 07:47
@Johnny Harms
Das stimmt schon, dennoch hat das Museum, da es ja von 1885 = auch nicht 60er bis ca. 1985 = auch nicht 60er eine Spezialausstellung 'Rocking Fifties = noch nicht ganz 60er & Roaring Sixties'.
Auch der 15 M hatte Lenkradschaltung, unserer hatte schon die Sicherheitsmerkmale Vordersitzarretierung und Lenkradpralltopf und um die Scheibenwaschanlage mit Wasser zu benetzen, mußte ein kleiner Gummibalg links von der Kupplung getreten werden.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Moritz R
02.07.2001, 19:18
Lenkradschaltung.... das grösste überhaupt! weil DAS SCHALTEN einer lenkradschaltung einfach super gut aussieht. das hat sowas elegantes, vor allem bei frauen mit weissen handschuhen. ich liebe lenkradschaltung! die knüppelschaltung hatte ja seinerzeit so ein 'sportliches' image. als ob autofahren jemals, ausser auf der rennstrecke, ein sportliches vergnügen war. (der sport, bei dem man sich am wenigsten bewegen muss... oder wie?)
peterthomassuschny
02.07.2001, 19:52
@Moritz R
Auch wenn Du es nicht glaubst: Rennfahrer haben gar nicht so wenige körperliche Belastung, das normale Autofahren auf der Straße ist wirklich keine Bewegung, nur Nervenstreß, weil viele andere Fahren, aber überlege einmal, oft in wenigen Senkundenbruchteilen einen Rennboliden auf der Strecke zu halten, das ist körperliche Höchstleistung. Oder glaubst Du, die machen alle nur deshalb Fitnessprogramme, um die Zeit totzuschlagen?
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
@Moritz R
Weisswandreifen gehören aber zu der Lenkradschaltung und den weissen Handschuhen dazu! Und kleine Chromraketen an den Scheinwerfern bzw. Kotflügelgraten. Und das Auto möglichst zweifarbig.
peterthomassuschny
03.07.2001, 19:23
Die mittlererweile Exgattin vom Sieghardt Rupp, die als Schauspielerin kaum je bekannt gewordene Gottlinde Rupp (oder hieß sie Gotlinde?) fuhr einen Opel Kadett der Serie A in rot, ich habe einmal gelesen, daß es den Namen Kadett bis 1938 bereits gab, die Nachkriegsopel dieses Namens ab 1963 in Bochum gefertigt.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
P. S. Den schon wo anders erwähnten Jaguar Mark II wie ihn der Sieghardt Rupp fuhr, habe ich einmal in den 80ern im 1. Bezirk in Wien gesehen, mit einem Aufkleber 'Vorsicht, Scheibenbremsen'
Hallo,
alle Informationen zum Thema 'Mercedes in den 60ern und 70ern' findet Ihr unter
www.mercedesclubs.de
Fahre selbst eine 'Heckflosse', Baujahr 1967
Grüße von Bryan
peterthomassuschny
22.07.2001, 12:35
Letzte Woche gesehen:
1. Triumph TR 6 (hatte selber eine Weile einen rechtsgelenkten Triumph,aber nur die Limousine mit der Bezeichnung 2000, schaut karosseriemäßig wie der kleine Bruder vom STAG aus, Modell ab 1969, meiner war aber Bj. 1973.
2. FIAT Dino 2600, offenes Cabrio, Baujahre derzeit leider nicht erruierbar, müßte jetzt mein großes Autolexikon suchen, aber ich glaube, auch schon späte 60er.
Wo bleiben bitte die Expertinnen, Honda, Du zum Beispiel? Höre natürlich auch auf männliche Experten, die dürfen sich hier auch gerne melden.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
peterthomassuschny
22.07.2001, 15:59
Und kürzlich war in der Wiener Zeitung eine Replica des legendären AC Cobra, die auf einem Oldtimerflohmarkt zum Kaufen war.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
peterthomassuschny
22.07.2001, 20:17
Hierher gehören ja auch Rennautos. Der legendäre Lotus 72, der Sargnagel Jochen Rindts, das meines Wissens bis heute erfolgreichste Rennauto aller Zeiten.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Johnny Harms
22.07.2001, 20:28
In keinem anderen Rennwagen sind so viele Fahrer ums Leben gekommen.
peterthomassuschny
22.07.2001, 22:00
Bitte wenn möglich um Aufzählung wer noch.
Danke
pts
Johnny Harms
24.07.2001, 00:50
Auf die Schnelle Jim Clark, Joakim Bonnier, Mike Spence und Jo Siffert.
Für die anderen muß ich tauchen, dazu habe ich unter der Woche keine Zeit.
peterthomassuschny
24.07.2001, 01:02
@Johnny Harms
Da meinst Du jetzt aber Lotus insgesamt, weil der Jimmy ist ja schon am 7. 4. 68 in Hockenheim verunglückt und Monaco am 10. 5. 70 fuhr sogar Jochen noch mit dem 49er, erst Zandvort am 21. 6. gewann er auf dem 72er.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Johnny Harms
24.07.2001, 10:58
Chapman wurde wegen der mangelnden Festikeit des Monocoques genau kritisiert wie wegen der Probleme mit Aufhängung und Lenkung
peterthomassuschny
24.07.2001, 19:38
100 Jahre Karmann, der VW-Karmann Ghia aus den 60ern wurde auch 'Hausfrauenferrari' genannt.
Weil neben mir heute ein Toyota Dyna Klein-LKW fuhr, der Schwager von unserem Kindermädchen hatte in den 60ern einen Panhard, von dem hieß ein Modell Dyna, das andere CT 24. Panhard wurde 1967 eingestellt, den Panhardstab lernte ich noch 1981 für den Führerschein.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Johnny Harms
24.07.2001, 23:59
Die Dyna X von Panhard gab es von 1945 - 1953, sie sah ein wenig wie die 4CV von Renault aus. Die Die Dyna von 1953 -1959. Dann kam bis 1963 die PL 17, 1962 -1965 die CD und 63 - 67 die 24. (Autos sind in Frankreich weiblich)
Neben der eigenwilligen freitragenden Karosse zeicneten sich die Panhards vor allem durch ihre Motoren aus. Schon seit Beginn der 30er baute Panhard ventillose Moten mit bis zu 8 Zylindern.
In der 24 werkelte ein Zweizylinder Boxermotor mit 850ccm mit einer Schwungmasse im Stirnrad, der erstaunliche 50 PS lieferte. Ich bin nicht Fachmann genug, um all die Finessen des Motor bzw. des Autos zu beschreiben, wozu auch für die 50er und 60er tolle Bremsen gehörten.
Ich durfte 1965 einmal die 24 meines Freundes Dominique fahren und erinnere mich neben der ersten Erfahrung mit einer 'Revolverschaltung' an daseigentümlichen tiefe Brummen des Motores.
(Beitrag wurde von Johnny Harms am 24.07.2001 um 22:00 Uhr bearbeitet.)
peterthomassuschny
25.07.2001, 19:04
Richtig, la voiture. Wenn ein Auto Lada heißt, ist es übrigens bei mir auch im deutschen weiblich (die meisten Namen die auf a enden sind ja auch weiblich, außer der absolut im ländlichen Sprachraum noch gebräuchliche Name Beda, da weiß ich bis heute nicht einmal, ob der männlich oder weiblich ist, obwohl ich selber Peter heiße und wenn mich wer schlampig ausspricht, klingt das so ähnlich.
Meine erste Erfahrung nach dem Führerschein 1981 war der 60er Klassiker R 4, von dem gab es übrigens 1983 von einer Wiener Renault-werkstätte ein Cabrio, passend zur Cabriowelle ab ca. 1983, verkauft hat sich der aber nie besonders. Kenne vom Sehen nur ein oder zwei Stück, obwohl damals um wohlfeile S 130.000,-- (genau S 128.900,--)
erhältlich. Jedenfalls auch mit einem Schaltrevolver.
Zum Abitur bekam ich von meinem Großvater einen Triumph Spitfire, gebraucht, Mark II, glaube ich. Dieses Auto hatte unter 100 PS, war aber blitzschnell mit einer Kupplung, die kam auf wenige Millimeter,und es war jedes Mal ein Angang, bei der Werkstatt vom Hof zu kommen, ohne das auto abzuwürgen. Wenn das dann mal einem Mann passierte, der die Kiste bewegen wollte, lachte ich mich krumm! Leider lagen ständig Schrauben in dem Auto rum, immer neue, und irgendwann gab dann mal wieder ein Teil den Geist auf, z. B. die Gangschaltung, weil eine Halteschraube der Rückwärtsgangsperre rausgefallen war. Bloß find erst mal den Fehler, und dann in einem Auto, das englische Zoll-Schrauben hat, du aber kein passendes Werkzeug. Was haben wir an diesem Auto geschraubt! Und wenn wir nicht geschraubt haben, hat uns die Werkstatt fast pleite gemacht. Trotzdem war es Super-Teilchen.
Meine Mutter hatte einen Triumph Herald, auch ein Cabrio, aber ein bißchen bürgerlicher. Dort lagen der erste und der rückwärtsgang so dicht beieinander, dass man sie oft verwechselte. Dann fuhr man mit Vollgas an der Ampel - rückwärts los.
Meni Großvater hatte einen Jaguar Mark II, hellblau mit dunkelbraunen Lederpolstern. Mann, das war ein Auto!!! Er fuhr es noch bis in die Achtziger Jahre, allerdings nur im Sommer und ein paar Kilometer im Jahr, weil ihm die Verkehrsregeln nicht so geläufig waren. Es kam schon mal vor, dass ihm ein Fahrradfahrer in die Quere kam. Besonders spannend waren seine Alpenpaß-Fahrten. Entweder der Bus oder er mußten den halben Paß rückwärts wieder runter, wenn sie sich begegneten.
Tut mir leid, aber noch ein vierter Beitrag: Mein Mann fährt einen Cobra-Nachbau, Ram-Cobra, ca. 340 PS, er donnert doller als eine Harley, er hat keine Heizung, kein Fenster, keinen Rücksitz, winzige Scheibenwischer, winzige Rückspiegel, eine Riesenschnauze, und die Leute fallen fast um, wenn du an ihnen vorbeidonnerst. Wir haben in den 60ern das erste Mal einen (echten) Cobra in Brighton gesehen, der wurde von dem Mann einer Freundin gefahren und war eine Sensation.
Wie ich weiter oben schon einmal kurz andeutete, besitze(und fahre) ich als 'Drittwagen' eine Mercedes-Benz-Heckflosse, Typ 200 D (W 110), EZL 8/67, mit 2000ccm und 55 PS, Verbrauch ca. 9,5 L/100km, Spitze ca. 130 km/h, aber wehe, wehe, wehe, wenn es einen Berg hinauf geht: wo ich bergauf mit meinem Volvo 90 fahre, geht die 'Flosse' maximal mit 40 Sachen, sehr zum Leidwesen des nachfolgenden Verkehrs. Eine Besonderheit noch: Die 'Heckflosse' von Mercedes ist für sechs Personen zugelassen - vorne darf man zu dritt sitzen!
Grüße vom Bryan
peterthomassuschny
26.07.2001, 19:46
Gabs beim Cortina Mark I meines Vaters auch als Option, nachdem wir aber nur 3 Kinder waren, ging es auch mit Einzelsitzen. Bis ca. 1998 oder 1999 durften überhaupt bis zu 8 Personen mitgeführt werden, weil Kinder bis dahin so gezählt wurden: 2 Kinder = 1 Person, Gesamtsumme jedoch nie mehr als 8 Personen, d. h. vorne 3 Erwachsene, hinten 1 Erwachsener und 4 Kinder möglich (vorausgesetzt das Auto hatte vorne eine Bank).
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
peterthomassuschny
27.07.2001, 00:24
@Honda
In einem 'Schlangenkunde' genannten Report vor ca. l5 Jahre stand einmal, daß die 'echten' AC-Cobra-Herrenfahrer (und natürlich auch die Fahrerinnen, die was drauf haben), 10-Dollar-Scheine hinter die Scheibenwischer steckten und wer sie schnappte, bevor die Cobra vorbeizischte, dem gehörten sie, kennst Du diese verrückte Geschichte auch?
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
@PTS
Mein Auto hat (und braucht) vorne keine Bank. Bei Mercedes-BENZ war das einfach und genial zugleich: Für die Mittelkonsole gibt es ein passgenaues Sitzpolster, die Rückenlehne bildet die nach hinten geklappte Armstütze.
So ausgerüstet dürfen vorne drei Erwachsene sitzen (auch wenn es für den mittleren Sitzplatz keinen Sicherheitsgurt gibt!)
Grüße vom Bryan (an seinem vorletzten Abend vor«m Urlaub)
peterthomassuschny
27.07.2001, 19:09
@Bryan
Danke, habe ich zufällig gewußt, weil ich beim 'Oldtimerprofessor' drei Jahre im Büro half (hat eine der schönsten Oldtimersammlungen in Österreich von Bj. 1885 bis ca. 1985), auf der Hochzeit wurden wir mit Steyr II geführt (Bj. 1920) und gibt es auf meiner Homepage auch einen Link zu seinem Museum.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
@pts
Das mit dem Geldschein unter dem Scheibenwischer kannte ich noch nicht, aber ich erinnere ganz ganz dunkel, dass es da eine andere Variante mit einem Geldschein und einem schnellen Auto gab, bloss sie ist mir entfallen. Muss mal rumfragen, wer sich erinnert, dann erzähl ich sie.
Johnny Harms
28.07.2001, 16:40
Wenn man in den Nachrichten hört, dass gestern in Dinolfing der letzte BMW der (alten) 7-Reihe vom Band gelaufen ist, denkt man instinktiv an die Glas-Werke.
Sie haben mit dem Goggomobil in den 50er die Automobilisierung in Deutschland gemeinsam mit Borgwards Lloyd möglich gemacht.
Glas hat gerade in den 60er wegweisend neue Kontruktionen auf den Markt gebracht.
Alles Wissenswerte steht bei: http://www.glasclub.org
Johnny Harms
29.07.2001, 00:47
Carl Borgward hatte in Bremen seit 1925 über die Jahre das viertgrößte Autowerk Deutschlands aufgebaut.
Von dort kamen der Lloyd und der Alexander, die wie das Goggomobil die Deutschen zu Autofahrern machte. Aus Bremen kam der Hansa, die Goliath-Dreiräder und in 1954 Deutschlands schönstes Auto überhaupt, die Isabella.
1959 kommt die kleinere Arabella (wegen ihrer Probleme mit Wassereintritt auch Aquabella genannt) und 1960 der große Borgward 2,3l.
1960/1961 gerät das Werk in finazielle Schwierigkeiten. Der Aufsichtsratvorsitzende von BMW, Dr.Semler, wird zur Begutachtung bestellt. Der Bremer Senat übernimmt das Werk und liquidiert es.Der neue Wagen, der P 100 mit Liftfederung kommt nicht mehr auf den Markt.
Am 28. Juli 1961, heute vor 40 Jahren, meldet der Bremer Weser-Kurier: 'Die Montagebänder laufen nicht wieder an.'
Heute vor 38 Jahren, am 28. Juli 1963, stirbt Carl Borgward an einer Herzattake.
(Beitrag wurde von Johnny Harms am 28.07.2001 um 22:49 Uhr bearbeitet.)
peterthomassuschny
29.07.2001, 14:16
@Honda
Da fällt mir noch die Alpine A 310 ein, da ich diese Woche den Renautl Spyder aus den 90ern gesehen habe, dazwischen war glaube ich die Alpine A 320, zwar 70er, aber auch ein cooles Auto.
Hast Du eigentlich auch Erlebnisse mit einem Strandflitzer gehabt? Denen habe ich eine eigenen Strang gewidmet, ein trauriges Erlebnis war im Vorjahr zu Vermelden: die Höhenstraße hinunter standen wir in Schlange und waren schon etwas ungeduldig, als von hinten eine Feuerwehr kam: ein SIAT Spring hatte leider einen Motorbrand.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
@pts
Eine Freundin besaß einen Dune-Buggy, eine offene Konstruktion auf dem Chassis eines VW (damals natürlich Käfers). Das Ding hatte keine Türen, kein Dach, riesige breite Kotflügel, war orange, die Karosserie aus Kunststoff. Sie fuhr dies Auto ganz selbstverständlich im normalen Straßenverkehr (allerdings hatte die Familie noch ein weiteres - normales - Auto, außerdem wurde es nur im Sommer bewegt. Es war aber ein Riesenvergnügen, mit dem Ding rumzugurken.
Men Schwager fährt heute noch einen Scimitar, ein englisches Coupe, ein bisschen dem MG B GT ähnlich, mit Übergewicht auf dem hinteren Teil des Wagens und einer riesigen Schnauze. Er hatte einmal einen Unfall, bei dem er einfach weiterfuhr, weil er die Berührung (war auch nichts schlimmes) einfach bei der Kunststoffkarosse nicht gehört hatte.
peterthomassuschny
01.08.2001, 22:54
@Honda
Kompliment, Du kennst die raresten Autos.
Einen Scimitar hatte eine OPEC-Sekretärin in Wien, die damit auch zum Oldtimerprofessor reparieren kam, bei dem ich 3 Jahre (85-88) im Büro half. Endlich ein Reliant, wo sie nicht vergessen haben, ein viertes Rad dazuzubauen, wenn scherzen erlaubt ist!
Und über den Oldtimerprofessor kenne ich noch einen (leider sind die alle zerstritten), einen gewissen DI Wolfgang M. Buchta, der hat so ganz rare Kisten, wie einen Berkeley Sportwagen. Und noch einer war dort 87 im Sommer im Büro helfen, ein gewisser Tibor, der fuhr mit einem OSI. Italienisches Cabrio, ca. Bj. 1967 oder 1968 auf Ford 20 m Basis.
Beste Grüße
und 'Keep her on the road'
'Mr. Roaring Sixties'
peterthomassuschny
02.08.2001, 19:56
Heute gesehen: R 10, den legendären Heckmotor-Renault, berühmt auch als jenes Modell in den 70ern beim Kottan, wo er die Tür aufstieß und das Hinterauto die Türe abriß.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Johnny Harms
03.08.2001, 01:11
Der R8/R10 war mit seiner Ponton-Karosse und den Heckantrieb in seiner Zeit 'Mainstream', die Innovationen aus den Hause Renault kamen etwas später.
Trotzdem war er so etwas wie der 'französische Manta der 60er'. Der R8/R10 war das Kultauto zumindest der Landjugend. Mit aufgestellter Heckklappe wurde über die Departementstraßen gefegt.
Mein Freund Michelle hat zwischen 68 und 71 sieben R8 zerlegt, davon sogar 2 Alpine Ausführungen. (Papa va rgler ca!)
peterthomassuschny
03.08.2001, 08:20
Die Dauphine war auch so ein kleiner Heckmotorrenault. Da fällt mir übrigens wieder einmal die Antwort der Rootes-Group auf den Mini ein: der Hillman/Sunbeam Imp, der hatte auch Heckmotor. Und ein sperrbares Heckausstellfenster, um lange Bretter usw. zu transportieren.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
peterthomassuschny
11.08.2001, 12:38
Weil Dr. Music in die Niederlande reist, mir fällt auch so ein typischer ulkiges 60er-Gefährt ein: DAF 33 'Daffodil' aus der Van Doornschen Automobilfabrik. Die Variomatic war meines Wissens die billigste Art einer Automatik.
Letztes Gefährt dieser Art war übrigens noch in den 80ern bei uns neu erhältlich, nein, nicht der DAF 66, der Volvo 360 stammte ebenfalls aus dem holländischen DAF-Werk, erst danach wurden dort keine PKWs mehr produziert. Meines Wissens nach war es auch schwierig, einen kleinen Volvo mit Schalt-getriebe zu erhalten.
Nur das passende holländische Lied 'One way wind' von der Gruppe Cats ist glaube ich schon 71.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Johnny Harms
13.08.2001, 07:44
Der DAF 33 'Daffodil' hatte im eigentlichen Sinne keine Getriebeautomtik, sondern einen stufenlosen Riemenantrieb.
Mit den zusammenlegbaren Wohnanhängern im Schlepp begründeten die Daffodil-Touristen, besonders auf Alpenpässen, den Ruf der niederländischen Autofahrer http://www.alles-bonanza.de/ubb//wink.gif
Volvo übernahm dann das Werk und brachte das letzte Modell unter seinem Namen heraus, ohne Erfolg. Man war in Schweden auch mehr an dem LKW-Werk interssiert, denn DAF baute LKWs, besonders für den Sonderbereich. (geländegängige Kipper, Trailer usw)
Was Cats und One Way Wind damit zu tun haben, entzieht sich meiner Kenntnis. FALSCHER STRANG
Wir fahren als 'Zweitwagen' einen Volvo 365 GL Injection - mit Schaltgetriebe! Der Wagen (Baujahr 1987, und damit eigentlich falsch in diesem Strang, aber als Antwort auf den Eintrag zwei höher) hatte damals schon viele Extras, die bei anderen Herstellern erst wesentlich später kamen(z.B. Kopfstützen hinten etc.).
Grüsse vom bryan
peterthomassuschny
22.08.2001, 00:34
@Bryan - alles ist möglich, der Cousin meiner Mutter in den USA, heute 91 und jetzt auch schon Automatikfahrer, hatte mit Mitte seiner 70er (Lebensjahre) einmal einen Nissan mit Schaltung, kam vom Hotel zum Wagen und weil ja sein Altern nicht mehr übersehbar war, hat einer gemeint 'Was, Sie fahren dieses Auto?', er hatte sich einen wesentlich jüngeren vorgestellt, dies zum Thema Volvo 360er mit Schaltgetriebe.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
@PTS:
Den Zusammenhang hab«ich jetzt aber nicht verstanden. Bitte noch mal! Danke.
Grüße vom Bryan
peterthomassuschny
22.08.2001, 19:08
@Bryan
Natürlich gab es den Volvo 360 auch mit Schaltgetriebe, habe vor 13 Jahren einen Ferienjob bei der Wolfgang Denzel AG gehabt, die sind der Importeur für Ö von Volvo,
und dab bin ich so ein Auto gefahren.
Aber mehrheitlich wurden die mit Automatik in Ö ausgeliefert und nachdem in Ö Automatik
nicht so beliebt ist ('wos, Du hast a Automatik, kannst Du net fohrn?'), nehme ich an, daß die ab Werk mit Automatik nicht teurer waren als mit normalem Schaltgetriebe.
Große Mercedes-Autos sind ja meistens auch werksmäßig mit Automatik, auf Wunsch mit Schaltgetriebe. Obwohl ich einmal einen 2 Liter-Triumph 2000 Mk II (Modell 1969, Bj. 73, Design Michelotti, natürlich rechtsgelenkt, damit ich diesen Gag auch einmal probiere) mit Automatik hatte und diese seit dem vehement ablehne, ist mir schon klar, daß bei großen, starken Autos die
Automatik meistens deshalb genommen wird, weil die ja dort zur Motorcharakteristik paßt. Warum das bei einem Kleinkompaktwagen
wie der Serie 340/360 der Fall war, weiß ich nicht.
Übrigens Fa. Denzel: waren übrigens in den 60ern der Retter von BMW, weil der Herr Denzel einen Motor entwickelt hat, weil BMW damals mit den 502ern völlig überaltet war und der 700er war ja was für Motorradführerscheinbesitzer.
Außerdem baute der in den 50ern/zeitige 60er
einen eigenen Sportwagen, den WD 1300 Sport.
Ein weiteres österr. Exotikum paßt in den 80er-Strang: die auf Ford Granda gebauten
Ledl AS 'Alpen-Stratos' des niederösterreichischen Badewannenfabrikanten
Ledl aus Tattendorf/Bezirk Baden (bei Wien)
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
@PTS:
noch eine letzte Ergänzung zum Thema Volvo 360(gehört eigentlich ins 80er Forum).
Unserer hat einen Einspritzmotor mit 2,0 L und 113 PS. Da er ausserdem größer als z.B. der Golf ist, würde ich ihn nicht als Kleinkompaktwagen bezeichnen. Bitte dann aber, dieses Thema hier im 60er Forum zu beenden und wieder zu den Autos der sechziger zurückzukehren.
Grüße vom Bryan
peterthomassuschny
22.08.2001, 20:53
@Bryan
Nachdem ich selber einen 144er hatte (Modell ab 1966, Baujahr 1972) habe ich den 360er
verglichen mit dem 144er als kleinen Volvo empfunden und außerdem gibt es vom Golf ja auch den GTI mit 110 PS (normal) und noch mehr, aber der 'Golf der 60er' ist sowieso der 'Seize', da der R 16 ja 9 Jahre älter als der Golf ist.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
@PTS:
Der 144 war ein ganz schönes Auto. Noch schöner finde ich allerdings den 'Amazon'.(gebaut meines Wissens bis ca. 1966). Als allerletzte Ergänzung zum 360er meiner Frau: Viel kürzer als mein V 70 ist der 360 nicht, deshalb hat mich der 'KLEIN'-Kompaktwagen gestört. Kompaktwagen alleine finde ich in Ordnung!
(Sollten wir weiter über den Wagen debattieren wollen, schlage ich vor, ins 80er -Forum zu wechseln!)
Grüße vom Bryan
peterthomassuschny
23.08.2001, 19:24
@Bryan
Heute ist neben mir ein 340er unterwegs gewesen, ich glaube, jetzt weiß ich, wo mein Irrtum war: die Freundin eines Klassen-kollegen aus der HAK hatte 82/83 einen solchen, kann das sein, daß dazwischen ein Modellwechsel war und die zuerst 2-türig waren? Der Ferienjob beim Denzel war nämlich erst 88.
Mir gefällt am besten von allen (neben dem 480er, aber der ist ja späte 80er) eigentlich der P 1800, der sogenannte 'Schneewitchensarg', da ist eigentlich der Kombi schöner als die Limousine. Und: für den Fernsehstrang bemerkt, das ist das Auto von Roger Moore als Simon Templar (den haben sie in Ö nämlich 85 oder 86 wiederholt, viele meiner 60er Erinnerungen stammen natürlich auch und verstärkt aus den 80ern, da waren bei uns einige Vietnamkriegsfilme und FFCs 'Peggy Sue got married').
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
@PTS:
Stimmt, Du hast recht: die Serie 340/360 wurde in den ersten Jahren auch zweitürig geliefert.
Zum 'Schneewittchensarg', dem P 1800: Für mich der schönste Volvo überhaupt(!!!) und im Gegenzug zum 340/360 auch in diesem Strang zu hause.
Grüße vom Bryan
peterthomassuschny
24.08.2001, 18:38
@Bryan
Das war mir schon klar, es ging ja um die ca. 1978/79 als PKW-Marke von Volvo übernommene Firma Van Doornsche Automobilfabrik - DAF, den letzten echten, den 66 gab es sowohl als 66 als auch bereits als Volvo, weil den einer bei uns bei den Pfadfindern hatte. Der ursprünglich erwähnte Daffodil 33, der bei mir einen Ehrenplatz im Buch hat, ist eindeutig 60er. Außerdem finde ich es persönlich keinen Weltuntergang, festzustellen, wie sich eine Sache weiterentwickelt hat, z. B. wurde heuer rechtzeitig zum 40. Geburtstag des Jaguar E
(übrigens, den von Jochen Rindt gibt es auch noch, den hat ein Österreicher 1975 gebraucht um sagenhafte S 18.000,-- erworben, also nicht einmal viel mehr als DM 2.500,-- und war im September 91 im Automobilmuseum Stockerau, wo dann im April 92 auf meine Initiative eine Sonderausstellung zum 50. Geburtstag des verstorbenen Champions stattfand) ein F-Prototyp vorgestellt, der in 2 oder 3 Jahren serienmäßig erhältlich ist, d. h. zwischen dem letzten E (ca. 75/76) und dem neuen F ist eine Lücke von rund 1/4 Jahrhundert.
Der britische Automobilbau hatte seinen Niedergang in den 70ern, 1970 waren in Ö noch 16 % aller Neuwagen von der Insel, 1980 oder 81 habe ich einmal gelesen, keine 0,5 % mehr.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
peterthomassuschny
31.08.2001, 20:08
Heute gesehen: Lamborghini Diabolo, könnte auch schon 70er gewesen sein, weiters in einem Buch habe ich den Miura und den Countach, der sich kaum vom Diabolo unterscheidet. Lustig, daß die hauptsächlich Traktoren erzeugten. Ist kein Spaß!
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Johnny Harms
01.09.2001, 22:11
Nebenan in den 70er kam die Sprache auf der NSU Ro 80, das fortschrittliche Auto mit dem Rotationskolbenmotor des Ferdinand Wankel (Wankel-Motor)
Unter <A HREF='http://www.tiho-hannover.de/bmt/bmt/institut/personal/geiling/treffen/S235.htm' TARGET=_blank>http://www.tiho-hannover.de/bmt/bmt/institut/personal/geiling/treffen/S235.htm</A> steht alles über dieses Auto. Bitte lest und ihr werdet staunen, was der Ro 80 damals schon alles an Neuerungen mitbrachte.
Leider waren die Motoren nicht so gasfest, sodass Motorenaustausch nicht selten waren.
Es wurde kolportiert, Ro 80-Fahrer grüßten einander mit ausgestreckten Fingern, deren Anzahl die Zahl der verbrauchten Motoren meinte.
Fotos gibt es unter <A HREF='http://www.ro80club.de/seiten/galerie/galerie5.html' TARGET=_blank>http://www.ro80club.de/seiten/galerie/galerie5.html</A>
peterthomassuschny
01.09.2001, 22:56
@Johnny
Gott sei Dank sind die italienischen Exoten scheinbar auch nicht so ganz Deine, sonst wäre schon berechtigte Kritik gekommen. Heute in einem Autobuch geblättert.
Also: Der Diablo ist der Nachfolger vom Countach, schaut ihm auch recht ähnlich, bloß ist der Baujahre ab 1990 bis heute, der Countach wurde ab 1974 gebaut, der Urraco ab 1972 und nur der Miura und ein bis zwei weniger bekannte sind tatsächlich 60er Jahre.
Und der Jensen Iterceptor II wurde (ist mir völlig neu) nicht von 1966 - 1976 gebaut (wie ich es einmal in einem englischen Buch aus dem 82er Jahr las), sondern bis 1990. Und der Jensen-Healey (den ich bis jetzt nur namentlich kannte) ab 1972 (jetzt habe ich auch ein Bild von ihm gesehen).
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
peterthomassuschny
11.09.2001, 18:52
Im 14. Bezirk in Wien steht ein 850er Fiat Cabrio, die Karosserie ist tatsächlich mit rosa Frotee überzogen (oder ist es Plüsch).
Echt lustig.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
P. S. Habe einmal einen R 12 bunt angemalt, Baujahr 1972, Modell aber noch der alte, also auch 60er.
Wir sahen in den 60ern mal einen Käfer, der war anstatt mit Lack mit einem filzartigen Material überzogen, grün. Er sah abartig aus, und so was habe ich später nie wieder gesehen.
Wir sahen in den 60ern mal einen Käfer, der war anstatt mit Lack mit einem filzartigen Material überzogen, grün. Er sah abartig aus, und so was habe ich später nie wieder gesehen.
peterthomassuschny
12.09.2001, 21:46
@Honda
Käfer sind beliebt zum Basteln. Eine Käfer-Pritsche oder Pick-up wie wir heute dazu eher sagen würden, stand lange vor einem Schießkeller als Werbegag. Mindestens zwei andere habe ich auch noch in Wien oder Umgebung schon gesehen.
peterthomassuschny
22.09.2001, 23:00
Der VW-Campingbus wurde 1951 eingeführt, seine 2. Auflage erlebte er 1967. So berichtet der Straßengüterverkehr, die Innungszeitschrift für Fuhrwerker in Ö.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Frage an die Österreicher im Forum: Waren die Taxen bei Euch früher auch schwarz lackiert, falls ja, bis wann etwa?
peterthomassuschny
23.09.2001, 13:01
@Bobo
Du heißt wie einer meiner Lieblinge aus Fix und Foxi, der ewige Ausbrecher Bobo.
Die Taxis (so ist in Wien die Mehrzahl, aber ich habe die schon verstanden, keine Sorge, mein Vater hat den Mainzer Karneval immer dem Villacher Fasching vorgezogen, obwohl waschechter Wiener) waren bis ca. Mitte der 70er prinzipiell alle schwarz, die Verkehrspolizei hatte, wenn nicht auf Motorrädern sitzend und freundlich 'Weiße Maus' genannt, bis ca. 1977/78 nur VW-Käfer
(soll heissen, jene die normale Streife fuhren, für den Ernstfall hatten sie schon damals zugrkäftigere Fahrzeuge), die Kriminalpolizei hatte schon beim Überfall auf das Wiener OPEC-Büro im Dezember 1975 (weil ja im Vorjahr das 25-Jahr-Gedenken war und ein oder zwei Jahre vorher der Carlos gefaßt wurde, gabs das fast im Doppelpack zu sehen) mindestens einen Ford Taunus dem man sehen konnte, das Unfallkommando fuhr zum Beispiel meist weiße VW-Busse, heute haben sie auch ein oder zwei Transitbusse.
Das Überfallkommando, das auch bei Fußballmatches Randalierende kurz arretieren konnte, hatte die berühmten dunkelgrünen Busse (in Frankreich waren - das habe ich 1979 beobachtet - graue Citroen HY für diesen Zweck im Einsatz). Ein Schulfreund, der bis vor 2 oder 3 Jahren noch eher mit der Austria Wien verheiratet war, als mit Mädchen durch die Gegend zu ziehen (jetzt hat er doch endlich eine, also heiratet er wahrscheinlich bald nach seinem 40er), hat in den 70ern den lustigen Song drauf (vom Fußballplatz her), der nach unserem Knallroten Autobus (bei Euch Kli-Kla-Klawitter-Bus genannt): 'Fahr mit mit dem dunkelgrünen Bullenbus, bei uns hat jeder Platz, bei uns ist jeder Gast').
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
www.r60.net
Miniplii
25.09.2001, 15:16
Ja und wo ist der MINI? Dieses kleine, absolut geniale Konzept von A. Issignois?
Das sage und schreibe 41 jahre gebaut wurde? Und nicht zu vergessen John Cooper. Der Ex-Formel 1 Rennstallbesitzer der aus dem Mini den Cooper gemacht hat und gleich mal die Rallye Monte Carlo 3 mal gewinnen konnte.
Wer einmal einen gefahren ist, wird süchtig!
peterthomassuschny
25.09.2001, 20:25
@Miniplii
Nachdem mir der Anko schon untersagt hat, ständig mein Buch zu erwähnen, verrate ich Dir jetzt nicht, wo der Mini drinnen ist, allright?
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
www.r60.net
P. S. Vom BMW-Mini wird es sicher leider keinen Pick-up geben, schade.
peterthomassuschny
27.09.2001, 22:51
Neulich gesehen: Renault Kastenwagen der Type 'SAVIEM' (also noch ohne Renault Aufschrift), vorderer Mittelsitz ist nachträglich dazumontiert worden.
Ferner fahre ich öfters bei einem Spengler in Wien vorbei, der hat immer 3 Renault Estaffete-Kastenwagen vor der Türe stehen, genauso herzig wie der Taunus Transit FK 1200 und 1250, der Vorgänger des sogenannten 'Brillen'-Transits (Baujahre 1967 - 1977).
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
www.r60.net
Als vor ca.2 Jahren in Dortmund das Teilstück der B 236 von der B1 bis Schüren gebaut wurde, benutzte eine Baufirma ausschließlich Hanomag Henschel-Laster aus den 60ern (HS 14 und HS 16 hießen die - habe gerade in meinem Wiking-Modell-Katalog nachgesehen). Teilweise waren 8 Stück gleichzeitig im Einsatz. Ein skurriles Bild, denn selbst ich als Alt-Auto-Freak, der instinktiv alles bemerkt, was älter als 20 Jahre ist, habe diese LKW jahrelang gar nicht mehr gesehen.
peterthomassuschny
28.09.2001, 08:21
@Elwood
Für meinen Freund, den Oldtimerdoktor, bin ich vor 15 Jahren von einer Ersatzteilmesse in Tulln (ca. 25 Kilometer von Wien), die mittlererweile ein Klassiker sein soll (damals wars die allererste dort), fuhr ich einen gelben Hanomag Kurier, das ist ein Kleinlaster, da ich nur den normalen PKW-Führerschein besitze.
Den Hentschl kenne ich auch noch, es gab sogar eine ganz kurze Zeit einen Hanomag, der gemeinsam mit Mercedes gebaut wurde, der ist aber für mein Empfinden häßlich, irgendso ein alter Mercedes Kasten, war so um 1974 herum, den haben sie meines Wissens nach auch Hentschl genannt. Könnte aber auch ein Irrtum von mir sein, aber Hanomag stand auf jeden Fall oben.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Der Transporter, den Du meinst, wurde von Hanomag Henschel (die beiden Hersteller fusionierten irgendwann in den 60ern) als L 20 (Grundmodell) gebaut. Als Hanomag (wie schon häufiger in der Geschichte) in den 70ern zusammenbrach, übernahm Mercedes die Produktion. Der Wagen hieß dann Mercedes 207. Ende der 70er brachte Mercedes dann ein eigenes Modell heraus, z.T.auch unter der Bezeichnung 207.
Obwohl ich in Hannover aufgewachsen bin, bin ich in der Hanomag-Geschichte nicht so fit, daß ich sagen könnte, ob das Modell nun bei Hanomag in Hannover oder bei Henschel in Kassel gebaut wurde. Es kann auch sein, daß Mercedes es später im eigenen Transporterwerk gefertigt hat.
Die Konstruktion dieses Wagens geht sogar noch auf die Fa.Vidal & Sohn aus Hamburg (in den 50ern mit 'Tempo'-Lieferwagen bekannt).
Der L 20 sollte der Nachfolger des Matador werden.
Ein Freund von mir, der bei Mercedes arbeitete, sagte mir, daß der L 20, bzw.207 den Spitznamen 'Kußmaul' hatte.
PTS: Die Messe in Tulln soll gut sein, aber mir ist das zu weit.
peterthomassuschny
28.09.2001, 18:21
@Elwood
Tempo ist mir ein Begriff, wollte sogar noch 1984 das Vidal-Werk in H-Harburg besuchen, damals gab es dort eine eigene Schnellbahn-station, die hatten aber genau an diesem Tag das Werk endgültig geschlossen.
Tempo kenne ich aus dem Buch 'Was Kinder wissen wollen' von meiner Schwester, Südwest-Verlag, 1967.
Allerdings haben die auch arg gepatzt: war neulich für einen Kunden in Wien bei einem kleinen Opel-Fachhändler und Werkstätte, der hatte die genaue Entwicklung des Opel-Logos auf einem Plakat und das gelb-weiße wurde ja schon Mitte der 50er eingestellt.
Bezüglich Oldtimer: Tulln ist sowieso immer im Mai, würde Dir eher empfehlen, falls Du es schaffst, Ende November/Anfang Dezember
nach Wien zu kommen, das ist zwar zugegeben nicht näher als Tulln, aber lohnender:
1. Ein Freund von mir ist der Oldtimerdoktor, Link von www.r60.net zu seiner Homepage, der hat eine tolle Autosammlung von 1885 bis 1985, Schwerpunkt 50er und 60er, geht aber bis ca. 1985, auch historische Kindertretautos und diverse Sachen, ca. 25 km südlich von Wien.
2. Falls Dich Musik interessiert, läuft noch bis 9. 12. in Wien eine Fotoausstellung von Linda McCartney, die leider schon verstorbene Frau vom Ex-Beatle Paul, die in den 60ern und 70ern zahlreiche Popgrößen fotografierte.
3. Um diese Zeit kannst Du auch den Wr. Christkindlmarkt besuchen und das neue Museumsquartier ist auch schon eröffnet.
Tulln ist nicht schlecht, aber wie gesagt nur Autos und Du müßtest bis Mai warten.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Dank für den Tip, PTS, aber Ende November bin ich im Urlaub und habe dann keine freien Tage mehr übrig. Abgesehen davon finde ich es nicht prickelnd, bei dem miesen Novemberwetter diese endlose Strecke zu gurken (ca.1000 km ein Weg). Oldtimermäßig beschränke ich mich auf die wichtigsten Märkte (Herbst-Veterama Mannheim, Bockhorn, Antwerpen, Mechelen und die hiesigen in Recklinghausen und Hamm). Dann K 70-Veranstaltungen und die großen NSU-Treffen. Das muß reichen. Ich lebe nicht nur für meinen K 70.
@Elwood:
Hallo, der von Hanomag übernommene Wagen bei Mercedes hiess meines Wissens '206'. Der '207' war dann ein 'richtiger' Mercedes.
Grüße vom Bryan
(neuer PC!)
peterthomassuschny
29.09.2001, 11:56
@Hallo Bryan
Lange nichts mehr gehört, das mit dem Oldtimermuseum ist immer aufrecht, wenn Du in der Gegend von Wien bist.
Gestern wieder einmal gesehen: Triumph TR 6
Roadster und Puch 700 (= Kombi zum Puch 500, Bj. 1957 - 1973), die Grazer Variante des FIAT 600 mit eingenständiger Karosserie, es gab auch einige Sonderkarosserien und sogar das Rallyefahrzeug 650 TR ('Thondorfer Rakete' nach dem Werk in Graz-Thondorf).
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
peterthomassuschny
29.09.2001, 15:29
Heute lief am Vormittag in ORF 'Der Preis' 1963 mit Elke Sommer und Paul Newman. Die Schweden hatten auch schwarze Mercedes Taxis (HF-Fahrzeuge der Epoche entsprechend) und - bis 1967 - Linksverkehr mit Linkslenkung!
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
peterthomassuschny
02.10.2001, 08:23
Gestern gesehen: Kastenwagen FIAT 238 E.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Gehört der wirklich hierher? Ich hatte einen wunderschönen Fiat 238 E mit Hochdach als Wohnmobil-Ausbau, aber der war Baujahr 1979!. Deshalb wundert es mich, ob es die Baureihe wirklich schon so lange gibt.
Grüße vom Bryan
Sagt mal, wie heißt nochmal dieser sagenhafte Citroen... DX? SX? Ich meine den, der vorne so breit ist, hinten ein abfallendes Dach hat und bei dem man die Hinterräder nur zur Hälfte sieht. Ist der noch 60-er oder schon 70-er? Mein Onkel hatte so einen früher. Jedenfalls, dieses Auto finde ich sowas von geil! Ich interessiere mich ja Null für Autos. Aber immer wenn ich dieses Modell sehe (gibt's ab und zu noch), muss ich hin und genau angucken.
Viele Grüße
Zazie
Du meinst sicher den Citroen 'DS', die frühen Modelle firmierten auch unter 'ID'.
Grüße vom Bryan
peterthomassuschny
02.10.2001, 19:38
@Zazie
Das geile Auto heißt ID/DS von französisch DŽes, die Göttin (lach bitte nicht über die eventuell falsch gesetzten Akzente), gab es auch als Kombi und kenne ich sogar ein Kabrio davon in Wien, Baujahre 1955 - 1975, Nachfolger der 'Gangsterlimousine' Traction Avant (Citroen BL 11 und 15), der legendäre, meist schwarz lackierte Citroen der Bj. 1934 - 1955.
@An alle
Der neue Aston Martin (wird jetzt bei Ford gebaut) erinnert vom Kühlergrill und von den Lichtern trotz seiner Modernität an die DB 4/5 der 60er (James Bond!). Zum Lachen: im 20. hat eine Spengler und Lackierwerkstätte jede Menge Automarkenschilder und was steht dort Denis Brown (DB) Austin Martin, wie geschickt!
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Genau, DŽesse, DS heißt das geile Auto! Sieht auch als Cabrio super aus! Danke euch beiden!
@Honda: die Antwort kommt spät, aber sie kommt:
Der Geldscheintrick wurde u.a.beim Mercedes W 109 gemacht, dem 300 SEL 6.3. Das ist das S-Klasse-Modell bis 72, aber die Top-Version mit dem 6,3 Liter-Motor des großen 600er. Bei der nachfolgenden Baureihe, dem W 116 wurde im 450 SEL 6.9 der Motor sogar auf 6,9 Liter aufgebohrt (ein AMG-Satz mit 7,4 Liter gab es auch) - ich postete früher mal darüber.
Der Trick war der folgende: man lud einen unbedarften Beifahrer ein, steckte einen 100 DM-Schein hinter dessen Sonnenblende und gab Vollgas. Der Beifahrer durfte den 100er behalten, wenn er es schaffte, sich während der Beschleunigungsphase so weit nach vorne und oben zu beugen, um den Schein greifen zu können. Schaffte er es nicht, mußte er draufzahlen.
Niemand schaffte es übrigens, den Schein zu greifen.
Ich verspreche, ich werde es testen. Obwohl ich seit Jahren zur NSU-Szene gehöre, werde ich mir, wenn mal der Wohlstand ausbricht (Lebensversicherung o.ä.) einen 'Sechsdreier' kaufen. Der Wunsch bleibt immer im Hinterkopf. Mit Geduld und Beziehungen kann man so ein Ding im Top-Zustand für unter 30 000 DM bekommen. Allerdings sind Sprit und Wartung richtig, also wirklich richtig teuer.
Meine Eltern besaßen in den 60ern leider nur einen VW Käfer (schwarz). Weil mir beim Fahren leicht schlecht wurde, durfte ich in der Regel auf dem Beifahrersitz Platz nehmen. Das Fahrzeug hatte keine Sicherheitsgurte, wie die meisten damals.
Kann mich an Unfälle erinnern: Ein Käfer am Straßenrand, ein älterer Mann mit blutüberstömtem Kopf im Auto. Bei Unfällen ging's gleich mit dem Kopf gegen die Scheibe. Einmal während einer Urlaubsfahrt einen Mercedes 230 SL (Pagode) auf einem Acker neben der Autobahn gesehen. Trauriger Anblick: So ein schöner Wagen und dann so etwas. Mein Vater hat sich auf der Autobahn immer hinter einen Laster gesetzt, großer Sicherheitsabstand und dann mit Tempo 90-100 hinterhergefahren. Da konnte nix passieren, und angekommen sind wir immer.
Ich schaute mir gerne Autos an, auch das Innere. Um 1970 hatten einige größere Wagen Gurte, die nur um den Bauch gelegt wurden. Hat sich später wohl als gefährlich erwiesen.
Was das Tempo angeht, so wurde damals deutlich langsamer gefahren. Einmal zischte auf der Autobahn ein weißer Mercedes in Höllentempo an uns vorbei, da meinte mein Vater, offenbar sehr beeindruckt: 'Der fährt 200'.
1969-1971 haben wir jeweils im Sommer an der Nordsee (St. Peter) Urlaub gemacht und waren auf einem Bauernhof einquartiert. Die Großmutter fuhr einen weißen Mercedes. Auf dem Hof standen noch ihre beiden alten, stillgelegten Mercedes, auch weiß, ein Ponton und einer mit Heckflosse. Zusammen mit dem neuen waren da drei Generationen Mercedes versammelt.
Mit dem Käfer sind wir auch von Schleswig-Holstein in die Alpen gefahren. Die steilen Serpentinen zum Großglockner und Timmelsjoch bewältigte der VW mit seinem luftgekühlten Motor mühelos und ohne Klagen. Am Straßenrand manchmal Ford oder Opel mit aufgeklappter Motorhaube, unter der dicke Rauchschwaden gen Himmel zogen.
Bobo
peterthomassuschny
03.10.2001, 21:30
@Elwood
Ich kenne die Geschichte anders, beim AC Cobra mußte ein Passant von der Seite den Dollarschein schnappen, der hinter Scheibenwischer steckte (lt. Autorevue - Artikel irgendwo daheim in schlechter Kopie, nannte sich 'Schlangekunde - die AC Cobra Story', kann aber auch Markt gewesen sein).
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Heute was ganz lustiges gesehen, Kohlen-LKW in Pritschen-Form, Saviem-Man, vorher noch nie diese Kombination gesehen
peterthomassuschny
04.10.2001, 19:30
Den neuen Mini wird es doch vermutlich als Speedster und als Kombi geben, berichtet das deutsche Magazin 'Autobild', habe ich heute zufällig gesehen.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
www.r60.net
@PTS:
Was der 'neue' Mini mit den Sechzigern zu tun hat, ist mir schlicht schleierhaft. Alleine das Wort 'Mini' rechtfertigt meines Erachtens einen Eintrag nicht, sonst könnte ich unter der Rubrik 'Autos der zwanziger Jahre' (wenn es sie gäbe) munter über die neuesten Mercedes-Modelle berichten,nur weil es Mercedes ja auch in den Zwanzigern schon gab.
Zusammenhang!
Grüße vom Bryan
peterthomassuschny
05.10.2001, 19:32
@Bryan
Irgendeinen Strang habe ich genannt: 'Die 60er, ein immer aktuelles Jahrzehnt' und dort hätte eine Neuauflage des legendären 60er Minis hineingepaßt, da hast Du recht.
Bloß: hier liest der Spleen nicht, weil er sich nicht für Autos interessiert. Schaue ganz kurz auf meinen Gratulationsstrang zum World Wildlife Fund, da versucht er wieder einmal Scherze loszuwerden, die halt keine sind. Wenn hier einmal was ordentlich subtiles kommt, wie es der Murmel oder der Ignaz Wrobel machen, ˆ la 'Was der Hitler war ein N a z i ? Echt? Wann ist denn der beigetreten?', dann werde ich das irgendwie witzig finden, aber nicht dieses Krampfgeblödel, da ist jeder Ottofilm Gold dagegen und ich setze mich freiwillig zum Hans Moser oder Heinz Erhardt, ich hoffe diese Erklärung reicht.
Beste Grüße und wenn Du einmal mit ein paar Leuten zum Oldtimerdoktor willst, laß es mich rechtzeitig wissen.
'Mr. Roaring Sixties'
@PTS:
Danke für das Angebot mit dem Oldtimerdoktor. Werde zu gegebener Zeit (nicht vor nächstem Jahr) darauf zurückkommen.
Den Rest habe ich aber wirklich nicht verstanden. Ich bat u.a. um Zusammenhang. Den kann ich hier nicht erkennen. Was hat der Spleen mit Hitler zu tun, oder der Murmel mit Hans Moser?
Ignaz Wrobel ist ein Pseudonym für Kurt Tucholsky; und der war ein entschiedener Gegner jedweder Art von Zensur!
Grüße vom Bryan
P.S.@PTS:
Ich hab«nochmal nachgedacht und bin zu folgendem Ergebnis gekommen: 'Witzig' kann ich überhaupt nicht finden, daß sich jemand Gedanken darüber macht, ob der Hitler ein N A Z I gewesen sein mag oder nicht. Ich denke, daß für die armen Opfer der Hitler-Barbarei solche Überlegungen der reine Hohn sind!!!
Grüße, nochmals vom Bryan
peterthomassuschny
06.10.2001, 10:48
@Bryan
Um hier jegliche Mißverständnissen vorzubeugen, drei von vier meiner Großeltern wurden wegen ihres Glaubens ermordet, vermutlich vergast. Nur der Vater meiner Mutter, Dr. Sigmund Saul Pistol hatte die Gnade, schon 1931 einem Herzinfarkt zu erliegen, sonst wäre der k & k Offiziersarzt genau von jenen (oder deren Söhnen) ermordert worden, die er zwischen 1914 und 1918 an der Italienfront zusammengenäht hatte.
Mir ging es rein um den Witz der Definition, sonst überhaupt keinen Grund, den Hitler zu beschönigen. Seine einzige positive Einrichtung war ein Groß-Wien mit 26 statt 23 Bezirken, wäre das heute noch so, hätten wir heute bessere öffentliche Verkehrsverbindungen in die Umlandgemeinden Wiens, die Bezirke lauteten damals: 21, Floridsdorf (gleichgeblieben), 22, Groß-Enzersdorf, 23, Schwechat, 24, Mödling, 25, Liesing (= heute 23) und 26, Klosterneuburg. Das wurde aber 1957 abgeändert, 22, 23,, 24 und 26 sind eigenständige Gemeinden und wir ersticken schön langsam im Büropendelverkehr der Umlandgemeinden.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Ich habe grade ein paar Fotos gesehen und plötzlich fiel es mir wieder ein: Schwimmautos! Amphibienfahrzeuge! So etwas muss es in den 60-ern und frühen 70-ern in Deutschland gegeben haben. Autos, ziemlich hoch gebaut, mit einer Art Propeller hinten dran. Ich meine, als sehr kleines Kind habe ich so einen Wagen auch mal im Wasser gesehen. Jedenfalls, es sieht aus, als würden diese Dinger in den USA wieder Mode.
Auch gab es damals Spikes-Reifen, die dann aber aus irgend welchen Gründen wieder verboten wurden.
Viele Grüße
Zazie
@Zazie, Du meinst wohl das Amphicar. Es gab seit den 30ern verschiedene Schwimmfahrzeuge, u.a.zu Kriegszeiten auch einen VW, aber das Amphicar ist das bekannteste Modell. Für Details müßte ich nachlesen, aber es wurde in den frühen 60ern in Berlin gebaut. Der Motor war vom englischen Triumph Herald. Der Hersteller peilte besonders den US-Export an, aber die Kapitaldecke reichte nicht, so daß die Firma irgendwann in den 60ern wieder schloß.
Ach so, Spikes-Reifen waren in Deutschland bis zum 1.1.75 erlaubt, dann nicht mehr, weil die Straßen (wenn kein Eis war), zu sehr beschädigt wurden. Außerdem hieß es, daß bei höherer Geschwindigkeit die Reifen kaputtgehen würden, weil Metall und Gummi verschiedene Temperaturen während des Abrollens entwickeln. Natürlich war auch der extrem verringerte Bremsweg (ohne Eis) ein Thema.
Erlaubt sind sie in Winterzeiten heute noch in Skandinavien und in Österreich (Dein Auftritt, PTS).
Was das Schnellfahren angeht, so meinten schwedische Freunde von mir, daß das alles kein Problem sei. Sie würden (illegalerweise natürlich) auch mal 140 mit Spikes fahren und bislang sei ihnen noch kein Reifen um die Ohren geflogen. Na ja, wer's mag.
Johnny Harms
16.10.2001, 23:54
Infos zum Amphicar gibt es bei <A HREF='http://www.automarken.net/modelle/amphicar.shtml' TARGET=_blank>http://www.automarken.net/modelle/amphicar.shtml</A>
Das Teil hatte zwei Schrauben!
Für Spikes war die Geschwindigkeit auf 100km/h beschränkt. Das musste mit einem Aifkleber am Heck kenntlich gemacht werden. Die Schäden, die die Spikes auf den Straßen anrichteten waren wirklich enorm. Es bildeten sich überall Spurrillen und weil es bei uns mehr regnet als schneit, war die Gefahr durch Aquaplaning sehr groß. Von den Kosten für die Allgemeinheit für die Straßenerneuerung wollen wir garnicht sprechen.
Die Spikes wurden in Winterreifen eingeschossen. Bei höherer Geschwindigkeit war die Gefahr, dass sie sich aus der weicheren Wintermischung lösten, sehr groß. Geschichten von Spikes in der Scheibe des nachfolgenden Wagens sind oft wahr, die von durchschlagenen Tank mit folgendem Brand eher mit Vorsicht zu genießen.
Johnny zu der Zeit im Mittelgebirge zuhause
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Und wenn sie Freizeit haben, dann hüpfen sie!
peterthomassuschny
17.10.2001, 20:44
@Zazie
Das Amphicar steht seit 2. 9. auf meinem 'Strandflitzer und andere lustige Autos'-Strang.
@Elwood
Spikereifen sind bei uns nach wie vor erlaubt, aber nachdem ich noch nie mit 'Genagelten' gefahren bin, kann ich Dir nicht viel dazu schreiben.
Interessanter wäre für mich Eisspeedway mit Spikes aber eher nur zuschauen, ich möchte nicht den Rest meines Lebens im Rollstuhl verbringen.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
peterthomassuschny
18.10.2001, 21:13
In der Nähe des Pfadiheims steht ein Triumph GT 6, so eine Art Spitfire-CoupŽ, was ich weiß ein 6-Zylinder-Fahrzeug, wie es sich für ein altes Auto gehört mit schwarzen Nummertaferln.
Es stand ja - um einen alten Kalauer zu gebrauchen - schon in der Bibel: Jesus zog mit Triumph nach Jerusalem ein.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
peterthomassuschny
29.10.2001, 19:42
Zu meinem seinerzeitigen Triumph 2000 Mk II (Baujahre ab 1969) gab es auch einen Kombi, heute so einen gesehen.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
www.r60.net
peterthomassuschny
30.10.2001, 20:49
Heute war ich bei der österr. Lada-Generalvertretung ein Kuvert liefern, habe mich mit dem einen Herrn kurz unterhalten und freue mich, doch recht gehabt zu haben:
die ersten Ladas waren auf Basis FIAT 124 und ab 1968 (in Ö z. B. ab 1971 käuflich).
Togliatti heißt tatsächlich die Stadt, also habe ich es richtig in Erinnerung, daß die ab ca. 1966 dort das Werk bauten.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
www.r60.net
Die frühen Ladas waren fast völlig identisch mit dem Fiat 124 Standardmodell (nicht Special), hatten (wenn ich mich nicht irre) nur eine stärkere Heizung und einen robusteren Motor, nicht wie einige 124-Modelle doppelte Nockenwellen. Von außen konnte man die Modelle nur an den Typenschildern unterscheiden. Lada bot auch einen Kombi an, den es bei Fiat nie gegeben hat.
Dagegen ist der Polski-Fiat, ebenso wie der große Zastava aus Jugoslawien auf Basis des Fiat 125, der ursprünglich bei Fiat etwas über dem 124er stand. Die ersten Modelle waren optisch auch identisch mit dem Original.
Togliattigrad, die Stadt, wo das Lada-Werk steht, wurde nach einem italienschen Kommunisten benannt (in der Stalinzeit?).
peterthomassuschny
31.10.2001, 07:30
@Elwood
Ich glaube die Polski FIAT heissen seit einiger Zeit 'Polonez', oder meine ich da ein anderes Auto? Müßte eine bei uns bei den Pfadfindern fragen, deren zwei Söhne auch bei den Wölflingen sind.
Togliatti sagt mir nichts, bekannt ist mir nur der Mateotti, der wurde unter Mussolini hingerichtet, weil
a) meine Schwester einige Zeit ein eigene Ordination in Wien 16 am Mateottiplatz hatte
b) ich um diese Zeit herum auf einem großen Gemeindebau der Zwischenkriegszeit in Wien 5 ein Bild Mateottis sah (also eine kleine Skulptur) und dort stand, wer das war.
Um die Ecke vom Mateottiplatz sind übrigens die zwei deutschen Kommunisten Karl Liebknecht und die 'Rote Rosa', die Frau Luxemburg verewigt.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Der Polski Fiat 125 ist das alte Stufenheckmodell, der Polonez(Schrägheck) kam Ende der 70er heraus und hat den 125er über ein paar Jahre hinweg abgelöst und wird heute noch gebaut. Alles technische, was unterm Blech ist, stammt noch vom Urmodell - eine Möglichkeit, heute noch 60er-Jahre-Technik zu fahren. Nach Deutschland (auch DDR vor der Wende) wurde der Polonez nie offiziell exportiert, beim 125er hat es mal zaghafte Versuche Anfang der 70er gegeben.
Was Togliatti angeht, habe ich mal gelesen, daß es irgendein ital.Kommunist war. Mehr weiß ich auch nicht.
Hör auf mit Liebknecht und Luxemburg. Ich kriege das kalte Kotzen, wenn ich an die Ostzone denke (politisch korrekt: die fünf neuen Bundesländer). Diese PDS-wählenden Zonentrottel-Alt-Stasis, die immer noch nicht die Kurve gekriegt haben, haben heute noch in fast jeden Kuhkaff diese mutwillig auf Sozialismus getrimmten Straßennamen behalten. Widerwärtig.
peterthomassuschny
01.11.2001, 11:04
@Elwood
Ich schreibe jetzt einen neuen Strang, weil mir das auch schon zu lange dauert, das Aufblättern.
pts
e-online
29.12.2005, 20:12
Hallo,
ich antworte auf einen uralten thread, weil mich eine Information darin sehr interessiert: es hiess dort, dass ein gewisser "Tibor" Mitte/Ende der 80er ein Ford OSI 20mTS Cabrio gefahren hat. Wer hat da irgendwelche weitere Informationen über Tibor bzw. sein Auto? Alles interessiert mich brennend.
Ach übrigens: der allereste Tatort von 1970 hiess "Taxi nach Leipzig" und darin hatte der Kommisar Trimmel (nicht Kressin, der kam erst 1971!) mit seinem Ford 17m/P3 eine Panne vorgetäuscht, um in der DDR ermitteln zu können ;-)
Gruß
e-online
Johnny Harms
29.12.2005, 22:51
guckst du Coupé:
http://www.capri.pl/photo/8/6/42ada2f86c386.l.jpg
Johnny
Sorry, e-online, von einem Osi-Cabrio habe ich noch nie etwas gehört. Gibt es Fotos oder ist Näheres bekannt?
e-online
31.12.2005, 09:47
Also zumindest kenne ich ein Exemplar. Das restauriere ich gerade. Hier eine Pressebild von dem Auto http://www.wannenglueck.de/Unsere_Fahrzeuge/Ford_OSI_20mTS/OSI_Pressebilder/Pressebild_OSI_Spider_1.jpg
Leider sieht das Auto heute eher schlimm aus, obwohl es nur acht Jahre gefahren wurde. Da es aber 1967 nur für die Turiner Messe gebaut wurde, war Rostschutz leider kein Thema gewesen.
Von daher war ich ja so interessiert daran, weitere OSI Cabrio Fahrer kennen zu lernen.
Und "peterthomassuschny" erzählte in diesem thread, dass ein gewissen Tibor in Wien ein OSI Cabrio fuhr. Aber vielleicht war das ja auch "nur" ein Coupe.
Gruß
e-online
peterthomassuschny
Hätte ich das vorher gewußt, daß Du Ford M-Fan bist, hätte ich die beiden 70er-Jahre-Postkarten aus Bad Oeynhausen, auf denen ein P3, ein P5 und ein P7 zu sehen waren (aus Omas Nachlaß), Dir geschickt. Jetzt hat sie der Alex Weinen.
In RO 80-Kreisen schlagen gerade Wellen wegen des Nachlasses eines Bastlers aus Süddeutschland hoch, der vor kurzem versteigert wurde, was jedoch anscheinend kaum jemand aus der Szene mitbekommen hat. Dieser besagte Bastler war in den 70er darauf spezialisiert, RO's mit verreckten Motoren auf Ford V4 umzurüsten und hat deshalb Dutzende RO 80 mit toten Maschinen zusammengesucht. Irgendwann ließ er diese Arbeit ruhen, so daß die bevorrateten RO's für ein Vierteljahrhundert in der Vergessenheit (und im Gammel) versanken.
Die Erregung der RO-Leute darüber, daß der allergrößte Anteil dieser Wracks wegen Interesselosigkeit der Auktionsbesucher kürzlich eingestampft wurde, ist mit "grotesk" noch gelinde umschrieben - es gibt doch tasächlich Clowns, die den Club beschimpfen, weil dieser nicht alles aufgekauft habe.
Eigentlich sollte sich nach Betrachtung der Fotos (www.nsu-ro80.nl) jedes Mütchen abgekühlt haben, jedoch ist dies bei ein paar Hysterikern nicht der Fall.
Von den Ford-Motoren sollen noch ein paar verwahrt worden sein.
Bergmann
31.12.2005, 22:51
Der RO 80 war damals ein unerfüllbarer Traum von mir. Als schwachen Ersatz, sie möge es mir verzeihen, legte ich mir eine Julia zu, also Alfa Romeo, 1977. Genauso Pannenanfällig wie der RO 80, ansatzweise so exotisch, vielleicht etwas erotischer, aber bei weitem nicht so innovativ. Ach Gott, was waren das Zeiten. Manta und Capri, Opel GT und NSU TT, u.s.w. Welche Autos kann man den heute damit vergleichen?
Johnny Harms
01.01.2006, 14:13
Nichts,
noch nicht einmal meinen Erdgas-betriebenen Kangoo ;-)
Johnny
früher war mehr Rost
@Bergmann: zumindest heute ist ein RO 80 nicht unerfüllbar. Alte Alfas sind teurer. Es ist ein unausrottbarer Mythos -kräftig befördert von den RO 80-Eignern- daß ein RO eine kostbare, seltene Pretiose ist, deren Bewegen einer exclusiven Schar von Erlauchten und Erleuchteten vorbehalten sein sollte.
Grober Unsinn. RO 80 sind gut beschaffbar und die Preise auch für beste Exemplare sehr niedrig. Sogar Wünsche wie Baujahr, Farbe und Ausstattung können verwirklicht werden.
Bei der Teilebeschaffung stellt sich jedoch das o.g.Problem. Ersatzteile sind genug vorhanden, jedoch hat der ausgeprägte Standesdünkel eines Großteils der RO 80-Gemeinde zu einer entsprechenden Kalkulation bei den Ersatzteilhändlern geführt. Dieses Etepetete-Getue, gepaart mit neidvoller Eigenbrötlerei, macht die Beschaffung außerdem nervig und mühsam.
Dabei steht einem RO 80-Besitzer dieses Gehabe wahrlich nicht zu. Dafür ist ein RO einfach zu billig und zu häufig. Heckflosse, Isabella und Giulia sind erheblich teurer, ein Audi 60 oder K 70 viel seltener und Teile für z.B.einen Goliath, Glas V8, Glas 1700 der beliebige Ford-Modelle (der Brand von 1977 wirkt heute noch nach) weitaus schwerer zu beschaffen.
Dieses nervige Gehabe der RO 80-Eigentümer -ich kenne mich seit 15 Jahren in der Szene aus- haben dazu geführt, daß mein Zweit-Oldie (ich bin derzeit gerade auf der Suche) kein RO 80 werden wird.
...ein RO-Kauf wäre meiner Freundin jedoch leichter zu vermitteln. Derzeit befasse ich mich in mühseliger Kleinarbeit damit, ein wenig Akzeptanz für die (m.E.) sinnvolle Notwendigkeit zu erschaffen, 51mkg bei 2800/min käuflich zu erwerben.
Johnny Harms
01.01.2006, 23:15
..und das wäre?
Johnny
Leider bin ich nicht in der Lage, einen Link zu legen, daher der Klarname: Mercedes 300 SEL 6.3
Think BIG
Johnny Harms
02.01.2006, 23:36
Also sowas:
http://www.steenbuck-automobiles.de/images/A_130_mercedes_benz_300sel_sel_6_3/DSCN5175_h200_2q.jpg
http://www.steenbuck-automobiles.de/images/A_130_mercedes_benz_300sel_sel_6_3/DSCN5189_bh200.jpg
Pas mal!
Johnny
Johnny Harms
03.01.2006, 22:34
Dann mach dat
und wir fahren beim nächsten Treffen damit.
Getreu unserem Lebensmotto:
Zwar über unseren Verhältnissen aber noch nicht einmal annährend standesgemäß
Johnny
Johnny Harms
03.01.2006, 22:54
eine Vorstellung:
damit schön langsam auf dem Ringstraßencorso!
Und lächelnd sagen: gift di net, is a Hetz!
Johnny
Hmm, Corso fahren (heute sagt man "cruisen") macht mit einem "Sechsdreier" optisch und akustisch wenig her. Das Ding sieht nicht viel nach was aus -alter Benz eben- und blubbert auch nicht so guttural wie ein US-V8.
Die Beschleunigung ist der wahre Kracher daran. Auf gerader (und trockener) Bahn den Hintermann ein wenig drängeln lassen (gerne smarte Business-People in Xenonlicht-BMW's, junge Muselmanen in ebensolchen bayrischen Fabrikaten -jedoch tiefer, zweitüriger und holzlenkrädriger - oder auch aufstrebende Landmaschinenmechanikerlehrlinge mit starken Legasthenieansätzen nebst Bäckereifachverkäuferin im Corsa/Polo/Fiesta oder ähnlichem Kleinmüll) - und dann die Kuh fliegen zu lassen.
Und beim Ringstraßencorso mache ich nicht mit. Ich bewege mich prinzipiell nicht als Kraftfahrer in einem Staat mit treuer k.u.k.-Gesetzgebung - dorthin, wo allein die vermeintlich radarscharfe Auffassungsgabe eines Wachtmeisters ausreichend ist, Verwarnungsgelder wegen zu schnellen Fahrens verlangen zu dürfen.
boah, das ist ja der gipfel - soviele vorurteile in einem einzigen posting. ich...ich...ich... nein, ich reg mich nicht auf. dennoch ist diese art des schwarz/weiss-schubladendenkens für mich nach wie vor unfassbar.
Na ja nun, mein täglicher Weg zur Arbeit und zurück beläuft sich seit meinem Umzug auf 134 km - und bei aufmerksamer Beobachtung der anderen Verkehrsteilnehmer sowie deren Fahrzeugen und deren Verhalten ist es wirklich erstaunlich, wie viele Stereotype und Vorurteile sich immer wieder bestätigen. Die vorgenannten sind noch nicht einmal die einzigen. Das könnte noch erheblich ausgeweitet werden, etwa unter Berücksichtigung von regionalen, gar streckenbezogenen Besonderheiten. So ist das Auftreten von obercoolen yuppieähnlichen Besserverdienern im Großraum des Dorfes mit D (A 3!) besonders massiv, wogegen die A 42 eine reine Unterschichten- und Zuwandererer-Rennstrecke ist - die Stadtteilnamen auf jeder einzelnen Ausfahrt-Tafel sorgen dieser Trasse für mittelschwere Gruselattacken beim halbwegs ortskundigen Vorbeifahrer.
Mal ganz im Ernst: das mit der Legasthenie ist mir bei meinen vielen Ebay-Deals extrem aufgefallen: wer ein Autotuning-Freak ist, hat mit mindestens 80%iger Wahrscheinlichkeit Schwierigkeiten mit der Orthografie. Von meinen über tausend abgewickelten Auktionen betrafen bestimmt 150 diesen Bereich. Das reicht ja wohl für repräsentavie Beobachtungen.
P.S. @Doc: zumindest im Ruhrgebiet bist du mit einem tiefergelegten 3er BMW mit dicken Schluffen und Holzlenkrad ein für alle mal abgestempelt, noch unverrückbarer als früher mit einem Manta.
Um auf die 60er Jahre zurückzukommen: damals waren die Vorurteile noch zementierter. Wehe, du warst nicht in einer Geschäftsführer-Position o.ä. tätig und fuhrst einen schwarzen Mercedes! Es gehörte sich nicht, einen Kombi zu fahren, Anhängerkupplungen waren auch nicht en vogue (denk an den Ausdruck "Schweinehaken"). Selbst die Größe des Fahrzeuges wurde aufmerksamst registriert und eine entsprechende Schubladeneinteilung vorgenommen.
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