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Vollständige Version anzeigen : Formel I (und andere Automobilrennen)


Johnny Harms
27.08.2001, 04:18
Alle, die etwas zur Formel I oder zu anderen Autorennen zu schreiben haben, sollen das bitte hier tun.
Auch Motorradfreaks, sind mir willkommen.
Johnny

peterthomassuschny
27.08.2001, 19:11
An der mittlererweilen 9. Ennstal-Classic
hat unter anderem auch wieder Sir Stirling
Moss teilgenommen, Frage an die Experten, ist der noch 1960 oder 1961 gefahren?
Wenn nicht müßten wir doch endlich ein 50er-
Forum aufmachen.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'

Johnny Harms
27.08.2001, 23:55
Stirling Moss, der beste Rennfahrer, die nie Weltmeister wurde fuhr sein letztes Formel I-Rennen Ostern 1961 in Goodwood. Dabei verunglückte er mit seinem Lotus schwer, war tagelang bewußtlos und lange Zeit halbseitig gelähmt.
1962 fuhr der diese Strecke noch einmal in einem Privatrennen und erklärte dann seinen Rücktritt.
<A HREF='http://www.motorsportshalloffame.com/halloffame/1990/Stirling_Moss_main.htm' TARGET=_blank>http://www.motorsportshalloffame.com/halloffame/1990/Stirling_Moss_main.htm</A> ist sein Eintrag in die Hall of Fame
(Beitrag wurde von Johnny Harms am 27.08.2001 um 21:56 Uhr bearbeitet.)

peterthomassuschny
28.08.2001, 19:54
Die heute A 1-Ring (nach dem Hauptsponsor, der heimischen Mobilkom) benannte Rennstrecke nahe Spielberg, Zeltweg, der Österreichring, wurde Mitte der 60er umgebaut. Der erste Formel I GP fand noch 1964 auf der historischen Flughafenstrecke statt. Zeitgleich mit dem Ö-Ring wurde Anfang 1970 auch der Salzburg-Ring fertig, das Rennen um die F 1 ging aber an die Steirer, einige Zeit war sogar J. R. als Ringdirektor geplant, hat sich aber schon vor seinem plötzlichen Tod in Monza wieder zerschlagen.
Das Eröffnungsrennen gewann ursprünglich Masten Gregory, Jochens Co beim sensationellen Sieg auf Ferrari LM 250 beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans 1965, er wurde aber später disqualifiziert. Masten ist leider vor einigen Jahren an Krebs gestorben, was gerade für ihn ganz untypisch war. Bevor er nämlich 1965 Le Mans gewann, hatte er einige Unfälle deshalb überlebt, weil er sich noch rechtzeitig aus dem Auto hinausstürzte, was ihm den Spitz-namen 'Katastrophengregory' eintrug. Im
Buch 'Einer von Ihnen: Jochen Rindt', 1967 von Heinz Prüller herausgegeben, ist ein Bild von Masten: erinnert irgendwie ein bißchen an Woody Allen, muß wirklich ein origineller Mensch gewesen sein.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'

Johnny Harms
28.08.2001, 21:37
Bitte, schau, du hast schon zwei Stränge für den Jochen Rindt.
Bitte lass uns einen, in dem wir von anderen Rennfahrern schreiben können.
Bist so lieb,ja?
Danke.

peterthomassuschny
28.08.2001, 23:04
@Genosse Johnny
Das tut mir leid, ich wollte eigentlich nur über den Ö-Ring und den Masten Gregory schreiben, dabei hat sich der Mainzer Mann hineingemischt, ich habe mich aus Tarngründen sowieso bemüht, einmal J. R. zu schreiben, in der Hoffnung, irgendjemand verwechselt ihn mit dem aus Dallas und denkt sich, nachdem es ja hier um die 60er geht, er schreibt über Larry Hagman in 'Bezaubernde
Jeanny'. Ich habe mir aber den 10. 9. 61 schon vorgemerkt und da werde ich über wen anderen berichten, ich weiß auch nicht, warum der (Karl-) Jochen da immer hineingerät.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
P. S. Das nächste Mal schreibe ich, der Masten Gregory hat 1965 in Le Mans gewonnen, über dem Beifahrer ist nichts näheres bekannt, gut?

peterthomassuschny
29.08.2001, 19:19
Der erste Österreicher in der F 1, nein, falsch Johnny, war der Wiener Reisebürobesitzer Dr. Kurt Barry, das Reisebüro heißt auch noch nach 37 Jahren 'Kuoni - Dr. Barry'. Wer von ihm sein erstes F 1 Auto kaufte, verrate ich hier nicht und leider verstarb Dr. Barry im Feber 1964 durch einen Autounfall auf dem Heimweg vom Wiener Opernball.
2 weitere Akademiker gab es in der F 1:
Der allererste Weltmeister 1950, Dr. Nino
Farina, 1966 tödlich verunglückt ebenfalls bei einem Privatautounfall in Südfrankreich,
der zweite maturierte 1960, ist Kinderarzt, fuhr so um 1971/72 kurz F 1, bis ihm ein
Stein durchs Visier schlug und ein Auge kostete. Sein Namen ist Dr. Helmut Marko, er ist Grazer und wer sein guter Freund war und noch berühmter wurde, verrate ich ebenfalls nicht, zu seiner akademischen Ehrennrettung sage ich nur: nach der Matura studierte er ein Semester auf der Hochschule für Welthandel in Wien, heute Wirtschaftsuni.
Ob ich in posthum 'Kollege' nennen darf?
Habe ein paar Prüfungen mehr dort gemacht.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'

Johnny Harms
30.08.2001, 03:30
Das ist lieb, dass du mir das erzählst. Aber ich bin halt fast 20 Jahre älter als du und ein Motorsportfan seit klein auf.
Und das, obwohl die erste Fernsehsendung, die ich überhaupt gesehen habe, eine Übertragung des LeMans Rennen von 1955 war, bei den 84 Menschen starben.
Ich bin übrigens Rudolf Caracciola und Elly Beinhorn, der Frau Bernd Rosenmeyers, begegnet.
So, genug geprahlt http://www.alles-bonanza.de/ubb//wink.gif
Johnny

peterthomassuschny
30.08.2001, 21:52
Solang Du nicht behauptest, dem Rosemeyer selber begegnet zu sein, glaube ich durchaus, daß Du seine Witwe getroffen hast!
Der Wiener Carlo Arbarth ist mir heute eingefallen, der ist selber zwar nicht F 1 gefahren, sondern nur Rallyes, ist aber einer der bekanntesten Autoveredler der 60er in Italien geworden (z. B. FIAT 600, Autobianchi).
Beste Grüße
und Viva Carlo!
'Mr. Roaring Sixties'

peterthomassuschny
06.09.2001, 21:17
Weil auch er auf dem gestern von mir wieder gesehenen Video (eine Reportage vom jungen Teddy Podgorski 1970 in 'Sportpanorama') zum Thema Rennsport Stellung nahm und 1970 nach dem 24 Stunden Rennen von Le Mans zurücktrat, was wurde eigentlich aus Hans Herrmann? Leider 1971 in Brands Hatch beim Race of Champions verbrannt der sympathische Schweizer Jo Siffert, der 1971 den 2. GP auf der damals noch neuen Österreichringstrecke einsam gewann. Jo war auch in diesem Video und viele freundliche Gesichter von damals John Miles, Jack Brabham, Denis Hulme, Rolf Stommelen (lebt der noch?), Jackie Stewart, Jacky Ickx, Francois Cevert und Jochens Stallkollege bei Cooper 1964-67, Bruce McLaren.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'

Elwood
08.09.2001, 00:13
Prahlen kann ich auch: auf der Rückseite meines Führerscheines habe ich Stirling Moss bei der Eifel-Classic 1996 unterschreiben lassen (Walter Röhrl auch).

Johnny Harms
09.09.2001, 03:58
Hans Hermann ist heute 73 Jahre. Er fuhr von 1953 bis 1966 Formel I Rennen. Seine beste Saison hatte er 1954 mit dem 6. Rang in der Gesamtwertung. Er fuhr er 1954 und 1955 mit Fangio und Moss im Mercedes-Team. Für Maseratti fuhr er 1957 und 1958 und für Porsche er 1960 und 1961 in der F1.
Am erfolgreichsten war er als Sportwagenfahrer, zumeist auf Porsche. U.a. gewann er die 24 Stunden von Le Mans, die Carrera Panamericana, die Mille Miglia, die 12 Stunden von Sebering, die Taga Florio und die 1000km auf dem Nürburgring.
Zu seinem 70. Geburtstag erschien eine Biographie, die er mit Helmut Sohre verfasst hatte, unter dem Titel Ich habe überlebt.
Rolf Stommelen fuhr von 1970 bis 1978 53 Grand Prix. 1970 kam er auf Brabham im Österreich auf den 3. Platz. R.Stommelem verstarb 1983 beim einem Sportwagenrennen in Riverside

peterthomassuschny
09.09.2001, 11:41
Apropos Stommelnes 3. Platz in Spielberg/Zeltweg: Der GP von Österreich 1970, der erste auf der neuen F I-Strecke, der von Jacky Ixck verdient gewonnen wurde (nachdem der hier namentlich Johnny zuliebe nicht erwähnte Lokalmatador nach längerem, etwas erfolglosen Match im Pulk auf dem 4. Platz liegend mit Motorschaden ausfiel) schrammte übrigens (was eben durch den Glanz der beiden Hauptkontrahenten, dem Lokalmatador und seinem 3 Jahre jüngeren belgischen Kontrahenten, dem Vizeweltmeister der Jahre 1970 und 1972 überstrahlt wurde) haarscharf an einer Katastrophe vorbei: der im Jänner (Januar) 1971 durch seine Dummheit, einen liegengebliebenen Boliden quer über die Rennstrecke zu schieben, was den Italiener Ignazio Giunti das Leben kostete, bekannt gewordene, ewig unbeherrschte Frazose Jean Pierre Beltoise, fuhr einfach bei rot aus der Box und rammte fast zwei nachkommende Autos. Was ist eigenltich aus dem Psychopaten geworden, hat man den irgendwann zurecht lebenslang für diesen Sport gesperrt?
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'

peterthomassuschny
10.09.2001, 09:14
40. Todestag des unvergeßlichen Wolfgang Graf Berghe von Trips (so, ich hoffe, den habe ich jetzt richtig geschrieben). Trips verunglückte tödlich in Monza, nachdem er mit Jimmy Clark (oder umgekehrt) kollidiert war und sich sein Ferrari überschlug.
Phil Hill (nicht verwandt mit Graham Hill,
dem Vater Damon Hills, der ein Jahr später Champion wurde) wurde Weltmeister, der einzige Amerikaner aus Mario Andretti 1978.
Jetzt haben wir nach Peterson den anderen posthum gekrönten Vizeweltmeister.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'

peterthomassuschny
22.09.2001, 10:06
Auch bei der Ennstal-Classic (da ich gestern die Straßengüterverkehr-Fachzeitschrift erhielt und die haben seit ca. einem Jahr immer eine Oldie-Seite) der 74-jährige Weltmeister von 1964 (und vorher Motorrad-weltmeister) John Surtees.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'

peterthomassuschny
09.12.2001, 11:28
Bernie Ecclestone hat den Ö-Ring als F 1-Strecke, wie gestern in der "Zeit im Bild" verlautbart, bis 2006 verlängert.
Bezug zu den 60ern? Ja, Bernie war ein Freund des großen Deutsch-Österreichers und Spielberg wurde in der 2. Hälfte der 60er (und dann in der 2. Hälfte der 90er erneut) umgebaut.