Vollständige Version anzeigen : Schriftsteller und Bücher aus den 60ern
peterthomassuschny
22.09.2001, 16:39
Laut Wiener Zeitung von 21., 22. und 23. 9. erlaubt sich Ephraim Kishon nach 40 Jahren darauf hinzuweisen, mit dem Schreiben aufhören zu wollen, er hat dies aber schon einige Male getan, er hat selber zugegeben, an einen Raucher zu erinnern, der immer nach einem halben Jahr wieder zur Zigarette greift.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Wer erinnert sich an die Romane von Eric Malpass? 'Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung' ist ja sogar verfilmt worden, bezeichnenderweise in Deutschland. Die Bücher spielen alle in England, waren aber so klischeebritisch , dass sie in GB nie zum großen Erfolg wurden...
peterthomassuschny
23.09.2001, 12:37
Erinnere ich mich bestens, da gerade gestern meinen Sammelband aus 71, wo ein Bub (vermutlich der Filmdarsteller) beide Gaylord-Romane in Händen hält: 'Morgens um 7...' bzw. 'Wenn süß das Mondlicht ...' für mein Buch gescannt habe.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
P. S. War besonders lustig, die Einleitung im 'Morgens um 7 ...', wie Gaylord einen Vorhang öffnet, bei ihm klingt es immer wie eine Maschinengewehrsalve.
Hübsch waren im Fahrwasser der 'Pauker-Filme' auch die Bände der Knilche: zusammengetragene Stilblüten von Schülern. Ich erinnere mich an 'Die Knilche von der letzten Bank', 'Knilche bleiben Knilche' und 'Knilche sterben niemals aus'!
Johnny Harms
03.10.2001, 16:29
Ewer Hohwollgeburn, je suis trs dŽsolŽ / happer wolld allerknädigst verzeyn Dero knadd serviteur, apper seynd disse buochen nidd geweszd by deene filme funn de Gnilchen / seynd fillmähr gekummen vonn welsche landen funn derr statt Paris allsz dahier isz pegonne dy grande coalition gar dwischen deene wahr Kristen unde arg Sozen. / Hadd gedacht welscher Man sich Jean-Charles kenennd unde seynd sin Püchers in welsches Land unde ooch in Tütsche lande gar fill kaufet worden. / Pleyb ich Dero huldful Knaden serviteur bien affectionŽ Harmsen Johanne
(Beitrag wurde von Johnny Harms am 03.10.2001 um 14:34 Uhr bearbeitet.)
Johnny Harms
03.10.2001, 16:54
Die Stilblütensammlung von Jean-Charles war in Frankreich ab 1965 und dann auch hier außerordentlich erfolgreich.
: Die ersten Menschen lebten in Höhlen, die zweiten Menschen auf der Seite daneben.
Die drei großen Epochen der Menschlichkeit sind das Steinzeitalter, das Bronzealter und das Pensionsalter.
In jener Zeit waren unsere Vorfahren als armselige Tiere gekleidet. In der Folge wohnten sie in Hütten.
Sie hatten keine Kleider, kein Hemd, nur ein Loch, um den Rauch abstreichen zu lassen.
Außerdem verfügten sie, um eine Familie zu gründen, nur über ein sehr primitives Werkzeug.'
In Frankreich war es wohl die erste Sammlung dieser Art, in Deutschland hatte es schon vorher solches gegeben. Die Lukasburger Stilblüten waren Sammlungen des Dr. Wolfgang Krämer aus den Jahren 1921-1948 und erschienen zwischen 1952 und 1965 in hohen Auflagen. Ich erinnere mich noch genau Ständer mit den Bändchen im charakteristischen Format 10 x 21 cm mit den farbigen Einbänden, die in Buchhandlungen und in Schreibwarengeschäften standen. Bei mir stehen auch noch einige Exemplare, die ich von meinem Taschengeld in den 50er gekauft hatte und aus denen ich glaubte Besucher durch Vorlesen unterhalten zu müssen.(Sie waren sehr nett zu mir)
Meine Großmutter, welche auf dem einen Ohr schon lange blind war, starb nach einem kurzweiligen Krankenlager.
Johnny
(Beitrag wurde von Johnny Harms am 03.10.2001 um 14:58 Uhr bearbeitet.)
Stimmt, Johnny, die waren übersetzt! Ich hab mich immer gefragt, wie man Fehler so gut übersetzen konnte!
Ich wusste schon, dass das keine 'Bücher zum Film' waren, nur eben im Fahrwasser dazu herausgekommen. Offenbar waren Schüler und Studenten ein In-Thema damals...
Wie war das noch? 'Der erste Mensch im Weltall aß Margarine!' ??
peterthomassuschny
09.03.2002, 19:09
Heute ist der 5. Todestag von Frau Ferra-Mikura (1923 - 1997), der wir jede Menge guter Kinderbuchklassiker verdanken, in jüngster Zeit habe ich meinen Kindern aus ihren genialen Werken
"Opa Heidelbeer gähnt nicht mehr" und "Lieber Freund Tulli!",
neben der bald nach ihr gestorbenen Mira Lobe die beste österreichische Kinderbuchautorin von damals
Nachtrag: Die Paukerfilme, die haben sie im Herbst 2001 gezeigt, absolut entbehrlich, Gott sei Dank schon einige aus den 70ern, dort passen sie für mich eher hin, dümmliche Schülerstreiche, ganz lächerlich und das jeweils gute 90 Minuten lang.
Wir haben die Lehrer auch gerne geärgert, aber indem wir halt frech waren und vorlaut, unter der Bank Comics gelesen, in der Oberstufe gab es dann natürlich auch handfesteres, wie Pornohefte unter der Bank, gelegentlich am Gang Fußball gespielt und so - aber Anschläge auf Leib und Gesundheit des Lehrpersonals oder bei ihm privat einen Schaden anrichten? Was soll der Unsinn bringen? Das der betreffende in eine Schule für Schwererziehbare kommt oder gar als strafmündiger in ein Jugendgefängnis? Fragwürdiger Schwachsinn ohne Inhalt
waldfee834
28.03.2006, 14:06
Bücher aus den 60igern? Da fallen mir zwei Bücher ein, die auch verfilmt wurden.
Die Titel werden euch nichts sagen, aber bei uns (DDR) sorgten sie für Wirbel.
Einmal "Die Abenteuer des Werner Holt" von Dieter Noll und zum anderen "Spur der Steine" von Érik Neutsch, Hauptrolle Manfred Krug. Der Film kam aber nicht in die Kinos, wurde vor ein paar Jahren eventuell im MDR gezeigt.
Johnny Harms
28.03.2006, 23:25
Der Noll ist im Westen auch gegen Ende der 60er erschienen und fand lebhaftes Interesse. Ich meine, Otto Köhler habe es aber ziemlich verrissen.
Die "Spur der Steine" war ja nach 89 fast Kult und ist m.E. in der Super-Illu DVD-Reihe erschienen ( oder kommt da noch)
Johnny
waldfee834
29.03.2006, 13:14
In die 60er gehört natürlich auch Christa Wolf und "Der geteilte Himmel". Ich weiss nicht, wie dieses Buch im westlichen Deutschland aufgenommen wurde. Bei uns war es eine Sensation.
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