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Vollständige Version anzeigen : Ich erzwinge den Gipfel


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Der Sechstausender
30.11.2002, 16:44
Platz 51:

Hardy Krüger

Der Sechstausender
30.11.2002, 16:44
Platz 50:

Jean-Pierre Léaud

Der Sechstausender
30.11.2002, 16:44
Platz 49:

Sky Dumont

Der Sechstausender
30.11.2002, 16:45
Platz 48:

Christian Tramitz

Der Sechstausender
30.11.2002, 16:45
Platz 47:

Götz George

Der Sechstausender
30.11.2002, 16:45
Platz 46:

Horst Frank

Der Sechstausender
30.11.2002, 16:46
Platz 45:

Mel Gibson

Der Sechstausender
30.11.2002, 16:46
Platz 44:

Horst Buchholz

Der Sechstausender
30.11.2002, 16:47
Platz 43:

David Duchovny

Der Sechstausender
30.11.2002, 16:47
Platz 42:

John Travolta

Der Sechstausender
30.11.2002, 16:48
Platz 41:

River Phoenix

Der Sechstausender
30.11.2002, 16:48
Platz 40:

Clark Gable

Der Sechstausender
30.11.2002, 16:48
Platz 39:

Helmut Berger

Der Sechstausender
30.11.2002, 16:49
Platz 38:

Keanu Reeves

Der Sechstausender
30.11.2002, 16:49
Platz 37:

Kevin Kline

Der Sechstausender
30.11.2002, 16:50
Platz 36:

Armin Mueller-Stahl

Der Sechstausender
30.11.2002, 16:50
Platz 35:

Al Pacino

Der Sechstausender
30.11.2002, 16:50
Platz 34:

Robert de Niro

Der Sechstausender
30.11.2002, 16:50
Platz 33:

Telly Savalas

Der Sechstausender
30.11.2002, 16:51
Platz 32:

Tom Cruise

Der Sechstausender
30.11.2002, 16:51
Platz 31:

Ethan Hawke

Der Sechstausender
30.11.2002, 16:52
Platz 30:

Samuel L. Jackson

Der Sechstausender
30.11.2002, 16:52
Platz 29:

Steve McQueen

Der Sechstausender
30.11.2002, 16:53
Platz 28:

Paul Newman

Der Sechstausender
30.11.2002, 16:53
Platz 27:

Lex Barker

Der Sechstausender
30.11.2002, 16:53
Platz 26:

Omar Sharif

Der Sechstausender
30.11.2002, 16:54
Platz 25:

Yul Brynner

Der Sechstausender
30.11.2002, 16:54
Platz 24:

James Dean

Der Sechstausender
30.11.2002, 16:54
Platz 23:

John Malkovich

Der Sechstausender
30.11.2002, 16:56
Platz 22:

Mario Adorf

Der Sechstausender
30.11.2002, 16:57
Platz 21:

Curd Jürgens

Der Sechstausender
30.11.2002, 16:58
Platz 20:

Roger Moore

Der Sechstausender
30.11.2002, 16:58
Platz 19:

Ewan McGregor

Der Sechstausender
30.11.2002, 16:58
Platz 18:

Burt Reynolds

Der Sechstausender
30.11.2002, 16:59
Platz 17:

Gary Cooper

Der Sechstausender
30.11.2002, 16:59
Platz 16:

Marlon Brando

Der Sechstausender
30.11.2002, 17:00
Platz 15:

Maximilian Schell

Der Sechstausender
30.11.2002, 17:00
Platz 14:

Jeff Bridges

Der Sechstausender
30.11.2002, 17:00
Platz 13:

Johnny Depp

Der Sechstausender
30.11.2002, 17:01
Platz 12:

Tom Selleck

Der Sechstausender
30.11.2002, 17:02
Platz 11:

George Clooney

Der Sechstausender
30.11.2002, 17:02
Platz 10:

Alain Delon

Der Sechstausender
30.11.2002, 17:03
Platz 9:

Brad Pitt

Der Sechstausender
30.11.2002, 17:03
Platz 8:

Sean Connery

Der Sechstausender
30.11.2002, 17:04
Platz 7:

Cary Grant

Der Sechstausender
30.11.2002, 17:04
Platz 6:

Jean-Paul Belmondo

Der Sechstausender
30.11.2002, 17:04
Platz 5:

Antonio Banderas

Der Sechstausender
30.11.2002, 17:05
Platz 4:

Bruce Willis

Der Sechstausender
30.11.2002, 17:05
Kleine Pause.

Der Sechstausender
30.11.2002, 17:39
Platz 3:

Christopher Lee

Der Sechstausender
30.11.2002, 17:40
Platz 2:

Marcello Mastroianni

Der Sechstausender
30.11.2002, 17:40
Platz 1:

Gregory Peck

bangen
30.11.2002, 17:47
Ich weiss zwar nicht was diese Liste soll, aber Gregory Peck ist gut.
http://bangen.no-ip.org/HDD/0.gif

bangen
30.11.2002, 20:15
Vor einiger Zeit habe ich mal einen Film mit Gregory Peck gesehen.
Der spielte glaube ich im Korea-Krieg. Peck stürzt mit zwei Kameraden in einem Flugzeug über dem Dschungel ab. Einer stirbt bald nach dem Absturz. Der andere Soldat überlebt und muss von Gregory zurück ins Camp getragen werden. Peck sieht in seinem durchgeschwitzten Hemd einfach hinreissend aus.

Bob Dylan hat Gregory Peck auch einmal in einem Lied erwähnt.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:20
Hypochonder

Der Teufel hol das Menschengeschlecht!
Man möchte rasend werden!
Da nehm ich mir so eifrig vor:
Will niemand weiter sehen,
Will all das Volk Gott und sich selbst
Und dem Teufel überlassen!
Und kaum seh ich ein Menschengesicht,
So hab ichs wieder lieb.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:23
Ein Abendlied

Ach, daß die innre Schöpfungskraft
Durch meinen Sinn erschölle!
Daß eine Bildung voller Saft
Aus meinen Fingern quölle!

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:23
Ich zittre nur, ich stottre nur,
Und kann es doch nicht lassen;
Und fühl, ich kenne dich, Natur,
Und so muß ich dich fassen.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:23
Bedenk ich dann, wie manches Jahr
Sich schon mein Sinn erschließet,
Wie er, wo dürre Heide war,
Nun Freudenquell genießet;

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:23
Wie sehn ich mich, Natur, nach dir,
Dich treu und lieb zu fühlen!
Ein lustger Springbrunn wirst du mir
Aus tausend Röhren spielen.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:23
Wirst alle meine Kräfte mir
In meinem Sinn erheitern
Und dieses enge Dasein hier
Zur Ewigkeit erweitern.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:24
Noch ein Abendlied:

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:24
Im Felde schleich ich still und wild,
Gespannt mein Feuerrohr.
Da schwebt so licht dein liebes Bild,
Dein süßes Bild mir vor.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:24
Du wandelst jetzt wohl still und mild
Durch Feld und liebes Tal,
Und ach, mein schnell verrauschend Bild,
Stellt sich dirs nicht einmal?

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:25
Des Menschen, der die Welt durchstreift
Voll Unmut und Verdruß,
Nach Osten und nach Westen schweift,
Weil er dich lassen muß.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:25
Mir ist es, denk ich nur an dich,
Als in den Mond zu sehn;
Ein stiller Friede kommt auf mich,
Weiß nicht, wie mir geschehn.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:26
Entlastungsdepression

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:27
Nach einem lang anhaltenden Stress, zum Beispiel zum Schuljahrsende bei Lehrern, oder nach der Ersteigung eines Berges, tritt nach der Entlastung plötzlich eine Depression auf. Der Körper hat sich in dieser Zeit an die starke Belastung, den Stress, gewöhnt und produziert plötzlich nicht mehr genügend anregende "Stresshormone", sodass es zu einer völligen "Abschlaffung" kommen kann. Aus diesem Grunde ist es auch sehr wichtig, mindestens drei Wochen am Stück Urlaub zu nehmen.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:27
Werden wir alle darunter zu leiden haben?

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:28
Oder nur ich?

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:29
Das Phänomen der Entlastungsdepression ist nicht nur im Sport bekannt. Zustande kommt eine solche Depression, wenn zum Beispiel ein Bergsteiger zeitlich sehr stark von einem Ereignis beansprucht wird und davon auch mental stark besetzt ist. Wenn das Ereignis vorbei ist, kann der Bergsteiger auch dann in ein Vakuum fallen, wenn es ein positives Ereignis war. Ursachen dazu werden nicht hormonell, sondern psychologisch begründet.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:30
Das klingt nicht gut.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:31
Werde ich einen Psycholgen brauchen?

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:31
Wird dann überhaupt noch jemand hier sein?

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:31
Ich höre, es gibt Abwanderungsgedanken.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:31
Das kann ich nicht gut heißen.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:32
Lasst Euch doch den Spaß nicht von Irren wie XXXXX oder YYYYYY oder mir verderben.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:32
Morgen ist der erste Advent.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:32
Da werden wir nicht drum herum kommen.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:35
Aber noch ist Samstag! Und Zeit für ein lustiges, kleines Gedicht:

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:36
Geschrieben wurde es von einem gewissen Johann Wolfgang von Goethe. Goethe wurde am 28.8.1749 in Frankfurt(Main) geboren. Er begann sein Studium der Jura 1768 in Leipzig, das er aber wegen einer schweren Krankheit unterbrach und 1771 in Straßburg fortsetzte. Auf Einladung von Herzog Carl August zog er nach Weimar, wo er ab 1776 im Staatsdienst arbeitete. 1786-1788 erste Italienreise, 1790 zweite Italienreise. Goethe starb am 22.3.1832 in Weimar.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:36
In seinem Gedicht "Offne Tafel" schreibt er...ach, lest einfach selbst.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:37
Offne Tafel

Viele Gäste wünsch ich heut
Mir zu meinem Tische!
Speisen sind genug bereit,
Vögel, Wild und Fische.
Eingeladen sind sie ja,
Habens angenommen.
Hänschen, geh und sich dich um!
Sieh mir, ob sie kommen!

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:37
Schöne Kinder hoff ich nun,
Die von gar nichts wissen,
Nicht, daß es was Hübsches sei,
Einen Freund zu küssen.
Eingeladen sind sie all,
Habens angenommen.
Hänschen, geh und sich dich um!
Sieh mir, ob sie kommen!

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:37
Frauen denk ich auch zu sehn,
Die den Ehegatten,
Ward er immer brummiger,
Immer lieber hatten.
Eingeladen wurden sie,
Habens angenommen.
Hänschen, geh und sieh dich um!
Sieh mir, ob sie kommen!

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:38
Junge Herrn berief ich auch,
Nicht im mindsten eitel,
Die sogar bescheiden sind
Mit gefülltem Beutel;
Diese bat ich sonderlich,
Habens angenommen.
Hänschen, geh und sieh dich um!
Sieh mir, ob sie kommen!

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:38
Männer lud ich mit Respekt,
Die auf ihre Frauen
Ganz allein, nicht neben aus
Auf die Schönste schauen.
Sie erwiderten den Gruß,
Habens angenommen.
Hänschen, geh und sieh dich um!
Sieh mir, ob sie kommen!

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:38
Dichter lud ich auch herbei,
Unsre Lust zu mehren,
Die weit lieber ein fremdes Lied
Als ihr eignes hören.
Alle diese stimmten ein,
Habens angenommen.
Hänschen, geh und sieh dich um!
Sieh mir, ob sie kommen!

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:38
Doch ich sehe niemand gehn,
Sehe niemand rennen!
Suppe kocht und siedet ein,
Braten will verbrennen.
Ach, wir habens, fürcht ich nun,
Zu genau genommen!
Hänschen sag, was meinst du wohl?
Es wird niemand kommen!

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:38
Hänschen, lauf und säume nicht,
Ruf mir neue Gäste!
Jeder komme, wie er ist,
Das ist wohl das beste!
Schon ists in der Stadt bekannt,
Wohl ists aufgenommen.
Hänschen, mach die Türen auf!
Sieh nur, wie sie kommen!

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:39
Goethe schrieb aber noch mehr. Er war praktisch der Dieter Bohlen des Mittelalters.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:43
Das hier ist auch von Goethe:

Berg auf Berg ab
Berg auf und Berg ab und Tal aus und Tal ein,
Es reiten die Ritter. Ta! Ta!
Und bläuen sich Beulen und hacken sich klein.
Es fliegen die Splitter. Ta! Ta!
Ein Ritter, auf seiner Prinzessin Geheiß,
Beut Drachen und Teufeln den Krieg.
Dara ta!
Wir schonen das Blut und wir sparen den Schweiß,
Gewinne auf ander und andere Weis
Im Feld und der Liebe den Sieg.
Dara ta!

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:43
Das aber nicht:

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:43
Ich weiß nicht was soll es bedeuten
Daß ich so traurig bin;
Ein Märchen aus alten Zeiten,
Das kommt mir nicht aus dem Sinn.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:44
Die Luft ist kühl und es dunkelt,
Und ruhig fließt der Rhein;
Der Gipfel des Berges funkelt
Im Abendsonnenschein.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:44
Die schönste Jungfrau sitzet
Dort oben wunderbar;
Ihr goldnes Geschmeide blitzet,
Sie kämmt ihr goldenes Haar.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:44
Sie kämmt es mit goldenem Kamme
Und singt ein Lied dabei;
Das hat eine wundersame,
Gewaltige Melodei.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:44
Den Schiffer im kleinen Schiffe
Er greift es mit wildem Weh;
Er schaut nicht die Felsenriffe,
Es schaut nur hinauf in die Höh'.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:45
Ich glaube, die Wellen verschlingen
Am Ende Schiffer und Kahn;
Und das hat mit ihrem Singen
Die Lore-Ley getan.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:45
Das ist von Heinrich Heine.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:46
Das berühmteste Gedicht Heinrich Heines ist das Loreleylied.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:46
Der 1824 erstmals publizierte Text von der Loreley ist inzwischen ein deutsches Volkslied geworden, dabei hat es der deutsche Dichter und Publizist im französischen Exil geschrieben.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:46
Durch die im Jahre 1800 von Clemens Brentano geschaffene Jungfrau namens Lore Lay wurde Heinrich Heine zum bekannten deutschen Volksschriftsteller.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:46
Vertont wurde das Loreley-Lied durch Friedrich Silcher (* 27. Juni 1789 in Schnait bei Schondorf, † 1860) erst 1837.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:47
Heinrich Heine wurde unter dem Namen Harry Heine als Sohn eines jüdischen Tuchhändlers am 13. Dezember 1797 in Düsseldorf geboren und zum Kaufmann ausgebildet. 1821 bis 1823 studierte er Jura in Berlin, besuchte 1824 Goethe. 1825 schloß er sein Studium in Göttingen ab, trat zum Protestantismus über und nannte sich fortan Heinrich Heine.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:47
1831 ging er als Korrespondent nach Paris. Die Kontakte mit Karl Marx waren für die politische Entwicklung Heinrich Heines von Bedeutung.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:47
1841 heiratete er C. E. Mirat. Aufgrund eines Rückenleidens war er von 1848 bis zu seinem Tode am 17. Februar 1856 in Paris ans Bett gefesselt.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:50
Heine hat schon früh ein Gedicht geschrieben für alle, die sich im Leben zu Unrecht abgesnobbt fühlen.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:51
Er schrieb dazu: Nehmt dieses Gedicht, wenn ihr euch wehren wollt gegen die böse Welt und gebt es als Euer eigenes aus.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:51
Heinrich Heine
Die Welt ist dumm, die Welt ist blind,...

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:51
Die Welt ist dumm, die Welt ist blind,
Wird täglich abgeschmackter!
Sie spricht von dir, mein schönes Kind,
Du hast keinen guten Charakter.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:51
Die Welt ist dumm, die Welt ist blind,
Und dich wird sie immer verkennen;
Sie weiß nicht, wie schön deine Küsse sind,
Und wie sie beseligend brennen.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:52
Er konnte aber auch anders. Dann war er ganz nett.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:52
Du bist wie eine Blume

Du bist wie eine Blume
so hold und schön und rein;
ich schau' dich an, und Wehmut
schleicht mir ins Herz hinein.


Mir ist, als ob ich die Hände
aufs Haupt dir legen sollt',
betend, daß Gott dich erhalte
so rein und schön und hold.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:54
Manchmal schrieb er auch so etwas:

Ein Jüngling liebt ein Mädchen,...

Ein Jüngling liebt ein Mädchen,
Die hat einen andern erwählt;
Der andre liebt eine andre,
Und hat sich mit dieser vermählt.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:54
Das Mädchen heiratet aus Ärger
Den ersten besten Mann,
Der ihr in den Weg gelaufen;
Der Jüngling ist übel dran.

Der Sechstausender
30.11.2002, 20:54
Es ist eine alte Geschichte,
Doch bleibt sie immer neu;
Und wem sie just passieret,
Dem bricht das Herz entzwei.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:00
Und dann gab es noch ihn:

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:01
Schiller. Friedrich Schiller.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:02
An die Freunde.

Liebe Freunde, es gab schönre Zeiten,
Als die unsern, das ist nicht zu streiten!
Und ein edler Volk hat einst gelebt.
Könnte die Geschichte davon schweigen,
Tausend Steine würden redend zeugen,
Die man aus dem Schooß der Erde gräbt.
Doch es ist dahin, es ist verschwunden,
Dieses hochbegünstigte Geschlecht.
Wir, wir leben! Unser sind die Stunden,
Und der Lebende hat Recht.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:02
Freunde, es gibt glücklichere Zonen,
Als das Land, worin wir leidlich wohnen,
Wie der weitgereiste Wandrer spricht.
Aber hat Natur uns viel entzogen,
War die Kunst uns freundlich doch gewogen,
Unser Herz erwarmt an ihrem Licht.
Will der Lorbeer hier sich nicht gewöhnen,
Wird die Myrte unsers Winters Raub,
Grünet doch, die Schläfe zu bekrönen,
Uns der Rebe muntres Laub

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:02
Wohl von größern Leben mag es rauschen,
Wo vier Welten ihre Schätze tauschen,
An der Themse, auf dem Markt der Welt.
Tausend Schiffe landen an und gehen,
Da ist jedes Köstliche zu sehen,
Und es herrscht der Erde Gott, das Geld.
Aber nicht im trüben Schlamm der Bäche,
Der von wilden Regengüssen schwillt,
Auf des stillen Baches ebner Fläche
Spiegelt sich das Sonnenbild.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:02
Prächtiger, als wir in unserm Norden,
Wohnt der Bettler an der Engelspforten,
Denn er sieht das ewig einz'ge Rom!
Ihn umgibt der Schönheit Glanzgewimmel,
Und ein zweiter Himmel in den Himmel
Steigt Sanct Peters wunderbarer Dom.
Aber Rom in allem seinem Glanze
Ist ein Grab nur der Vergangenheit;
Leben duftet nur die frische Pflanze,
Die die grüne Stunde streut.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:03
Größres mag sich anderswo begeben,
Als bei uns in unserm kleinen Leben;
Neues - hat die Sonne nie gesehn.
Sehn wir doch das Große aller Zeiten
Auf den Brettern, die die Welt bedeuten,
Sinnvoll still an uns vorübergehn.
Alles wiederholt sich nur im Leben,
Ewig jung ist nur die Phantasie;
Was sich nie und nirgends hat begeben,
Das allein veraltet nie!

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:03
Zu lang?

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:03
Ja, es ist zu lang.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:03
Ich muss kleinere Postings machen.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:04
Kürzere.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:04
Meine Schuhe sind so schwer.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:04
Als wäre, außer meinen Füßen, noch etwas anderes drin.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:05
Ich Hab Noch Blei in Den Schuhen Aus Hawaii
Ich hab noch Blei in den Schuhen aus Hawaii,
und mein herz ist ohne Ruh,
denn irgendwo dort im sonnigen Hawaii,
oh my Darling, my Sweetheart, da bist du.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:07
Blei

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:07
Die Tatsache, dass hier so viele mitlesen, macht mich nervös

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:07
Wäre ich einsam und allein, könnte ich einfach so verfahren:

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:08
...

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:08
....

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:08
.....

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:08
oder so:

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:08
links

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:08
rechts

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:09
l

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:09
r

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:09
3730

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:10
3731

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:10
3732

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:10
3733

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:10
3734

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:10
3735

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:11
Aber

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:11
ich

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:11
bin

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:11
hier

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:11
nicht

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:11
alleine

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:12
und

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:12
deshalb

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:12
kann

Der wahre Captain
30.11.2002, 21:15
er das nicht machen.

Kinder, ist das schön!

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:16
Genau!

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:17
3746

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:20
ab jetzt wird es WIRKLICH langweilig

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:20
3748

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:20
3749

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:21
Ich muss mich bechäftigen.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:21
Irgendwie.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:22
Mal sehen.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:23
Aber im Moment kann ich nicht mehr.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:24
Das Rad an meines Vaters Mühle brauste und rauschte schon wieder recht lustig, der Schnee tröpfelte emsig vom Dache, die Sperlinge zwitscherten und tummelten sich dazwischen; ich saß auf der Türschwelle und wischte mir den Schlaf aus den Augen; mir war so recht wohl in dem warmen Sonnenscheine.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:24
Da trat der Vater aus dem Hause; er hatte schon seit Tagesanbruch in der Mühle rumort und die Schlafmütze schief auf dem Kopfe, der sagte zu mir:

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:24
«Du Taugenichts! da sonnst du dich schon wieder und dehnst und reckst dir die Knochen müde und läßt mich alle Arbeit allein tun. Ich kann dich hier nicht länger füttern. Der Frühling ist vor der Tür, geh auch einmal hinaus in die Welt und erwirb dir selber dein Brot.»

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:25
«Nun», sagte ich, «wenn ich ein Taugenichts bin, so ists gut, so will ich in die Welt gehen und mein Glück machen.»

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:25
Und eigentlich war mir das recht lieb, denn es war mir kurz vorher selber eingefallen, auf Reisen zu gehen, da ich die Goldammer, welche im Herbst und Winter immer betrübt an unserm Fenster sang: «Bauer, miet mich, Bauer, miet mich!» nun in der schönen Frühlingszeit wieder ganz stolz und lustig vom Baume rufen hörte: «Bauer, behalt deinen Dienst!»

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:25
Ich ging also in das Haus hinein und holte meine Geige, die ich recht artig spielte, von der Wand, mein Vater gab mir noch einige Groschen Geld mit auf den Weg, und so schlenderte ich durch das lange Dorf hinaus.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:26
Ich hatte recht meine heimliche Freude, als ich da alle meine alten Bekannten und Kameraden rechts und links, wie gestern und vorgestern und immerdar, zur Arbeit hinausziehen, graben und pflügen sah, während ich so in die freie Welt hinausstrich.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:26
Ich rief den armen Leuten nach allen Seiten stolz und zufrieden Adjes zu, aber es kümmerte sich eben keiner sehr darum.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:26
Mir war es wie ein ewiger Sonntag im Gemüte.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:26
Und als ich endlich ins freie Feld hinauskam, da nahm ich meine liebe Geige vor und spielte und sang, auf der Landstraße fortgehend:

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:27
Wem Gott will rechte Gunst erweisen,
Den schickt er in die weite Welt,
Dem will er seine Wunder weisen
In Berg und Wald und Strom und Feld.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:27
Die Trägen, die zu Hause liegen,
Erquicket nicht das Morgenrot,
Sie wissen nur vom Kinderwiegen,
Von Sorgen, Last und Not um Brot.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:27
Die Bächlein von den Bergen springen,
Die Lerchen schwirren hoch vor Lust,
Was sollt ich nicht mit ihnen singen
Aus voller Kehl und frischer Brust?

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:27
Den lieben Gott laß ich nur walten;
Der Bächlein, Lerchen, Wald und Feld
Und Erd und Himmel will erhalten,
Hat auch mein Sach aufs best bestellt!

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:28
Indem, wie ich mich so umsehe, kömmt ein köstlicher Reisewagen ganz nahe an mich heran, der mochte wohl schon einige Zeit hinter mir drein gefahren sein, ohne daß ich es merkte, weil mein Herz so voller Klang war, denn es ging ganz langsam, und zwei vornehme Damen steckten die Köpfe aus dem Wagen und hörten mir zu.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:28
Die eine war besonders schön und jünger als die andere, aber eigentlich gefielen sie mir alle beide.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:28
Als ich nun aufhörte zu singen, ließ die ältere stillhalten und redete mich holdselig an: «Ei, lustiger Gesell, Er weiß ja recht hübsche Lieder zu singen.»

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:28
Ich nicht zu faul dagegen: «Euer Gnaden aufzuwarten, wüßt ich noch viel schönere.»

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:29
Darauf fragte sie mich wieder: «Wohin wandert Er denn schon so am frühen Morgen?» Da schämte ich mich, daß ich das selber nicht wußte, und sagte dreist: «Nach Wien»; nun sprachen beide miteinander in einer fremden Sprache, die ich nicht verstand.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:29
Die jüngere schüttelte einige Male mit dem Kopfe, die andere lachte aber in einem fort und rief mir endlich zu: «Spring Er nur hinten mit auf, wir fahren auch nach Wien.»

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:29
Wer war froher als ich! Ich machte eine Reverenz und war mit einem Sprunge hinter dem Wagen, der Kutscher knallte, und wir flogen über die glänzende Straße fort, daß mir der Wind am Hute pfiff.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:30
Hinter mir gingen nun Dorf, Gärten und Kirchtürme unter, vor mir neue Dörfer, Schlösser und Berge auf, unter mir Saaten, Büsche und Wiesen bunt vorüberfliegend, über mir unzählige Lerchen in der klaren blauen Luft - ich schämte mich, laut zu schreien, aber innerlichst jauchzte ich und strampelte und tanzte auf dem Wagentritt herum, daß ich bald meine Geige verloren hätte, die ich unterm Arme hielt.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:30
Wie aber denn die Sonne immer höher stieg, rings am Horizont schwere weiße Mittagswolken aufstiegen und alles in der Luft und auf der weiten Fläche so leer und schwül und still wurde über den leise wogenden Kornfeldern, da fiel mir erst wieder mein Dorf ein und mein Vater und unsere Mühle, wie es da so heimlich kühl war an dem schattigen Weiher, und daß nun alles so weit, weit hinter mir lag.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:30
Mir war dabei so kurios zumute, als müßt ich wieder umkehren; ich steckte meine Geige zwischen Rock und Weste, setzte mich voller Gedanken auf den Wagentritt hin und schlief ein.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:31
Als ich die Augen aufschlug, stand der Wagen still unter hohen Lindenbäumen, hinter denen eine breite Treppe zwischen Säulen in ein prächtiges Schloß führte.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:31
Seitwärts durch die Bäume sah ich die Türme von Wien. Die Damen waren, wie es schien, längst ausgestiegen, die Pferde abgespannt. Ich erschrak sehr, da ich auf einmal so allein saß, und sprang geschwind in das Schloß hinein, da hörte ich von oben aus dem Fenster lachen.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:31
In diesem Schlosse ging es mir wunderlich.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:31
Zuerst, wie ich mich in der weiten, kühlen Vorhalle umschaue, klopft mir jemand mit dem Stocke auf die Schulter.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:32
Ich kehre mich schnell um, da steht ein großer Herr in Staatskleidern, dem ein breites Bandelier von Gold und Seide bis an die Hüften überhängt, mit einem oben versilberten Stabe in der Hand und einer außerordentlich langen, gebogenen kurfürstlichen Nase im Gesicht, breit und prächtig wie ein aufgeblasener Puter, der mich fragt, was ich hier will.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:32
Ich war ganz verblüfft und konnte vor Schreck und Erstaunen nichts hervorbringen. Darauf kamen mehrere Bedienten die Treppe herauf und herunter gerannt, die sagten gar nichts, sondern sahen mich nur von oben bis unten an.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:32
Sodann kam eine Kammerjungfer (wie ich nachher hörte) gerade auf mich los und sagte: ich wäre ein charmanter Junge, und die gnädigste Herrschaft ließe mich fragen, ob ich hier als Gärtnerbursche dienen wollte?

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:33
Ich griff nach der Weste; meine paar Groschen, weiß Gott, sie müssen beim Herumtanzen auf dem Wagen aus der Tasche gesprungen sein, waren weg, ich hatte nichts als mein Geigenspiel, für das mir überdies auch der Herr mit dem Stabe, wie er mir im Vorbeigehn sagte, nicht einen Heller geben wollte.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:33
Ich sagte daher in meiner Herzensangst zu der Kammerjungfer: ja; noch immer die Augen von der Seite auf die unheimliche Gestalt gerichtet, die immerfort wie der Perpendikel einer Turmuhr in der Halle auf und ab wandelte und eben wieder majestätisch und schauerlich aus dem Hintergrunde heraufgezogen kam.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:33
Zuletzt kam endlich der Gärtner, brummte was von Gesindel und Bauernlümmel unterm Bart und führte mich nach dem Garten, während er mir unterwegs noch eine lange Predigt hielt: wie ich nur fein nüchtern und arbeitsam sein, nicht in der Welt herumvagieren, keine brotlosen Künste und unnützes Zeug treiben solle, da könnt ich es mit der Zeit noch einmal zu was Rechtem bringen

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:34
Es waren noch mehr sehr hübsche, gutgesetzte, nützliche Lehren, ich habe nur seitdem fast alles wieder vergessen.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:34
Überhaupt weiß ich eigentlich gar nicht recht, wie das alles so gekommen war, ich sagte nur immerfort zu allem: ja - denn mir war wie einem Vogel, dem die Flügel begossen worden sind. - So war ich denn, Gott sei Dank, im Brote.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:34
In dem Garten war schön leben, ich hatte täglich mein warmes Essen vollauf und mehr Geld, als ich zum Weine brauchte, nur hatte ich leider ziemlich viel zu tun.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:34
Auch die Tempel, Lauben und schönen grünen Gänge, das gefiel mir alles recht gut, wenn ich nur hätte ruhig drin herumspazieren können und vernünftig diskurrieren, wie die Herren und Damen, die alle Tage dahinkamen.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:35
Sooft der Gärtner fort und ich allein war, zog ich sogleich mein kurzes Tabakspfeifchen heraus, setzte mich hin und sann auf schöne höfliche Redensarten, wie ich die eine junge schöne Dame, die mich in das Schloß mitbrachte, unterhalten wollte, wenn ich ein Kavalier wäre und mit ihr hier herumginge.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:35
Oder ich legte mich an schwülen Nachmittagen auf den Rücken hin, wenn alles so still war, daß man nur die Bienen sumsen hörte, und sah zu, wie über mir die Wolken nach meinem Dorfe zuflogen und die Gräser und Blumen sich hin...

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:35
...und her bewegten, und gedachte an die Dame, und da geschah es denn oft, daß die schöne Frau mit der Gitarre oder einem Buche in der Ferne wirklich durch den Garten zog, so still, groß und freundlich wie ein Engelsbild, so daß ich nicht recht wußte, ob ich träumte oder wachte.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:36
So sang ich auch einmal, wie ich eben bei einem Lusthause zur Arbeit vorbeiging, für mich hin:

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:36
Wohin ich geh und schaue,
In Feld und Wald und Tal,
Vom Berg ins Himmelsblaue,
Vielschöne gnädge Fraue,
Grüß ich dich tausendmal.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:36
Da seh ich aus dem dunkelkühlen Lusthause zwischen den halbgeöffneten Jalousien und Blumen, die dort standen, zwei schöne, junge, frische Augen hervorfunkeln. Ich war ganz erschrocken, ich sang das Lied nicht aus, sondern ging, ohne mich umzusehen, fort an die Arbeit.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:36
Und so geht das stundenlang weiter.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:37
Josef Freiherr von Eichendorff schrieb die Erzählung "Aus dem Leben eines Taugenichts" 1826.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:38
Es kommen dann noch schöne Gedichte wie dieses hier in der Erzählung vor:

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:38
Wohin ich geh und schaue,
In Feld und Wald und Tal,
Vom Berg hinab in die Aue:
Vielschöne, hohe Fraue,
Grüß ich dich tausendmal.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:38
In meinem Garten find ich
Viel Blumen, schön und fein,
Viel Kränze wohl draus wind ich
Und tausend Gedanken bind ich
Und Grüße mit darein.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:38
Ihr darf ich keinen reichen,
Sie ist zu hoch und schön,
Die müssen alle verbleichen,
Die Liebe nur ohnegleichen
Bleibt ewig im Herzen stehn.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:38
Ich schein wohl froher Dinge
Und schaffe auf und ab,
Und ob das Herz zerspringe,
Ich grabe fort und singe
Und grab mir bald mein Grab.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:39
Oder dies hier:

Fliegt der erste Morgenstrahl
Durch das stille Nebeltal,
Rauscht erwachend Wald und Hügel:
Wer da fliegen kann, nimmt Flügel!

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:40
Und sein Hütlein in die Luft
Wirft der Mensch vor Lust und ruft:
Hat Gesang doch auch noch Schwingen,
Nun so will ich fröhlich singen!

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:41
Es geht dann noch ganz lang weiter.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:41
Ich erzähl noch kurz den Schluss.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:42
Sie lächelte still und sah mich recht vergnügt und freundlich an, und von fern schallte immerfort die Musik herüber, und Leuchtkugeln flogen vom Schloß durch die stille Nacht über die Gärten, und die Donau rauschte dazwischen herauf - und es war alles, alles gut!

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:42
Schön, nicht wahr?

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:43
Oh, ich habe pts überholt.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:43
Murmel hat 4660.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:43
Ich 3813.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:43
Die Abstände werden größer.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:44
Die Luft wird dünner.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:44
Es wird kälter.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:44
Samstag Abend, 22 Uhr.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:45
Ob es das ZDF-Sportstudio noch gibt?

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:45
Diese lustige Sendung am Samstagabend?

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:45
Gibt es bestimmt noch.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:46
Hier oben verliert man das Gefühl für die Zeit.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:46
Morgens wird es hell, abends dunkel.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:46
Der Rest ist egal.

Der Sechstausender
30.11.2002, 21:46
Gäääääääähn

Der Sechstausender
30.11.2002, 22:31
Fast 20 000 Leser

Der Sechstausender
30.11.2002, 22:32
19 671

Der Sechstausender
30.11.2002, 22:35
Dabei interessiert das doch keinen Menschen.

Der Sechstausender
30.11.2002, 22:37
I want a riff you can see
I want a riff you can tell
I want a riff you see through
The mask I wear so well for you
I'll never let you know what's going on inside me
My shame, locks me down

Der Sechstausender
30.11.2002, 22:40
Ich war mal auf dem Konzert eines Musikers, der sehr kurios angezogen war.

Der Sechstausender
30.11.2002, 22:40
Er trug, ungelogen, einen Schlafanzug.

Der Sechstausender
30.11.2002, 22:41
Das Muster des Pyjamas: Spermien.

Der Sechstausender
30.11.2002, 22:42
Der Name des Mannes: Todd Rundgren.

Der Sechstausender
30.11.2002, 22:42
Die Texte dieses Mannes gehen so:

Der Sechstausender
30.11.2002, 22:42
I don't want to work
I want to bang on the drum all day
I don't want to play
I just want to bang on the drum all day

Der Sechstausender
30.11.2002, 22:43
Ever since I was a tiny boy
I don't want no candy
I don't need no toy
I took a stick and an old coffee can
I bang on that thing 'til I got
Blisters on my hand because

Der Sechstausender
30.11.2002, 22:44
Dies nur nebenbei

Der Sechstausender
30.11.2002, 22:51
If you start me up
If you start me up I'll never stop
If you start me up
If you start me up I'll never stop
I've been running hot
You got me ticking gonna blow my top
If you start me up
If you start me up I'll never stop