Herr Weber
23.09.2003, 21:45
Schade, schade. Ich muss hier ein Buch von "The Hoople" empfehlen, das leider nicht mehr im Handel ist. Titel: Blackberry Way. Der Autor hat freundlicherweise eines der letzten Exemplare für mich aufgetrieben und er hat mich damit sehr glücklich gemacht.
Der fette Schmöker, in dem auf 500 Seiten (!) die kompletten Karrieren von Move, ELO, Wizzard, Roy Wood, Jeff Lynne, den Traveling Wilburys und der Steve Gibbons Band sowie deren Vernetzungen untereinander beschrieben sind, ist - und dies soll ein großes Lob sein - eine durchweg interessante, packende und kurzweilig zu lesende, höchst unterhaltsame Fleißarbeit. Fleißarbeit deshalb, weil ich mir nicht ausmalen möchte, wie zeitaufwändig es gewesen sein muss, den Verbleib des dritten Gitarristen jener Band zu ermitteln, der damals bei der Vor-Vorgängerband der Splittergruppe jener Combo agierte, der Roy Wood beinahe einmal beigetreten wäre. Oder so ähnlich.
Was mich am meisten erstaunte: Roy Wood ist offenbar ein durch und durch schüchterner, sympathischer und sozialer Mensch, der stets in großer Sorge um das finanzielle Wohl seiner Bandmitglieder war. So durfte bei jeder Single ein anderes Bandmitglied die B-Seite beisteuern, damit nicht nur Roy Wood die Tantiemen kassierte. Als er dann später erkrankte, hätte er seinen Gesellen sogar erlaubt, unter dem Namen Wizzard weiterzumachen. "Sie müssen ja auch was Essen", soll er sinngemäß geäußert haben.
Sehr schön finde ich dann auch die Passage, in der George Harrison die Idee hat, Jeff Lynne möge doch die "neuen" Lieder der drei Rest-Beatles produzieren. Alle sind begeistert, nur Paul McCartney sieht's mit Grausen und wehrt sich anfangs mit Händen und Füßen dagegen. Später war er dann jedoch so begeistert, dass er Jeff Lynne ebenfalls als Produzenten engagierte.
Das Buch liest sich - trotz der vielen dokumentarischen Aufzählungen - in einem Rutsch und seit ich es las, höre ich wieder auffällig oft meine alten Move-, ELO- und Wizzard-Platten.
Das Buch ist ein absolutes Muss für jeden Fan obiger Gruppen.
Sollte es mal wieder neu aufgelegt werden: Bitte kaufen.
Der fette Schmöker, in dem auf 500 Seiten (!) die kompletten Karrieren von Move, ELO, Wizzard, Roy Wood, Jeff Lynne, den Traveling Wilburys und der Steve Gibbons Band sowie deren Vernetzungen untereinander beschrieben sind, ist - und dies soll ein großes Lob sein - eine durchweg interessante, packende und kurzweilig zu lesende, höchst unterhaltsame Fleißarbeit. Fleißarbeit deshalb, weil ich mir nicht ausmalen möchte, wie zeitaufwändig es gewesen sein muss, den Verbleib des dritten Gitarristen jener Band zu ermitteln, der damals bei der Vor-Vorgängerband der Splittergruppe jener Combo agierte, der Roy Wood beinahe einmal beigetreten wäre. Oder so ähnlich.
Was mich am meisten erstaunte: Roy Wood ist offenbar ein durch und durch schüchterner, sympathischer und sozialer Mensch, der stets in großer Sorge um das finanzielle Wohl seiner Bandmitglieder war. So durfte bei jeder Single ein anderes Bandmitglied die B-Seite beisteuern, damit nicht nur Roy Wood die Tantiemen kassierte. Als er dann später erkrankte, hätte er seinen Gesellen sogar erlaubt, unter dem Namen Wizzard weiterzumachen. "Sie müssen ja auch was Essen", soll er sinngemäß geäußert haben.
Sehr schön finde ich dann auch die Passage, in der George Harrison die Idee hat, Jeff Lynne möge doch die "neuen" Lieder der drei Rest-Beatles produzieren. Alle sind begeistert, nur Paul McCartney sieht's mit Grausen und wehrt sich anfangs mit Händen und Füßen dagegen. Später war er dann jedoch so begeistert, dass er Jeff Lynne ebenfalls als Produzenten engagierte.
Das Buch liest sich - trotz der vielen dokumentarischen Aufzählungen - in einem Rutsch und seit ich es las, höre ich wieder auffällig oft meine alten Move-, ELO- und Wizzard-Platten.
Das Buch ist ein absolutes Muss für jeden Fan obiger Gruppen.
Sollte es mal wieder neu aufgelegt werden: Bitte kaufen.