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Johnny Harms
03.03.2004, 04:12
100 Jahre Glenn Miller
Shortly after the beginning of the 20th century, in a small rural Southwestern Iowa town, a boy was born to Elmer and Mattie Lou Miller. The date was March 1, 1904 and the town was Clarinda. The boy that was born that night was named Alton Glen Miller (later changed to Glenn) and when he uttered his first cry, Clarinda heard Glenn Miller’s first "moonlight serenade." Glenn’s first serenade was not particularly unique as it had been sung by children for centuries and was barely heard across South 16th Street. However, his second Moonlight Serenade was a composition he wrote while studying music under Dr. Schillinger in New York City. Glenn’s second Moonlight Serenade was unique, becoming the theme song of his number one Big Band and heard literally all around the world.
http://www.glennmiller.org/gmbaby.jpg
Mit zwei Tagen Verspätung kommt mein Glückwunsch an die erfolgreichste Waffe der Amerikaner im zweiten Weltkrieg
Im Ernst, die Musik Glenn Millers hat erheblich zum Sieg der Alliierten beigetragen, hauptsächlich in der Phase nach Kriegsschluss.
Ich erinnere mich noch gut, dass in meiner Familie die Frontkämpfer, (das sind diejenigen, die schon zwischen 1914 und 1918 nach Flandern durften und die später aktike Stahlhelmler und Schlimmeres waren), bei allem Geschimpfe über den Negerjazz mit den Füßen wippten, wenn In the Mood, Anchors Away oder Saint Louis Blues March im Radio erklangen.
Seine Musik macht mir auch heute noch Spass, selbst wenn Puristen behaupten, es sei kein Jazz. Schiet an Boom, mir gefällts.
Wer Lust, Zeit und Geld hat, kann im Sommer zum Festival (http://www.glennmiller.org/festival.htm) fahren
Johnny
shangri-la
03.03.2004, 11:13
Als ich in der Grundschule war, hatten wir alle diese Büchlein, die hießen "Meine Schulfreunde" o.ä., da konnte man eine Art Steckbrief ausfüllen, was man so gerade gut fand. Eine Frage war: "Wer ist dein Lieblingsstar?". Meistens stand da als Antwort Nena, oder sonstiger 80erkram. Als ich meinen Steckbrief im Buch meiner besten Freundin ausgefüllt hab, wollte ich mich aber mal als besonders gebildet hervortun und hab "Glen Müller" als meinen Lieblingsstar angegeben. (Am Wochenende vorher hatte ich mit Oma und Opa die Glenn Miller Story im ZDF gesehen). Von da an war ich endgültig "komisch" und keiner ließ mich mehr in sein Büchlein schreiben.
Glenn Miller find ich aber trotzdem noch total super, auch wenn ich nicht zu dem Festival fahre.
Knappe Wamba
03.03.2004, 11:58
Meine ersten Gehversuche in Sachen Musikkonsum machte ich u.a. mit den folgenden zwei TonbandKassetten:
Rock´n´Roll Fever von K-Tel oder Arcade und mit einer
Best of Glenn Miller, die ich als Kind rauf und runter gehört habe "Don´t sit under the apple tree..".
Es gibt denkbar schlechtere Einstiege.
Ich schließe mich an - ich mag auch Glenn Miller! Ich würde ja gerne mal auf so einen Swing-Tanzabend gehen, wo sowas gespielt wird. Das soll's in Berlin angeblich geben, muss nur in Erfahrung bringen, wo.
In München hörte ich ja immer gerne den Radiosender B4 Classic Rock. Meistens spielten sie was aus den 70-ern und 80-ern, aber ab und zu schmissen sie mal "In the Mood" rein. Das war dann immer der Moment, wo ich das Radio richtig laut gedreht und durch die Wohnung geswingt bin. Das Lied fetzt ganz besonders, ich habe sogar einen Handy-Klingelton davon.
Schocker
03.03.2004, 16:33
Glenn Miller dürfte meine erste Begegnung mit amerikanischer Musik gewesen sein. Meine Eltern besaßen einige Schellackplatten von ihm. Mir gefiel das schon, aber das volle bizarre Klangerlebnis kam erst, als ich (10 bis 12 Jahre war ich alt) "Tuxedo Junction" statt mit 78 Umdrehungen pro Minute mit 16 Umdrehungen abspielte. Ein Geisterzug dampfte unendlich langsam heran und keuchte sich durch einen dickflüssigen Sumpf aus surreal-dumpfen Klangbrocken.
Eine Vergewaltigung vielleicht, aber heute besitze ich eine 10-CD-Box von ihm, höre ihn also immer noch.
Johnny Harms
04.03.2004, 00:37
@shangri-la
Meine Spielfreundin Renate fragte, im Tonfall ihrer sudentendeutschen Familie, warum das der "gleene Müller" wäre.
Johnny
shangri-la
04.03.2004, 14:53
Konntest Du ihr darauf eine überzeugende Antwort geben?
Ich habe meine 9jährige Cousine gefragt, ob sie zufällig Glen Miller kennt. Natürlich nicht. Alles geht den Bach runter.
Na gut, das hätte ich mit 9 wohl auch noch nicht gewusst. Damals wusste ich gerade mal, wer Abba, Rubettes, die Glitter Band und so waren. Hätte man mir die Frage gestellt und ich hätte mit Nein geantwortet, hätte mein Vater oder Vaters bester Freund sofort die Platten gezückt und aufgelegt - die sind nämlich auch große Fans. Kurz darauf kam auch ein Glenn Miller-Film im Fernsehen, aber ich glaube, das war nicht die Glenn Miller-Story. Ab da kannte ich ihn dann auch und fand ihn gut.
buuu bap buuu bap...
Reno Schmittchen
04.03.2004, 18:45
Wer Glenn Miller mag mag auch Benny Goodman, von dem gibt (gab?) es bei 2001 eine Kiste mit 20 CDs für 9,99 Euro. ich komme drauf, weil ich die gerade höre. Genial.
Hab nachgesehen, gibt es noch:
Goodman, Benny "THE BIG BAND ERA - The King of Swing."
(Muskrat Scramble, Dr. Heckle and Mr. Jibe, I'm happy when you're happy, Falling in love again, Love letters in the sand, I'm getting sentimental over you, In a sentimental mood, You can't stop me from lovin' you u.a.) Mit 40-seitigem Booklet. 20 CDs 9,99 EUR. Nr. 72835
Johnny Harms
05.03.2004, 03:31
@shangri-la
wir beide waren damals unter 10, ich glaube nicht, dass ich ihr etwas über Swing erzählen konnte.
Johnny
shangri-la
05.03.2004, 10:25
Ich habe auf die Frage, wer denn dieser komische Glen Müller sei, nur geantwortet: der MUSS man doch kennen! Genaueres war mir auch nach der Glenn Miller Story noch nicht so ganz klar geworden, aber er war doch so gutaussehend! Und seine Musik verzauberte Millionen! Das musste einfach mein neuer Lieblingsstar werden.
Tja, als alles anfing, da brauchte Glenn beim Aufbau seines Sax-Satzes eine führende Stimme, konnte aber auf die Schnelle nur eine Klarinette bekommen, so jedenfalls die Legende.
Ein Glücksfall, denn das führte, zusammen mit seinen brillanten Arrangements und Top-Instrumentalisten, sehr schnell zu dem unvergleichlich strahlenden Sound seines Orchesters.
Und mich machte Glenn mit der Welt der nordamerikanischen Jazz- und Show-Musik bekannt. Die "Moonlight Serenade" und meine sehr persönlichen romantischen Entdeckungen passten gut zusammen. Und die steigen auch heute noch beim Anhören flugs wieder aus der Kiste der halbvergessenen Erinnerungen empor - danke, Glenn!
Mehr z.B. hier (http://www.glennmiller.org/history.htm)
Nevergrewup
21.05.2004, 23:21
Geheimen CIA-Akten zufolge wurde seine Maschine in den Wirren des 2.Weltkrieges versehentlich (!!) über dem Ärmelkanal abgeschossen, demnach war es also kein Unglück.
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