Vollständige Version anzeigen : Kleines Jahrhundert - Museum mit Andachtsraum
Johnny Harms
20.05.2004, 14:43
Hier baue ich ein kleines Musum auf, in dem wir, die Bonanza - Gemeinde, unsere Erinnerungen an Menschen aufstellen können, die für uns wichtig waren/sind, sei es aus der Musik, dem Film oder dem Sport.
Im Andachtsraum ist Gelegenheit zum Gedenken an die, die uns jetzt gerade verlassen haben.
In der Hoffnung, dass wir letzteren nicht so oft beutzen müssen
Johnny
Johnny Harms
20.05.2004, 14:49
http://www.spiegel.de/img/0,1020,355635,00.jpg
Der Jazz-Schlagzeuger Elvin Ray Jones, der als Mitglied des John-Coltrane-Quartetts weltbekannt wurde und mit Größen wie Duke Ellington, Charlie Parker und Miles Davis spielte, starb gestern nach langer schwerer Krankheit im Alter von 76 Jahren.
Jones wurde am 9. September 1927 als jüngstes von zehn Kindern einer afroamerikanischen Familie in Pontiac im US-Staat Michigan geboren. Zur Jazz-Musik kam er durch seine Brüder Hank, ein bis heute aktiver und renommierter Pianist, und Thad, ein Trompeter und Komponist, der 1986 starb.
Jones startete seine Karriere in den Clubs von Detroit, 1955 kam er für eine Bewerbung beim Orchester von Benny Goodman nach New York. Trotz Absage blieb er in der Ostküsten-Metropole und spielte mit Größen wie Charlie Mingus in verschiedenen Clubs. 1960 engagierte ihn Jazz-Revolutionär John Coltrane für sein Ensemble. Zu Jones' Verdiensten gehöre die Entwicklung eines "enorm dynamischen und rhythmisch überragenden Schlagzeugsounds, der für die gesamte Band von großer Bedeutung war", schrieb der Jazz-Historiker Leonhard Feather über den von Kollegen und Fans verehrten Musiker.
Spiegel - online
Johnny
Johnny Harms
20.05.2004, 16:48
http://www.filmmuseum-potsdam.de/bilder/Raddatzk.jpg
Ufa-Star Raddatz tot
Der Schauspieler Carl Raddatz ist im Alter von 92 Jahren in Berlin gestorben. Das bestätigte seine Familie.
Raddatz war einer der letzten großen Filmschauspieler aus der Ufa-Zeit und gehörte zu den populärsten Protagonisten des deutschen Nachkriegstheaters.
An den Staatlichen Schauspielbühnen Berlins war er bis in die 70er Jahre neben Bernhard Minetti und Martin Held einer der großen Mimen. Darüber hinaus lieh er als Synchronsprecher Stars wie Robert Taylor, Burt Lancaster, Humphrey Bogart und Kirk Douglas seine Stimme.
Schöne Strang-Idee, Johnny! Wäre was fürs Café oben!
Wir fordern: Vader Abraham! Mork vom Ork! Theo Lingen! Die Klimbim-Familie! M wie Maikel! Susanne Beck! Gisela Schlüter! Pezi! Barbapapa! Die Shadoks! Mister Spock! und und und...
Bin gerade auf diesen Strang gestossen - klasse Idee!
Da hätte auch Barney Kessels Posting hingehört.
Und wie wärs mit einem kleinen "Wir machen uns Sorgen um ..."- Raum?
Meine ad hoc-Kandidaten dafür: Toots Thielemans, George Shearing.
Mit Sibel Kekilli z.B. hat's ja glücklicherweise noch viel Zeit. Ausser jemand überfährt sie auf der Strasse etwas voreilig, so wie es der heissgeliebten und umschwärmten brasilianischen Bossa Nova-Sängerin Sylvia Telles in Rio erging.
Auch heute noch schaun die Fahrer auf der Avenida Atlântica bei vollem Tempo und Rot an der Kreuzung nur mal kurz nach rechts und links, dann geht's sofort weiter. Und die ÖPNV-Busse stoppen an den Haltestellen mitnichten, man muss bei reduziertem Tempo abspringen.
Silvia, genannt 'Dindi', singt auf der LP "FOLKLORE e BOSSA NOVA DO BRASIL" Tom Jobim's gleichnamiges Lied, das er für sie geschrieben hatte. Dank sei Joachim E. Berendt für diese Produktion von 1966 (MPS 15042).
Ich habe einen Videomitschnitt von diesem historischen Konzert. Rosinha de Valença, Baden-Powell-Schülerin und einzige prominente Bossa-Nova-Gitarristin, begleitet sie, mit wollenen Kniestrümpfen und total versunkenem Gesichtsausdruck auf der Bühne sitzend. Und spielt dabei manchmal wie ein Vulkan.
Johnny Harms
21.05.2004, 05:50
Ich bitte Spleen eindringlich, einmal einen Strang nicht mit seinen Einfällen zu füllen.
Haltet mich für sentimental, ja es hat was mit Gefühlen zu tun, ich wünsche mir auch kein ich mache mir Sorgen um... Das kann, wer will, nebenan tun.
Johnny
Nichts. (Gluckskicherpfrrrmmm!)
Spleen! Rrrrraus hier mit deiner Schellenkappe und deiner Schalkrassel! :D
In diesen Strang gehört auch jene Grande Dame:
http://www.signatureworld.de/Roekk_Marika.jpg
"Sie sehen wunderbar aus!"
"Wunderbar ist Hormocenta!"
Schon meine Oma war damals beeindruckt, wie toll "die in ihrem Alter" (selbe Generation wie meine Oma, nur lebt die schon lange nicht mehr) radschlagen kann. 90 Jahre ist sie immerhin geworden. Nun denn, ich hoffe, die beiden Damen begegnen sich mal da oben.
Hier steht Marika Rökks Biografie (http://www.marika-roekk-club.com/)
geht mit hallendem Schritt durch die größtenteils noch leeren Säle mit einem Bild in der Hand
Für mich war er wichtig - ein großer Mann, der jüngst gestorben ist:
http://www.lady.co.uk/articles/artimg/0240arta1.jpg
Sir Peter Ustinov
Er war einer der wenigen echten Weltbürger,
engagiert und tolerant,
mit vielfältigen Begabungen.
Die Lücke, die er hinterläßt, wird offen bleiben.
Johnny Harms
22.05.2004, 11:12
Paisley hat mehr als recht. Ich hatte mich von den aktuellen Gegangenen so in Anspruch nehmen lassen, dass ich einen der größten des 20. Jahrhundert unterschlagen habe.
Was mich in diesem Zusammenhang traurig macht, ist, dass Peters Ustinovs Tätigkeit als Autor wunderschöner Theaterstücke so unterschlagen wird.
Endspurt ist für mich -insbesondere seit ich die dritte Alterstufe erreicht habe- ein wichtiges Stück.
Sir Peter, die Kinder des Welt und ich vermissen Sie schon jetzt.
Johnny
Sir Peter hat seine Bonmots nicht nur gemacht, sondern sogar zuweilen gelebt, auch wenn ihn das gelegentlich in grosse Schwierigkeiten brachte. Einer davon war für mich der Anlass, ihn spontan ins Herz zu schliessen.
Bekanntlich gehören die Flughafen-Inspektoren des I.N.S. auf den New Yorker Flughäfen nicht der menschlichen Spezies an.
Und vor etlichen Jahren war auf dem immigration slip noch die Frage nach der Hautfarbe zu beantworten.
Ustinov war vom Flug etwas erhitzt und benutzte die Gelegenheit, "pink" dafür einzutragen. Womit er sich einen Riesenärger einhandelte, denn damals war das noch ein heisses, hart diskutiertes Thema, viel offener an der Oberfläche als heute.
Auf seine sachlich klingenden Begründungen wollte natürlich niemand eingehen.
Humor ist ganz offensichtlich auf (einige) Exemplare der obengenannten Spezies beschränkt.
Wenn die Humorlosen doch dann wenigstens automatisch doof wären -.
Johnny Harms
25.05.2004, 03:01
Sie sind es, bestimmt !
Nur nicht immer dumm.
Johnny
Auch wenn sie im Vergleich zu den anderen hier Genannten nicht ganz so groß ist, war sie doch für mich persönlich eine der Größten, my one and only idol, das hier nicht fehlen darf:
http://www.literaturabend.de/autoren/a-images/lotti_1.gif
Gerne erzählte sie bei ihren Auftritten Geschichtchen aus ihrem Leben, so auch jene von ihrer ersten USA-Reise, bei der auch sie Bekanntschaft mit Betonköppen bei der Immigration am Flughafen von New York machte.
Sie war so Ende 70, als sie dort ankam.
"What's the purpose of you coming here, madam?", fragte der Betonkopp mit eisiger Stimme.
"To have some fun, baby!", zischte sie wütend zurück. Und bekam gottseidank keine großen Schwierigkeiten.
Leider wurde sie "nur" 85. Gerne hätte ich sie noch öfter live erlebt als jene drei Mal und mit ihr die eine oder andere Zigarette geraucht.
Hier steht was über Lottis Lotterleben (http://www.literaturabend.de/autoren/lottibio.htm)
Johnny Harms
26.05.2004, 02:22
Lotti Huber als erste Frau im Museum - ein bemerkenswerter Vorschlag von Zazie.
Er gefällt mir.
Johnny
Ich möchte einen Platz für Ella http://members.aol.com/kidprojspa/ella/ella.jpg
rz
Sag' mir, wo die Blumen sind, und sag' mir bitte, wie wir die Forums-Software dergestalt überlisten können, dass Ellas Bild in diesem Strang an die erste Stelle kommt, nachdem die Autoren der davorstehenden Beiträge genickt haben.
Johnny Harms
26.05.2004, 22:23
Im Museum gibt es keine Reihenfolge, sondern nur Plätze.
Johnny
Und Ella wär 's bestimmt egal.
@Johnny
Das ist gleichermassen liebenswürdig wie zutreffend gesagt, jedenfalls im Hinblick auf ALLE ihre Fans.
Auch wenn dies meine Ella-Begeisterung nicht widerspiegeln kann und auf meine kleine geheime Hall of Fame keineswegs zutrifft.
Johnny Harms
30.05.2004, 22:25
Wenn wir nun jetzt auch gleichen Fühlens inne werden, so wollen wir doch jeder von uns dieses zärtliche Gedenken unserer Göttin im tiefen Grunde seines Herzens verschließen und allda auf ewig und bis zu den Sternen bewahren.
Johannes
Johnny Harms
06.06.2004, 15:44
Steve Lacy gestorben
Der Sopransaxophonist Steve Lacy verstarb am Freitag in einem Krankenhaus in Boston im Alter von 69 Jahren. Er erlag einer Krebserkrankung, die letztes Jahr diagnostiziert wurde. Steve Lacy galt als einer der bedeutendsten zeitgenössischenSopransaxophonisten des Jazz. Von seiner ersten Aufnahme untereigenem Namen "Soprano Sax" bis zur im letzten Jahr erschienen CD "The Beat Suite" nahm Steve Lacy über 50 Platten unter seinem Namen auf und war auf unzähligen weiteren Aufnahmen ein bereichernder Mitspieler.Steve Lacy wurde als Steven Lackritz im Juli 1934 in New York geboren und kam Anfang der 50er Jahre zum Jazz. Nach kurzen Versuchen auf der Klarinette und dem Tenorsaxophon entschied er sich gänzlich dem Sopransaxophon zu widmen: "The soprano is too interesting and too demanding and too problematic," führte in einem Interview im Jahr 2002 aus, "And I loved it much more. It's like a jealousinstrument. It wants your complete attention: Don't mess with me. "Er spielte in seinen frühen Jahren u.a. mit Thelonious Monk und Miles Daviszusammen. Mitte der 60er Jahre zog er nach Paris und verlagerte seinenLebens- und Arbeitsmittelpunkt nach Europa. Dort lernte er auch seine Frau, die Schweizer Sängerin Irene Aebi kennen. Steve Lacy hatte eine besondere Neigung zur Musik von Thelonious Monk und er nahm dessen Titel im Laufe der Jahre in vielen unterschiedlichen unddurchweg hochspannenden Versionen auf.Seine intensive Zusammenarbeit mit dem Pianisten Mal Waldron über Jahrzehnte resultierte in einer Vielzahl von exzellenten Einspielungenund ihre Live-Konzerte als Duo waren immer ein besonderes Ereignis.Im Jahr 2002 zog Steve Lacy zurück nach Amerika um am New England Conservatory in Boston zu unterrichten.Am New England Conservatory's Jazz Studies Department wird am 12 Oktober ein Gedenkkonzert für Steve Lacy stattfinden.
http://www.jazzpages.com/jpgs/lacy_rip.jpg
Johnny
Johnny Harms
06.06.2004, 15:51
Hans Koller starb im Alter von 82 Jahren
Der 1921 geborene Hans Koller war ein musikalisches Ausnahmetalent, das schon als 14-Jähriger an der Wiener Musikakademie die ersten vier Semester überspringen konnte.In der amerikanischen Kriegsgefangenschaft leitete er eine Lager-Combo, anekdotisch wird berichtet, daß er besonders spät entlassen wurde, weil er als Musiker ebenso geschätzt wie unverzichtbar war. Ab 1946 entwickelte sich eine beeindruckende Karriere. In Wien gründete er den "Hot Club Vienna". Anfang der 50 er Jahre zog es ihn nach Deutschland, wo er die "Hans Koller New Jazz Stars" gründete, unter anderem mit dem Mitglied Albert Mangelsdorff.Eine Tour mit Dizzy Gillespie adelte ihn für den internationalen Jazz und machte seine Formation zur führenden modernen Jazz Gruppe in Europa. Vom amerikanischen Jazzmagazin Downbeat erhielt er als erster europäischer Musiker fünf Sterne. Beim ersten gesamteuropäischen Jazzfestival 1960 in Antibes wurde er sowohl als bester Saxophonist als auch als bester Jazzmusiker ausgezeichnet.1993 zog sich Koller vom aktiven Musikleben zurück und widmete sich verstärkt seiner zweiten großen Leidenschaft, der abstrakten Malerei. Sein Name lebt im bedeutenden österreichischen Jazzpreis fort, der alljährlich an die besten Nachwuchsjazzer vergeben wird.
http://www.musiconphoto.com/UD_240701_01/KollerMaster4_HansKoller_83_01C_50.jpg
Johnny
Johnny Harms
06.06.2004, 15:56
Ronald "The Gipper" (Elvis) Reagan im Alter von 93 Jahren gestorben.
http://www.firsttvdrama.com/illinois/reagan3.jpg
Der Schauspieler, der in rund 60 Filmen mitwirkte und 1947 bis 1952 und von 1959 bis 1960 Präsident der Schauspielergilde war, starb nach langer Erkrankung an Alzheimer in Bel Air.
Nach seiner Schauspielerkarriere betätigte er sich politisch.
Johnn
Johnny Harms
06.06.2004, 23:20
Auch noch:
Hannover trauert um Mike Gehrke
Mike Gehrke ist tot. Er erlag im Alter von 60 Jahren einem Herzleiden. Offiziell war Gehrke Stadtimagepfleger - doch die Bezeichnung beschreibt nur unzureichend, was er für Hannover geschaffen hat. Seinen Ideen und Anregungen verdankt die Stadt den international renommierten Jazzclub am Lindener Berg, den Flohmarkt und das Altstadtfest.
http://www.haz.de/db_media/sy208284319.jpg
Kein schönes Wochenende
Johnny
Harris Glenn Milstead,
http://www.route40.net/images/divine.jpg
besser bekannt als Divine
http://www.fairplay.ndo.co.uk/art/divine.jpg
19. 10. 1945 - 7. 3. 1988
Johnny Harms
11.06.2004, 00:08
Er hat uns jetzt auch verlassen
http://www.flausa.com/images/multicultural/multib17.jpg
I will always keep Ray Charles on my mind
Johnny
Was der Gigant auch anpackte, seine leidenschaftlichen Interpretationen haben uns immer begeistert.
Wenn Ray Charles sich an irgend ein keyboard setzte, dann wurde er nach ein paar Takten für die Hörer zum musikalischen Universum, und niemand hätte sich noch für die Frage interessiert: was ist das nun? Jazz? Soul? Blues? Gospel?
Konzertante Interpretationen von "Porgy and Bess" gibt es ja zuhauf. Aber eine der schönsten steht als Vinyl-Kassette in meiner kleinen nicht-instrumentalen Sammlung:
Ray Charles und Cleo Laine (das ist die wunderbare britische Sängerin) mit Orchester, arrangiert und dirigiert von Frank DeVol, 1976 von Norman Granz produziert. Das Orchester wechselt ab mit unterschiedlichen Ray Charles Instrumental-Besetzungen, auch solo, und viele der Songs gibt es in beiden Formen.
Ray, unsere musikalische Welt ist ein Stück ärmer und kälter geworden, seitdem Du nicht mehr bei uns bist.
Leider müssen wir ein neues Bild in diese Hallen lassen:
Jennifer Nitsch
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/artikel/322/33289/image_fmabspic_0_0.jpg
Sie stürzte am vergangenen Wochenende aus noch ungeklärten Gründen aus einem Fenster.
Eine gute deutsche Schauspielerin, klasse war sie in "Allein unter Frauen".
Johnny Harms
03.07.2004, 07:41
Marlon Brando starb im Alter von 80 Jahren.
Weil ich damals für die jungen Wilden zu klein war, begegnete er mir zuerst als Sakini im kleinen Teehaus
http://images.art.com/images/products/regular/10103000/10103788.jpg
Der Erfinder des weißen T-Shirts
Später sah ich ihn noch oft und gern.
Johnny
Marlon Brando: einer der Großen, der wirklich von sich sagen konnte, er habe das gesamte U.S.-Kino mitgeprägt. Am Set ein Bursche, der viele Schwierigkeiten machte.
Ich denke zuerst an "Endstation Sehnsucht" (http://www.filmsite.org/posterpages/p_stre.html), dann an "Die Faust im Nacken" und "Der letzte Tango in Paris".
Siehe auch hier (http://www.imdb.com/name/nm0000008/)
Eine seiner Frauen war eine schöne Maori namens Tarita Teripia, die in Tahiti lebte, mit ihm die "Meuterei auf der Bounty" gedreht hatte und ihm die noch schönere Cheyenne gebar.
Und wie es mit der Schönheit manchmal so geht: Brandos ältester Sohn mochte den Freund seiner Halbschwester offenbar so wenig, daß er ihn 1990 bei einem Streit umbrachte. Das gab einen furchtbaren Knatsch und brachte auch Marlo großen Ärger, der vor Gericht aussagen und dabei seine Familienverhältnisse offenlegen mußte.
Der Sohn ging für 6 Jahre in den Knast, Cheyenne brachte sich 1995 um.
Wenigstens hatte Brando 1966 rechtzeitig das kleine polynesische Traum-Atoll Tetiaroa gekauft, das er später auch Touristen zugänglich machte.
Seine Filme haben Marlon Brandon jedenfalls unsterblich gemacht.
Johnny, kann es sein, daß mit Deinem Link was nicht stimmt?
Auch er muß jetzt leider in diesen heiligen Hallen hängen:
http://www.caricatura.de/Kassel/kuenstler/grafik/zonenk.gif
Chlodwig Poth
Er starb am Donnerstag nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 74 Jahren.
Poth ist einer der ganz Großen in der deutschen Karikaturenszene gewesen - wohl kaum einer kann von sich sagen, zwei große Satiremagazine (Pardon und Titanic) (mit)begründet zu haben.
Er sei für immer unvergessen!
Und leider auch er:
http://www.bernd-pfarr.de/Pfarrw.JPG
Bernd Pfarr
Er starb, nur 45 Jahre alt, am vergangenen Dienstag in einem Kölner Krankenhaus, ebenfalls nach langer, schwerer Krankheit.
Der Vertreter der "Neuen Frankfurter Schule" wurde erst jüngst mit dem Max-und-Moritz-Preis ausgezeichnet.
Auch er wird unvergessen bleiben!
Johnny Harms
08.07.2004, 22:42
http://www.caricatura.de/Kassel/archiv/poth/grafik/cp.gif
Ich hatte schöne Zeiten mit ihm.
Johnny
Johnny Harms
10.07.2004, 03:11
Motown-Sängerin Syreeta Wright tot
Die amerikanische Sängerin und Song-
schreiberin Syreeta Wright, Ex-Ehefrau
von Stevie Wonder, ist tot.
Wie Familienangehörige nach US-Medien-
berichten mitteilten, starb die 58-Jäh-
rige bereits am Dienstag in Los Angeles
an Brustkrebs. Mit dem blinden Sänger
Stevie Wonder, den sie 1970 heiratete,
schrieb Wright unter anderem die Hits
"If You Really Love Me" und "Signed,
Sealed, Delivered".
Die Ehe der Musiker wurde nach zwei
Jahren geschieden. Wright wurde auch
durch ihr Duett mit Billy Preston
("With You I'm Born Again") bekannt.
http://www.soulwalking.co.uk/%A5Artist%20GIF%20Images/Syreeta.jpg
Johnny
Darf man hier auch Gratulanten bejubeln, die sich ihres Lebens noch erfreuen, oder ist das hier ein reiner Gedenk- und Trauerstrang?
Arlo Guthrie hat heute Geburtstag, er feiert den 57.! Seine LP "Alice's Restaurant" hab ich zur Feier des Tages aufgelegt. Das war immer schon ein Kultstück für mich, später kam dann ja noch der berühmte "City Of New Orleans" dazu.
Dann möchte ich bei der Gelegenheit noch an den großen Jake LaMotta erinern, den amerik. Mittelgewichtsboxer, der zw. 1949 und 51 Champion war und über den auch viel gesungen worden ist. Selbst ein Film wurde über sein Leben gedreht. In "Raging Bull" (bei uns "Wie ein wilder Stier") steht seine Karriere im Mittelpunkt. Hervorragend verkörpert durch Robert de Niro.
83 Jahre jung wird LaMotta heute - ein ungewöhnliches Alter für einen Profiboxer, sieht man mal von Schmeling ab...
Herzlichen Glückwunsch!
DrMusic, dies ist ein reiner Gedenk- und Trauerstrang, sozusagen wie ein großes Museum, in deren Hallen zum Gedenken die Bilder der verblichenen Großen hängen.
Aber du kannst ja einen Gratulations- und Jubiläumsstrang aufmachen.
Und jetzt pssst, Ruhe, hier ist es wie in jeder Galerie und jedem Museum - durchwandeln und schweigend gedenken.
LG
Paisley
(pssst...)
Inge Meysel hat's heute auch erwischt.
Ich mochte sie ja nie sonderlich, weil "Mutter der Nation", aber sie hat sich im deutschen TV ja verdient gemacht. Immer präsent, unbequem und immer einen flotten Spruch auf den Lippen. Das muss man ihr zugute halten. Und ein gesegnetes Alter hat sie erreicht. 94 Jahre.
Bye bye, Inge.
Ich will auch von ihr noch ein Portrait hinzufügen.
Inge Meysel starb heute in ihrem Haus in Hamburg.
Am 30. Mai feierte sie ihren 94. Geburtstag.
http://www.brustkrauler.de/inge.gif
Sie wir unvergessen bleiben.
Heute ist Billy Mo gestorben.
Der Jazz-Trompeter und Schlagersänger Billy Mo ist in Hannover nach langer Krankheit im Alter von 81 Jahren gestorben. Er starb am Morgen in einem Krankenhaus an Herzversagen.
Billy Mo war mit den Schlagern «Ich kauf mir lieber einen Tirolerhut» und «Wenn die Elisabeth» berühmt geworden.
Johnny Harms
17.07.2004, 01:14
Dabei konnte er viel mehr und besseres.
Ich hatte das schon mal geschrieben (http://www.alles-bonanza.net/forum/showthread.php?s=&threadid=18981&perpage=10&highlight=Billy%20AND%20Trinidad&pagenumber=33)
Ein Abschiedsgruß an den "Blexer Ehrenbürger" von
http://www.einsiedler-on-tour.de/Billy_Mo/IMAG0009.JPG
Johnny
Johnny Harms
23.07.2004, 01:11
Sascha Distel ist im Alter von 71 Jahren verstorben.
Hier sind einige seiner Titel:
Accroche un Ruban
Le scandale dans la famille
Ma femme
Ma Premiere Guitare
Monsieur Cannibale
Oh quelle nuit
Scoubidou
Toute la pluie tombe sur moi (Raintrops keep fallin..)
Zazie müßte einige Titel auf ihrer CD haben.
Der Bursche war übrigens ein Wahnsinns-Gitarrist.
Von ihm war meine erste Platte auf Französisch
Mon beau Chapeau
Wieder ein Teil meines Lebens vergangen.
Johnny
Sacha Distel. Er sang in 5 Sprachen, darunter auch in Deutsch, am bekanntesten der Titel Der Platz neben mir ist frei - nun ist auch sein Platz frei geworden.
Lichtblau
23.07.2004, 11:29
Adieu, Sacha Distel. Mir wirst du mit "Adios Amigo, es ist Zeit zu gehn" in Erinnerung bleiben.
Auch ihm gebührt ein Bildnis in diesen Hallen:
http://www.retrojeunesse60.com/1960.jpg
Sacha Distel im Jahre 1960...
http://www.bbc.co.uk/radio4/factual/media/sacha_distel.jpg
... und in fortgeschritteneren Jahren.
Johnny Harms
23.07.2004, 20:30
Danke, ich hatte leider kein Bild gefunden.
Johnny
Eben im Pappenforum gesehen:
Serge Reggiani (http://www.prisma-online.de/tv/person.html?pid=serge_reggiani) ist heute im Alter von 82 Jahren gestorben.
Ein eigenartiger, aber auch großer Schauspieler und Chansoniere.
Vielleicht wiederholt das Fernsehen ja zu diesem traurigen Anlass einen seiner Filme.
Johnny Harms
24.07.2004, 03:42
Ich mochte Serge Reggiani sehr und auch den Saxophonisten Illionois Jacquet der auch gestern im Alter von 81 Jahren starb.
http://images.amazon.com/images/P/B000000YSO.01._PE_SCMZZZZZZZ_.jpg
Johnny
Johnny Harms
02.08.2004, 06:36
Die Schriftstellerin Isabella Nadolny
ist im oberbayerischen Traunstein im
Alter von 87 Jahren gestorben.
Wie ihr Sohn, der Autor Sten Nadolny, mitteilte, erlag die Literatin den Folgen eines Schlaganfalls. Isabella Nadolny wurde vor allem in den 60er Jahren einem größeren Publikum durch ihre
Romane "Ein Baum wächst übers Dach", "Vergangen wie ein Rauch" und das "Seehamer Tagebuch" bekannt.
183 Romane hat sie bis vergangenes Jahr übersetzt, darunter Segals Love Story
Zum Leidwesen ihrers Verlegers wollte sie kein meolakolisches Buch schreiben, weil sie zu viel Glück im Leben hatte, um etwas Trauriges zu schreiben."
http://www.traunsteiner-tagblatt.de/pic/CB13-2004-Nadolny.jpg
Der traurige Anlass sollte der Anlass sein, um in diesem Sommer etwas von ihr zu lesen.
Johnny
Johnny Harms
09.08.2004, 23:22
"King Kong"-Star gestorben
Die Schauspielerin Fay Wray, die durch
den Kinoklassiker "King Kong beerühmt
wurde, ist tot. Wie der US-Sender CNN
berichtete, starb sie am Sonntag in ih-
rem Haus in New York. Die gebürtige Ka-
nadierin war 96 Jahre alt. 1933 feierte
sie in "King Kong" als Ann Darrow ihren
größten Erfolg.
http://www.fantafilm.it/attori/wray.jpg
Johnny
Johnny Harms
09.11.2005, 17:16
Carola Höhn, Ufa - Star der 30er Jahre und zuletzt als Schwiegermutter von Pfitze in Praxis Bülowbogen, auch deutsche Stimme von Katherine Hepburn ist im Alter von 96 Jahren gestorben.
http://www.deutsche-synchronsprecher.de/hoehn_carola.jpg
Johnny Harms
15.11.2005, 23:58
Einem Krebsleiden erlegen
Hanne Haller ist tot
Die Schlagersängerin, Komponistin und Produzentin Hanne Haller ist im Alter von 55 Jahren gestorben. Wie die "Bunte" berichtet, erlag die Sängerin nach fünfwöchigem Koma einem Krebsleiden. Sie lebte zuletzt am Tegernsee in Bayern.
http://www.n-tv.de/img/602302_src_path.jpg
Die Tochter einer Opernsängerin aus Rendsburg in Schleswig-Holstein zog bereits 1972 nach München und lernte bei einem Freund von der Pike auf den Beruf des Tonmeisters. 1981 gelang ihr der entscheidende Durchbruch als Sängerin, Komponistin und Produzentin.
"Samstagabend" wurde ihr erster großer Hit. 1983 bekam die Künstlerin für ihre dritte LP "Augenblicke" den "Deutschen Schallplattenpreis" der Phonoakademie. Mit der Gruppe "Wind" kam sie zwei Jahre später mit dem von ihr komponierten Lied "Für alle" beim Internationalen Grand Prix auf Platz zwei.
Seither schrieb und produzierte Hanne Haller auch für Gesangskollegen wie Daliah Lavi, Katja Ebstein, Caterina Valente, Johannes Heesters oder Milva. Drei Mal erhielt die beliebte Sängerin die "Goldene Stimmgabel". Ihre letzte CD "Gute Nachricht" war im November 2004 erschienen.
Johnny
Gefallen. Endgültig
Der Singer/Songwriter Chris Whitley ist tot. Seine Songs und Konzerte wuchsen immer dann am größten, wenn er sich an
Visionen klammerte, Hoffnungen manifestierte, Sehnsüchte, Ist-Zustände
momentanen Glücks. Seine musikalische Klasse als Gitarrist und Sänger aber
unterlag auf all seinen eingespielten CDs nur höchst selten Schwankungen.
Mindestens 13 Editionen seit 1991 könnten von Chris Whitley in den
heimischen Sammlungen stehen, allesamt randvoll erdigstem Blues, fiebrigstem
Soul, energetischstem Rock. Soloplatten, Bandplatten, bei großen Firmen
erschienen, bei kleinen gehütet wie Schätze, was die Betreiber dieser Label
wiederum mit den zahlreichen Whitley-Fans weltweit gemein hatten.
"Soft Dangerous Shores" kam im Sommer dieses Jahres heraus. Diese CD
"bündelt alles, was öffentlich zu und mit Chris Whitley zu sagen ist.
Momentan." So schloss der DNN-Porträtartikel zur Platte. Whitley war zu
diesem Zeitpunkt wieder gesundheitlich angeschlagen, mental schwerer denn je
aufzurichten. Der Intensität seines Lebens wurde ein weiteres Mal von außen
ein Riegel vorgeschoben. Die Kräfte schwanden einfach. Seine besten Freunde,
seine Familie, Tochter Trixie und Vater Daniel, seine Freundin wussten es,
ohnmächtig, wirklich ohne Macht einzugreifen. Sie taten, was ihnen gegeben
war, und es war unglaublich viel. Wer die letzte Eintragung auf der
offiziellen Website aufmerksamer als gewöhnlich gelesen hat - sie stammt vom
11. November - braucht den Raum zwischen den Zeilen nicht mehr. Chris
Whitley war auf tägliche Pflege angewiesen und bekam sie in seiner Heimat.
Doch auch hier in Dresden hatte der in Houston/Texas Geborene für eine
wichtige Zeit seinen Lebens-, Liebes- und Arbeitsmittelpunkt. Von hier aus
begannen mit den Dresdner Musikern Matthias Macht und Heiko Schramm die
Reisen, die nie nur Wegstrecken zwischen Orten waren, nie nur Jobs, Gigs,
Stationen.
"Breaking Your Fall" ist eines der am meisten berührenden Whitley-Stücke. Er
ist gefallen. Endgültig. Chris ist tot, gestorben mit 45. Er wird zu jenen
Populär-Musikern unserer Zeit gehören, die wir wirklich vermissen. Weil es
einfach gut war, sie gekannt zu haben. Wie tief, wie gut, wie flüchtig auch
immer. Mehr ist heute nicht zu sagen.
Ein Nachruf von Andreas Körner (Dresdner Neueste Nachrichten)...
Noch ein großartiger Musiker hat uns bereits am 5.11. verlassen.
Link Wray ist tot
It is with great sadness that we inform you that Link Wray passed away from heart failure at his home in Denmark on November 5, 2005. He was buried after a private service at Christians Church in Copenhagen Denmark on November 18, 2005.
He was a Korean War veteran and very proud of his service to his Mother Country.
Link Wray played music for over sixty years, always staying true to himself. Not settling for the "oldies circuit", Link continued to release new music throughout his career. He recently completed a lengthy tour of the USA just four short months before his death.
Link Wray laid the foundation of rock and roll guitar, influencing the likes of Pete Townshend, Bob Dylan and Neil Young, as well as hundreds of thousands of musicians and millions of fans all over the world.
Punk rock, grunge, garage, rock guitar, surf, heavy metal and more...it all started with Link Wray. He shared the stage with everyone from Patsy Cline to Bruce Springsteen. He is truly an unsung hero of rock and roll.
Link's "Jesus God" has called him home and Heaven is rocking a whole lot harder tonight.
Rest in Peace Link.
http://www.wraysshack3tracks.com/intro.html
Johnny Harms
06.12.2005, 12:16
Kabarettist Hanns Dieter Hüsch 80-jährig gestorben
http://www.contraermusik.de/huesch.jpg
Moers (epd). Der Kabarettist Hanns Dieter Hüsch ist tot. Er starb nach langer Krankheit in der Nacht zum Dienstag im Alter von 80 Jahren, wie eine Sprecherin seiner Geburtsstadt Moers mitteilte.
Hüsch galt als einer der bedeutendsten deutschen Kleinkünstler. Er stand über 50 Jahre auf der Bühne. Wegen einer schweren Krebserkrankung hatte er im Jahr 2000 sein Abschiedsprogramm gegeben. Seinen letzten Auftritt hatte er wenige Wochen vor einem Schlaganfall, den er im November 2001 erlitt.
Mehr als fünf Jahrzehnte lang produzierte Hüsch seine Kleinkunst und prägte das literarische Kabarett in Deutschland. Er hatte eine Fülle von Radioauftritten, schrieb Bücher, produzierte Schallplatten und CDs. Ehrungen wurden ihm reichlich zuteil: Er erhielt unter anderem das Bundesverdienstkreuz, den Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen, den «Kabarett-Oscar» und gleich zwei Mal den Deutschen Kleinkunstpreis.
Johnny
Johnny Harms
06.12.2005, 12:31
Milo Dor gestorben
http://www.dnevnik.co.yu/arhiva/03-11-2002/akt/MiloDor06.jpg
Der Schriftsteller Milo Dor, Mitglied der Gruppe 47 um Günter Grass, ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Wie die österreichische Nachrichtenagentur APA meldete, starb Dor am Montag in einem Wiener Krankenhaus. Er habe Anfang des Jahres einen Herzinfarkt erlitten und sich davon nie richtig erholt.
Geboren wurde Dor als Sohn einer serbischen Familie in Ungarn am 7. März 1923. Die Familie zog nach Belgrad, später lebte er in Wien. Über seine ost- und mitteleuropäischen Wurzeln sagte er einmal, er sei ein «Österreicher, Wiener und Europäer serbischer Abstammung.» Sein bekanntestes Werk war die Trilogie «Die Raikov-Saga», in der er das langsame Ende der österreichisch-ungarischen Monarchie und die gesellschaftlichen und politischen Veränderungen in den Jahrzehnten danach beschrieb.
Der österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel würdigte Dor als «wichtigen Vermittler» zwischen den verschiedenen Völkern Südosteuropas. Dor habe viele Brücken zwischen Österreich und den Balkanländern geschlagen.
Johnny
Ich habe mal seine Orgel getroffen.
http://www.hoeflichepaparazzi.de/bilder/files/12073-hueschorgel.jpg
Huch, Bearbeitungssperre schon nach 5 Minuten.
Ich habe mal seine Orgel getroffen.
Das war am Tag der ersten Mondlandung.
Ich war mit meinem Vater und meinem Bruder im Fernseh-Studio Wandsbek.
Mein Onkel ist Hobbyastronom, er hatte über seinen Astronomenverein Zuschauerkarten bekommen.
Die Mondlandung hatten wir im Studio miterlebt.
Aus Langeweile lief ich etwas auf dem Studiogelände herum und da stand sie, nussbaumfarben, sehr eckig und klein. Alleingelassen, halb im freien und es sah nach Regen aus. Irgendwie kam sie mir bekannt vor.
Gegen Mitternacht sind wir nach Hause gefahren und und ich hätte den Ausstieg aus dem Raumschiff, der um vier Uhr morgens vorgesehen war, per TV vom Bett aus verfolgen dürfen. Bis dahin war allerdings noch etwas Zeit und diese Zeit füllte Hanns Dieter Hüsch mit seiner Philicordia Orgel.
Welche für den Anlass angemessene Lieder er da gesungen haben mag möchte ich mir garnicht vorstellen.
Nun wusste ich was diese Orgel bedeutet, Hanns Dieter Hüsch, der Allerunausstehlichste, einst Freund von Degenhardt und Süverkrüp, seit Burg Waldek 1968 ihr Erzfeind.
Den Ausstieg aus der Raumfähre, das EVA, habe ich dann nur im Halbschlaf miterlebt.
Gorman Truart
07.12.2005, 12:17
Ich habe eben gelesen er sei für die Bezeichnung "Dick und Doof" verantwortlich, was elitäre Cineasten immer als Majestätsbeleidung anprangern. Ich finds ok, zumal diese Namen ja nie ausgesprochen wurden.
cosmic zack
07.12.2005, 12:20
Hanns Dieter Hüsch, der Allerunausstehlichste
Wie, zum Teufel, ist das denn jetzt gemeint?
"der Allerunausstehlichste" soll Robert Gernhardt über Hüsch gesagt haben.
Wie er das gemeint hat kann ich dir nicht sagen weil Gernhardt an seinen Telefonanschluss ein Faxgerät angeschlossen hat und auf der anderen Leitung seine Frau ständig telefoniert.
In eigenen Worten des in Moers am Niederrhein geborenen Hüsch:
"Der Niederrheiner weiß nix, kann aber alles erklären. Und umgekehrt. Wenn man ihm etwas erklärt, versteht er nix. Das heißt, er versteht es manchmal schon. Aber er will es nicht einsehen."
Ich denke so ist das gemeint und so meinte ich es.
Knappe Wamba
12.12.2005, 10:45
US-Komiker Richard Pryor
Er war ein Pionier, einer der ersten schwarzen Künstler in Hollywood, die den Mächtigen der Traumfabrik diktieren konnten, ob und zu welchen Konditionen er für sie spielte. Richard Pryors Gehaltsvorstellungen waren nicht eben bescheiden: 1983 erhielt er für einen Fünfjahresvertrag bei Columbia über 40 Millionen Dollar. Mit seinen derben Witzen war der Komiker in den siebziger Jahren zu einem der bestbezahlten Schauspieler im Filmgeschäft aufgestiegen. Pryors lockerer Stil machte den Erfolg anderer Spaßvögel wie Eddy Murphy oder Robin Williams erst möglich. Mit Filmen wie "Silver Streak", "The Bingo Long Traveling All-Stars and Motor Kings" und "Which Way Is Up?" feierte Pryor die größten Erfolge. Eines seiner bestimmenden Themen war die Rassendiskriminierung. Als Sänger, er gewann drei Grammys, sprach er das Problem in Titeln wie "That Nigger's Crazy" an, als Moderator der Oscar-Verleihung 1977 machte er sich darüber lustig, daß Harry Belafonte und Sidney Poitier die einzigen schwarzen Mitglieder der Filmakademie waren. Privat bestritt Pryor noch schwerere Kämpfe, gegen Alkohol- und Drogensucht und gegen die Multiple Sklerose. Jetzt ist er, 65jährig, in einem Krankenhaus in San Fernando Valley an einem Herzinfarkt gestorben.
BM
Schocker
12.12.2005, 21:20
Schade, war ein guter Mann. Jackson Browne hat ihm schon Ende der 70er auf der LP "Running on empty" ein musikalisches Denkmal gesetzt:
Now we got country and western on the bus,
R'n'B, we got disco in eight tracks and cassettes in stereo
We’ve got rural scenes and magazines
We’ve got truckers on the CB
We’ve got Richard Pryor on the video
Johnny Harms
20.01.2006, 13:22
Eben kommt die Meldung, dass gestern Carola Stern in Alter von 80 Jahren verstorben ist.
http://www.usedom-exclusiv.de/bilder/herbst2002bilder/stern.jpg
Ich habe diese Frau immer bewundert, vor allem auch weil sie freimütig darüber sprach, dass sie ihrem Leben Ansichten vertrat, die sie später ablehnte.
Johnny
Wie ich soeben aus einem anderen Forum erfahren habe, ist der Musiker
Rick van der Linden (http://members.home.nl/ekseption/) ("Ekseption") am Sonntag früh im Alter von 59 Jahren verstorben.
http://members.home.nl/ekseption/rickvanderlinden.gif
5. Aug 1946 - 22. Januar 2006
Über Wilson Pickett am Freitag hat leider keiner etwas geschrieben, das sollte man mal nachholen.
Johnny Harms
23.01.2006, 14:05
"man" heißt immer "ich".
J.
cosmic zack
24.01.2006, 23:04
Ganz bemerkenswert: in den Tagesthemen wurde nach der Todesmeldung ein Ausschnitt aus einem Live-Konzert gezeigt, natürlich "In a midnight hour"
Der Musikproduzent und DJ Mark Spoon ist tot. Der 39-jährige Musiker wurde am 11. Januar in seiner Wohnung in Berlin tot aufgefunden. Er starb an herzversagen.
Mark Spoon wurde Anfang der 90er Jahre mit dem DJ-Duo Jam & Spoon über Deutschland hinaus bekannt. Einer seiner größten Hits war «Right In The Night». Auch bei der Love Parade in Berlin trat er auf. Zudem produzierte er zahlreiche Remixe anderer Gruppen wie Frankie Goes To Hollywood. Er gilt auch als Entdecker des Musikers Dr. Alban.
Knappe Wamba
27.01.2006, 10:21
Robert Sheckley wurde 1928 in New York geboren, wuchs aber fern der großen Stadt in Maplewood/New Jersey auf. Nach Abschluss der High School schlug er sich mit Gelegenheitsjobs durch, unter anderem als Gärtner, Verkäufer, Lagerarbeiter und Barkeeper, außerdem schrieb er erste Gedichte, Stücke und Erzählungen. Den Militärdienst absolvierte er vor allem in der Etappe als Truppenzeitungsredakteur, Zahlmeister und zuletzt Gitarrist der Militär-Tanzkapelle. Nach der Rückkehr in die Heimat studierte Sheckley in New York Englisch, Psychologie und Philosophie und machte 1952 seinen Bachelor of Arts. Nach einem kurzen Intermezzo als Ingenieur im Flugzeugbau fand er seine wahre Profession im Schreiben, und noch im Jahr 1952 erschienen in Magazinen seine ersten Storys »Final Examination« und »We Are Alone«. Danach wurde er freier Autor.
In den Jahren 1970 bis 1977 lebte Robert Sheckley auf Ibiza, bis 1980 dann in London, wo er den Literaturteil des Magazins OMNI betreute. Nach seiner Rückkehr in die USA hielt er Vorlesungen über Science Fiction an verschiedenen Universitäten.
Robert Sheckley war ein Meister der Parodie und der Satire, er schrieb immer lustig, aber nie albern. In seinem Werk, insbesondere in den frühen Jahren, finden sich einige Krimis und reine Abenteuergeschichten, indes das, was seinen Ruf als Altmeister begründete, war ohne Zweifel die Science Fiction.
In den 1950er und zum Teil auch den 1960er Jahren prägte Sheckley die englischsprachige Science-Fiction-Literatur maßgeblich mit und verhalf insbesondere der Kurzgeschichte zu neuer Blüte. Seine Meisterwerke der kurzen Prosa entstanden fast alle in dieser Zeit und erschienen häufig in der Zeitschrift GALAXY. Er war ein zorniger junger Mann, der die Doppelmoral seiner Zeit in subtilen Geschichten angriff und satirisch überhöhte. Die Geschichten lesen sich leicht und sind unterhaltsam, ihre Wirkung entfaltet sich aber um so eindringlicher. Trotzdem könnten sie heute völlig in Vergessenheit geraten sein, wenn Robert Sheckley sie nicht in Sammelbänden wie Untouched by Human Hands (1954, dt. 1982 Für Menschen ungeeignet), Citizen in Space (1955, dt. 1963 Utopia mit kleinen Fehlern), Pilgrimage to Earth (1957, dt. 1982 Pilgerfahrt zur Erde) oder Notions: Unlimited (1960, dt. 1983 Fütterungszeiten unbekannt) einem Lesepublikum außerhalb der Pulp-Szene bekannt gemacht hätte. 1984 erschien in der DDR eine besonders gelungene Ausgabe von Pilgerfahrt zur Erde, die Sheckley zu einem der wenigen dort bekannten US-amerikanischen SF-Autoren machte.
Robert Sheckleys Roman-Œuvre ist verglichen mit seinem überbordenden Schatz an Kurzgeschichten relativ überschaubar, aber nicht weniger originell. Bereits in The Status Civilization (1960, dt. 1963 Planet der Verbrecher) kündigt sich eines der Grundthemen Sheckleys an, die sozialisierte und faktisch legalisierte Kriminalität, die eigentlich eine Abschaffung der Kriminalität bedeutet. Was nicht verboten ist, ist erlaubt. Wenn sich alle einig sind, ist auch die größte Abartigkeit und Brutalität allenfalls ein Kavaliersdelikt. Dieser Gedanke des Tötens als Gesellschaftsspiel findet seinen Höhepunkt in The 10th Victim (1966, dt. 1985 Das zehnte Opfer) und Victim Prime (1987, dt. 1987 Das Jäger-Spiel). The 10th Victim basiert auf der vom Regisseur Carlo Ponti verfilmten Kurzgeschichte »The 7th Victim«, ähnlich gelagert ist auch die Story »The Price of Peril«, die Wolfgang Menge fulminant unter dem Titel Das Millionenspiel verfilmte – Mord und Totschlag als dekadentes Spiel mit freiwilligen Jägern und Opfern, deren Aktionen durch Schiedsrichter überwacht werden. Hat man seinen Titel zehnmal verteidigt, darf man nicht mehr getötet werden (jedenfalls nicht legal).
Robert Sheckley wurde in seinen Warnbildern zunehmend pessimistischer und floh schließlich in die Scheinwelt der Fantasy. 1991 bzw. 1993 schrieb er zusammen mit Roger Zelazny die parodistischen Romane Bring Me the Head of Prince Charming (dt. 1996 Bringt mir den Kopf des Märchenprinzen) und If at Faust You Don’t Succeed (dt. 1996 Wer immer sterbend sich bemüht). Obwohl schon von etwas altersmüdem Humor, aber immer noch voll von gelungenen Dialogen und überraschenden Pointen ist auch Bill, the Galactic Hero on the Planet of Bottled Brains (1990 mit Harry Harrison, dt. 1994 Bill, der galaktische Held: Die Welt der essbaren Gehirne).
Eines der faszinierendsten Bücher dürfte Options (1975, dt. 1986 Der unbegrenzte Mann) sein. Der Roman ist eigentlich ein Konglomerat aus literarischen Vignetten, die sich zu einer anspruchsvollen und sehr experimentellen Handlung fügen. Der Raumfahrer Tom Mishkin erlebt surreal anmutende, beinahe philosophische Abenteuer.
Dramocles (1983, dt. 1985) ist hingegen mehr bodenständiger Lust am Parodieren einschlägiger, ähnlich auch von Douglas Adams auf die Schippe genommener, Klischees der SF und der Weltraumopern verhaftet.
Robert Sheckley erhielt für seine Werke fast alle wichtigen SF-Preise. Zuletzt sind in den USA bei NESFA Press zwei umfangreiche Sammelbände mit seinen besten Romanen und Erzählungen erschienen. In den letzten Jahren wurde es ruhiger um ihn, doch er besuchte gelegentlich noch als Ehrengast SF-Conventions. Am WorldCon 2005 in Glasgow konnte er aufgrund seiner angeschlagenen Gesundheit nicht mehr teilnehmen.
Am 9. Dezember 2005 ist Robert Sheckley im Alter von 77 Jahren in einem Krankenhaus in Poughkeepsie an den Folgen einer Herzoperation verstorben.
Willi Winzig
22.03.2006, 18:50
Hallo Nowhere Man, dies ist eine Meldung für dich!
Folgenden Text von dir habe ich über Google aus einem älteren Strang gefunden. Es ist für mich der erste Hinweis auf das Joint-Meeting in Düsseldorf. Ich glaube es war 1970, bin aber auch nicht ganz sicher.
Mich würde dringend interessieren, wer sonst noch so dabei war. Ich erinnere mich an Humble Pie, Taste, Ginger Baker´s Airforce, Marmelade, Edgar Broughton Band, Free, Cuby + Blizzards, Ekseption, Slade - und dann hörts schon bald auf.
Wer weiß sonst noch was über das 3-Tage-Festival in der Eissporthalle Düsseldorf?
Gruß
WW
Dick Heckstall-Smith - den habe ich 1970 (oder 1971 ?) live bei einem Festival ("Joint Meeting") in Düsseldorf gesehen. "Colloseum" war eines der Highlights der 3-tägigen Veranstaltung - aus meiner Sicht sogar der absolute Höhepunkt.
__________________
Die Realität ist ein Alptraum, der durch Alkoholmangel hervorgerufen wird.
--------------------------------------------------------------------------------
Geändert von Nowhere man (27.12.2004 um 21:18 Uhr).
cosmic zack
23.03.2006, 12:32
Meinem staubigen Gedächtnis konnte ich noch folgende Namen entlocken:
Steamhammer (haben wegen der enthusiastischen Publikumsreaktion sogar an zwei Tagen gespielt)
Amon Düül 2 (für mich neben Humble Pie die beste Band des Festivals)
Love Affair (wurden fast genauso ausgebuht wie Marmelade, weil sie als Teeniebopperband nicht akzeptiert wurden)
Move
Arthur Brown
Rare Bird
Keef Hartley Band
Family
Und noch irgendeine holländische R ’n R Revival Band, die mit Früchten beworfen wurde und nach einem Stück die Segel strich
Johnny Harms
23.03.2006, 13:22
Darf ich euch bitten diese Diskussion in einen anderen Raum zu verlegen.
Hier ist anderes angesagt.
Schaut mal auf #1 (http://www.allesbonanza.net/forum/showthread.php?t=19089&page=14&pp=5)
Johnny
Willi Winzig
24.03.2006, 15:34
Ist ja toll - danke Cosmic Zack!
Zu Family fällt mir noch ein: beim Auftritt fiel die Gesangsanlage von Roger Chapman aus. Als die Techiker das Problem endlich behoben hatten und Chappo wieder konnte - hat der Kerl losgelegt!
Diese holländische R+R Band, ?? weiß ich nicht mehr - Mit Apfelsinenbomben wurden nach meiner Erinerung Marmelade (wie passend) und Slade beworfen. War das nicht Slade? - Die waren damals eine frühe Skinhead-Band mit Knobelbechern usw. Oder hab ich das verdreht?
Kannst du dich noch an das Datum erinnern? 1970-71?
-- Wir sollen die Diskussion in einen anderen Raum verlegen? Wie geht denn das??
Gruß
WW
Johnny Harms
24.03.2006, 16:37
Da schreiben z. B. (http://www.allesbonanza.net/forum/showthread.php?t=19190)
Johnny
Willi Winzig
25.03.2006, 02:38
So - jetzt sind wir also im Nebenraum.
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Ist ja toll - danke Cosmic Zack!
Zu Family fällt mir noch ein: beim Auftritt fiel die Gesangsanlage von Roger Chapman aus. Als die Techiker das Problem endlich behoben hatten und Chappo wieder konnte - hat der Kerl losgelegt!
Diese holländische R+R Band, ?? weiß ich nicht mehr - Mit Apfelsinenbomben wurden nach meiner Erinerung Marmelade (wie passend) und Slade beworfen. War das nicht Slade? - Die waren damals eine frühe Skinhead-Band mit Knobelbechern usw. Oder hab ich das verdreht?
Kannst du dich noch an das Datum erinnern? 1970-71?
Gruß
WW
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Hallo Nowhere Man, dies ist eine Meldung für dich!
Folgenden Text von dir habe ich über Google aus einem älteren Strang gefunden. Es ist für mich der erste Hinweis auf das Joint-Meeting in Düsseldorf. Ich glaube es war 1970, bin aber auch nicht ganz sicher.
Mich würde dringend interessieren, wer sonst noch so dabei war. Ich erinnere mich an Humble Pie, Taste, Ginger Baker´s Airforce, Marmelade, Edgar Broughton Band, Free, Cuby + Blizzards, Ekseption, Slade - und dann hörts schon bald auf.
Wer weiß sonst noch was über das 3-Tage-Festival in der Eissporthalle Düsseldorf?
Gruß
WW
Dick Heckstall-Smith - den habe ich 1970 (oder 1971 ?) live bei einem Festival ("Joint Meeting") in Düsseldorf gesehen. "Colloseum" war eines der Highlights der 3-tägigen Veranstaltung - aus meiner Sicht sogar der absolute Höhepunkt.
__________________
Die Realität ist ein Alptraum, der durch Alkoholmangel hervorgerufen wird.
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Geändert von Nowhere man (27.12.2004 um 21:18 Uhr).
Meinem staubigen Gedächtnis konnte ich noch folgende Namen entlocken:
Steamhammer (haben wegen der enthusiastischen Publikumsreaktion sogar an zwei Tagen gespielt)
Amon Düül 2 (für mich neben Humble Pie die beste Band des Festivals)
Love Affair (wurden fast genauso ausgebuht wie Marmelade, weil sie als Teeniebopperband nicht akzeptiert wurden)
Move
Arthur Brown
Rare Bird
Keef Hartley Band
Family
Und noch irgendeine holländische R ’n R Revival Band, die mit Früchten beworfen wurde und nach einem Stück die Segel strich
Johnny Harms
26.03.2006, 12:10
US-Country-Sänger Buck Owens gestorben
http://www.pulsetc.com/hottickets/Buck-Owens.jpg
Washington - Der amerikanische Country-Star Buck Owens ist im Alter von 76 Jahren in seinem Haus im kalifornischen Bakersfield gestorben. Das teilte seine Familie mit. Owens brachte vor allem in den 60er Jahren eine Reihe von Hits an die Spitze der Country-Charts. Seinen ersten Nummer-1-Hit „Under Your Spell Again” veröffentlichte er 1959. Der 1929 in Texas als Alvis Edgar Owens geborene Musiker wuchs in Arizona auf und arbeitete unter anderem als Baumwollpflücker. In den 50er Jahren startete er seine Karriere.
dpa-infocom Sonntag, 26. März 2006, 9:58 © RZ-Online GmbH &
Johnny
Johnny Harms
28.03.2006, 04:19
Stanislaw Lew verstorben
http://www.tagesspiegel.de/wochenbilder/2006/kw13/060327lem_dpa_50x35.jpg
Der polnische Science-Fiction-Schriftsteller Stanislaw Lem stirbt im Alter von 84 Jahren in Krakau. Lem galt als Vordenker technischer Entwicklungen, die in seinen Romanen noch Zukunftsvision waren, inzwischen aber Wirklichkeit sind - vom Internet über die Genforschung bis hin zur "künstlichen Intelligenz". Zu Weltruhm gelangte er mit Werken wie "Solaris", "Sterntagebücher" oder "Der Unbesiegbare".
Johnny
cosmic zack
05.04.2006, 16:17
Am Tag nach seiner Live-Show in Cardiff verstarb der phantastische Sänger Gene Pitney. http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,409932,00.html
Johnny Harms
06.04.2006, 04:11
http://www.nndb.com/people/583/000045448/pitney.jpg
Und Ingenieur Hugo Kirnbauer ist ebenfalls tot.
http://ooe.orf.at/stories/106583/
Wer erinnerte sich nicht an sein Gespräch mit Hermes Phettberg bei den "Netten Leitn"? Und wie der erklären konnte, z.B. weshalb ein Flugzeug fliegt!
Ich danke für die Aufmerksamkeit
Schauspieler Klaus Dahlen hat es auch erwischt:
Klaus Dahlen gestorben (http://www.netzeitung.de/kultur/399223.html)
moddekuggl
11.06.2006, 12:54
Er macht nicht mehr dam dam dam dam
Drafi Deutscher ist nicht mehr unter uns!
Bergmann
28.07.2006, 12:49
Elisabeth Volkmann tot
Die in Essen geborene Schauspielerin Elisabeth Volkmann ist in ihrer Münchner Wohnung tot aufgefunden worden.
Volkmann, wirkte seit 1960 in zahlreichen Fernsehproduktionen und Filmen mit. Einem breiten Publikum wurde die Schauspielerin vor allem als Mutter der „Klimbim-Familie“ bekannt. Bevor die im Alter von 70 Jahren gestorbene Künstlerin zum Schauspiel kam, erhielt sie eine Ausbildung als Sopranistin.
Johnny Harms
17.08.2007, 12:25
Max Roach verstorben
Der Schlagzeuger Max Roach, der den Stil des modernen Jazz im wesentlichen mitbestimmte, ist iestern gestorben.
New York (AP) Der legendäre Jazz-Schlagzeuger Max Roach ist im Alter von 83 Jahren in New York gestorben. Roach, einer der Mitbegründer des Bebop und Zeit seines Lebens musikalischer Grenzgänger, erlag am Mittwochabend in einer Klinik in Manhattan einer langen Krankheit, wie seine Plattenfirma Blue Note Records am Donnerstag mitteilte. Der am 10. Januar 1924 in North Carolina geborene Musiker stand schon im Alter von 16 Jahren mit der Duke-Ellington-Band auf der Bühne. In den 40er Jahren spielte er mit dem Saxofonisten Charlie Parker und dem Trompeter Dizzie Gillespie, 1944 nahm er mit Gillespie und Coleman Hawkins eine der ersten Bebop-Platten auf. Roach prägte diese Stilrichtung mit seinen rhythmischen Erfindungen und Improvisationen am Schlagzeug. Mit seiner Fähigkeit, gleichzeitig verschiedene Rhythmen zu halten, durchbrach er den Viervierteltakt des konventionellen Jazz. Er machte das Schlagzeug zu einem gleichberechtigen Instrument neben Saxofon und Trompete. In den 40er und 50er Jahren musizierte er mit dem Charlie Parker Quintett, spielte Cool Jazz im Miles Davis Capitol Orchestra und Hard Bop an der Seite des Trompeters Clifford Brown. 1953 war er an einem legendären Auftritt in der Massey Hall in Toronto mit Charles Mingus, Parker, Gillespie und Bud Powell beteiligt. In diesen Jahren wählten rund 100 Jazz-Musiker ihn zum größten Jazz-Schlagzeuger aller Zeiten. Nach dem Tod von Freunden wie Parker, Brown und Powell stürzte Roach in eine Krise, kämpfte mit Drogen- und Alkoholproblemen. Mit Hilfe seiner ersten Frau, der Sängerin Abbey Lincoln, kam er zurück und brachte in der Ära des Free Jazz sein politisches Anliegen für die Bürgerrechte lautstark zu Gehör, wie 1960 mit der Platte: «We Insist! Max Roach's Freedom Now Suite». Roach war ständig auf der Suche nach neuen musikalischen Herausforderungen. Er reiste nach Ghana, spielte mit Gruppen aus Japan und Kuba, gründete die aus acht Schlagzeugern bestehende Gruppe M'Boom, trat mit einem Gospel-Chor oder einem Streichquartett auf. Ungeachtet aller Kritik fanden auch Rap und HipHop einen Platz in seinem musikalischen Universum. So trat er mit Fab Five Freddy auf. «Ich versuche meinen Schülern den Zusammenhang zwischen HipHop und Louis Armstrong zu zeigen», sagte Roach, der an der Universität Massachusetts lehrte, einmal. HipHop komme aus einem Milieu, in dem den Menschen jede Art kultureller Bereicherung verwehrt bleibe. 1988 schrieb die «New York Times» über ihn, er sei eines der Wunder der zeitgenössischen Musik: «Die abgerundete Eleganz seines Klangs am Schlagzeug stellt Max Roach als einen Meister ohnegleichen heraus.» Sein Freund Quincy Jones sagte zu seinem Tod: «Abgesehen davon, dass wir einen Giganten und Erneuerer verloren haben, habe ich einen großen Freund verloren. Gott sei Dank steckt ein Teil seiner Seele in seinen Platten, so dass ein Teil von ihm immer bei uns bleiben wird.»
Roach hat sich auch stark in der Bürgerrechtsbewegung engagiert.
Emil Erpel
22.01.2008, 12:27
Bobby Fischer, der Schachweltmeister von 1972, starb am 17. Januar an Nierenversagen.
Auch wenn er nach dem Titelgewinn bis 1992 völlig aus der Öffentlichkeit verschwand und die Wahl des Ortes (Belgrad) für sein Kurzzeitcomeback ungeschickt war, so bleiben sein Match gegen Boris Spasski in Reykjavik und der Weg dorthin legendär.
Johnny Harms
05.05.2009, 15:46
Ganz ohne Abschied wollen wir Fritz Muliar (http://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Muliar) doch nicht gehen lassen.
Ein großer Schauspieler, ein begnadeter Witzeerzähler, ein Erzkömidiant hat uns 70 Jahre erfreut.
Sein Schwejk war der beste von allen, man glaubte, Hašek habe Muliar vor Augen gehabt, als er seinen Titelhelden für die illustrationen zeichnete.
Das habe ich gestern auch gedacht. Er war Schweijk- und wird es immer bleiben
waldfee834
06.05.2009, 11:42
Und ich werde Opa Friedrich vermissen und natürlich Pitti
Pittiplatsch? Der kann doch eigentlich nicht sterben. Ernie hat ja auch eine neue Stimme gefunden.
Pitti wird ohne "seine" Stimme einen wesentlichen Teil seines "Seins" verlieren.
So wie bei Alf, Tommy Piepers Stimme war Alf (und er hat danach wohl nicht mehr viel machen können, weil jeder grinste wenn er sprach)
Ich weiss noch wie damals ein Sturm der Entrüstung durch Deutschland ging als "Ben Cartwright" einen anderen Synchronsprecher bekam.
Stimmt schon. Ich habe mich bei "Wer ist hier der Boss" immer amüsiert: wenn man nicht hinsah, dachte man, bei denen läuft Alf herum.
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