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Vollständige Version anzeigen : Enid Blyton


Brigitte H
05.07.1999, 00:04
Hanni und Nanni im Internat, wie hiess es noch? Mamsell, die ewige Schreckschraube. Das hab ich ebenso verschlungen wie 'Dolly', 'Die fünf Freunde' und 'Tamerlan der Waldmensch'. Hat das ausser mir noch jemand gelesen? Über den Titel bin ich mir nicht ganz sicher.

Uschi
06.07.1999, 16:46
Ich kann mich noch gut erinnern - Hanni und Nanni und auch Dolly hab ich verschlungen und ich schmökere auch heute noch ganz gerne darin...bin wohl doch ein hoffnungsloser Nostalgiker :-)
Ich konnte z.B. am Anfang Mademoiselle nicht auf französisch aussprechen (hatte noch kein Französisch in der Schule) und hab es immer so gelesen wie es da stand - und außerdem hab ich mir immer gewünscht in so einem Internat in die Schule zu gehen.
Vielleicht treib ich die Titel aller Hanni und Nanni und Dolly-Bücher auf...irgendwo muß es die ja noch geben...
Liebe Grüße aus Innsbruck
Uschi

elsbeth
14.07.1999, 23:14
Na klar, Hanni und Nanni!
Mit meiner zwei Jahre älteren Schwester zusammen hatten wir so fast alle Bände.
Nachts haben wir dann zu zweit 'Mitternachtspartys' gefeiert, teilweise mit verteilten Rollen..Wen gab es da doch alles?: Jenni, die ihre Zunge nie im Zaum halten konnte, die sommersprossige Bobby, Carlotta aus dem Zirkus und, und...
Auch wir wollten so gerne ins Internat.
Meine Mutter fand das alles hochpeinlich und versuchte uns an 'Literatur' heranzuführen. Sie dachte wohl, wer als Kind Blyton liest, liest als Erwachsener Groschenromane o.ä.
Für sie stand das alles auf einer Ebene wie Barbie Puppen.
Heute kann ich sie verstehen aber meine Schneider Bücher hab ich trotzdem noch nicht weggeschmissen :-)

sydow
16.07.1999, 20:47
schmeiß sie schnell wech, elsbeth, bevor sie deine kinder in deie hand bekommen :-)

Harald Leinweber
17.07.1999, 15:14
Guten Tag!
elsbeth, lass Dir nix einreden - behalt die Enid Blytron-Bücher, die lesen noch Deine Enkel und deiner Einkel Enkel.
Und warum auch nicht? Ich habe letztens 'Die See der Abenteuer' gelesen, und mir fiel auf, wieviel da gefuttert wird - und was! Da essen die Kinder voller Begeisterung Pfirsische - aus der Dose, und das finden sie ganz toll.
Soviel zu Lebensmittelrationierungen - in England bis in die 50er Jahre.
Und die Art und Weise, wie der Vogel von den Kindern in die Gruppe integriert wird, ist durchaus vorbildlich.
Also dann - viel Spass!
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit
Harald Leinweber
(Beitrag wurde von Harald Leinweber am 12.02.2000 um 17:48 Uhr bearbeitet.)

Cornelia
01.08.1999, 15:04
Hi,
ich habe alle Blyton-Kinderromane von meinen Eltern zu Geburtstagen usw geschenkt bekommen, NACHDEM meine Eltern sie selbst gelesen haben. Die fanden sie selbst spannend! Mir haben die 5 Freunde-Bücher immer am besten gefallen.

Christoph BM
01.08.1999, 19:37
na logo - Fünf Freunde -
Montags kam immer der Bücherei-Bus nach Höntrop, Wattenscheid.
Länger als drei Tage hielt ein 'Fünf Freunde' - Band sowieso nicht - Irgendwie war ich mir bloß manchmal nicht sicher, war George nun ein Mädchen oder ein Junge???
Meine beiden Schwestern lasen vor allem Hanni und Nanni
Nebenbei: in den 70ern gabs noch dieses eigenständige, wunderbare WATTENSCHEID - heute nur noch ein grauer Vor-ort von Bochum.....
Herzlich, Christoph

kristinemartina
08.08.1999, 00:42
zu hanni und nanni ist zu sagen , dass wir obwohl wir begeisterte fans waren, schwer unter dem hanni und nanni - fieber gelitten haben, als wir 1972 in eine neue schule kamen und unsere neue klasse hanni und nanni , den sportlichen, immer zu lustigen streichen aufgelegten zwillingen entgegenfieberte und .... da standen wir, zwei etwas pummelige, mit zöpfen behangene unsportliche zwillinge. könnt ihr euch diese enttäuschung vorstellen ? Ansonsten haben wir uns im hohen alter alle dolly, hanni +nanni, 5 freunde bücher nachgekauft, flohmärkte sind da besonders zu empfehlen.
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Hanne Soya
18.08.1999, 11:05
Hanni und Nanni habe ich nie gelesen, weil ich sie von vornherein fuer schlimm hielt, vielleicht fuer schmlimmer, als sie jemals gewesen sind.
Nach Hinunterwuergen einen Dolly-Sammelbands fuer 10 Mack war mir seinerzeitirgendwie uebel. Unbestritten, ich habe das Buch nicht beiseite gelegt. Aber sind die Protagonistinnen (Dolly und ihre kleine Schwester, oder was da noch fuer Kroppzeuch um sie 'rum war) nicht ekelhaft in ihrer abziehbildhaften Vorbildlichkeit und ihrem selbstgerechten Ehrgeiz?! Es blieb so ein bitterer Nachgeschmack, den ich mir damals noch nicht erklaeren konnte.
Ein heutiger Blick in meine ehemals heissgeliebten drei 'Elke, der Schlingel'-Baende (wer weiss, vielleicht tausendmal schlimmer als Hannu-Nannu) verraet noch tiefere Abgruende - so strotzend von Rechtschaffenheit und Strebertum, honigsuess und doch hart gegen sich selbst. Die Schlingelhaftigkeit wurde da gleich im Keim erstickt, was grundsaetzlich fuer rechtens befunden wurde... und der Geschichte jeden Reiz nahm.
Ein weiterer HanniNanni-Abklatsch duerften 'Tina und Tini' gewesen sein. Das saubloede Buch 'Tina und Tini finden den Schatz' wurde mir mal geschenkt - eine faule Ausrede, denn gelesen habe ich es trotzdem. Hat wenigstens nicht lange gedauert. Worum es darin geht, Ende inbegriffen, bedarf wohl keiner weiteren Erklaerung. Gaehnende Langeweile macht sich breit.
Was mich interessieren wuerde: Gibt es wohl einen Zusammenhang zwischen Hanni und Nanni und Konsorten-Konsumentinnen und den spaeteren Leserinnen von 'Freundin', 'Brigitte' und deren Schwestern?
Das waere doch glatt ein Thema fuer, mindestens, eine Magisterarbeit. Na, wer hat Lust?

Werrnerr
15.05.2002, 15:25
"Fünf Freunde", die "Abenteuer"-Serie, die "Geheimnis-Serie", "Die schwarze 7": ich habe sie alle verschlungen, diese Enid-Blyton-Bücher. Mir hat es nie etwas ausgemacht, dass in jeden Ferien jeder Geheimgang Englands von diesen Kindern gefunden wurde. Mich hat es nie gestört, dass sie an die 100 Abenteuer erlebte, ohne älter zu werden. Es war traut, familiär, ohne ernsthafte Gefahr.
Vor zwei Jahren habe ich alle Bücher aus meinem Elternhaus abgeschleppt und meinen Kindern geschenkt. Nun glaube aber ja niemand, die würden sich dafür interessieren. Das sei ja langweilig, maulen sie. Die würden ja immer nur seltsame Sachen essen und nichts würde passieren, argumentieren sie.
Tja, und aus ihrer Sicht muss ich ihnen Recht geben. Die Handlungen bauen sich in der Tat langsam auf, und in einer Zeit, in der die Kindersendungen im Viertelstundentakt actiongeladene Geschichte im Hauruck-Stil erzählen, kommen die Geschichten aus dem England der 50er Jahre wirklich recht betulich daher.
Aber die Erinnerung an meine Kindheit und an früheste Leseerfahrungen sind unauslöschlich von diesen Büchern geprägt.

Zazie
15.05.2002, 16:47
Danke fürs Hochwuchten Wernerr, dieser Strang war's auf jeden Fall wert!

Hanni und Nanni und Dolly habe ich früher auch gelesen, allerdings brauchte es seine Zeit, bis ich mich da rangetraut habe. Zuvor las ich nämlich nur Comics, Comics und manchmal auch Comics. Nun wollte meine Mutter gerne, dass ich auch mal richtige Bücher lese. Aber mich haben die zunächst abgestoßen: Es waren keine Bilder drin! Ganz schlimm fand ich die dicken Sammelbände, an die traute ich mich schon alleine wegen ihres Volumens nicht ran.

Aber eines Tages war es soweit. Ich hatte von irgendwoher - wahrscheinlich geschenkt bekommen - einige Hanni und Nanni und ich fing an zu lesen. So langsam wurde die Sammlung vervollständigt und es kam noch Dolly hinzu. Ich mochte Dolly immer lieber als die Zwillinge und habe demnach auch detaillierte Erinnerungen daran. Dollys kleine Schwester Felicitas; die eingebildete Zicke Evelyn; Will, die immer mit ihrem Pferd in Begleitung ihrer Brüder angeritten kam; Clarissa, Wills adelige Freundin, vom hässlichen Entlein zum schönen Mädchen; Susanne, Dollys beste Freundin; Mademoiselle Dupont, die nette, aber naive Französischlehrerin und Mademoiselle Rougier, die unbeliebte, grantige Französischlehrerin; die französischen Austauschschülerinnen, die meistens kein Wort von der Sprache verstanden... und immer dieses "Fräulein", mit dem die Lehrerinnen angesprochen wurden, mittlerweile vollkommen unzeitgemäß. Es stimmt schon, es war eine ganz schöne Schwarzweißmalerei und Klischeefrönerei und das wurde Enid Blyton ja auch häufig vorgeworfen. Außerdem waren die Internatsmädels ja irgendwie immer alle höhere Töchter. Manche waren sogar piekfein und mächtig reich. Was mich als unsportliches Kind damals schon immer genervt hat, war die Glorifizierung des Sports in diesen Büchern. Die Guten, Tollen, Interessanten waren immer supersportlich und trainiert (obwohl es bisweilen ja auch Charaktere gab, die das zu weit trieben). Wer unsportlich war, war entweder eine doofe zickige Kuh oder kränkelte. Auch dieser moralisch erhobene Zeigefinger war immer ein bisschen nervend. Machte die doofe Kuh irgendwas Niederträchtiges fiel es in Kürze auf sie zurück.
Egal, ich habe die Bücher trotzdem sehr gerne gehabt und ab und zu, wenn ich in einer Bibliothek bin, nehme ich mir diskret ein Dolly aus dem Regal und setze mich zum Lesen so hin, dass keiner sieht, was ich da in der Hand habe :-)

Die Dolly-Serie ist ja ziemlich weit geführt worden, war das mit Hanni und Nanni eigentlich genauso? Dolly führte in den letzten Bänden so richtig das Leben, was man von einer tugendhaften Frau erwartete: Hausmutter in ihrer ehemaligen Schule (sich um kranke Kinder zu kümmern war schließlich der respektabelste Beruf für eine Frau), mit Ehemann und einem Kind. Und sie hängt so sehr an ihrer geliebten Schule, dass sie eben als Hausmutter dahin zurückkehren muss. Ich glaube, im allerletzten Band wird sie sogar zur Schuldirektorin ernannt.

Und nein, die Hypothese, dass Hanni und Nanni- und Dolly-Leserinnen später zum Leserkreis von Brigitte, Freundin, Für Sie usw. werden, kann ich nicht bestätigen. Ich lese überhaupt keine Frauenzeitschriften. Außer beim Arzt oder ich bekomme sie geschenkt.

Knappe Wamba
15.05.2002, 16:59
Hanni und Nanni! Letztes Jahr Sylvester standen ein Freund und ich an der Käsetheke des Pennymarktes Hannover Linden. Wir erledigten gerade die Einkäufe für die Partyvorbereitung (Würstchen im Schlafrock) als ich nach einer Packung geschnittenen billigst Käse greife. Er ist aus der Käserei "Lindenhof". Ich habe meinen Bekannten auf der Stelle gefragt, ob er wusste , das dem Internat Lindenhof von Hanni und Nanni eine Käserei angeschlossen war?
Er sagte: Klar, das ist doch aus der Folge "Hanni und Nanni machen nur Käse"!

Streithaehnchen
15.05.2002, 17:06
JAA! Hanni und Nanni! Ich besaß alle Bände bis auf "Lustige Streiche mit Hanni und Nanni", das hatte ich als Schallplatte. Von Dolly hatte ich nur "Dolly kehrt zurück auf's Internat" ( oder so ), aber da Dolly in dem Buch bedeutend älter war als ich in echt, fand ich das nicht so interesant.
Das Internatsthema hat mich auch fasziniert: Die Mitternachtspartiers! Aber ich habe mich permanent gefragt, was wohl Sardellenpaste ist, die dort immer in Unmengen vertilgt wurde!

Zazie
15.05.2002, 17:18
Echt, haben die immer so viel Sardellenpaste gegessen? Weiß ich gar nicht mehr. Aber ich denke, man wusste früher auch nicht, dass sich das jeweilige Internat in England befand, weil ja immer alles so sehr eingedeutscht war. Naja, und die Engländer essen halt immer etwas komisch :-) Wundert mich eigentlich, dass die Sardellenpaste nicht auch lokalisiert wurde; warum haben die nicht Leberwurst oder sowas daraus gemacht.

Streithaehnchen
15.05.2002, 19:38
Dass das in England war, war mir schon klar, allein der Name "Hilda Wentworth" hat das ja nahe gelegt. Und es waren ja auch Hanni und Nanni Sullivan . Obwohl, so für mich habe ich das immer total deutsch ausgesprochen: Hilda Wentwort....

Vor ein paar Jahren war ich dann mal wieder in Berlin in der Kinderbibliothek. Dort mußte ich dann feststellen, dass wann wegen des großen Erfolgs von Hanni und Nanni noch weitere Bände hat schreiben lassen: von deutschen Autoren und auch in Deutschland angesiedelt....

Werrnerr
16.05.2002, 08:25
Seit wann heiß ich Wummi?

Zazie
16.05.2002, 14:09
Wieso? Hat dich jemand Wummi genannt? :-)

lächelt Werrnerr unschuldig an

Werrnerr
16.05.2002, 16:14
sieht Zazies treuen Augenaufschlag und verzeiht in Großmut

Paisley
20.05.2002, 09:07
Alle Welt hat "Hanni und Nanni" und "Dolly" und Enid Blyton gelesen - bloß ich nicht.
Ich konnte nie dran an diese Bücher, es hat mich einfach nie gereizt, sie zu lesen. Mir ging's ähnlich wie Zazie - Comics, dann auch mal Comics und dazwischen immer wieder einen Comic. Vor allem Asterix!!!
Aber Mädchenbücher hatte ich äußerst wenige. Ich bekam - meist von Oma oder Opa - manchmal welche geschenkt, aber die las ich fast nie. Einmal habe ich ein "Trixie Belden"-Buch gelesen, das war auch ganz spannend, es spielte nämlich in einem alten, verfallenden Haus, wo es unheimliche Dinge zu entdecken gab. Dieses Buch mochte ich wirklich sehr.
Die Archäologiebücher meines Vaters habe ich immer gern gelesen bzw. angesehen...

Spleen
20.05.2002, 19:16
Hanni und Nanni hab ich nie selbst gelesen, dafür von Schwester und Cousine immer die besten Sentenzen erzählt bekommen. Da ist mir die Episode mit dem "Quiekenden Keks" noch in Erinnerung, mit dem eine Lehrerin gefoppt wurde. Weiß zufällig jemand, aus welchem Band das ist, dann könnte ich´s in der Bibliothek nachlesen...