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Vollständige Version anzeigen : Autos der 70er


anko
07.03.2000, 20:09
Hallo,
soweit ich es überblicke fehlen so gut wie völlig erinnerungen an AUTOS und die ereignisse, die sich mit ihnen verbinden.
als da wären: unser VW KÄFER JEANS. mit seinem erscheinen in den 70ern war endgültig klar, dass es sich bei den hosen langsam um mainstream handelte. unser käfer war knallorange, hatte grosse, runde schlusslichter, eine gangschaltung mit einem golfballartigen knauf (von wegen GENERATION GOLF!).
und vor allem: sitze, die mit jeansstoff überzogen waren. mit der kiste sind wir zu 5 in schiurlaub gefahren, die 5 paar schier hinten auf die stossstange gebunden, mit den ganzen klamotten im kofferraum (vorne!).
spätestens nach 10 minuten kotzte mein kleider bruder bereits das erstemal in die schischuhe - und ich verlor das einzige spiel, das man bei langen fahrten spielen konnte: das 'von welcher autosorte kommen uns mehr entgegen?' - und zwar, weil ich mercedesse wählte und es kamen doch immer nur fords und opels.
im sommer fuhren wir mit dem auto (wiederum zu 5) nach jugoslawien (istrien). hinten dran hing noch ein camplet-anhänger, in dem aber nur die eltern schlafen durften, wir 3 jungs hingegen mussten in die zelte. vater überholte bisweilen LKWs mit dem VW-gefährt und zwar in zeitlupe. gefürchtet? nein.
demnächst mehr zum zweitwichtigsten familienauto: der MERCEDES 190 D (war späte 60er, ich weiss, er nagte aber noch ein wenig an den 70ern, also darf ich wohl).
so long, anko
(Beitrag wurde von anko am 07.03.2000 um 19:15 Uhr bearbeitet.)

anko
07.03.2000, 20:16
was noch hierher gehört: ein werbespruch, der bei uns in der familie zum geflügelten wort wurde.
er lautete: 'wenn schon, denn schon, FIRESTONE'.
sagt mein vater manchmal noch heute, wenn er was betonen will.
so long, anko

redselig
11.03.2000, 16:38
O ja, der Käfer (Ich fahre heute noch einen...)! Unserer war von 1968, also noch mit kleinen Rücklichtern, und deltagrün. Mein Kindersitz (eminent unbequem und sicher lebensgefährlich) war in der Mitte der Rückbank befestigt, so dass ich Blick auf das Radio hatte, in dem immer ein kleiner roter Punkt glühte, wenn es an war. Mein Vater behauptete, das sei der Kopf des Moderators.
So bin ich auch in meinen ersten Italienurlaub gefahren - an der Anhängerkupplung hing noch ein Segelboot, auf dem Dachständer war mein Kinderbett und die Kinderbadewanne befestigt, und natürlich musste auch mir - zwischen den Vordersitzen durch - eine Tüte unter die Nase gehalten werden...

redselig
12.03.2000, 02:03
Einen feuerroten Ford Taunus kaufte man, als das zweite Kind unterwegs war. Im Sommer klebte man an den glühendheißen Kunstledersitzen fest, und das Biest stand jeden Monat in der Werkstatt.

redselig
12.03.2000, 13:31
Übrigens sprach man damals im Radio noch nicht von Stau, das hieß noch 'zähfließender Verkehr mit Stillstand'.
Auch die nächsten Autos, die alle einen Stern auf dem Kühler hatten, verschlissen viele Abschleppseile. Eindrucksvoll waren immer die Eisblumen an den hinteren Fenstern, wenn man vom Skiurlaub heimfuhr, nachdem man es geschafft hatte, den Diesel wieder zu starten...
(Beitrag wurde von redselig am 12.03.2000 um 20:47 Uhr bearbeitet.)

anko
12.03.2000, 21:06
hallo - jetzt kann ich es ja gestehen: der JEANS KÄFER war bereits unser 2. käfer - der erste war ein baujahr 1959. der hatte hinten das ovale fenster (also die nächste generation nach dem zweigeteilten fenster).

dieses olivgruene wundergefaehrt hatte folgende wunderbare ausstattungsmerkmale:

* 2 winker statt den blinkern und zwar zwischen vorder- und hinterfenster

* einen reservehahn rechts neben dem gastpedal. wenn das benzin ausging, stotterte der motor. dann musste man rasch mit dem rechten fuss den hebel umlegen, der motor sprang wieder an und man kam noch ein paar kilometer.
am laengsten gekotzt hat mein kleiner bruder. einmal (und das ist bereits fester familienschwank) zwischen seinen fingern hindurch, die er sich vor den mund gehalten hat, um das unglück zu verhindern. stattdessen hat er es nur schlimmer gemacht.
autos und kotzen - ein thema für sich.
so long, anko


(Beitrag wurde von anko am 16.03.2000 um 23:57 Uhr bearbeitet.)

redselig
12.03.2000, 21:49
Faszinierend fand ich es immer - ich muss doch noch sehr klein gewesen sein -, mich in den stark gewölbten und damals offenbar immer blankgehaltenen Radkappen des Käfers zu spiegeln. Ein Effekt, den man heutzutage nur noch bei Christbaumkugeln hat.

Hanne Soya
13.03.2000, 09:30
Nie (er)kannte ich soviele verschiedene Autotypen wie in den 70ern, als ich die laengste Zeit als Beifahrerin, und zwar auf dem Ruecksitz, verbrachte. Autos raten, ob von hinten oder von vorn, war ein beliebter Zeitvertreib. Ich fand, dass viele Autos nicht nur von vorn, sondern auch von hinten sowas wie ein Gesicht hatten. Und es hat mich immer sehr mitgenommen, wenn an sympathischen Rueckleuchten Aenderungen vorgenommen wurden. Z. B. diese geriffelten Rueckleuchten der Mercedesse waren schlimm. Geriffeltes verlieh immer einen fiesen Gesichtsausdruck. Und dann gab es noch irgendein Auto, dessen Rueckansicht mich dazu veranlasste, es spontan auf den Namen 'Neffe' zu taufen (nicht, dass ich je einen Neffen besessen hatte - war nur ein Wort und, wie ich fand, ein unschoen klingendes, das Auto war naemlich auch nicht schoen). Konsequenterweise bekam das Folgemodell mit den irgendwie verdoppelt-vergroesserten Rueckleuchten den Namen Sibyllen-Neffe. Aeh ja, kindliche Nomenklatur.
Vom Ford Taunus dachte ich lange Zeit, er hiesse TRUNUS, wegen des merkwuerdig eckigen 'A'. Davon abgesehen fallen mir noch drei Automarken ein, die mir nur oder besonders in den 70ern aufgefallen sind: K70, NSU und, glaube ich, DAF (?!).

redselig
13.03.2000, 15:16
Genau, die Gesichter! Ich fand den VW-Bus mit den hochgezogenen Augenbrauen so nett. Unsympathisch waren die BMWs mit ihrem fliehenden Haifischkinn.

Firmian Maierhofer
14.03.2000, 15:45
Ja, ich habe damals auch alle Autos erkannt, unglaublich. Damals sahen aber die Autos auch noch verschieden aus; heute würde man ohne gewisse Markenzeichen (wie der BMW-Niere) sowieso nichts mehr auseinanderhalten können. Na ja, mal sehen, vielleicht sehen für meine Tochter auch die heutigen Autos alle verschieden aus?
quote:[/SIZE]<HR>der MERCEDES 190 D [/B][/QUOTE]
Sicher 190? Den späteren 190er gab's um 1985, der heute noch zu sehende Klassiker ist der 200 D (intern W 123), es gab auch schonmal einen 190D, aber war das nicht schon länger her??
quote:[/SIZE]<HR>Mein Kindersitz (eminent unbequem und sicher lebensgefährlich) [/B][/QUOTE]
Immerhin hattest Du einen Kindersitz! Herrschende Meinung war ja damals, die Kinder unangeschnallt auf den Rücksitz zu setzen!

redselig
14.03.2000, 19:40
Tja, dieser Kindersitz war vermutlich eher als Zähmungsinstrument gedacht (ich war damals auch noch sehr klein, die nächsten Jahre fuhr ich unangeschnallt mit). Er war ungepolstert, man hatte eine eiskalte dünne Metallstange quer vor dem Bauch und einen scharfkantigen Plastikriemen zwischen den Oberschenkeln. Mich schüttelt's noch heute, wenn ich daran denke!

Peter Wuttke
14.03.2000, 21:00
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir hatten den Käfer eine Nummer größer. Einen VW 1600. Die 'Stufenheck-Variante', also nicht der Kombi. Da konnte es aber auch sehr eng werden, wenn Muttern am Wochenende die halbe D-Jugend-Fußballmannschaft durch die Gegend kutschieren mußte, weil sich wieder einmal keiner der Schnösel-Eltern fand, die die dicken Fords fuhren.
Ein dramatisches Erlebnis ist mir noch erinnerlich. Das Auto war brandneu. Die ganze Familie bricht zum ersten Urlaub auf. Noch keine 20 km waren wir gekommen, als einer meiner Brüder rief: 'Dahinten ist ein Unfall!'. Er hatte - später unser größtes Vergnügen - aus dem Rückfenster die Welt beobachtet. Und tatsächlich: Keine 50 Meter hinter uns war eine 'Ente' auf die Seite gefallen. Ein anderes Auto war ihr einfach zu nahe gekommen.
Meine Mutter mußte nach diesem Schock erst einmal an den Straßenrand und eine rauchen (Reval, die mit dem Mint-Geschmack). Gottlob hat es nur leichte Verletzungen gegeben. Ich frage mich heute, ob dieser Unfall, fast vor der Haustür, der Grund war, warum wir damals geschlagene zwei Tage für nur 650 km gebraucht haben.
Mit freundlichen Grüßen
Peter Wuttke

(Beitrag wurde von Peter Wuttke am 14.03.2000 um 20:02 Uhr bearbeitet.)

redselig
16.03.2000, 14:45
Mir schwebt vor, dass die Omnibusse ganz ganz früher noch ein Häuschen für die Schaffnerin beherbergten, die immer 'Fertig!' rief, bevor man abfuhr.

Firmian Maierhofer
16.03.2000, 15:37
Hier in Wien gab es Straßenbahnschaffner bis 1996! Sie öffneten uns schlossen die Türen, verkauften und entwerteten Fahrkarten und nuschelten in bestem Wienerisch die Stationsnamen ins Mikro.

Dreas
16.03.2000, 15:58
Liebe Hanne,
der K70 war keine eigene Marke sondern ein VW.
Eine Revolution in der VW-Welt, da er der erste Wagen ohne Boxermotor war.
Klasse Teil, ging als Vorstudie letztlich bei der Entwicklung zum Passat 1973 auf. Gebaut von 71-74
NSU ging als eigene Marke verloren und wurde von Audi aufgekauft. Der berühmteste war der RO 80 mit dem Wankelmotor
DAF aus Holland wurde später von VOLVO aufgekauft. Sie bauten die phänomenalen Variomatic-Fahrzeuge: DAF 33, 44, 55, 66
Das war eine Idiotenautomatic - wirklich nur Rückwärts und Vorwärts. Genau das richtige für meine Ma, die 1972 Führerschein machen sollte und das mit dieser Knüppelschaltung nicht begriff. Sie fuhr dann einen Renault R 12 Bj. 68 mit Schaltautomatik (der hatte ein ganz liebes Gesicht) und später die DAF«s als Kombis. Was habe ich diese Wagen geliebt.
Überhaupt Autos der 60er und der 70er.
Jedes Detail habe ich auswendig gewußt, weil ich alle Bücher aus dem Stuttgarter Automobil-Verlag auswendig lernte.
Vater bekam 1972 Sicherheitsgurte in seinen 200er MB, Bj. 69. Die waren aber noch ohne Rücklauf, also, man hatte den ganzen Gurtsalat. Loriot hat das mal mit zwei Polizisten im Einsatz persifliert, Ihr erinnert Euch sicher, zumindest die Loriotfans unter euch.

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Wolf J
16.03.2000, 16:40
Ich wünschte, es wären nochmal die Siebziger, denn damals wurden noch richtige Autos gebaut !!! http://www.alles-bonanza.de/ubb/smile.gif
Da Ihr ja schon so einige nette Modelle erwähnt habt, nenn ich nur noch einen weiteren. Aber dies ist mein Top-Favorit von Automobil aus den 70ern, auch wenn ich mich nur noch aus früher Kindheit daran erinnerte (und zum Wechsel in die achtziger Jahre).
Und zwar den Typ Auto, den mein Vater hatte, speziell die letzte Ausführung, die er sein eigen nannte: Ford Capri.. = die Sportschleuder der 70er. Mit durchschnittlich 150 PS ausgestattet konnte man beim Fahren der Nadel der Tankuhr beim Fallen zusehen. Na gut, vielleicht etwas überdramatisiert, aber einen gewissen Verbrauch hatte der europäische Nachfolger des Ford Mustang schon. Aber damals war ja noch heile Welt. Fürn Appel und n Ei hatte man den Tank vollgefüllt. Und schließlich mit diesem makellosen röhrenden Motor-Sound hatte der Ford Capri den Status als reinen Sportwagen erreicht... genau das, was Opel später in den frühen 80ern mit dem Manta umsonst versuchte.
Falls also einer es schafft, uns 25 Jahre zurückzukatapultieren (natürlich ohne dass wir jünger werden), so wüsste ich schon welches Auto morgen vor meiner Tür stehen würde http://www.alles-bonanza.de/ubb/wink.gif

Firmian Maierhofer
16.03.2000, 16:59
Ja, ich kann mich noch gut erinnern, als der Benzinpreis erstmalig die magische Eine-Mark-Grenze überstieg.... (aber das war erst in den Achtzigern).

anko
17.03.2000, 01:05
zum Mercedes 190D
dieses schokoladebraune schiff war der ganze stolz meines vaters und von uns 3 jungs. aufstieg in eine definitiv andere klasse. es gibt ein paar familienfotos voller stolzer gesichter.
baujahr fruehe 60er. er hatte vorne eine durchgehende sitzbank, es durften also 6 leute rein.
zu uns kindern sagte man immer als vorsichtsmassnahme: 'stütz dich ab, es könnte ja einen unfall geben.' sicherheitsgurte? unbekannt.
ausserdem hatte der mercedes eine gangschaltung an der lenksäule und einen tachometer, der aus einer säule bestand. bis 50 war die säule gelb, dann wurde sie rot-gelb gestreift und ab 60/70 nur mehr rot.
das auto fuhr ca. 120 und brauchte, um zu der geschwindigkeit zu kommen, eine halbe minute. ausserdem musste man 'vorglühen' (diesel!), um ihn starten zu können - ich wundere mich heute noch, dass man mit einem diesel gleich losfahren kann, ohne vorglühen zu müssen.
irgendwann vergass dann mein vater ein halbes pfund butter im kofferraum (sommer!). davon hat sich der wagen nie mehr erholt.
so long, anko

(Beitrag wurde von anko am 17.03.2000 um 00:07 Uhr bearbeitet.)

Harald Leinweber
17.03.2000, 04:48
Guten Tag!
Das ist für meinen Bruder Gerd.
Eine der besten Autofahrten aller Zeiten führte meinen Bruder Gerd und mich sowie meine Freundin und seine an einem sonnigen Tag von Köln ins nahe Glessen.
Dort heiratete an diesem Tag ein naher Verwandter, und so waren wir alle im feinsten Zwirn, dessen wir habhaft werden konnten.
Es war ungefähr 1975, und die Haare meines Bruders (schwarz) reichten ihm bis weit über die Brust, meine annähernd desgleichen (mein Bruder ist knapp zwei Jahre älter und ungefähr dreimal so gross wie ich).
Wir waren zu viert im Wagen meines Vaters, einem dunkelblauen Mercedes (ca.) 220 SEL mit passend getönten Scheiben (ohne das Autotelefon, das der Vorbesitzer darin gehabt hatte).
An der Auffahrt zur Autobahn haben wir 2 AnhalterInnen mitgenommen - Hippies in unserem Alter, mit ähnlich langen Haaren, aber wesentlich weniger feinem Zwirn.
Niemand von uns vieren hat den beiden gegenüber erwähnt, was vier Leute mit unserem Aussehen und unserer Garderobe in und mit so einem Auto machen.
So war das. Es war mir, wie es so schön heisst, ein innerer Reichsparteitag.
Unvergesslich.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit
Harald Leinweber

Peter Wuttke
17.03.2000, 20:40
Sehr geehrte Damen und Herren,
dieser Diskussionsstrang bringt mich auf eine alte Frage, die ich bis heute - aus Faulheit - nie habe klären können: Weiß jemand, ob das BMW-Modell nun 'BMW 2000' oder 'BMW 2002' hieß? Auch in Anbetracht des neuen Jahrtausends muß doch jemand die Antwort wissen.
Warum ich das frage? Ein Mitglied der High-Society des Dorfes (ca. 1000 Seelen), in dem ich aufgewachsen bin, um genau zu sein: die Hausärztin, fuhr so einen Wagen. Es war der Zweitwagen. Ihr Mann, auch Arzt, fuhr einen Opel Diplomat (oder war«s ein Admiral?). Die Eliten und ihre Autos.
Mit freundlichen Grüßen
Peter Wuttke
(Beitrag wurde von Peter Wuttke am 17.03.2000 um 19:41 Uhr bearbeitet.)

Patty
17.03.2000, 21:27
Sehr geehrter Herr Wuttke!
Mein Vater fuhr einen BMW 2000(den 'Haifisch'), der 2002 war das kleinere Modell.
Einen Opel Admiral bekam er mitunter als Dienstwagen gestellt, aber so elitär fand ich das gar nicht, er war auch kein Arzt, sondern Fernsehredakteur.
Mit freundlichem Gruß
Patty

redselig
17.03.2000, 21:42
Uns gegenüber wohnte ein sehr dicker Mann mit einer sehr dicken Tochter, der einen dreirädrigen Lieferwagen fuhr. Das Geräusch dieses Fahrzeugs am Morgen und am Abend gehörte zum Tagesablauf dazu.

ThomasM
18.03.2000, 01:58
Sehr geehrter Herr Wuttke,
hier noch eine kleine Richtigstellung der von Ihnen gemachten Angaben zum Zigarettenkonsum Ihrer werten Frau Mutter nach dem traumatischen Unfallerlebnis:
Es dürfte sich bei der von Ihnen genannten Marke -Reval- mit dem 'Mintgeschmack' vermutlich um eine Zigarette der Marke 'Reyno' gehandelt haben.
Zur Unterscheidung der Luxusklasse des damaligen Opelangebots -Admiral oder Diplomat-: letzterer hatte ein (meist schwarzes) Vinyldach.
Es grüßt ThomasM

Peter Wuttke
20.03.2000, 12:24
Sehr geehrte Damen und Herren,
Danke für die Hinweise und Korrekturen.
Aber Reval - war das nicht auch irgendeine alte Marke?
Mit freundlichen Grüßen
Peter Wuttke

Klaudia Kisters
20.03.2000, 18:25
xxxxxxxxxxxxx

le_reptile
20.03.2000, 18:31
Aber Reval - war das nicht auch irgendeine alte Marke?
'siehst du die gräber dort im tal?
das sind die raucher von reval'

wolfgang
20.03.2000, 22:22
Zu Autos kann ich natuerlich auch meinen Senf geben:
Papa hatte seit 67 einen weissen Ford 17m 1700 S, 2-türer. Ein klar gezeichnetes Modell mit tiefer Gürtellinie, blauen Stoffsitzen und Kopfstützen vorne, Statikgurte, Guertelreifen (!), 70PS aus einem kernigen V4 mit Doppelvergaser. 1970 kam dann der fette Hammer: Der metallictannengruene 20m XL 2300S mit 108 PS aus einem samtweichen V6 mit tollem Auspuffgeräusch, beatmet von einem Doppelregistervergaser. Der Motor war unzerstörbar, es war eine wunderbar geräumige, viertuerige Reiselimousine. Die Flanke von einem feinen, roten Nadelstreifen verziert. Chromkappen, Zierblenden, alles blitzte. Natuerlich mit Blaupunkt - Radio, noch echt mono. Den habe ich geliebt! Dann kam 1973 der Mercedes 200 (/8), dann 1978 der
300 D - Fünfzylinder (W123), mit dem gings in die 80er, aber Mercedesse sind zu perfekt zum Schwärmen. Ich selbst fuhr seit 76 Käfer 1300 Bj. 63 (Export-Modell), und 78 einen Opel Rekord C (ekelhafte Gurke). Wunderschön war mein 72er Audi 100 GL mit 115 bärensarken Vergaser-PS ohne Kat. Ein elegantes Auto, vergleicht den mal mit dem Pummel A6 von heute, da kriegst Du das Brechen!
Ich dreh jetzt den Schlüssel rum..
Wolfgang

walter behrendt
20.03.2000, 22:57
An Dreas,
tschuldigung, aber das beruehmteste Auto von NSU war in den 60ern und 70ern der Prinz. Das Teil (auch als Ralley-Version) kann man hier in Italien noch zirkulieren sehen.
An Wolfgang,
wir hatten auch so eine 17M-Badewanne. Lenkradschaltung, brach staendig ab. Mein aelterer Bruder hat das Teil dann spaeter gekriegt. Er hat es vor einem Baum geparkt, ist ihm frueh morgens ein 18jaehriger hinten reingesemmelt. Der hats ueberlebt (bei der Knautschzone!), aber mein Bruder hatte dann leider einen Wagen mit integriertem Baumstamm. Schade.

Harald Leinweber
21.03.2000, 01:29
Guten Tag!
'Und siehst du die Gräber im Unterholz?
Das waren die Raucher von Overstolz.'
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit
Harald Leinweber

Hanne Soya
21.03.2000, 08:33
Halli, Dreas und alle!
Ach, der K70 war ein VW-Modell - hihi, ich ahnte doch, dass es nicht weiter noetig sein wuerde, darauf hinzuweisen, dass ich mich mit Autos ueber die Gesichter hinaus nicht auskenne.
Das einizige, was ich momentan noch nachzutragen haette, waere die Kindersicherung im Tuerschloss. Die, immerhin, hatten wir, wenn auch keinen Kindersitz. Die Vorstellung, die Tuer im Notfall nicht von innen oeffnen zu koennen, war wenig komisch - schliesslich kannte man das doch schon damals aus dem Fernsehen, dass Autos staendig in Flammen aufgehen oder in ein Gewaesser plumpsen und man dann zusehen muss, dass man da beizeiten 'rauskommt!
Und zu Zigaretten faellt mir noch Rothaendle - Todhaendle ein...

Firmian Maierhofer
21.03.2000, 10:54
quote:[/SIZE]<HR>Das einizige, was ich momentan noch nachzutragen haette, waere die Kindersicherung im Tuerschloss[/B][/QUOTE]
Blöde Frage: Gibt's das heute nicht mehr??
quote:[/SIZE]<HR>oder in ein Gewaesser plumpsen [/B][/QUOTE]
In dem Fall ist die Kindersicherung aber egal. Kannst ja spaßeshalber mal ausprobieren, in einen Fluß zu fahren und dann die Tür von innen gegen den Wasserdruck zu öffnen - geht mit Kindersicherung genausowenig wie ohne. Einzige Chance ist das Schiebefenster (oder Schiebedach)
(Beitrag wurde von Firmian Maierhofer am 21.03.2000 um 09:57 Uhr bearbeitet.)

Peter Wuttke
21.03.2000, 21:12
Sehr geehrte Damen und Herren,
der K70 erinnert mich an den Audi 50. Das war vielleicht eine Gurke.
Eine Freundin meiner Mutter fuhr dieses Modell. Ich fand die immer komisch. Paßte zum Wagen.
Mit freundlichen Grüßen
Peter Wuttke

Tete
24.03.2000, 11:29
wir hatten auch einen käfer (62er export mit faltdach), aber darum soll es mir nicht gehen. meine ultimative 70er karre ist und bleibt der Opel GT. erinnere mich auch nur an eine einzige begegnung (der dafür aber für mich dritten dimension): als kleiner stöpsel wollte ich eine kleine seitenstraße (ohne ampel, zebrastreifen o. ä.) überqueren, als plötzlich ein GT um die ecke schoß und abrupt vor mir stehen blieb. wie gebannt blieb ich ähnlich wie beim anblick einer überdimensionalen spinne stehen, ohne mich bewegen zu können. der GT-fahrer fuhr mehrmals kurz an, blieb aber dennoch vor mir stehen. irgendwann rannte ich dann nach zögerlichem anlauf über die straße und direkt bis zu uns nach hause, mit schwerem herzklopfen und einer menge respekt ob dieses monstrums. ein auto, das wohl wie wenige sowohl als traum der möchtegern-rennfahrer aller generationen gilt wie auch dem design-ästheten und liebhaber biestiger, kraftverschwenderischer blechkarossen feuchte augen bereitet. habe den GT übrigens nie wieder gesehen, und ich bin überzeugt, daß die karre nicht nur total vom straßenbild verschwunden ist, sondern auch unter oldtimer-sammlern eine absolute rarität darstellt.

Anja Schroeder
24.03.2000, 15:24
*Lachträne aus Auge wisch*
Anko,
Deine Erlebnisse mit den Autos endeten ja immer mit olfaktorischen Grausamkeiten....
Dies brachte mir auch etwas in Erinnerung: Meine Mutter fuhr natürlich auch einen VW-Käfer - in signalrot. Aber zum Ponyhof, damals zweites Heim, gehörte ein R4-Kastenwagen. Mit dem wurde alles transportiert. Eigentlich war die Karre noch recht neu - und schon völlig vernudelt. Das erste Unglück ereilte den R4 recht bald. Die 20 Liter Milchkanne, die immer vom Bauern gefüllt, mit dem R4 zum Ponyhof transportiert wurde, kippte nach einer Notbremsung wegen einer Entenfamilienstraßenüberquerung um. Die Milch verteilte sich ganz gut - und ließ sich nicht mehr vollständig aus dem Auto schöpfen. Keine zwei Monate nach diesem ersten Missgeschick (es war Sommer und der penetrante Käsegeruch im Wagen liess uns nur mit offenen Fenstern fahren) holten wir von eben jenem Bauern ein Ferkel, dass auf dem Ponyhof schlachtreif gefüttert werden sollte. Ich hielt es in einer offenen Pappschachtel auf dem Beifahrersitz auf meinem Schoß. Ging eigentlich ganz gut und die kleine Sau war ganz friedlich. Plötzlich wurde sie zappelig, erhob ihr Hinterteil (über die Kante des Pappkartons hinaus) und, ähäm, kotete. Leider befand sich das Hinterteil just in diesem Augenblick genau auf Höhe des Türgriffs. Um diesen zu betätigen muß man bei dem R4 mehr oder weniger 'in' die Tür greifen. Naja - genau dort landete der Ferkelkot. Auf dem Türgriff. Innen. Von dort rutschte er gleich weiter hinab in den Hohlraum der Tür (und die Innenverkleidung liess sich nicht abnehmen).
Der R4 blieb auf dem Ponyhof, bis er auseinander fiel. Das dauerte noch einige Jahre. Und er verlor nie seinen wirklich unverkennbaren Geruch.

(Beitrag wurde von Anja Schroeder am 24.03.2000 um 14:27 Uhr bearbeitet.)

Konstantin Opel
24.03.2000, 15:47
Es heißt im Familienkreis, ich kannte als Dreijähriger alle Autotypen. Sowas prägt und läßt heute mehr Erinnerungen zu, als Platz und Zeit zum Aufschreiben da ist. Aber tatsächlich haben die Autos unserer Kindheit auch deshalb Geschichte geschrieben, weil sie am Vorabend des Windkanal-Designs nochmal alle barocken Styling-Zuckungen durchleben durften, ohne allzu vernünftig oder politisch korrekt zu sein zu müssen. Der Ölkrisen-Schock vom September 1973 war ja rasch überwunden. Ich erinnere nur mal an: den aparten Hüftschwung des Ford Granada I! Die ersten Japaner mit ihrer Zuckerbäcker-Karosserierarchitektur!Die hinreißend feiste Mercedes S-KLasse ab 1972! Den Mercedes SL mit der Jalousie vor der C-Säule! Den Citroen CX mit Kugel-Aschenbecher und den GS mit Lupentacho! Den Ford Taunus mit der Blechnase am Bug! Der Matra Bagheera mit drei vorderen Sitzplätzen nebeneinander!
NSU Ro 80! Opel Commodore! BMW 2002!!
Und erst die Farben: Mülltütenblau, Knallorange, Signalgelb, Penggrün, damals als Sicherheits-Lackierungen gepriesen und in jeder Ausgabe der 'ADAC Motorwelt' empfohlen... Dazu, als Extras: Kugelboxen, Nebelleuchten in sportlich karierten Plastik-Schutzhüllen, Lenkradschoner aus Fell, Spikes im Winter und Hutablagen-Wackeldackel, die völlig unironisch gemeint waren. Auf der Rückscheibe, übriggeblieben von der Bundestagswahl 1976: 'Zieht mit, wählt Schmidt' und ein verblasster Olympia-Waldi, das Maskottchen von München 1972.
Im Rückblick waren gerade die Autos bizarre Highlights meiner Siebziger-Jahre-Kindheit im Neubaugebiet von Limburgerhof (Landkreis Ludwigshafen); und ich erinnere mich an jede Stunde des Tags, als mein Vater vom 44-PS-Käfer zum Opel Rekord mit 100 PS, 'Berlina'-Ausstattung und roten Plüschpolstern aufstieg. Wer es nicht versteht, ist wohl schon in der Besonnenheitskultur der Achtziger aufgewachsen...

Laila West
25.03.2000, 14:54
Mit Auto kenne und kannte ich mich nie so gut aus, aber ich weiß noch, dass unser erstes Auto ein grauer Opel Kadett war. Wenn wir weggefahren sind, gab's immer Streit mit den Geschwistern. Wir haben uns nämlich darum geprügelt, wer auf der Hutablage liegen durfte. Oh weia, wenn ich heute darüber nachdenke... Aber das war echt der gemütlichste Platz. Schlechte Karten hatte der, der in der Mitte sitzen musste. Das war immer der ungemütlichste Platz.
Aber so richtig super war es, wenn wir zu Freunden meiner Eltern nach St. Peter Ording gefahren sind. Die hatten einen alten Benz und mit dem sind wir immer über den Strand (!) gefahren. Und wir durften alles: vorne sitzen und schalten, auf der Lehne des Fahrersitzes sitzen und mit den Füßen lenken,
auf dem Schoß vom Fahrer sitzen und dabei lenken, Gas geben, schalten, was wir gerade wollten.
Langweilig wurde es, als dann plötzlich Sicherheitsgurte und Kopfstützen auftauchten und meine Mutter ein Sicherheitsbewusstsein entwickelte.
Schade eigentlich, manchmal würde ich meinen Nichten und Neffen das Vergnügen gönnen, mit einem Bilderbuch auf der Hutablage zu liegen und so ganz gemütlich in die Ferien zu schaukeln.

redselig
25.03.2000, 16:11
Stimmt, ich durfte hin und wieder, auf dem Schoß meines Vaters sitzend, den Taunus in die Garage steuern. Beliebt war es auch, rittlings auf der mittleren Armlehne im Mercedes hinten zu sitzen.
Auf unseren täglichen Spaziergängen besuchten wir immer ein Goggomobil, das hinter der Nanzfiliale (existiert auch nicht mehr) parkte, in der meine Mutter damals einkaufte. Von wann stammte das wohl? Es wurde mir immer als automobile Sehenswürdigkeit vorgeführt. Heutzutage beobachte ich manchmal Mütter mit Kleinkindern, die meinen Käfer freundlich begrüßen und streicheln *g*.
(Beitrag wurde von redselig am 27.03.2000 um 14:46 Uhr bearbeitet.)

blablamatic
26.03.2000, 14:51
Als ich ganz klein war, hatten meine Eltern noch einen weissen Porsche 356 mit schwarzen Ledersitzen. Ich mag mich sehr genau daran erinnern, dass mein Vater nachdem ich und meine Schwester hinten Platz genommen hatten, zu meiner Grossmutter sagte: 'Jetzt müssen wir bald mal ein grösseres Auto kaufen. Die zwei haben ja hinten kaum mehr Platz.' Das hat mich sehr traurig gemacht. Ich liebte den Porsche über alles. Hinten auf dem Getriebetunnel zu stehen, sich an den beiden Sitzlehnen festzuhalten und über die Autobahnan zu surfen. Das hat mir Spass gemacht. Gefreut hat mich auch, dass mein Vater dabei sichtlich seinen Spass hatte. Irgendwie war das eine frühe Form von Snowboarden. Eines Tages war der Porsche nicht mehr da. Dann kam ein R4 in rot. Dann ein Rover 2000 in british racing green. Dann ein Rover 2000TC in weiss (hat mein Vater irgendwann mit Leuchtfarben aus der Spraydose übersprüht). Dann kam ein dunkelbrauner Rover 3500 V8 (klingt wie ein Amischiff). Und noch heute erzählen meine Eltern manchmal, dass der R4 im Unterhalt das teuerste Auto war, das sie je hatten.

Konstantin Opel
27.03.2000, 19:59
Das Goggomobil, gebaut von 1955 bis 1969 (!), gehört durchaus noch ins Straßenbild der Siebziger, obwohl es eigentlich aus der Not der frühen Aufbau-Jahre geboren war. Durch seinen Hubraum von nur 250 ccm durfte es allerdings mit dem alten Führerschein der Klasse IV gefahren werden, für den bis 1954 nur eine theoretische Prüfung notwendig war. Aus Prüfungsangst wurden die Goggomobile ö es gab sie als Coupé und Limousine ö bei ihren weißhaarigen Besitzern oft steinalt. In der Pfälzer Provinz, wo ich aufwuchs, fuhren bis Mitte der Siebziger noch Dutzende herum, meist mit blauer Zweitaktfahne am Anfang einer stattlichen Autoschlange (klar: 13,6 PS, 72 km/h Höchstgeschwindigkeit). Mein Vater, am Steuer seines 44-PS-Käfer in seinem Vorwärtsdrang gebremst, schimpfte stets über die Opas in ihrem 'Spirituskocher'. Die Goggos wechselten dann Anfang der Achtziger nahtlos aus den Garagen der Erstbesitzer in die hätschelnden Hände der Oldtimer-Fans.
Ohnehin lebte man ja bis tief in die siebziger Jahre mit Auto-Relikten der Fünfziger und Sechziger. In unserer Nachbarschaft gab es um 1975 noch einen Zündapp Bella-Motorroller, einen Opel Kapitän, einen pastellweißen VW Karmann-Ghia mit den schönen alten Chromstoßstangen, mehrere Mercedes Heckflossen, Fiat 600 und Käfer aus den frühen Sechzigern, deren gedeckte Lackfarben einen auffallenden Kontrast zu den Schocktönen der neuen Passat, Audi 80, Ascona et cetera abgaben.

prilblume
27.03.2000, 21:18
Lieber Dreas,
ja, der K 70 war ein VW. Und zwar ein ziemlich moderner. Bemerkenswert ist, dass dieser VW aus der Hinterlassenschaft von NSU stammt, die leider Pleite gegangen sind. Also insgesamt kein Vergleich zum Nordhoff-Käfer. Aber weil ich da was vom Opel GT gelesen habe....hatte noch jemand ausser mir und meinen Freuden die Angewohnheit, bei abgestellten Autos durch die Seitenscheibe den Tacho zu inspizieren?
Wenn der dann eine hohe Stundenkilometeranzeige aufweisen konnte hat uns Kinder das nachhaltig beeindruckt. Soweit ich mich erinnere, hatte der Opel GT eine unglaublich hohe und ebenso unnötig hohe Stundenkilometeranzeige.
(Beitrag wurde von prilblume am 27.03.2000 um 19:20 Uhr bearbeitet.)

Hanne Soya
28.03.2000, 11:21
Dabei fallen mir einige meiner kindlichen Unsitten ein: Von Klingel- und Telefonstreichen abgesehen, liebte ich es, im Vorbeigehen die Tuergriffe von geparkten Autos anzutesten. Einmal ging dabei die Tuer auf! WAR mir das peinlich! Also doch nicht als Autodiebin geeignet, irgendwie... :-)

Pallas
29.03.2000, 02:16
Und nicht zu vergessen mein Lieblingsauto: den Citroen Pallas!
http://www.classiccars.de/Oldyrent/plz7/images/71397.jpg
(Beitrag wurde von Pallas am 28.03.2000 um 12:20 Uhr bearbeitet.)

Bluejack
29.03.2000, 02:16
Was Pallas kann, versuch ich auch:
<A HREF='http://www.inf.tu-dresden.de/~fh12/Diplomat.jpg' TARGET=_blank>www.inf.tu-dresden.de/~fh12/Diplomat.jpg</A>
(Notlösung. Vielleicht finde ich noch ein eigenes Foto.)

Unserer war allerdings 'golden', wie ich das damals nannte. Im Strang 'Urlaub' habe ich ja schon davon berichtet. Auch meinem Bruder unvergessen: Die sich farblich verändernde Tachosäule.
Dennoch: mein absoluter Favorit war 'Tschitty Tschitty Bäng Bäng' und mein Entzücken war groß, als sich unser Diplomat auf der Rückfahrt vom Urlaub plötzlich genauso anhörte! - Die begeisterung meines Vaters darüber hielt sich in Grenzen.
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Viele Grüße! BJ.






(Beitrag wurde von Bluejack am 28.03.2000 um 13:57 Uhr bearbeitet.)

Hanne Soya
29.03.2000, 11:33
Ich habe noch ein Tschitti-Tschitti-Baeng-Baeng-Modellauto, leider ging es irgendwann mal eines seiner ausfahrbaren Fluegel verlustig. Den Film liebe ich noch heute, aber das gehoert nun wohl wirklich nicht hierher...

Skippy
29.03.2000, 20:25
Zu Autos in den Siebzigern fallen mir zunächst die Diesel-Kutschen mit dem Stern ein, die meist 220D hinten drauf hatten und mit ihren hochkant stehenden Scheinwerfern mächtig Profil hermachten. Bei uns vor der Tür immer in der Farbe BEIGE, weil weiß ja keine Farbe sei, sondern Grundausstattung (laut Mama!).
Doch eines Tages dann der Knaller, als Papi mit dem roten (ins Orange tendierende) AUDI COUPƒ S mit schwarzem Interieur vor der Tür stand. Einem Auto, daß an italienische Sportwagen erinnerte, aber im Innenraum die Größe eines Audi 100 repräsentierte. Damals noch ein Sportwagen, der ohne Heckspoiler oder Frontspoiler auskam und undendlich schnell wirkte. Seine 182 km/h waren für damals aber auch schon ganz ordentlich! Als Kind war ich jedenfalls unendlich stolz aus dem riesigen sehr schrägen Heckfenster bzw. den kleinen hinteren Seitenfensterchen zu blicken. Abartig, aber damals auch schwer in Mode der zweite kegelförmige blaugetönte Außenspiegel, der ganz weit vorne auf dem linken Kotflügel montiert den Blick auf die Überholspur erleichtern sollte. Clou, der Rückspiegel hatte eine eingebaute Radioantenne.
Nebenbei: Rückspiegel rechts gab's übrigens damals so gut wie gar nicht, da auch in der Stadt nicht rechts überholt werden durfte.