Vollständige Version anzeigen : Mode
redselig
12.03.2000, 13:22
Ich erinnere mich an einen dunkelblauen Minirock aus Wildleder, der aus lauter fischschuppenförmigen Einzelteilen zusammengenäht war...
Gebatikt wurde natürlich auch viel, und dann diese halsbrecherischen Clogs an den Füßen!
redselig
13.03.2000, 01:35
O, und noch eine Erinnerung: Wenn die Hosen zu kurz wurden, wurden unten breite Borten angenäht, bevorzugt mit Sternmuster, das an die amerikanische Flagge erinnerte.
Und knielang abgeschnittene Jeans wurden natürlich nicht gesäumt, sondern bekamen in 1-cm-Abständen Einschnitte verpasst. Die herunterhängenden Fäden musste man dann regelmäßig abtrennen.
Auch schön: geschnürte Lacklederstiefel zu von Mutter gestrickter 3/4 Hose-nannte sich Kosaken-Stil(1972).
Im gleichen Jahr meine Erstkommunion, auch sehr modisch: die anderen Mädchen in Rüschen und Spitzen, ich jedoch im Kleid in A-Linie, dazu meine ersten Plateausohlen...(natürlich dezent, aber immerhin!).
Die Wildlederröcke kenne ich auch noch, sehr witzig für die Jungs auf dem Pausenhof: Deckel hoch, der Kaffe kocht, und hatte man Pech und wenig Knöpfe stand man im Freien.
Ich erinnere mich an Cordhosen von Lemmi, gehäkelte Pullunder und Bikinis, Dufflecoats und meine ersten Adidasturnschuhe, auch da war ich modischer Vorreiter und wurde dafür noch ausgelacht http://www.alles-bonanza.de/ubb/biggrin.gifas sind doch Fußballschuhe...
redselig
13.03.2000, 01:35
Richtig, gehäkelt wurde auch... ich hatte ein Kleid, rot und weiß gestreift wie ein Leuchtturm und - gehäkelt!!! Die Cordhosen trug man in Farben wie knallgelb; dazu Bluse und Pullunder... Und die rückenfreien Kleider! Eiseskälte an den Nieren, aber ein Muss! Und die bestickten Felljacken... und die pelzigen Stiefel!
Hanne Soya
13.03.2000, 09:32
... und Nieten wurden per Hand auf Jeansjacken und -hosen gepfriemelt!
Laila West
13.03.2000, 12:45
So einen Wildlederrock aus Streifen hatte ich auch. Wir haben die Dinger immer Bananenrock genannt, weil die einzelnen Stücke irgendwie an Bananen erinnerten. Dazu hatte ich ein grünes T-Shirt, auf dem mit aufbügelbaren Buchstaben mein Name stand. Besonders stolz war ich allerdings auf eine Schlagjeans, die unten mit Blumen bestickt war. Richtig chic sahen dazu mein Plateausandalen aus (fand ich). Dabei sah ich eigentlich ziemlich komisch aus, weil ich so klein und super dünn war. Aber deshalb brauchte ich ja auch dies Schuhe! Seltsam finde ich auch, dass wir so mit 7 oder 8, wenn es im Sommer heiß war, nur mit T-Shirt, Frotteehose und Sandalen bekleidet in die Schule gelatscht sind. Das macht doch heute kein Mensch mehr.
Phaidros
13.03.2000, 14:06
und ein Palestinensertuch hat hier niemand gehabt?
Aber sischer dat! Und dazu den obligatorischen Bundeswehrparka, Jeans und Turnschuhe.
Ganz toll waren vorher aber auch knallenge Rollis möglichst mit Blockstreifen (grün, türkis, schokobraun oder so), die über der Hose getragen wurden und auf der Hüfte mit einem breiten Gürtel (Leder oder Plastik, aber auf jedem Fall Riesenschnalle) gehalten wurden. Ich sage nur: optische Körperverletzung!!!
Und meine Mutter trug Anfang der Siebziger noch die ein oder andere Zweitfrisur, je nach Anlass und Outfit als modisches Detail, nicht etwa weil sie ein Problem mit ihrem Haarwuchs gehabt hätte.
Laila West
13.03.2000, 16:12
Apropos enge Rollis. Ich hatte ein paar aus Trevira. Besonders modern war es, sie unter Blusen mit weitem Kragen zu tragen. Ein Palästinensertuch hatte ich nicht, auch keinen Parka, dafür aber gebatikte Stoffwindeln.
redselig
13.03.2000, 16:25
Palästinensertücher kenne ich erst aus den 80ern.
Ältere Männer trugen damals noch Hüte, die sie beim Grüßen abnahmen. Das habe ich seither nie mehr gesehen, und damals war es noch selbstverständlich. Mein Gott, sind wir alt!
Laila West
13.03.2000, 18:57
Palästinensertücher gehören eindeutig in die 70er. Gorleben, Brokdorf, Lieber heute aktiv, als morgen radioaktiv, AKW nee, ohne Palästinensertücher kaum vorstellbar.
(Beitrag wurde von Laila West am 13.03.2000 um 17:59 Uhr bearbeitet.)
schlagjeans, am besten mehrfach geflickt und unten noch angestueckelt - mein bestes stueck hab ich mehrfach aus der altkleidersammlung gerettet, in die es meine so gar nicht 'modebewusste' mama verfrachtete (heimlich natuerlich, pfui!;-)
dafuer mochte sie wenigstens die indischen klamotten - zur konfirmation erschien ich nicht im haesslichen schwarzen sondern im dezenten blaugemusterten indischen rock - was mir jede menge neidischer blicke eintrug (und unser pfarrer ertrug den anblick mit fassung ;-)
eines meiner auffaelligsten kleidungsstuecke vom ende der 70er war aber eine weinrote pump-latzhose - ueberall irre weit und oben mit einem huebsch bestickten buendchen. dazu trug ich meist einen alten babyschuh um den hals gebammelt, was mir denn doch einige mitleidige blicke aelterer damen einbrachte - die haben das offensichtlich nicht als 'modisch' einordnen koennen, und gemutmasst, unter der sich bauschenden pumplatzhose wuechse nachwuchs heran (ah - da war ich so 13,14 :-)
BaerbelS
13.03.2000, 23:31
Ja, Recht habt Ihr alle,....
nur die cooooole Jeansweste habt Ihr vergessen:
Wichtig war: Die Schmiererei mit den Lieblingsgruppen, Zeichen und andere Malerei wurde dort verewigt. Eine Weste als Aushängeschild - wo gibt es das heute noch?!
Und dann Daddies oder Opies lange Hemden....
wie coool, diese über der Wrangler-Jeans
zu tragen.
Oder die 'Carmen-Blusen': Werden gerade wieder modern.
Wickelröcke: Hilfeeeeee!
Schuhe: Das waren doch wohl die Cowboy-Stiefel! Vorne spitz und unten hoch.
Gruß BaerbelS
Hanne Soya
14.03.2000, 06:38
tjane, da sprichst Du was an: Konfirmation!
Ich war den Traenen nahe, als es daran ging, auszusuchen, was ich denn zu jenem Anlass bloss mal tragen koennte. Mit Kostuemchen konnte ich in dem Alter wirklich nix anfangen (eigentlich immer noch nicht so recht) und noch nicht einmal mit Blazern. Es hat sich dann schliesslich ein einigermassen sportliches Ensemble aus dunkelblauem Chintz (!) gefunden. Dazu trug ich weisse Soeckchen, die mit einer Ruesche abschlossen, die kamen damals (1980) gerade auf. Solche Soeckchen erwarb ich dann noch in verschiedenen Variationen...
redselig
16.03.2000, 14:30
Ja, Laila, die Frotteehöschen... komisch, man fühlte sich eigentlich vollkommen angezogen damit...
Hatte eigentlich keiner von Euch einen kleinen Plastikkamm in ungefährer Fischform, den man sich hinten in die Hosentasche schieben musste?
Die gabs in vielen Farben, aber am beliebtesten waren die mit Glitzer und die dreifarbigen, oder aber die Steigerung: dreifarbige mit Glitzer!
Milliways
18.03.2000, 17:34
Das Thema Mode wird wohl auch auf diesem Bild befriedigend abgehandelt. Es muss 1973 im Kindergarten entstanden sein. Ich bin der mit dem debilen Grinsen in der letzten Reihe (4.v.l.). Das waren noch Farben! (Hier müsste jetzt ein ziemlich buntes Bild zu sehen sein...)
http://www.pagenotfound.de/images/kindergarten.jpg
Gruesse aus HH,
Milliways
(Beitrag wurde von Milliways am 18.03.2000 um 16:38 Uhr bearbeitet.)
Harald Leinweber
18.03.2000, 21:38
Guten Tag!
Ich habe 1976 in den Sommerferien bei Spon-, äh, Montanus aktuell gejobt.
Bei der Gelegenheit habe ich zwei Sonnenbrillen ergattert, die einer italienischen Frauenzeitschrift beilagen und deren fassungen (weisser Kunststoff) Blumenform hatten.
Meiner Freundin und mir verhalfen die zu einem in der Tat abgefahrenen Partnerlook.
Meine Güte, was so alles raus kommt!
Ausserdem kam ich damals auch zu zwei Kämmen in mintgrün, ungefähre Fischform. Habe ich heute noch einen von. Unbezahlbar, unersetzlich.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit
Harald Leinweber
(Beitrag wurde von Harald Leinweber am 18.03.2000 um 20:47 Uhr bearbeitet.)
Dieses Bild ist der Hit. SUPER!!!
Hab auch noch so ein Kindergartenbild irgendwo - leider nur schwarz-weiss :-((
Mir scheint aber, dass die oben beschriebenen Modeerscheinungen wieder voll im Trend liegen. Wir haetten alle unsere Haekelbikinis, Haekelroecke, Lederroecke, Palaestinensertuecher, Rolling-Stones-Zunge, merkwuerdige farbene Knallbonbonsjacken und Adidas gestreifte Sportklamotten, Indiekleider usw. aufheben sollen.
Ach und noch eins: skaten - hochmodern, ich hatte Rollschuhe, die waren groessenverstellbar, und wurden unten an die Schuhe angeschnallt. Damit bin ich regelmaessig in die Schule geduest, ging gut - Berg runter, dort abgelegt, und in der Pause wieder angelegt. Stopper hatten die Teile natuerlich nicht... aber dass dieses Skatefieber, das seit einigen Jahren mit hochgestylten Plastikteilen kursiert, auch nix neues ist, wollte ich hier mal kurz belegt haben.
Firmian Maierhofer
20.03.2000, 11:09
Tja, die meisten gaben ihre 70er-Sachen, als sie aus der Mode kamen, ans Rote Kreuz oder schickten es an die Verwandten in der 'Zone'. Das DRK verkaufte alles an Thomas Gottschalk, und die Ostverwandtschaft wollte es auch irgendwann nicht mehr anziehen. Und jetzt bereuen's alle, daß sie die Sachen hergegeben haben....
(Beitrag wurde von Firmian Maierhofer am 20.03.2000 um 10:11 Uhr bearbeitet.)
Laila West
20.03.2000, 12:29
Häkelröcke hatte ich auch, alle in so einem Zick-Zackmuster und Stäbchenmaschen. Fand ich damals toll!!!! Zu den größenverstellbaren Rollschuhen fällt mir noch ein, dass ich auch immer so einen kleinen Schraubschlüssel an einer Kordel um den Hals bei mir trug, für den Fall, dass sich die Schraube an den Rollschuhen mal lockerte. Und wenn vorne diese Lederschnürung kaputt war, haben wir die Rollschuhe ersatzweise mit dicken Einmachgummis an den Schuhen befestigt, dann brauchte man sich nicht sofort ein neues Paar zu kaufen. Auch das fand ich ganz toll!
Hanne Soya
21.03.2000, 09:34
Hi Milliways, danke fuer das Foto!
Ich war ganz irritiert, habe ich doch mehrere, die praktisch haargenau so aussehen. Habe ein paarmal gecheckt, ob ich da auch wirklich nicht mit drauf bin!!
walter behrendt
21.03.2000, 11:29
Afganenmaentel wurden noch nicht erwaehnt. Die nach 2-3 Jahren so versifft waren, dass man sie in die Ecke stellen konnte.
Und wenn die Jeans (Nietenhose sagte meine Omi) Löcher bekam, dann kamen Bügelflicken drauf. Und da mein Bruder und ich abartig schnell wuchsen, mußten die Jeans verlängert werden. Also gab es bei KARSTADT so Stoffe mit Jeansfarbenen Mustern bzw. den Buchstaben JEANS (wie originell) und die hat meine MA dann mit der Maschine unten angenäht und schon passte sie wieder. Überflüssig zu sagen, dass meine Eltern diese Jeans eigentlich völlig blöd fanden. Also, Sonntags nie...
Dann schon lieber Cordhosen, gabs 1976/77 auch schon in blau und von Wrangler mit dem Lederschild auf der rechten Backe. Und dazu den obligatorischen Bundeswehrparka im Winter. Die Streitfrage war eben nur: Soll man die Deutschlandfahne an der Seite abmachen oder dranlassen?
Klaudia Kisters
21.03.2000, 14:53
Mein Mini-Wildlederrock war braun-rosa gestreift und vorne geknöpft, den hätte ich heute noch gern. Dazu ein Rolli mit Blockmuster. Diese Clogs hatte ich auch, gekauft in der Molkerei, Abteilung Landwirtschaftsbedarf! Zu den Clogs (mit Frotteesocken) sah meine rosa Latzhose klasse aus.
In indischen Sandalen (wenn man das überhaupt noch so nennen konnte) haben wir uns die Füße platt gelaufen. Die Plateauschuhe sind an mir vorbei gegangen, waren, als sie in Frage gekommen wären, wohl schon wieder out. Überhaupt hieß die Devise: Je flacher, desto besser. Boots waren einfach unschlagbar, weil sie so bequem waren. Wir haben sie teilweise sogar im Sommer getragen. Einmal mußten es aber auch hochhackige Stiefeletten sein, mit denen bin ich dann zur Schule gestöckelt, dazu Jeans und NATO-Jacke.
Bei den Bundeswehr-/NATO-Jacken gab's feine Unterschiede. Es gab die dicken Bundeswehrparkas mit Kapuze, in einem helleren Grün, manche sogar mit Kordeldurchzug in der Taille. Ich hatte eine kurze NATO-Jacke mit Kragen und ohne Kapuze aus einem glatten, dunkelolivgrünen Stoff.
Und natürlich trug ich Nicki-Pullover, erst in rot, dann in dezentem Olivgrün, braun oder - eine Zeitlang der absolute Renner - in schwarz. Und nur mit rundem Halsausschnitt.
Bei den Jeans waren - na klar - Wrangler und Levis der Hit, Lois und Rifle ging auch noch. Das rechteckige Schild aus hellbraunem Plastik mit dem Wrangler-Schriftzug wurde sorgfältig abgetrennt, auch wenn das Blau darunter dunkler war als die Hose. Sichtbare Markenschilder jeder Art waren verpönt. Es mußte die Original-Wrangler sein, aber ohne Schildchen.
Ich erinnere mich gerade an ein typisches 70er-Winter-Outfit: Boots, Jeans, schwarzer Rolli, darüber eine weiße Bluse mit langem, spitzen Kragen und dann ein Bundeswehrparka oder eine NATO-Jacke drüber. Dazu das Palästinensertuch oder ein schwarzer selbstgestrickter Schal in Rippenmuster mit Fransen.
Gestrickt haben wir bis zum Geht-nicht-mehr, besonders im Unterricht. Mein Rekord war ein Pullover an einem Tag. Okay, der war kurz und aus dicker Boucle-Wolle, aber immerhin. Meine beste Freundin war Spezialistin für Lochmuster.
(Beitrag wurde von Klaudia Kisters am 22.03.2000 um 16:23 Uhr bearbeitet.)
Firmian Maierhofer
21.03.2000, 15:03
quote:[/SIZE]<HR>Ich hatte eine kurze mit Kragen (ohne Kapuze!)[/B][/QUOTE]
Da ich 15 Monate lang dienstlich einen besaß, weiß ich aber, daß die echten 'ne Kapuze haben! Deiner war ein Fake!
Übrigens sieht man in Osteuropa gelegentlich deutsche (ausschließlich mit schwarz-rot-gold!) Parkas. Ob das nachgemachte sind (aber warum dann ausgerechnet die deutsche Flagge?) oder sie aus den deutschen Altkleidersammlungen stammen? Oder von Gastarbeitern seinerzeit mitgebracht?
Klaudia Kisters
21.03.2000, 15:30
Die mit Kapuze sind die Bundeswehrparkas gewesen. Da ich meine NATO-Jacke in einem Second-Hand-Laden für alle möglichen NATO-Sachen in Nimwegen (Holland, nahe der deutschen Grenze)gekauft habe, behaupte ich mal: Die war echt. Wie auch immer, sie war klasse.
Laila West
21.03.2000, 16:40
Apropos abgetrennt Wrangler-Schilder. Eine zeitlang ging hier das Gerücht um, das man für 100 Schilder eine neue Hose bekäme. Daraufhin haben alle wie wild gesammelt. Mir ist allerding niemals jemand begegnet, der 100 Schilder hatte, geschweige denn, eine neue Jeans bekommen hätte.
Firmian Maierhofer
21.03.2000, 16:47
Ach so, Du meinst Kampfjacken. Die haben keine Kapuze.
Zu dem legendären Foto weiter oben fällt mir mein erstes Klassenfoto in der Grundschule ein, das ähnlich bunt aussah. Ich wurde morgens gar niedlich herausgeputzt mit zitronengelbem Faltenrock und pinkfarbener, gesmogter Rüschenbluse. Passend dazu rosa Söcken in gelben Lacksandalen. Allerdings war dem Kind an diesem Hochsommertag sehr warm, so dass es sich kurzerhand der Polyesterbluse entledigte und auf dem Foto im Unterhemd da sitzt. Meine Mutter kriegt heute noch Zustände angesichts dieser 'Peinlichkeit' - ich find's cool! http://www.alles-bonanza.de/ubb/smile.gif
Klaudia Kisters
23.03.2000, 18:41
Gestern ging ich in roter Hose, knallblauer Bluse und den Plateauschuhen, die jetzt wieder angesagt sind, ins Büro. Ich fragte eine Kollegin, woran mein Outfit sie erinnern würde. Sie: 'Ich würd mal sagen, 70er Jahre.'
(Beitrag wurde von Klaudia Kisters am 23.03.2000 um 18:22 Uhr bearbeitet.)
Wann ging das los mit den Karottenjeans?? ich hatte eine rosa-weiss-gestreifte mit sogenanntem 'Schleimi-Gürtel'- das waren elastische Strickgürtel mit silbernen rechteckigen Schließen. Und kennt jemand die 'Dschunke-Kleider'-hauchdünne fliegende Batikkleider mit Perlenbändern in Erdfarben,zu denen man dann Jesuslatschen oder Leinenschuhe mit Knöchelbändern und Flechtkeilabsatz trug??
(Beitrag wurde von ameise am 24.03.2000 um 19:53 Uhr bearbeitet.)
Milliways
25.03.2000, 12:01
Die Geschichte mit dem Klassenphoto im Unterhemd finde ich grandios!
Zu den Parkas viel mir noch ein, dass ich immer einen Parka hatte, bei dem die Deutschlandflagge verkehrt herum aufgenäht war. Ich habe bis heute nicht kapiert, warum?!
redselig
25.03.2000, 16:38
Sensationell fand ich meine erste Uhr, die wahrscheinlich von Tchibo stammte: Riesengroß, braun mit braunem Plastikarmband, an dem man herrlich kauen konnte und - das war der Hit - durch eine bräunliche Plastikscheibe sichtbarem Uhrwerk. Sie hat ziemlich lange gelebt.
Das Foto ist super!!
Auf meinem Klassenfoto vom 1. Schuljahr (1970) sahen wir ähnlich bunt aus: Rot und Blau waren die vorherrschenden Farben.
Ansonsten erinnere ich mich natürlich an Jeans-Hosen: je enger, desto besser!
(Beitrag wurde von heute am 27.03.2000 um 04:09 Uhr bearbeitet.)
mir fällt noch die jeans mit den jeweils seitlichen weißen plastikstreifen entlang der (außen)nähte ein, wir nannten das abfällig 'goldkante' (ich fand's schon damals gruselig). soweit ich mich erinnere, muß das absolut late 70's gewesen sein und war auch nur recht kurz modern.
übrigens nochmal hinterher: das klassenfoto ist wirklich lässig, meins (3. klasse '74) sieht sehr ähnlich aus, wie ja wohl bei vielen hier ;-)
(Beitrag wurde von Tete am 26.03.2000 um 01:52 Uhr bearbeitet.)
Hanne Soya
27.03.2000, 10:39
Kleine Faltenroeckchen in vorzugsweise rot und gelb hatte ich auch. Rueschenblueschen aber nie, Mutter sei Dank. Teresa, finde ich klasse, wie Du Dich dieses Teils kurzerhand entledigt hast!
Und die Karottenhosen, hm, so ab Ende der 70er gab es die wohl, schaetze ich.
Ja, und die 'Goldkante' - na, also, 'Paspel' heisst das doch :-) Ich hatte so eine Hose, jawoll. Dunkelblauer Feincord, und die Kante aus weisser Baumwolle, sach' ich mal. Also schon bisken wat Feineres :-) Fand ich dooooohtschick, habe ich zur ersten und letzten Klassenfeier unter unserer damals neuen Klassenlehrerin angezogen. Hat ihr wohl nicht gefallen, die Feier. Dazu trug ich einen Wollpullover, habe mich beim Tanzen totgeschwitzt, aber wer schoen (?) sein will, muss ja bekanntlich leiden. Irgendwann tanzte ein Paerchen romantisch eng zu 'We Are the Champions', so gegen vier Uhr nachmittags. Niedlich! Damals fanden wir das natuerlich ober-frivol. Das muss so 1979 gewesen sein.
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