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Vollständige Version anzeigen : Erster Taschenrechner


Firmian Maierhofer
14.03.2000, 16:02
Ca. 1975 schnekte mir mein Vater einen Taschenrechner (ich nannte ihn 'Computer'), den er selbst geschenkt bekommen hatte, einen MBO mit rotem Display. Nur die vier Grundrechenarten, und im Handel kostete so was 80 Mark. Da war ich aber der King! ich konnte alle Rechen-Hausaufgaben leicht kontrollieren. (Das Rechnen abnehmen konnten mir die Dinger allerdings nicht, weil man immer die Nebenrechnung mitliefern mußte). Schriftlich multiplizieren oder gar dividieren fällt mir noch heute schwer (Anmerkung: Ich bin heute Rechnungswesenleiter einer 'großen Kapitalgesellschaft' lt. ¤267 HGB http://www.alles-bonanza.de/ubb/smile.gif)
(Beitrag wurde von Firmian Maierhofer am 15.03.2000 um 09:08 Uhr bearbeitet.)

Pallas
14.03.2000, 18:16
Ich habe noch einen alten Neckermann-Katalog von 1972, da ist ein Taschenrechner (konnte man allerdings nur in eine Aktentasche stecken http://www.alles-bonanza.de/ubb/wink.gif mit 4 Grundrechenarten und Prozenttaste drin. Für sage und schreibe 799 DM. Nicht schlecht - Herr Specht! http://www.alles-bonanza.de/ubb/smile.gif

Jojo
14.03.2000, 19:32
Mein erster Taschenrechner war ein silberner Klotz von Texas Instruments. In der Schule wurden wir als erstes angewiesen, unseren Namen in die ziemlich weiche Oberfläche dieses wertvollen Stücks zu kratzen, es hätte ja gestohlen werden können! (O, aber ich fürchte, das war erst Anfang der 80er).

Firmian Maierhofer
15.03.2000, 10:06
Ja, den TI hatten wir in der Schule auch - aber das war erst Anfang der 80er. Immerhin bekam man da für 80 Mark schon Sinus, Cosinus, n-te Wurzel, Logarithmen und anderen Schnickschnack. Und sogar kleine Programmierungsmöglichkeiten.
(Beitrag wurde von Firmian Maierhofer am 15.03.2000 um 10:44 Uhr bearbeitet.)

mr41
15.03.2000, 11:27
mein vater füllt heute noch seine steuererklärung mit hilfe eines alten taschenrechners aus, schätzungsweise baujahr 1970. das ding hat eine leuchtendgrüne, flackernde, sechsstellige anzeige, kann nur die vier grundrechenfunktionen und braucht alle halbe stunde vier neue batterien. dafür wird er während dem betrieb richtig warm. bei der divisionsfunktion braucht er mehrere sekunden rechenzeit.
inzwischen kann jeder gratisrechner, der einem fotoauftrag beigelegt ist, mehr.

Firmian Maierhofer
15.03.2000, 11:49
Aber ich finde es nahezu pervers, wie billig die Rechner sind im Vergleich zu ihrem Nutzen!
Ich selber nehme im Büro einen Rechner, den ich mir 1991 für 5 DM auf einem Wochenmarkt in Sachsen gekauft hatte, als mein alter dort plötzlich seinen Geist aufgab. Und damit (ok, nicht allein damit, aber mit dessen Hilfe) mache ich nicht nur meine persönliche Steuererklärung, sondern auch die Umsatzsteuerberechnung meiner Firma (ca. 1,5 Mrd. ATS Umsatz).

Lilofee
15.03.2000, 12:57
Ja, aber der texas Instruments, der damals so ca 45 Dm kostete ('damals' war aber auch bei mir schon in den frühen 80ern) war doch so ein Mist! Total schnell kaputt! Manche Funktionen funktionierten nie!
Schon in der Garantiezeit konnte ich ihn zweimal einschicken. Seitdem, also seit fast 20 Jahren rechne ich mit einen Casio rechner, mit dem ich Abitur (in Mathe) Studium etc. absolviert habe!
Zusammen mit dem Diercke Weltatlas waren das übrigens 'Die' Investitionen meiner Schulzeit!
Ach, und die gelbe Physik- und die orange Mathe- Formelsammlung!

Firmian Maierhofer
15.03.2000, 13:04
Ja, bei dem billigen TI kamen immer die Zahlen doppelt, was bei meinem 5-Mark-Rechner nie passiert.
Und die Sinusfunktion brauche ich im Rechnungswesen nicht s— oft...

redselig
15.03.2000, 15:21
Beliebt war es in unserer Gymnasialzeit (auch schon 80er), mit aller Gewalt auf den TI 30 draufzudrücken. Dann wurden nämlich die angezeigten Ziffern grün und begannen zu wanken.

Hanne Soya
16.03.2000, 07:37
Stimmt, TI30, so hiess er im Ganzen. Und darauf 'rumgedrueckt haben wir auch. Er hielt zwar einiges aus, aber ich meine doch, mich durch mindestens zwei oder drei der Dinger gearbeitet zu haben.
Ausserdem hatte ich noch einen Taschenrechner mit Solarzellen und einen mit 'Biolator', wo man seine Biokurve errechnen konnte und, was ich noch viel witziger fand, nachgucken, welche Daten des Jahrhunderts auf welchen Wochentag fielen. Aber in der Schule durften wir natuerlich nur den TI30 benutzen...

Peter Wuttke
17.03.2000, 20:48
Sehr geehrte Damen und Herren,
im Grunde war der erste Taschenrechner, gleich welches Modell man nun zu bedienen hatte, doch die erste elektronische Schreibmaschine, gell?
Ein beliebter Zeitvertreib in den öden Mathe-Stunden war das eintippen der Zahl 7353. Und dann den Rechner auf den Kopf gestellt und den Banknachbarn lesen lassen.
Mit freundlichen Grüßen
Peter Wuttke

redselig
17.03.2000, 21:56
Den allerersten 'Taschenrechner' ließ uns unsere Grundschullehrerin herstellen, und zwar aus einer Streichholzschachtel. Die Unterseite des Innenteils wurde beschriftet - leider weiß ich nicht mehr, wie das ging -, und dann konnte man durch Auf- und Zuschieben tatsächlich an die Lösung einfacher Aufgaben kommen.

wolfgang
19.03.2000, 20:57
mein erster taschenrechner war der hp 21. nachfolger des hp 45 und hp 35. die hatten noch goldkontakte. angehende ingenieure mussten sowas haben. die ti«s waren etwas fuer laien. hp: die hatten die 'polnische notation', 4 stack-register und 1 festes.
es hiess, ein hp 35 habe einmal eine woche im baustellen-matsch gelegen, und die lkw seien immer drueber, und er waere dann noch gegangen - hiess es.
immer schoen aufgeregt bleiben!
wolfgang

Pallas
20.03.2000, 02:18
'umgekehrte' polnische Notation! Das war das Höchste! http://www.alles-bonanza.de/ubb/wink.gif

Firmian Maierhofer
20.03.2000, 10:57
Ist 'polnisch' das, was anderswo 'wissenschaftliche' Notation heißt?
Also 1,2 03 bedeutet 1,2 * 10^3, auf 'normal' 1200, sieht aber ungleich gelehrter aus....

wolfgang
20.03.2000, 21:47
poln. notation heisst:
nicht 10*5= drücken, sondern
10 enter 5 * und dann glimmt das ergebnis im display. über die registerverwaltung lieber nicht hier..
happy 00s
wolfgang

Firmian Maierhofer
21.03.2000, 10:59
Ah, so was ähnliches hatte mein ganz oben erwähnter MBO auch, zumindest bei Subtraktionen. Für '5 - 3' mußte man drücken '5 + 3 -'

redselig
27.03.2000, 17:16
Unser 'grüner' Großvater - so benannt nach seinen landwirtschaftlichen Interessen und zur Unterscheidung vom 'blauen' Großvater mütterlicherseits - pflegte uns mit den ausrangierten Rechenmaschinen eines Zeitungsverlags zu beschenken. Sie waren zwar noch funktionstüchtig und haben uns viel Vergnügen gemacht, konnten aber leider entweder überhaupt nicht subtrahieren oder kannten keine negativen Zahlen. Hartnäckig addierten sie alles, was sie sonst nicht einordnen konnten.

piri
22.01.2001, 01:35
durch ti30-umdrehen konnte man auch noch 13738317 schreiben

Paisley
28.04.2001, 16:26
Mein erster Taschenrechner sah zwar schon wie ein elektronischer aus, war aber ein mechanischer, wo man so Knöpfchen an Zahlenleisten langschieben konnte. Ich bekam ihn von meinem Vater.
Ich erinnere mich, daß wir bei Aufkommen des Taschenrechners denselben in der Schule nicht benutzen durften und es oftmals viel Diskussion mit dem Lehrer um dieses Thema gab.