Vollständige Version anzeigen : LIEDERMACHER UND SO - NOCH EIN PAAR ÖSIS
peterthomassuschny
25.01.2001, 19:37
Umba-umba-rassa (unter diesem Namen kenne ich es), war schon, als wir es in den 60ern sangen (1968 1. Klasse Volksschule) ein alter Hut, weil mein Vater (Jahrgang 1924) dieses Lied ebenfalls aus seiner Schulzeit kennt.
Arik Brauer, Jahrgang 1929, Wiener Schule des phantastischen Realismuses und wirklich ein toller Maler, ueberlebte trotz seines mosaischen Glaubens (so nannten wir es in den 60ern und noch in den 90ern, erst ab mitte des letzten Jahrzehnts wurde amtlicherseits diese Bezeichnung auf israelitischen Glauben geaendert, was ich bloed finde, weil es an die Nazizeit erinnert) den 2. Weltkrieg in Wien.
Mit seinen Bildern fing er in den 50er Jahren an, seine Bluete faellt eher in die 60er, seine im wienerischen Dialekt gehaltenen Lieder und das israelische
Volkslied 'Dschiribim' mit ein paar 'uralten
jiddischen Witz' stammen eher schon aus den 70ern.
Wer kennt eigentlichen den noch viel schaerferen Liedermacher Georg Kreisler (2000 mit 78 die erste Oper geschrieben) mit seinem 60er-Jahre-Klassiker 'Gemma Tauben vergiften im Park', oder das legendaere Duo Helmut Qualtinger und Gerd Bronner? Letzter hat uebrigens sowohl die Marianne Mendt und den in Deutschland wohl mehr bekannten Georg Danzer musikalisch entdeckt, das war genau Ende der 60er, da ja neuerdings die 70er erst am 1. 1. 1971 beginnen.
Mail to: mr.60er@r60.net. Ich kann uebrigens zu zahlreichen Fernsehserien aus den 60ern und auch aus den Folgejahrzehnten Musiktiteln auftreiben, aber mailen muss frau/man schon. Oder ist es so abwegig, dass jemand die 60er mindestens so interessant findet wie die 70er?
Danke fuer die Aufmerksamkeit. 'Mr. Roaring Sixties'
Charlotte Rhodes
26.01.2001, 17:28
War die alte Datei 'Liedermacher und so' schon abgeschlossen? Egal, jedenfalls hier ein Arik-Brauer-Kenner. Die Garde der österreichischen Liedermacher hat eine unglaubliche Tradition. Ich bin auch kein Fachmann, aber die erwähnten Namen sind bekannt.
Georg Kreisler hat ganz wunderbare Lieder gemacht. Qualtinger ist eh unübertroffen. Von Bronner kenne ich weniger, aber es gab mal im Fernsehen (3sat?)eine Sendung über österreichisches Kabarett, da kam einiges.
Mein Lieblingslied von Marianne Mendt ist 'A Gloooggn, die vierazwanzg Stuundn läät' - höre ich heut noch gern, weil es eine unglaubliche Power hat.
Und als da kamen Georg Danzer und Ludwig Hirsch, war ich natürlich voll dabei. War aber schon jähes Ende 70er, eher Beginn 80er, oder? Erinnert mich vor allem an Demo-Zeiten (Nachrüstung, Wackersdorf und so).
Mit wem ich damals schon nichts am Hut hatte, ist Konstantin Wecker. Und das hat sich nicht geändert.
Read you. Ch.R.
peterthomassuschny
26.01.2001, 19:00
Auch mir ging der Wecker eher auf den Wecker.
Demos habe ich eigentlich keine besucht.
Gegen einen NATO-Beitritt Österreichs würde ich aber schon stimmen, weil ich der Ansicht bin, dass es gescheiter ist, statt
Atomwaffen in Ö zu lagern, lieber Strom daraus erzeugt werden soll, wenn ich dann stirb, habe ich wenigstens was davon gehabt, von Waffen jedoch gar nichts. Daher wäre ich auch für eine Verschärfung des Waffengesetzes, was sich aber momentan leider kaum durchsetzen lässt.
Dafür habe ich persönlich keine Probleme mit irgendwelchen Anti-Regierungs-Demos in Ö, weil mir sie zwar wurscht ist, aber es Meinungsfreiheit geben soll. Und wenn der
Wr. Wirtschaftskammerpräsident, der zwar Nettig heißt, aber höchst unnötig ist, meint, daß die Verursacher der Verkehrsblockaden am 5. 12. 2000 in Wien zur Kasse gebeten werden sollen, dann möge er doch gefälligst was dagegen unternehmen, daß wir armen Lohnfuhrwerker vulgo Botendienstfrächter einmal die übrigen Tage im Jahr fahren können, ohne im PKW-Stau zu ersticken.
Apropos Wecker: wem gefällt die Stefanie Werger? Ihr erstes Lied war nämlich 'Die
Weckuhr' 1981 oder 1982. Und besonders gut finde ich den Franz Morak, derzeit Staats-sekretär für Kultur in Ö, der 1980 - 83
2 oder 3 ganz schräge Popmusikplatten herausgebracht hat (obwohl im Hauptberuf
Burgschauspieler!)
Grüsse an alle. 'Mr. Roaring Sixties'
Peter Thomas Suschny
Charlotte Rhodes
01.02.2001, 16:33
Hallo Peter Thomas,
finde ich ja spannend, daß Du gleich über 'Demos heute' schreibst. Ich bleibe lieber beim Thema Musik.
Stefanie Werger kenne ich kaum, kann also gar nicht richtig sagen, ob ich sie mag oder nicht, aber tendentiell eher weniger. Und Herrn Morak gegenüber bin ich zwiespältig. Der hat damals zwar interessante Sachen gemacht, aber mir war er schon als Peymann-Gegner an der Burg suspekt und als Kulturpolitiker erst recht. Deswegen bin ich da nicht objektiv, muß ich zugeben.
Leider fallen mir im Moment nur Liedermacher/Innen ein, die ich persönlich nicht so mag, z.B. Bettina Wegner: 'Sind so klein die Hände' - oooh, ganz viel Betroffenheit, Robert Long - ein Holländer, ich weiß gar nicht, wie bekannt der war.
Und Jasmin Bonnin. Die werden wahrscheinlich die wenigsten kennen. Damals - so mit 17,18 - mochte ich die schon, aber mit den Jahren wird man dann gottseidank klüger.
Und über Ambros hat noch keiner geschrieben? Da könnte ich ins Schwärmen kommen, was die frühen Sachen betrifft.
'Schaffnerlos' und der 'Watzmann' (gab es auch als Aufführung) waren doch wunderbar.
Oder?
Gruß, Ch.R.
Harald Leinweber
02.02.2001, 17:32
Guten Tag!
Ja, Wolfgang Ambros! 'Des Sandlers Flucht' nach Bob Dylan, später auch von Wolfgnag Niedecken gecovert.
Und natürlich
Es lebe der Zentralfriedhof
und alle seine Toten
der Eintritt ist für Lebende
heut' ausnahmslos verboten ...
Und last but not least
Watzmann, Watzmann, Schicksalsberg -
Du bist so riesig
und I nur a Zwerg ...
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit
Harald Leinweber
Charlotte Rhodes
06.02.2001, 17:17
War kürzlich in Wien - mußte die Hauptstadt meiner neuen 'Heimat' mal näher kennenlernen und bin selbstverständlich - unter anderem wegen des Liedes - lange, lange über den Zentralfriedhof gegangen. Saukalt war's, aber wunderschön. Fraglich ist nur, warum 'zentral'?
Ich bin mir übrigens nicht schlüssig, ob ich mag was Wolfgang Ambros und seine zwei Spezln neuerdings so machen. Meinungen dazu?
Für mich überhaupt der größte Sänger - also nicht Liedermacher, sondern Chansonnier - aller Zeiten ist Jacques Brel. Und das betrifft alles: Musik, Text und natürlich vor allem sein Vortrag. Die Energie, die er vermittelt, ist phänomenal.
Und noch eine Frage an Haralds unerschöpfliches Wissen: Habe in einem anderen Strang mal gefragt, ob jemand die Gruppe 'Ihre Kinder' kennt. Du auch nicht? Die Platte 'Leere Hände' wurde in Nürnberg aufgenommen. Danke.
peterthomassuschny
07.02.2001, 18:58
Hallo an Euch Alle!
1. Bitte der Morak ist zwar in der Regierung, aber absolut kein FPOE-Freund und wurde sogar vom Aktionskuenstler Nitsch in Schutz genommen, der gemeint hatte, dass seine Kunst vom Morak gegen die unselige Achse Kronenzeitung - FPOE stets verteidigt wurde.
Dass er gegen den Peymann war, ist meiner Meinung nach keine politische Denkweise.
Mich hat der Peymann nicht gestoert, obwohl ich eher ein 'Rechter' bin, aber der Fritz Muliar, seinerzeit sogar ein großer Kreisky-Verehrer und auch heute sicher kein FPOE-Freund, hat auch immer mit dem Peymann gestritten; mir ist nur der Mortier (Salzburger Festspiele) unsympathisch und haette ich mich gefreut, wenn er wie angekuendigt schon anlaesslich des Regierungswechseln in Oesterreich gegangen waere, statt erst heuer.
2. Der Zentralfriedhof heisst nicht wegen seiner zentralen Lage so. Er war unterm Buergemeister Lueger (gestorben 1910) fuer eine 2,1 Millionen Einwohnerstadt gebaut worden und damals rechnete man damit, dass Wiener (bei Beibehaltung des Zuzuges von Auslaendern bzw. Leuten aus den Bundeslaendern (damals halt noch Kronlaendern) einmal 4 Millionen Einwohner haben werden wird. Zentral bezieht sich vermutlich mehr auf die Groesse als auf die Lage, naeheres sicher beim Wiener Bestattungsmuseum in der Goldegggasse erfragbar (Wiener Bestattung - Telefonnummer
sicher im Telefonbuch oder ich kann sie raussuchen).
3. Fuer alle, die am 24. Maerz 2001 in Wien sind, da findet das erste 60er-Jahre-Fest (Party, Clubbing) statt. Naehere Auskuenfte unter www.r60.net
Beste Gruesse aus Wien 'Mr. Roaring Sixties'
Charlotte Rhodes
12.02.2001, 16:05
Danke für die Erläuterungen. Das mit 'zentral' war zwar nur ironisch gemeint, aber die Erklärung ist interessant. Vor allem, daß Wien nicht so ausdehnend geworden ist wie erwartet.
Zur Kulturpolitik mag ich mich nun nicht äußern, bin gerade nicht ernsthaft genug.
peterthomassuschny
12.02.2001, 16:33
Betreffend Zentralfriedhof:
Es ist ein altes Bonmot, daß dieser zwar nur halb so groß wie Zürich aber doppelt so lustig ist.
Betreffend Kulturpolitik in Österreich:
find ich schon in Ordnung, die Meinungsäußerung ist fast immer frei gewesen, wenn nicht gerade (im Juni 1968) jemand vermeint, nicht nur im NIG (= Neues Institutsgebäude der Wiener Universität) auf den Tisch scheißen zu müssen, sondern nackt und onanierend die Bundeshymne zu singen, eine Aktion, die sogar die Mißbilligung vom Kommunistischen Studentenverband fand, weil sie nicht sehr verständlich war.
Der zu einigen Monaten Gefägnisstrafe verurteilte Günter Brus ist halt nach Deutschland geflohen und 1979 wieder aufge-taucht, absitzen mußte er diese Strafe ohnehin nie.
Irgendwo sollten halt immer Grenzen sein, aber ob der Nitsch einen Stier schlachtet oder zwei das stört nur ein paar ganz Reaktionäre; der Rest ignoriert das, zumal der gute Hermann Nitsch das gleiche ja schon vor 30 Jahren machte, daher unterdrücken die meisten dann halt schon ein Gähnen.
Charlotte Rhodes
15.02.2001, 19:03
Auch hier wird kräftig abgeschweift. Wie schön.
Gestern gab es in Bregenz ein großes Ösi-Kultur-Ereignis. Tobias Moretti hat Mozarts Don Giovanni inszeniert. Und zwar war das richtig gut, sehr sensibel, klug und vor allem mit großartigen schauspielerischen Leistungen. Ist ja bei Sängern nicht selbstverständlich. Großer Respekt.
Geschlachtet wurde niemand.
peterthomassuschny
15.02.2001, 19:45
Ich finde nicht, dass ich besonders abschweife.
Ich habe nur festgestellt, daß in den 60er Jahren in Österreich (ganz im Gegenteil zu der Behauptung irgendeines in seiner Entwicklung vermutlich steckengebliebener Alt-68er, der in einer Dokumentation zum 55. Jahrestag der Ausrufung der 2. Republik im Mai 2000 im ORF <das ist der Österreichische Rundfunk> die Chuzpe hatte, wortwörtlich zu behaupten, daß es über die 60er-Jahre in Österreich nicht allzu viel zu berichten gibt, sie gelten allgemein als miefiges Jahrzehnt) das Leben ganz normal war.
Die soeben erwähnte Aussage ist so blöd, daß es fast keines Kommentars bedarf, außer der Feststellung, daß es im Jahre 1968 eine bürgerliche Alleinregierung in Österreich gab und es im Gegensatz zu Deutschland keine Toten gab, was schon daran lag, daß der damalige Innenminister Franz Soronics ein Sir war.
Auch heute ist bei uns insgesamt ein noch immer liberales Klima, eizelne unrühmliche Unkenrufer wird es immer geben.
Ich sehe mich aber doch bemüßigt, endlich einmal die vielen falschen Ansichten über mein Geburtsjahrzehnt zurechtzurücken. Die dunkle Epoche in Österreich liegt eindeutig zwischen 1938 und 1945 und das ist nicht einmal mit Fantasie den 60ern zuzurechne.
Und was die Kriegsschulddebatte betrifft, so finde ich es doch bemerkenswert, daß erst seit der Ära des Bundeskanzlers Vranitzky (1986 - 1996) erstmals zaghaft versucht wurde, die Wiedergutmachung wirklich in Gang zu bringen - ein Beweis, daß auch die 70er noch haargenauso schlecht waren, wie das Jahrzehnt zuvor!
Harald Leinweber
19.02.2001, 15:56
Guten Tag!
Ich kann mich dunkel an 'Ihre Kinder erinnern'. Und Google hat meiner Erinnerung aufgeholfen:
WEISSER SCHNEE - SCHWARZE NACHT
Ihre Kinder
Die Wände sind grau und das Zimmer ist kahl
Der Boden ist feucht und das Licht eine Qual
Ein Mädchen braucht keine Liebe mehr
Ohne Schnee ist ihr Leben leer
Das ist Leben für sie
Doch sie glaubt an ein Spiel
Weisser Schnee, schwarze Nacht
Weisser Schnee, schwarze Nacht
Der silberne Löffel kocht für sie ab
Der Gürtel schnürt ihr die Vene ab
Sie drückt die Nadel tief in ihr Blut
Dann schiesst sie ab und versinkt in der Glut
Der Schnee gibt ihr alles und Schnee hält sie warm
Zitternd löst sie den Gürtel vom Arm
Das ist Leben ...
Sie liegt da und bezahlt diesen Preis
Freiheit wird zur Einsamkeit
Sie glaubt nicht, was kommt
und sie glaubt nicht was war
sie stirbt ihr Leben,
bevor sie es überhaupt sah
Das ist Leben ...
Text & Musik Sonny Henning
Interpretation Ihre Kinder
Album '2375004' (Cover aus Jeans-Stoff)
LP: Kuckuck 2375004 (1970)
Album ihre kinder - live 82
LP: Ohr today 560.001 (1982)
'Ihre Kinder' galten 1969 als Pioniere der konsequent deutschsprachigen Rockmusik und waren dank der Erbringung des Beweises, dass sich gute Rockmusik auch mit anspruchsvollen deutschen Texten verbinden lässt, beispielsweise der Grund, dass ein gewisser Jazz-Schlagzeuger Lindenberg plötzlich beschloss, zum Sänger Udo zu werden.
Wie es sich Anfang der 70er für einen 68er-Politsponti gehörte, wendete sich Sänger/Texter Sonny Henning scharf gegen Drogenkonsum. Auf der dritten 'Ihre Kinder'-LP befindet sich der einzige (Anti-) Drogensong, den die Gruppe je eingespielt hatte: 'Weisser Schnee - schwarze Nacht'. Aus heutiger Sicht wirkt der Text ziemlich klischeehaft und moralinbeladen und die Intonation grenzt ans Weinerliche,- Elemente, die an sich überhaupt nicht zu Henning passen. Beinahe noch peinlicher wurde die Fortsetzung ('Schwarze Nacht Nr.2') auf seiner ansonsten recht harten und aggressiven Solo-LP. Zur Zeit jedoch, als der Song entstand, war Heroin auf der Gasse kaum verbreitet und gemessen an damaligen allgemeinen Präventionsstrategien war der Text sogar grossartig. Eine zeitgenössische Kritik meint gar: 'Das Lied ist von seltener poetischer Kraft. Einfach und ausdrucksstark, in unverbrauchten eingängigen Bildern wird ein heroinsüchtiges Mädchen besungen'.
So weit der Text, den ich mit Google bei Eingabe von ('Ihre Kinder' Musik) gefunden habe.
Ich finde das nicht moralinbeladen oder so. Nichts, gar nichts spricht für Heroin. Wer Leute davon abhalten kann, tut ein gutes Werk.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit
Harald Leinweber
(Beitrag wurde von Harald Leinweber am 19.02.2001 um 15:54 Uhr bearbeitet.)
peterthomassuschny
20.02.2001, 19:45
Nachdem ich das ganze mit ein 'paar Ösis' übertitelt habe, noch eine rare Gruppe, gegründet schon 1960: die legendäre 'Worried Men Skiffle Group' bekannt geworden durch witzige Lieder im Wiener Dialekt, vor allem ab den zeitigen 70ern: 'Kauf a Zeitung', 'Wanns a Weh (wienerisch für in etwa ein Trottel für alles) brauchts' und auch noch in den 80ern aktiv. Bin neugierig, ob die wer außerhalb Österreichs auch noch kennt.
'Mr. Roaring Sixties'
Charlotte Rhodes
21.02.2001, 14:18
Hochverehrter Harald Leinweber,
ich bin zu tiefstem Dank verpflichtet, endlich genauere Infromationen über 'Ihre Kinder' erhalten zu haben. Bei 'google' hätte ich selbst nachschauen können, habe aber nicht daran gedacht. Das obige Lied kenne ich übrigens nicht. Ich scheine im Besitz der ersten Platte zu sein. Die ich übrigens immer noch mag. Poetische Texte hatten sie mit Sicherheit und manche Lieder sind sicherlich sehr bekennend und entsprechend der damaligen Zeit auch moralisch. Aber nicht moralinsauer, da bin ich Deiner Meinung. Nochmals herzlichen Dank. Das mit Udo Lindenberg leuchtet auch vom Sound her ein.
Tut mir leid, Herr Suschny, diese 'worried men' kenne ich nicht. Von München aus hörte ich zwar viel Ö3, aber dennoch....
peterthomassuschny
21.02.2001, 18:08
Das tut mir ehrlich leid Frau Rhodes.
Beispiele gefälligß
1. Kauf a Zeitung, kauf a Zeitung, wollen wissen wie«s um uns steht, wolln alles, alles wissen, bled sterben woi ma net
(Anfang 70 oder Ende 60)
2. Wanns a Weh brauchst, ruft«s mi an, wenn net die Leitung besetzt ist oder I grad net kann, denn I bin a echtes Weh.
(1976)
3. Wenn ich mit meiner Dogge, einmal durch den Prater jogge, hautst Di stärksten Hosen
(im Sinn von Hase = wienerisch für fesches Mädel) um, wann I mit meiner Dogge komm.
Und kein Einstein, Schubert, Goethe, Freud, a ka Da Vinci war der Beste, weil I, I bin der Greßte
(ca. 1987, Text leider kaum mehr auswendig und Kassette derzeit leider nicht auffindbar).
Weitere Informationen bin ich bemüht, ständig zu finden.
Haben Sie schon meine Homepage besucht?
www.r60.net. Ich plane ab heurigen Frühling laufend Aktivitäten mit Musik und Feeling der 60ies zu veranstalten, Sie wohnen ja
glaube ich nicht so weit von Wien? Vielleicht organisieren wir so was auch einmal außerhalb, in St. Pölten oder Linz.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Peter Thomas Suschny
Charlotte Rhodes
22.02.2001, 13:45
Die Texte lesen sich klasse, da hab ich wohl was verpaßt.
Ich war nun auch auf der Homepage, sehr schick. Aber ich wohne schon sehr weit weg von der Hauptstadt, nämlich im Ländle. Und Bregenz ist von Wien genauso weit weg wie Paris. Und als Jahrgang 62 bin ich eher mit den späten 60ern vetraut, die für mich schon die 70er einläuten. Drum halte ich mich hier auch auf. http://www.alles-bonanza.de/ubb//smile.gif
peterthomassuschny
22.02.2001, 19:17
Hallo Frau Rhodes!
'Oho Vorarlberg, bischt zwoar als Lond a Zwerg, klan aber Berg oho! Hollodrio!'
(Copyright Reinhold Bilgeri 1972).
Es freut mich, dass Sie Jg. 1962 sind, bin ich auch (26. 3. 62, welch herrlich legasthenisches Datum, umdrehen ergibt wieder 26. 3. 62).
Warum sich soviele Anfang der 60er Jahre Geborenen aus Ihrem Geburtsjahrzehnt absentieren, habe ich bis heute nicht verstanden!
Darf ich nur an die spannenden 60er erinnern?
Mondlandung, Woodstock, Flower Power, Jochen Rindt, Janis Joplin sind nur die einfachsten Schlagworte die mir dazu einfallen und das ist nicht mindestens genauso interessant wie die 70er? Wo wir in Österreich 13 Jahre lang den gleichen Bundeskanzler hatten (auch wenn Politik im Internet nichts verloren hat, muß das einmal festgestellt werden dürfen. Was wir vom Kreisky und der von ihm 1983 verhinderten Wende heute noch haben, sehen Sie ja jetzt an der aktuellen Regierung - damals hatte die rechtsexteme FPÖ unter Norbert Steger wenigstens einen liberalen Obmann).
Ich habe 1983 oder 1984 einmal mit einem ca. Jg. 1964 oder 1965 geborenen Mitschüler über Musik diskutiert, der hat alles aus den 70ern, die ja damals gerade frisch vorbei waren, sinngemäß als Dreck bezeichnet und mußte ich die 70er sogar verteidigen (Sweet, Garry Glitter, Gloria Gaynour <ich hoffe, die habe ich jetzt richtig geschrieben> und gemeint, dass es ja nicht nur Abba, Smokie, Boney M. usw. in den 70ern gab). Und das soll plötzlich überhaupt keine Geltung haben?
Außerdem: seit heute, als ich das Österreichische Filmarchiv besucht habe: demnächst kann ich Zusammenschnitte aller
Jahrgänge der legendären Austria Wochenschau (1949 - 1982, Fortsetzungssendungen mit anderen Namen bis 1995) auf Video zur Verfügung stellen und stelle ich dann sicher auch auf meine Homepage.
Und was Vorarlberg betrifft: es kann ja durchaus bei genügend Interesse so ein 60er Festel beispielsweise in Innsbruck/Umgebung stattfinden, falls Sie genügend Interessenten aus Ihrer alten Heimat und/ oder der Schweiz kennen: CDs sind leicht zu transportieren und ich kann auch mit dem Zug fahren (habe schon einmal von Zürich nach Wien übersiedelt und ist ein bißchen eine lange Autofahrt!). Vielleicht gelingt es Ihnen bei meinem Landsmann Anko mehr zu erreichen, als es mir gelang. Er hat zwar alles interessant gefunden, auch mein bis heute nicht verlegtes 60er-Jahre-Büchlein aber bis heute darf ich gerade sozusagen hintenrum auf dieser erlesenen Homepage
mit jemanden kommunizieren und alle anderen sind etwas weniger kommunikativ als Sie.
Man hört wieder voneinander?
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Peter Thomas Suschny
Charlotte Rhodes
22.02.2001, 20:07
Ogottogott,das ist mir alles ein wenig zu ausführlich. Nur ganz kurz: Ich habe überhaupt nix gegen die 60er und alle und noch mehr Dinge sind mir bekannt und geschätzt, aber ich glaube hier in diesem Forum geht es schlicht um die 70er. Deshalb gedenken die Menschen hier darüber zu schreiben.
Und ganz persönlich ist es so, dass für mich erst die Jahre ab 66 erinnerlich sind und ich mit vier Jahren noch kein besonderes politisches Bewußtsein entwickelt hatte. Ich glaube einfach, die Zeit der Pubertät prägt am meisten und die liegen bei mir wie bei Ihnen eindeutig in den 70ern.
Und für ein sixties event jenseits des Arlbergs bin ich auch der falsche Ansprechpartner. Verry sorry.
peterthomassuschny
23.02.2001, 19:04
Es geht ja nicht immer im Leben nur ums politische Bewußtsein und sehe ich Anfang der Nuller Jahre sicher auch einiges anders als z. B. Mitte der 70er oder Anfang der 90er.
Das mag schon sein, das dies ein Forum über die 70er ist, ich habe aber weder in Ö noch in D eines über die 60er gefunden, ich meine nur (ich gebe zu, in V werdet Ihr kaum Wien heute empfangen und wenn ja nicht ansehen, weil es ja wienspezifisch ist) das mediale Dauergetrommel mit Wickie, Slime und Paiper ist nervend. In den allmontäglichen 70er-Jahre-Stories (die ist in Wien heute) ist mehr als die Hälfte aus den 60ern, Paiper wurde 1969 eingeführt und ehrlich gesagt, wenn ein Buch Slime als Titel hat und das erste Bild findet sich in Alles Bonanza ein Jahr später, so ist das mehr als peinlich.
Und in Alles Bonanza wird seitenlang über Stammbücher geschrieben, die hat meine Mutter schon in den 30er Jahren gehabt. In Wahrheit war nämlich in den 70ern so wenig los, daß in den ganz Erinnerungsalben möglichst viel drinnen steht, was aus vielen anderen Epochen stammt, damit irgendetwas drinnen steht.
Über das richtige Marketing lassen sich ja bekanntlich auch Eiswürferln an Eskimos verkaufen.
Bei uns gibt es halt Austria Wochenschauen in Videoform zu sehen (dzt. 1953-1962 geschnitten).
Wie gesagt, 60er-Festeln können überall stattfinden, Musik ist jede Menge vorhanden
und wenn sich genug Leute finden, könnte ich überall hinfahren, natürlich auch zu die 'Gsis'.
Ich engagiere mich lieber für Libella oder Schartner in der klassischen Bombenflasche als für Paiper.
Der gute Jolly, den es schon Anfang der 60er Jahre bei Eskimo gab, war halt schon immer marktmäßig so gut, daß er im Gegensatz zum ohnenhin nicht guten Paiper (der mit seinem Plastikbecher und Plastikschuber ja auch genug an Abfallbergen mit schuld ist) nie eingestellt wurde.
So schaut es halt aus.
Lg Peter Thomas Suschny, still 'Mr. Roaring Sxities' oder 'Jochen Rindt forever!'
peterthomassuschny
03.03.2001, 21:14
Hallo Frau Rhodes!
Schon böse auf mich?
Dann trinken Sie doch ein Libella, schmeckt ähnlich wie das Lift in den 70ern (das neue in der Petflasche ist nämlich so grauslich, daß es ein Wunder ist, das meine Angetraute <ja, ja, die traute sich was und hat mich getraut> und ich noch leben), ist in der kultigen Rillenflasche wie schon in den tollen 60ies, im Fernsehen läuft gerade der Max-Handy-Spot mit den legendären Adamo-Song 'Petit bonheur' oder deutsch 'Ein kleines Glück' (schei..benkleister, ist ja auch aus den 60ern, ts, ts, wo bleiben eigentlich die 70er?) und das Musical-Hair (erraten, 1967 uraufgeführt) läuft gerade an.
Übrigens: Libella habe ich heute beim Sild entdeckt, das ist ein ehemaliger Getränkegroßhandel auf der Ödenburgerstraße und gehört zum AGM. D. h. auch auf der Seite über dem Berg sicher erhältlich. Übrigens:
Vorarlberg hat mir immer gut gefallen, außer die mühsamen Zöllner in Feldkirch-Tisis, nicht einmal der Elmar Oberhauser hat mich allzusehr schockiert.
Beste Grüße
pts
Charlotte Rhodes
03.03.2001, 22:37
Nein, ich bin nicht böse, ich war nur Internet-müde und habe dann und wann auch anderes zu tun.
Klar, kenne ich Libella, auch wenn ich es schon als Kind nicht besonders geliebt habe. Bluna fand ich besser. Mein Lieblingseis war übrigens Capri, egal ob 60er oder 70er.
Vielleicht sollten Sie einfach ein Forum eröffnen? Aber so revival-mäßig sind halt die 70er zur Zeit im Trend. Die 50er und 60er hatten ihre Renaissance ja schon. Aber das ist ziemlich lange her und die Leute waren vor 15 Jahren noch nicht im Netz.
So long!
peterthomassuschny
04.03.2001, 10:39
An das Capri-Eis kann ich mich nicht erinnern, aber Langnese und Eskimo hatten trotz gleicher Konzernmutter (Unilever) nicht immer das gleiche Programm.
Der Renner war der S 1,-- Lutscher (ziemlich sicher Erdbeer oder wars doch Himbeer?), der Jolly (gibts heute noch), in Italien hatte ich immer einen Lutscher um 30 Lire (laut meiner älteren Schwester gefrorener Himbeersaft) und jetzt noch gibt es das Eissandwich in Kalabrien (dort ist Italien am Allerschönsten), das sich Lui et Lei nennt.
Das 50er-Revival habe ich miterlebt, wo und wann das 60er-Revival gewesen sein soll, ersuche ich Sie mir mitzuteilen, ich war nämlich all die Jahre zwischen 1985 und 2001 immer in Österreich (Urlaube von maximal einen Monat/Jahr ausgenommen) und habe in der Zeit einmal die 50er 85 auf der Schallaburg/Melk bzw. 98 in der Wiendener Alpenmilchzentrale (= 4. Wr. Gemeindebezirk) gesehen, die 70er im Vorjahr im Jänner (manche sagen auch Januar, so wie manche Februar zum Feber sagen) im ehemaligen k. & k. Hofmobiliendepot in Wien.
Ich finde es nicht richtig, immer Kleinigkeiten, die schon in den 60ern war, auf 50er bzw. 70er Expos zu zeigen, dazu waren viel zu viele wichtige Sachen in den 60ern. Grüße 'Mr. Roaring Sixties'
Stefan60
15.03.2001, 18:07
Ich erinnere mich noch an den Liedermacher
Ulrik Remy.Der hatte mal ein Stück mit dem Titel 'Ulrik`s Tierleben' mit dem Habgiraffen und dem Telefant usw.Hat da zufällig noch jemand den ganzen Text?
peterthomassuschny
17.03.2001, 19:05
Leider bei mir chancenlos. Falls Du Fernseh- und Radiosendungs-Kennmelodien zwischen 50er und 90er Jahre suchst, habe ich einen Freund, der fast immer helfen kann.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
www.r60.net
Mail to: Mr.60er@r60.net
peterthomassuschny
22.06.2001, 22:50
Weil das mein allererster Strang war und wir sowieso schon weit vom Thema abgekommen waren, die 60er-Renaissance in Österreich umfaßte nur 2 Phasen: 1993 gab es ca. 1 x die Woche die 'Zeit im Bild Da Capo', alles mögliche lustige an vermischten Nachrichten, jedoch nur ca. 1/2 Jahr, dann hat es der ORF wieder ungefragt eingestellt.
Die andere Welle war zuletzt 1998, wie zu jedem runden Jubiläum philsophieren einige über die 68er, jeder erzählt irgendetwas, das halte ich schön langsam für fad: nichts gegen jederfraus/manns unterschiedliches Weltbild, aber die 60er waren ja viel mehr als die Revolte einiger Unzufriedener, heute schon lange Etablierte, die jetzt selber an den Hebeln der Macht sitzen (wie z. B. der Joschka Fischer oder der Danny Cohn-Bendit) und wer auch dieser Ansicht ist, begibt sich jetzt ins 60er-Forum, um festzustellen, wie es tatsächlich damals war ...
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
www.r60.net
The Hoople
27.06.2001, 01:50
Hier sind so viele Österreicher im Forum, vielleicht kann mir jemand von Euch weiterhelfen. Ich suche eine Single von einem österreichischem Liedermacher namens Attersee. Die Platte heißt Rampi Rampi oder so ähnlich. Kennt die jemand? Hat die jemand? Kann mir jemand die besorgen oder aufnehmen? Hat jemand weitere Informationen darüber?
Vielen Dank und viele Grüße
The Hoople
mit google gefunden:
<A HREF='http://www.sra.at/records/223/5343.htm' TARGET=_blank>http://www.sra.at/records/223/5343.htm</A>
peterthomassuschny
27.06.2001, 18:30
@The Hopple
Kenne leider nur einen Maler, Christian Ludwig Attersee, sollte der singen, wäre mir das ganz neu.
Singen und malen tut auch Heinrich Walcher
'Auf einem Gummi, Gummiberg, da sitzt ein Gummi, Gummizwerg, ißt ein Gummi, Gummibrot und dann ist er gummi, gummitot' (1974)
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
The Hoople
27.06.2001, 21:10
@Hilde
Danke für die Info. Hätte gedacht, das Dingen wäre älter.
@peter thomas
ja, anscheinend ist das der Maler.
Viele Grüße
The Hoople
supa, der suschny hat wen neuen zum streiten gefunden ;o), herzlich willkommen, frau rhodes!
@peterthomas: heisst nicht, dass ich dich nicht mehr leiden kann!!
peterthomassuschny
30.06.2001, 02:17
@Tanja-s
Mit der habe ich schon im Feber/März gestritten und es bleibt dabei: in Österreich gab es noch nie was gescheites zu den 60ern und zu jedem runden Jubiläum (25 Jahre, 30 Jahre usw.) das 68er-Jahr zu diskutieren, ödet mich schon an. Die 70er Jahre werden ja auch nicht auf das Pol Pot-Regime in Kambodscha reduziert, oder???
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
pandoras box
13.07.2001, 14:58
Wie man sieht streitet sich der Herr Suschny nicht nur in der blackbox mit anderen Leuten.
peterthomassuschny
13.07.2001, 14:58
@Pandoras box
Du kannst ja auch in das 60er Jahre Forum schauen, was Du dort an interessanten Sachen findest. Ob und mit wem ich hier streite, kann Dir ja trotzdem egal sein, der Strang hier ist aus jenen Zeiten, bevor wir ein 60er-Forum hatten und es bleibt dabei: in Österreich werden die 60er immmer in den Hintergrund gedrängt und das ist absolut falsch. Und dazu die Leute zu überzeugen, ist halt meine Sendung.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
peterthomassuschny
13.07.2001, 14:58
Richtig! ... und aus! Und wer mit mir streiten will, der schaut unter Idee und Geflügel, da gibt es vom Herrn Rubinowitz ein eigenes 'Peterthomassuschny' genanntes Forum, dort kann sie/er gerne weiterätzen, hier schreiben wir über die 70er, ein bißchen weiter vorne über die 60er und da wird auch herumgeflachst, wie sich das nennt, aber nicht gestritten.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
pandoras box
15.07.2001, 00:25
Oioioi!
Hab ich da einen wunden Punkt berührt. Sorry!
peterthomassuschny
15.07.2001, 10:10
@Pandoras Box:
Was ist das oioioi, wohnst Du bei uns in Ober St. Veit im Saugarten, better known als Lainzer Tiergarten, daß Du so quiekst?
Muß mmich ehrlich wundern!
Trotzdem beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
geh, herr suschny, im saugarten machens nicht oioioi sondern oinkoinkoink!
pandoras box
16.07.2001, 02:41
Sag mal, gehts dir nicht gut?
Bei deinen Aussagen wundert mich nicht mehr, dass die Leute in der blackbox nichts von dir wissen wollen. Du bist ja krank im Hirn!!!
peterthomassuschny
16.07.2001, 02:41
@Pandoras Box
Mir geht es sehr gut, danke der Nachfrage, ich habe Dir auch mitgeteilt, wo Du auf mich stänkern willst, wenn es Dir dann besser geht, ich habe diesen Strang nicht ins Leben gerufen, um mit Dir oder sonst wem über die Damen und Herren auf der Blackbox zu diskutieren.
Wenn Du normale Vorbringen hast, wie auf dem Werbevideostrang, den der Spleen dort eingerichtet hat, weil ich im 60er-Forum das gleiche tat, das wir es dann bei Gelegenheit z. B. dem Anko präsentieren, vielleicht folgt dann einmal so etwas tatsächlich auf Video hast, dann bekommst Du auch normale Antworten, wie Du Dich dort selber gerne überzeugen kannst, auf blöde Ansagen wirst Du ebensolche Retourkutschen erhalten.
Und wenn jemand meint, ich schweife vom Thema ab, dann kannst Du Dich dort gleich einschalten und feststellen, daß Du bei einem Strang über österreichische Liedermacher auch gewaltig dazu beiträgst, daß dem so ist.
pts
peterthomassuschny
25.07.2001, 18:59
Die 70er-Jahre Underground-Gruppe Chuzpe habe ich noch nicht erwähnt.
Irgendwann (war das schon in den 80ern?) hatten die sogar einen Hit im Radio 'Love will tear us apart'. Vorher hatten die so alle möglichen Ätzereien, sich über Neonazi-nostalgie lustig zu machen, die Ende der 70er etwas übers Land schwappte (ANR auf der Universität ab 1976/77, Hitlers 90. Geburtstag 1979).
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
An 'Chuzpe' kann ich mich nur noch ganz dunkel erinnern. Das ist doch(glaub«ich jedenfalls) ein jüdischer Name. Weisst Du, was er bedeutet?
Wieder Grüße vom Bryan
fizziblizz
13.09.2001, 16:22
Daß Ihr mir bei allem Erinnern und Stänkern meinen lieben Werner Pirchner vergessen habt, der vor kurzem mit knapp 60 gestorben ist und auch kein 'richtiger' Liedermacher war, sondern ein genialer Gratwanderer zwischen Jazz, U- und E-Musik (Halbes Doppelalbum, EU, Anaanas-Banaanas), das wurmt mich als nichtösterreichen Niederrheiner schon. 'Auf der Plottn sing I Liader, für die brave Burschwasie, und für klerikale Brüader, und vielleicht a poar für di ....' (Ein halbes Doppelalbum, erschienen ca. 1970). Das war politisches Kabarett besonderer Art im Alleingang, und zudem hervorragend musiziert und getextet
peterthomassuschny
14.09.2001, 08:41
Der Pirchner war mir nur namentlich ein Begriff.
Chuzpe heißt soviel wie Frechheit.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
der sich freut, daß auf seinem allerersten Strang wieder einmal was geschrieben wird.
peterthomassuschny
06.10.2001, 11:08
Das ganze Wochenende ist in Radio Wien dem Austropopbarden der ersten Stunde, Wolfgang Ambros, gewidmet, Grund: vor 30 Jahren kam sein erster Hit 'Da Hofa' heraus.
Beste Grüße an
'Die Nummer 1 vom Wienerwald'
'Mr. Roaring Sixties'
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