Vollständige Version anzeigen : Kult-Geräte der 70er
Wer hat letztens 'Und täglich grüßt das Murmeltier' gesehen?
Ich liebe diese Radiowecker mit dem Klapp-Zahlen. Vor einiger Zeit habe ich einen originalen Braun-Wecker (Braun-Design ist Edel-70er pur) in orange mit eben diesen Klappziffern gekauft, übrigens auf einer Sammlerbörse für Braun- und Design-Fans (empfehlenswert, ich konnte meine Haushaltsausrüstung gut aufstocken).
Er brummt ein wenig, beim Wecken dröhnt er aber so, daß man senkrecht im Bett sitzt.
Es tut gut, original 70er-Jahre-mäßig geweckt zu werden!
Haaa, so ein Teil müsste es in unserem Haushalt auch noch geben! Eiförmig und rot, so stand er auf Mutters Nachttisch. Und beim Umklappen machten die Plättchen so ein leichtes Klickgeräusch. Ja, gebrummt hat er auch, aber wie der Weckton war, das weiß ich nicht mehr. Ich hatte dann schon einen richtigen Digitalwecker mit grüner LED-Anzeige, Konfirmationsgeschenk um 1979. Der hatte als Weckton so ein Tschieptschieptschieptschiep... ich weiß noch, die Pizzeria um die Ecke hatte so einen Ton, um anzuzeigen, dass das Essen für die Kellner fertig an der Ausgabe stand. Jedesmal wenn ich da mit meinen Eltern essen war, schreckte ich bei dem Geräusch hoch, weil ich dachte, es sei morgens und ich würde gerade aus einem Traum aufwachen.
Übrigens habe ich vorgestern in einem gut sortierten Elektroladen hier eine orangene Kaffeemaschine gesehen.
Was mir ansonsten so an Kultgeräten einfällt:
- Mein orangener Eierkocher, Original-70s und funktioniert immer noch.
- Diese kleinen tragbaren Cassettenrecorder. Meiner hatte keine Tasten, sondern einen Knopf, den man zum Spulen zur jeweils rechten oder linken Seite und zum Abspielen nach vorne drücken musste (Aufnahmeknopf gab es separat).
- Stereoanlage mit Kugelboxen, die aussahen wie Insektenaugen. Legten sich meine Eltern ca. 1973 zu, habe ich später übernommen und die Boxen passten wunderbar in mein winziges Zimmer. Wo sie auch nach wie vor noch stehen dürften.
Ich denke, mir wird im Laufe der Zeit noch mehr einfallen.
Und Elwood, erzähl, was hast du noch so gekauft?
Viele Grüße
Zazie
PetziPellePingo
14.09.2001, 15:45
Jaaa, der Wecker. Meiner war orange und irgendwann hakte der Minuten-Teil der 'Klappzahlen'. Der obere Teil blieb einfach hängen. Also habe ich die Abdeckung davor abgehebelt und das Teil das störte abgeschnitten ( ich weiß, ich bin eine begnadete Reparateuse!). Und siehe da, der Wecker funktionierte noch jahrelang. Irgendwann ging die Uhr beim Umzug verloren. Aber ich hätte gerne wieder so ein Teil, allein das Knacken beim umklappen der Zahlen hatte nachts für mich etwas beruhigendes.
Hallo Zazie,
so einen Eierkocher hatte ich auch.
Hat denn jemand einen 'Eiknips'? Damit kann man einem gekochten Ei die Spitze abschneiden.
Dann hatte ich einen Kassettenrekorder von Nordmende. Damit habe ich meinem Brieffreund immer besprochene Kassetten aufgenommen und geschickt. Einmal hat er mir zu Silvester eine Kassette geschickt. Die durfte ich erst zu einer bestimmten Zeit in den Rekorder legen und - ihr ahnt es schon - er hat mich dann 60 Minuten, genau bis Mitternacht mit Musik und Geschichten die er erzählte unterhalten und um 3 Minuten vor Mitternacht ließ er mich das Glas heben so daß wir um Mitternacht gemeinsam anstiessen.
Die Geschichte hatte ich schon fast vergessen. Der Kassettenrekorder steht noch im Schrank , aber der Brieffreund ging irgendwann verloren. Schade.
Mein alter DUAL Plattenspieler, der kann auch 78iger Platten abspielen existiert auch noch. Der Lautsprecher war im abnehmbaren Deckel.
Grüße
PetziPellePingo
Ja, so einen Dual-Plattenspieler hatte ich auch, der müstte noch bei meinen Eltern rumstehen. Wir hatten auch so ein altes Tonbandgerät mit großen Bändern und Bandschlaufen, wer kennt die Dinger noch? Unvergessen eine Aufnahme vor Weihnachten, auf der Mutter mit einem von uns (sie behauptet, mein älterer Bruder) besinnliche Weihnachtslieder singt, während der andere (angeblich ich) mit tiiieefer Stimme dicht vorm Mikro immer wieder 'Scheeeeeeeiißdreeeeck' anstimmt!
Yeah, lustige Geräte gab«s. Cassettenrecorder waren noch rechteckig und liegend gebaut, sodaß der Lautsprecher nach oben klang. Mein erster Recorder anno 1973 war von 'Porst' und hatte weiße Tasten, nur die Aufnahmetaste war rot. Das Cassettendeck bestand nur aus einer Plastikklappe, die bald abbrach, sich aber noch draufstecken ließ, Eject-Taste gab«s noch nicht. Das beste Gimmick: wenn man beim Abspielen die Wiedergabetaste nicht ganz runterdrückte, spielte er schneller ab, sodass es nach Schlümpfen oder Mickymäusen klang. Wenn die Batterien nachließen, spiele er langsamer ab und nahm auch langsamer auf, sodass die Stimmen in Originalgeschwindigkeit auch schnell verzerrt waren. Ein sehr kindgerechtes Teil. Ich war ziemlich traurig, als er dann nach ca. drei Jahren kaputtging!
So einen Cassettenrecorder hatte ich auch! Gott, war ich stolz, als ich ihn bekam, muß 1976 im Frühjahr gewesen sein. Meiner war von Grundig, viereckig, liegend, mit dicken fetten Tasten.
Bei uns daheim steht noch hauptamtlich ein DUAL-Plattenspieler - echte Qualitätsarbeit. Den hat mein Lebensgefährte sich Ende der 70er von seinem Konfirmationsgeld gekauft und er läuft noch wie eh und je.
Erst vor wenigen Jahren rangierte ich meinen alten Radiowecker aus, den ich 1979 zur Konfirmation geschenkt bekam. Sein weißes Gehäuse war über die Jahre elfenbeinfarben geworden. Er hatte aber schon eine digitale Zeitanzeige in Rot.
Kultig finde ich eine Lampe bei uns, die seit über 25 Jahren wacker ihren Dienst bei mir tut: meine alte Schreibtischlampe! Mit so einem Metall-Tütenschirm in 70er-knallrot, 'unviversalverstellbar' mit so einem Hals, der sich in alle möglichen Richtungen drehen läßt (Duschleitungen haben auch manchmal solche Metallverkleidungen, hach, wie soll ich's nur nennen?!?) und einem schweren Gußeisenfuß im gleichen Rot.
Gruß
Paisley
Mein alter Radiowecker war ungelogen knallorange, mit roten Leuchtziffern. Passte wunderbar auf das selbstgezimmerte knallrot gestrichene Regal in meinem Zimmer. Ich habe den Wecker erst widerwillig vor ca. 5 Jahren ausrangiert, als er begann, leiser zu werden. In ähnlichem Design (dickes Plastik mit Löchern als Lautsprecher) gab es von Tschibo ca. 1972 kleine 'Olympia'-Radios. Die gingen so gut wie nie!
Ach ja, Paisley: so eine Lampe hatte ich auch, nur ist ihr Schirm grau. Ich glaube, mein Vater hat sie mal aus dem Büro 'mitgebracht', damit ich eine Arbeitslampe für die Hausaufgaben hatte.
Johnny Harms
16.09.2001, 11:53
Es ist aber auch die Zeit in der Architektenlampen modern werden.
peterthomassuschny
16.09.2001, 13:49
Den allerersten liegenden von der mittleren Schwester, ich glaube ein Sanyo aus 1974, gibt es wirklich noch und er dürfte noch so halbwegs funktionieren.
Die allerersten wurden jedoch schon in Hobby oder Schöner Wohnen (weiß ich jetzt nicht auswendig) Ende der 60er beworben, da die Nachbarin (die Hausmeisterin, nicht das Schauspielerehepaar Rupp), mit derer Tochter ich in der Volksschule war, ein Tonbandgerät besaß, träumte ich auch von so etwas.
Anfang der 70er wurde die Tonbandgeräte dann sehr viel schneller unmodern als Filmkameras gegenüber Videokameras, das war eher erst in den 80ern.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
www.r60.net
Ja Zazie, ich werde demnächst noch mehr von meinem 70er-Jahre-Zeug erzählen - aber vielleicht werder ich auch noch einen ganz aktuellen Strang eröffnen: HILFE, ICH BIN KUNDE DER TELEKOM - die vertrottelten Postbüdel haben nämlich meinen kompletten Anschluß zerschossen.
Bin hoffentlich bald wieder da.
PPP, klar, einen Eierköpfer haben wir uns damals auch zugelegt. Den müsste es auch heute noch geben, aber er wird nicht mehr verwendet.
Mein erster Plattenspieler war auch so 'ne Schachtel. Von Philips, dunkelgrün und mit Lautsprecher im Deckel. Ich weiß noch, wie er einmal Dank einer falschen Handbewegung meiner Freundin vom Regal geflogen ist, als gerade meine damalige Lieblings-LP 'Disco Hits' lief. Es war gerade 'Action' von Sweet dran, das erste Lied, und meinen Aufschrei konnte man wohl noch einige Häuserblöcke weiter hören. Mann war ich sauer! Die Platte war natürlich total im Eimer und da sie zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr so hip war, hatte ich direkt Schwierigkeiten, sie nachzukaufen. Aber ich fand sie dann doch. Und habe sie heute noch.
Meine Freundin hatte einen ähnlichen Plattenspieler, ihrer war sogar knallorange.
Mein zweiter Plattenspieler war dann schon besser, ein Telefunken glaube ich. Stereo und sowas gab's bei mir damals noch lange nicht - da soll noch jemand sagen, ich war ein verwöhntes Einzelkind! Angeschlossen war das Ganze an ein langes weißes Radio mit scharzem Lautsprecher auf einer Seite und so Chromknöpfen für die Sender und eben den Plattenspieler (AFN hörte sich aber auf dem kleinen Kofferradio weitaus besser an). Unsere Nachbarn hatten das gleiche Modell in der Küche zu stehen. Erst Anfang der 80-er erbte ich die Stereoanlage meiner Eltern (die mit den Fliegenaugen-Boxen) und bekam dann auch ein schönes Cassettendeck.
Später in den 70-ern wurden Radiorecorder modern. Sahen aus wie stinknormale Transistorradios mit Cassettenteil, damals meistens auch noch mono.
Ach und wer schrieb da was von Tchibo-Radios - es gab da mal so ein ganz kleines in Knallorange natürlich, mit Handschlaufe, soweit ich mich erinnern kann. Aber das taugte nichts, man bekam fast nie einen Sender rein.
Viele Grüße
Zazie
Stimmt... and die kleinen Tschibo-Radios kann ich mich auch noch erinnern. Die gab's in orange und gelb mit schwarz und hatten eine kleine Plastik-Handschlaufe. Der Klang war mehr als grauslich und der Empfang war auf 2-3 Mittelwellensender beschränkt.
Aber wir wollen sie ja nicht zu Kult-Geräten machen...
Bei uns in der Familie gab es aber ein 'Kultgerät'. Ein Kofferradio aus Japan von der Firma 'TELETON', Die Frontseite bestand aus einem Deckel mit Magneten, der das Gerät geschlossen hielt. Klappte man ihn ihn auf so befand sich im Deckel eine Weltkarte mit den Zeitzonen und eine Drehbare Scheibe, wo man ablesen konnte wie spät es in den einzelnen Ländern gerade war.
Neben einem Regler für Tuning gabs noch einen für Kurzwellenfeinabstimmung und einen Squelch-Poti, wo man die Rauschunterdrückung einstellen konnte. Das interessanteste, was dieses Gerät zu einem Kultgerät gemacht hat kommt aber erst:
Es hatte so tolle UKW-Bereiche mit Namen wie PSB1 , PSB2 und AIR. Damit konnte man nicht nur polizeifunk, sondern auch Autotelefon (B-Netz), Flugfunk und Betriebsfunk abhören. Als Kind habe ich stundenlang davor gesessen... Das Gerät hatte mein Vater 1972 von einer HongKong Reise mitgebracht...
Verbotenes war immer schon wesentlich interessanter, als andere Dinge. Ich glaube, das Gerät gibt es immer noch und steht bei meinen Eltern im Keller...
DrMusic
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...you may say i'm a dreamer, but i'm not the only one. (John Lennon)
Stimmt, Doctor, genauso sahen sie aus, und man kriegte nie Radio Luxemburg rein!
Mann, Teleton... mein Fernseher war von der Marke. Das war so ein kleiner weißer tragbarer, mit ausziehbarer Antenne oben, und nur zwei Knöpfen, glaube ich. An dem einen musste man endlos orgeln, um ein Programm reinzukriegen - falls man eins reinbekam - und der andere war für Ein/Aus und laut/leise. Meistens flutschte das Programm dann wieder raus und die Bilder liefen über den Bildschirm. Natürlich war das Ding schwarzweiß. Das war meine Glotze und ich nahm sie meistens nur in Betrieb, wenn meine Eltern was anderes sehen wollten als ich, z. B. Klimbim oder sowas. Ab und zu musste das Teil auch mal herhalten, wenn der große Fernseher den Geist aufgegeben hatten. Ich glaube, meine Eltern waren seit jeher weitaus fernsehsüchtiger als ich :-)
Ich sprach heute mit zwei Bekannten über Telefone mit Wählscheibe. Bei der einen ist so ein Telefon tatsächlich noch in Betrieb. Allerdings nicht in mausgrau, sondern in rot. Die andere meinte, sie hätten früher ein knallorangenes Wählscheiben-Telefon gehabt und das hätten sie auch aufgehoben. Ich habe natürlich gleich 'haben haben' geschrien :-)
Viele Grüße
Zazie
Mit meinem Telefon kann ich hier im 70er-Strang nicht mitreden, obwohl es eine Wählscheibe hat - es ist schwarz und aus Bakelit, dem Plastik-Vorläufer. Es heißt
W 48, weil es 1948 auf den Markt kam.
Allerdings habe ich kein originales, sondern einen Nachbau aus den frühen 90ern. Dieser Nachbau ist aber 100% originalgetreu, mit den gleichen Materialien auf denselben Maschinen hergestellt. Funktioniert bestens.
Alein der Hörer ist erheblich schwerer als eine modernes Telefon.
Etwas irritierend ist es, wenn ich heute noch ein 70er-Jahre-Wählscheibentelefon benutze (bei Eltern oder Oma). Diese Dinger sind viel leichter, so daß ich sie fast vom Schrank fege, weil ich mit soviel Schwung und Kraft wähle, wie ich es von meinem gewöhnt bin. Ich klemme die 70er-Jahre-Teile dann beim Wählen mit einem Ellenbogen an die Wand.
Elwood, meinst du diese schwarzen Telefone, die eine richtige Gabel haben und die man heute noch in alten Filmen sieht? Wunderbar, so eins hätte ich auch gerne! Glaubst du, man kann ein altes Telefon dieser Art kabeltechnisch umrüsten, so dass es auch in die heutigen Buchsen passt? Wenn ja, sollte ich vielleicht demnächst beim Flohmarkt drauf achten.
Gut, wenn du so ein schweres Telefon gewöhnt bist, dann erscheinen dir die 70-er Jahre-Apparate natürlich eher leicht. Ich finde sie allerdings schwerer als die heutigen. Wie du dir so einen quadratischen Apparat schnappst und ihn mit einem Ellbogen gegen die Wand hältst, das würde ich allerdings gerne mal sehen :-) Dürften eher diese rechteckigen Modelle sein als die fast-würfelförmigen, mausgrauen, oder?
Mein Mitbewohner hat ein ISDN-Telefon von der Telekom, das ist echt das allerletzte. Es ist so leicht, dass dauernd der Hörer von der Gabel rutscht, wenn man drandotzt oder aber man verhakelt sich beim Vorbeigehen mal kurz mit der Schnur und es fällt sofort runter, und selbst wenn es aus geringer Höhe fällt, ist es schon im A****. Zwei Apparate dieser Art hat er schon verschlissen.
Nee, da lobe ich mir die schönen alten Bakelit-Apparate!
Viele Grüße
Zazie
peterthomassuschny
24.09.2001, 19:46
In den 60ern hing das Telefon bei uns überhaupt noch an der Wand, war aber schon weiß, als wir in den 13. Bezirk übersiedelten (Ostern 1972) gab es dort noch einen schwarzen Apparat. Es gab 1/4, 1/2 und ganze Anschlüsse in Wien, wer einen ganzen wollte und keine Firma oder Arztpraxis o. ä. sein eigen nannte, mußte viel und lange quatschen, dann bekam er zwangsweise einen
ganzen Anschluß.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
www.r60.net
@Zazie: das ist gar kein Problem. Die originalgetreuen Nachbauten habe ich vor kurzem noch in Telefonläden gesehen. Mein Gerät war von der Fa.Friedrich Reiner aus Landau hergestellt.
Den Kassenzettel finde ich gerade nicht, es waren, glaube ich, 299,00 DM (1994).
Du solltest lieber den Nachbau nehmen, da alte Geräte vom Flohmarkt vor Ort nicht zu prüfen sind, und die Gefahr besteht, daß sie ausgenudelt sind. Abgesehen davon kosten die Dinger oft auch schon über 200,00 DM, das macht also keinen Sinn.
Der Nachbau ist mit dem Original absolut identisch in Material, Herstellung und Aussehen. Der Händler sagte mir, daß innendrin nur die kleinen Membrane zur Sprachverstärkung besser seien, da das Original die Stimmen zu leise rüberbrachte.
Der Stecker ist beim Nachbau kein Problem. Es ist der normale für die übliche Dose.
Runterschmeißen sollte man es aber nicht. Bakelit ist hart, bricht aber auch. Da sind die 70er-Jahre Plastikgeräte robuster.
ISDN-tauglich ist es auch. Als der Postbüdel wegen des Anschlusses vorbeikam, klingelte es im anderen Zimmer und er fragte verdattert: 'Was ist denn das für ein Gerät?'
und staunte, als ich sagte: 'Ein W 48'. Er meinte, daß Geräte mit mechanischer Anwahl problematisch sein könnten, das war aber nicht der Fall.
Hier eine dringende Bitte an alle: erwähnt in diesem Forum bitte nicht die Ausdrücke 'Telekom' und 'ISDN'. Dann besteht die Gefahr, daß ich meinen mühsam unterdrückten Haß herauslasse und seitenlang das Drama poste: 'Klein Elwood bestellt ISDN'. Das Drama hat 5 Monate gedauert und gipfelte darin, daß mir die Trottel der Telekom meinen Anschluß total abgestellt haben. Das Erschütterndste war aber die Reaktion meiner Umwelt (Freunde, Familie, Kollegen) auf meine Wutausbrüche. Ich wurde nur kühl angesehen und bekam (immer!!) so was wie: 'Warum soll es Dir besser gehen als uns?' zu hören.
Bitte bitte vermeidet diese Reizworte.
Ach Zazie, es sieht tatsächlich etwas witzig aus, wenn ich bei meinen Eltern das 70er-Jahre-Fon benutze (beige, konventionelle Würfelform). Es steht auf einem Holzregal mit glatter Oberfläche in ca.1 Meter Höhe.
Ich (1,89 m, Linkshänder) beuge mich leicht herunter, nehme den Hörer in die rechte Hand, klemme dann den Apparat mit dem rechten Ellenbogen an die Wand (daher die Verbeugung) greife mit links vor den rechten Unterarm und wähle. Ohne Festklemmen rutscht das Ding herum.
Hallo Elwood, warum sollte es dir besser gehen als uns? :-)))
Nee ernsthaft, ich kann auch ein Lied davon singen. Letztes Jahr, als es darum ging, dass mein kanadischer Mitbewohner sich ISDN T-DSL legen lassen wollte. Ich musste das ganze natürlich übernehmen, da er kein deutsch konnte und es hat mich unendlich viele Nerven gekostet und 2 Monate gedauert. Ein Drama, kann ich nur sagen! Elwood, wollen wir uns mal im 'Aaargh'-Forum diesbezüglich treffen? Der wird sicher lang, der Strang, seeehr lang!
Boah, so'n altes schwarzes Telefon ist ja teuer... ich glaube, da investiere ich doch lieber in ein schnurloses. Dabei klingelt so'n schwarzes Telefon doch so schön melodisch... ich hatte mal 'ne Freundin, die hatte auch so ein Telefon. Das hatte sogar 'ne Mithörmuschel.
Viele Grüße
Zazie
Es klingelt auch sehr laut - und die Lautstärke läßt sich nicht einstellen. Aber beim ersten Ton ist man wach (wenn man es so wie ich neben dem Bett stehen hat). Meine Freunde aus Japan und Kanada vertun sich manchmal mit der Zeitverschiebung....
Hei!
Erinnert sich noch jemand an die Sitzsaecke?
Diese unfoermigen Ungeheuer aus Kunstleder mit Styropor Kuegelchen gefuellt? Wehe, wenn so einer aufplatzte!
Der Lachsack stammt auch aus der Zeit.
War ne tolle Zeit - fuer mich.
Danke, Spleen, ich wusste doch, dass Storodingsbums falsch geschrieben war *schaem*
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Ne prenez pas la vie au serieux. En tout cas vous n'en
sortirez pas vivant...
(Beitrag wurde von Ronja am 02.10.2001 um 19:33 Uhr bearbeitet.)
Oh ja, Ronja, wir hatten einen großen knallroten Sitzsack, gefüllt mit diesen herrlichen kleinen Styroporkügelchen, die ganz langsam fielen! Leider wurde der irgendwann in den Nähten undicht und dann ausrangiert.
Wir hatten auch zwei, einen roten und einen weißen. Es waren die ersten Wohnzimmermöbel meiner Eltern, als sie nach dem Studium noch kein Geld für 'richtige' Einrichtung hatten.
Als Kinder haben wir mit Begeisterung damit gespielt, und uns damit auch beworfen. Meine Mutter rangierte sie aber schnell aus, als sie merkte, daß die Nähte mürbe wurden - bei Bekannten ist so ein Sack mal geplatzt. Davor hatte sie Angst.
peterthomassuschny
02.10.2001, 22:23
Wir waren 1982 auf einer Geburtstagsfeier, der damalige Freund meiner älteren Schwester (* 1957) feierte in einer ausgeborgten Wohnung eines Freundes seinen 28 und war wiedereinmal recht angeheitert.
Ich - damals 20 - und seit einem halben Jahr stolzer Besitzer eines javagrünen Käfers (Bj. 1964) brachte eine Freundin meiner Schwester und die mittlere Schwester samt Anhang nach Hause.
Meine ältere Schwester erzählte dann, wie ihr Freund dann gegen 2 Uhr früh die Idee hatte, den Zip zu öffnen und den Sitzsack auszuleeren. Sie durften dann ca. 2 Stunden alle schön brav Styroporkugerln saugen, ein schwieriges Unterfangen, die luden sich statisch auf ...
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
www.r60.net
eisenvater
03.10.2001, 11:39
@elwood: bei mir wars mit isdn auch so schlimm, jetzt soll ich schon seit knapp einem jahr isdn - dsl bekommen... und ich bin nicht sicher, ob ich mich darauf freuen soll
Andreas Muhs
03.10.2001, 13:03
Jaaa super, Geräte der 70er Jahre!
In der Rückschau finde ich an all diesen Geräten, seien es Tonband, Plattenspieler, Wecker, eines besonders toll: Man konnte sie noch selber reparieren, wenn was nicht lief. Meistens, wie bei meinem Tonband, waren es doch 'nur' mechanische Probleme. Aufschrauben, reingucken, ein bißchen mit der Zange irgendwo «rumbiegen...fertig! Das gab mir damals als 10-12 Jährigem echt Selbstbewußtsein. Heute weiß ich nicht mal, wo bei meinem Auto die Zündkerzen sind, d.h.: hat ein Diesel überhaupt welche??
Liebe Telekom-Geschädigte, darf ich euch rüberbitten ins Aaargh-Forum... dort werde ich einen Strang aufmachen, nur für uns!
Bis bald
Zazie
peterthomassuschny
04.10.2001, 01:13
@Andreas Muhs
Verstehe nicht viel von Autotechnik, aber bei einem Diesel, auch Selbstzünder genannt, Zündkerzen zu suchen, ist wie bei einem VW-Käfer vorne den Motor.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
www.r60.net
@Zazie
und alle die sich für alte Telefone interessieren.
War heute auf dem Flohmarkt
( Berlin, 'Straße des 17.Juni', jeden Samstag/Sonntag 10-17.00 Uhr)
Da gibt es einen Stand an dem man alte Telefone bekommt. Überholt und mit Ersatzteilen.
Bei Interesse:
Kontakt
Kramkiste - Alte Telefone
Fabian Schütze
Tel. 030-445 85 00
Ich kenne ihn nicht, dachte nur, vielleicht tue ich hier im Forum jemandem einen Gefallen.
peterthomassuschny
22.10.2001, 07:18
@Lelani
Oh ja, mir.
Benötige jede Menge solcher Spezialfirmen aus ganz Deutschland, wenn möglich auch mit Homepage.
Auch Möbel, Tapeten, usw. alles von ca. 1945-1990.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
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Lelani, genau diese Telefone auf diesem Flohmarkt habe ich schon gesehen, fragte mich aber, ob man die in eine moderne Buchse einstöpseln kann. Aber wenn du sagst, sie sind überholt, vielleicht klappt's ja?
Viele Grüße
Zazie
@Zazie
Sonst ruf den Typen doch einfach mal an. Ob das Telefon unter der angegebenen Nummer immer besetzt ist weiß ich leider nicht, er hatte für den Laden Öffnungszeit ab 12.00 Uhr angegeben. Telefon war auch gleichzeitig Faxnummer.
Ich hatte mir am Stand einfach seine Visitenkarten für unsere Gemeinde hier mitgenommen.
Viel Glück
Lelani
PetziPellePingo
22.10.2001, 18:12
Wer erinnert sich noch an den Servierwagen mit dem Namen Dinette? Man konnte ihn zusammenklappen, dann paßte er hinter jeden Schrank.
oder
den Waschboy?
Das war so Eimer in der man nach dem Prinzip Quirl Wäsche waschen konnte.
Klaaar, Dinett(e?) hatte eine absolut aufdringliche Werbekampagne damals. Sogar als Kind glaubte man, eigentlich müsste man einen haben!
peterthomassuschny
22.10.2001, 20:04
@PPP
Nennt sich Dinett, gab es auf jeden Fall schon in den 60ern, hat auch einen Ehrenplatz in meinem Buch und wurde von der deutschen Firma Bremshey-Interstuhl (sprich Brems-Hai, viele neigen dazu, Brems-Schi zu sagen, weil sie glauben, dies sei englisch) vertrieben.
Die haben auch in Wien ein Büro, wo ich gelegentlich etwas abhole (für einen Kunden, wenn die gemeinsam Sesseln zu einer Bemusterung hinstellen) und muß ich die ständige Freundlichkeit der Damen dort besonders hervorstreichen, so was ist echt und nicht gespielt.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Lelani ich bin ja bald wieder in Berlin (noch 2 Monate), da werde ich auf jeden Fall wieder auf den Flohmarkt gehen. Mache ich fast jedes Mal, wenn ich da bin. Da werde ich die Telefone ja wieder sehen. Habe sie letzes Mal schon erblickt (August), aber nicht näher angeguckt.
Dinette-Servierwagen, hmmm... ich weiß nicht, ob es der ist, den es bei uns zu Hause immer noch gibt. Er wurde damals im Fernsehen beworben, hat 3 Rollen, eine Stützstange und eine braune Tischplatte, die auch gekippt werden kann. Nimmt man die Stange raus, kann man den Tisch unters Bett schieben und so einem Kranken Essen servieren. Ich bekam diesen Tisch schon recht zeitig in den 70-ern und spielte sehr gerne damit (Barbie, was sonst :-))
Viele Grüße
Zazie
peterthomassuschny
23.10.2001, 05:37
@Zazie
In der Werbung im 'Schöner Wohnen' aus den 60er Jahren, 'Mache Freude - schenke Dinett', im Vordergrund die Frau, im Hinter-grund der Mann, der eine Pfeife raucht und freundlich lächelt, schreibt er sich definitiv Dinett, ohne 'e' am Schluß.
Die Rollen habe ich nicht gezählt, klappbar war er, in Österreich waren die werbemäßig bestimmt nicht vertreten, außerdem hatte meine Mutter einen selbstgefertigten von meinem Onkel, der jedoch nicht klappbar ist, aber dafür mit 2 Ebenen (den sie heute noch hat).
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
www.r60.net
Elwood! Ich hoffe, du sitzt jetzt gerade vorm Fernseher, da läuft nämlich auf Arte gerade eine Sendung über alte Braun-Geräte! Als ich das sah, habe ich sofort an dich gedacht. Also ich hoffe, du hast das nicht verpasst!
Viele Grüße
Zazie
Verdammich!! Nein, ich habe es nicht gesehen. Ärger!! Das liegt aber an meiner eigenen Dusseligkeit. Gestern hatten meine Freundin und ich uns einen gemütlichen Abend gemacht (mit Rotwein und so...). Ich habe noch in die Zeitung geschaut, die Sendung aber übersehen, auch die China-Dokumentation danach, die wir als Urlaubs-Vorbereitung hätten nutzen können. http://www.alles-bonanza.de/ubb//frown.gif Das Schlimme ist, daß ich keinen anderen deswegen beschimpfen kann. Immerhin hatten wir auch etwas Früh-80er-Kultur: Meine Freundin hat 'Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug' auf Video gefunden.
Na ja, ich werde mal andere Braun-Sammel-Freaks ansprechen, ob das wer aufgenommen hat. Trotzdem vielen Dank.
lieblingssohn
06.11.2001, 09:44
Ein Kultgerät der 70er ist die Kaffeemaschine Krups T8. Sieht sehr schön aus, mit Chrom und so. Man gießt das Wasser unten in einen Art Boiler rein, das Kafeepulver kommt oben auf der Kanne in ein flaches Gefäss mit Rundfilter. Dann alles Druckdicht verschließen (Hebel oben) und der Wasserdampft drückt sich durch das Kaffeepulver im oberen Deckel. Eine Höllenmaschine, aber der Kaffee ist gut. Die Macschine gibt es heute in verändertem Design immer noch. Ein echter Klassiker.
Durch die Pleite von Moulinex, zu der Krups gehört, ist damit zu rechenen, dass der Klassiker T8 auch verschwindet :-(
Johnny Harms
06.11.2001, 23:53
DIE Kultgeräte von Krups waren (bitte im 70er Orange) der 3Mix, die Kaffemühle und der Allesschneider. Dazu kommt noch Charly, der Mixer (alles noch bei uns in Benutzung)
Ein anderes Muss der 70er war der ESGE Zauberstab. Bio macht ihn bzw diese Bauart wieder modern.
Von Moulinex gab es Zerkleinerer. Derzeit gibt es eine Neuauflage (bei QVC) Hoffentlich geht er nicht mit unter, sagt meine Köchin http://www.alles-bonanza.de/ubb//wink.gif
Johnny
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Und wenn sie Freizeit haben, dann hüpfen sie!
peterthomassuschny
07.11.2001, 19:36
Vor den 'Unglaublichen Reisen ...' von den Zucker-Brüdern sah ich was noch besseres aus deren Produktion 'Kentucky Fried Movie'.
Fast nichts aus den späten 60ern und zeitigen 70ern, was im Fernsehen oder im Kino lief, was die nicht glänzend persifliert haben in diesem herrlichen Werk.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
www.r60.net
Klicker-Klacker
07.12.2003, 20:08
Vieles wurde ja schon erwähnt. Ich hatte auch so ein kleines Radio, mit dem hörte ich abends unter der Bettdecke irgendwelche Hörgeschichten über so ein Teil, was sich hochtrabend "Kopfhörer" nannte, Sah aus wie das Teil vom Handy was man sich ins Ohr stecken kann...
Küchengeräte? Und die Ösis schnallen wiedermal garnix: Hier geht's um GERÄTE, nicht um Filme.
Die "wahren" Kultgeräte der 70er waren die Verstärker und Receiver von
MARANTZ
Mit dem Schwungrad und der blauen Skalenbeleuchtung.
Sowie die Tonbandgeräte:
A 77 und B 77
von
REVOX
Das musste mal gesagt werden.
...aber meine Braun audio 308 ist trotzdem geiler designt
Kopfhörer? Du meinst wahrscheinlich die ominösen Ohrhörer! So ein halb durchsichtiges Monoteil, mit dem man unter der Bettdecke Kofferradio hören konnte? Waren praktisch, die Dinger...
Jaa, die Ohrhörer. Lange benutzte ich so ein Teil. Erst vor wenigen Jahren starb es den Kabelbruch-Tod. Ich konnte diesen Hörer übrigens nur links benutzen, am rechten Ohr fand ich es hochgradig unangenehm.
Schocker
09.12.2003, 20:55
So ein weiß-gelbliches Einohr-Gerät hatte ich. Brauchte ich auch, weil die Eltern im Zimmer nebenan pennten. Nur habe ich nach einiger Zeit Kopfweh bekommen, wenn ich nur auf einem Ohr hörte. Ungefähr zum 14. Geburtstag gab's dann aber einen richtigen Sennheiser-Kopfhörer.
Was waren die Teile genial zum sonntagmorgendlichen Radiohören! Ich hätte mir den Zorn des ganzen Hauses zugezogen, wenn ich die holländischen Prediger in normaler Lautstärke angedreht hätte, oder die ganzen RTL-Kitschkanonaden. :)
Zu Weihnachten muß ich mir wohl auch neue Kopfhörer schenken, meine heißgeliebten Sennheiser aus den 70ern leiden unter Wackelkontakt, shit!
So einen Einohr-Stecker habe ich immer noch. Ab und zu habe ich ihn benutzt, z.B. wenn ich auf Messen gearbeitet habe. Da war mir oft langweilig und deshalb hatte ich ein kleines Radio in der Uniformjacke, den Knopf ins Ohr und schon hörte ich Radio.
Es hat dann eine Weile gedauert bis ich begriff, warum Menschen mich mitleidig betrachteten und wenn sie mich ansprachen um eine deutliche Aussprache bemüht waren.
Morddeich Mole
14.12.2003, 00:03
Die guten Kopfhörer waren doch von Sennheiser. Die mit dem gelben Schaumstoff... ?
Ja... Dr.Music... Das A77... *schmacht*
Ich kann leider nur ein "Liegegerät" mein Eigen nennen. Ein "Royal Deluxe" von UHER. Ist aber auch kultig.
@Elwood: Mit den "Handy"-Cassettenspielern konnte man noch etwas machen. Nämlich die Playtaste "halb" drücken (wie du es beschreibst) und dabei "schnell" aufnehmen. Das normal abgespielte Ergebnis war ein gruseliges Gejaule...
Es wurde die, der, das (?) "Dinett" erwähnt. Klappen da die 2 Etagen wie ein Buch zusammen? Wir haben so ein Ding und es wird jedes Jahr beim Grillen durch den Garten geprügelt. Geniale Konstruktion!
Und ich hab was vom "Waschboy" gelesen. Das war doch der Carlor Washboy, oder? Keine Ahnung wie man das erste schrieb. Jedenfalls war das eine Art quadratischer Mülleimer mit Deckel und einer schrägen Bedienzeile mit Drehknöpfen. Wie zur Hölle funktionierte das Ding?! Da gab's doch keine Trommel. Oder?
Und die Moulinette? Kam die nicht schon Ende der 70er auf? MOU - LI - NEX!
Trendy waren doch die Philips Cassettengeräte, wie das "Philips-Cassettophon 2200", das ziemlich oft auf der Rückseite der Philips Singleschallplatten beworben wurde.
O-Text:
"EP-Musicassetten spielen junge Leute von heute auf dem neuen, preiswerten Philips-Cassettophon 2200" - Mal den Fachhändler fragen! und dann ist da abgebildet eine MC von Blue Cheer - saustarke Musik das - und dann auf so nem ollen Player? Die Freaks haben sich natürlich die LP gekauft!
MoMo, dieser Dinette-Tisch, der hier mal erwähnt wurde, war glaube ich der, der ein bisschen die Form von Raumschiff Enterprise hatte: Das Metallgestell, auf dem alles ruhte, war T-förmig, an den jeweiligen Enden dieses Ts befanden sich die Rollen. Von der Mitte des horizontalen T-Balkens ragte eine Stange senkrecht in die Höhe, daran befand sich eine weitere Stange parallel zum vertikalen T-Balken des Gestells, darauf war die Tischplatte befestigt. Zur senkrechten Stange hin befand sich ein Knopf, den man lockern oder festdrehen konnte, um die Tischplatte zum Schwenken zu bringen. So konnte man sie ganz flach oder leicht angeschrägt einstellen oder vollkommen wegklappen. Dadurch, dass die Tischplatte sozusagen frei schwebte, konnte man den Tisch mit dem vertikalen T-Balken voraus unter ein Bett o. ä. schieben, ähnlich wie einen Krankenhaustisch. Und wollte man die Platte etwas mehr belasten, gab's eine Verstärkerstange, die das freischwebende Ende der Tischplatte mit dem Gestell verband. Diesen Tisch gibt es bis heute bei meinen Eltern. Aber du hast Recht, so zusammenfaltbare Teewagen gab es damals auch. Meine Eltern hatten mal einen, ganz massiv mit Messinggestell, der ließ sich wie ein Kinderwagen zusammenklappen. Ließ sich prima als Schiff für die Barbies verwenden!
Meine Eltern haben vor kurzem den Flur in der Wohnung renoviert und sind dabei auf meine alte Spielkiste gestoßen. Dass sich darin ein paar Puppen von mir befanden, war mir bekannt. Was aber ebenfalls zutage kam, war ein uralter Neckermann-Cassettenrecorder, den ersten, den meine Eltern sich gekauft hatten, so Anfang der 70-er. Später dann habe ich ihn übernommen, mir aber bald einen neuen gewünscht, weil das Ding wirklich furchtbar rauschige Aufnahmen machte. Der Nachfolger war dann ein Philips im Schuhschachtelformat, der keine Tasten hatte, sondern einen Multifunktionsknopf: nach rechts drücken - Bandrücklauf, nach links drücken - Bandvorlauf, nach vorne drücken - Abspielen, nach vorne drücken und dabei kleinen roten Knopf drücken - Aufnahme. Praktisches, handliches Teil, das man auch mal mit runter nehmen und als Beschallung des Oberdecks im Bus benutzen konnte. Nach Aussage meiner Mutter damals absolut nicht billig. Das Beste ist aber, das dieses meine Kultgerät womöglich noch existiert. Sagt Mutti. Und ich soll doch mal in dem einen Schrankfach nachsehen.
Klicker-Klacker
14.12.2003, 18:39
Spleen & Elwood: Ja, genau die meine ich. Ich hatte auch nach längerem Hören Schmerzen...
Und sonst?
Dieser Toaster mit Tulpenfuß. Habe mal bei ein einen solchen mit Olympa 72 Motiv gesehen.
Oder die Anlage mit Tulpenfuß. Von Loewe für 1298,- DM, der Fuß kostete 129,- DM (1977)
Orangfarbener Rasierer.
Kaffemaschine fürs Auto (habe ich bei Ebay ersteigert...)
Brötchenröster (mit einem stoffbezogenem Deckel mit einer Art Prilblumen), mit dem man auch schön die Sonntagsbrötchen warm halten kann. Ebay... LOL
Übrigens, so ein Telespiel kostete 1977 bei Klingel 159 DM. Die Spiele zwischen 38,50 und 89,- DM...
Nebenbei erwähnt: 1976 / 1977 kostet ein Bonanzarad bei Neckermann je nach Zubehör 155 DM oder 205 DM.
HIFI-Stereo-Kugellautschrecher, auf Tuplenuß oder zum Aufhängen.
Toaster mit Tulpenfuß? Kurios, gibt's da irgendwo ein Bild von? Hab ich noch nie gesehen.
Kugellautsprecher hatten wir auch, sie gehörten zur ersten Stereoanlage, die meine Eltern gekauft hatten (1973) und die ich später erbte. Ich meine, ich hätte die Insektenaugen dann mit nach München genommen, aber irgendwann verliert sich die Spur. Ich habe keine Ahnung, wo die hingekommen sind, worüber ich mich sehr ärgere, weil ich sie bei ebay teuer verhökern wollte. Ich habe mal gesehen, wie viel für solche Dinger geboten wird. Hammer, kann ich nur sagen.
Fernseher mit Tulpenfuß waren eine sehr gängige Erscheinung. So ein sandgestrahlter Fuß ist heute auch noch sehr begehrt bei ebay-ern.
Hei Zazie! Ist das sowas ähnliches wie der Fußbecher beim Yoghurt?
Gacker, genau daran musste ich auch gerade denken! :-)
Um deine Frage zu beantworten: ja und nein. Der Fuß von den Joghurtbechern sah ja so ähnlich aus wie dieses Abschlagteil aus dem Golfsport, was man in die Erde steckt, um oben den Ball drauf zu platzieren (heißt glaube ich Tee oder so). Ein Tulpenfuß unter einem Fernseher, einer Anlage oder auch einem Stuhl oder Hocker war ja schön geschweift-geschwungen, in etwa so wie der Fuß eines Cognakschwenkers. Und die Metallversion war in der Regel schön sandgestrahlt.
Ich habe vor einer Weile mal eine Sendung im Fernsehen gesehen - wahrscheinlich RTL Extra oder so. Dort gingen zwei Reporter am Sperrmülltag einmal durch die Straße und sammelten allerhand Entsorgtes auf, u. a. ein altes Tonband und eben einen metallenen Tulpenfuß. Dann haben sie das Zeug schön hergerichtet, bei ebay eingestellt und einen Haufen Geld damit verdient. Was sie dann den ehemaligen Besitzern der Artikel gegeben haben, die nicht schlecht staunten.
Wie man sieht: Nostalgie boomt! Immerhin, meine Original-70-er Lederjacke hat mich auch fast 30 Euro gekostet und Knappes Bonanzarad wurde ihm auch nicht unbedingt nachgeschmissen.
The Hoople
14.12.2003, 21:09
Die Firma, die meiner Meinung nach die Anlagen mit dem - naja- space-igsten Design hatte, war Wega. Kennt die noch jemand oder weiß, was aius denen geworden ist?
Viele Grüße
The Hoople
Ich denke Wega ist als Unternehmen eingestellt worden. Der Name Wega wird jetzt von Sony benutzt.
Morddeich Mole
15.12.2003, 21:43
Kann mir denn niemand etwas zum Washboy und zur Moulinette erzählen? :'-(
Achja: Ich hab mir unseren Servierwagen näher angeschaut. Es ist ein Dinett (ohne e) und sieht so aus wie beschrieben: 4 Räder, 2 Etagen, die wie ein Buch zusammenklappen. Fingerklemmgefahr, aber sehr stabile Konstruktion. Dekorthema ist "flämische Kacheln"... *g*
Klicker-Klacker
15.12.2003, 21:54
Ursprünglich gepostet von Zazie
Toaster mit Tulpenfuß? Kurios, gibt's da irgendwo ein Bild von? Hab ich noch nie gesehen.
Kugellautsprecher hatten wir auch, sie gehörten zur ersten Stereoanlage, die meine Eltern gekauft hatten (1973) und die ich später erbte. Ich meine, ich hätte die Insektenaugen dann mit nach München genommen, aber irgendwann verliert sich die Spur. Ich habe keine Ahnung, wo die hingekommen sind, worüber ich mich sehr ärgere, weil ich sie bei ebay teuer verhökern wollte. Ich habe mal gesehen, wie viel für solche Dinger geboten wird. Hammer, kann ich nur sagen.
Fernseher mit Tulpenfuß waren eine sehr gängige Erscheinung. So ein sandgestrahlter Fuß ist heute auch noch sehr begehrt bei ebay-ern.
Theoretisch müßte ich das Bild von eaby gespeichert und auf CD gebrannt haben. Sollte ich es finden, schicke ich es Dir zu-
Ohja... Ich wollte auch mal Kugelleutsprecher bei ebay ersteigern, ich habe mich auf den A...llerwertesten gesetzt als ich sah wie die hochgejubelt wurden...
Ja, Fernseher und Stereoanlagen mit Tulpenfuß. Wenn ich in den alten Katalogen sehe, wie breit diese teilweise waren...
Klicker-Klacker
15.12.2003, 21:57
Ursprünglich gepostet von Morddeich Mole
[B]Kann mir denn niemand etwas zum Washboy und zur Moulinette erzählen? :'-(
Moulinette bei google (http://www.google.de/search?hl=de&ie=ISO-8859-1&q=Moulinette&btnG=Google+Suche&meta=lr%3Dlang_de)
Washboy bei google (http://www.google.de/search?hl=de&ie=ISO-8859-1&q=Washboy+&meta=lr%3Dlang_de)
Klicker-Klacker
15.12.2003, 22:02
Jetzt habe ich doch mal gegoogelt und bei Bildersuche Toaster eingegeben. Was da alles gefunden wurde... :-O Nur nicht das was ich suchte...
Jaja, die Kugellautsprecher. Nicht zu fassen, dass die jetzt wieder begehrt sind. Wie schon erwähnt, ich erbte ja die Anlage meiner Eltern von 1973 und demnach auch jene Insektenaugen. Diese standen dann die ganzen 80-er in meinen Regalen und wurden von zahlreichen Gästen mit bis zum Anschlag gerümpfter Nase kommentiert. Der Sound sei beschissen, hieß es. Naja, damals hatte man so Riesenboxen Marke Blasmichraus, aber für sowas war mein Zimmer ja viel zu klein.
Ja, und jetzt könnte ich mir in den beißen, auf den KlickerKlacker sich gesetzt hat, weil die Dinger verschwunden sind.
Morddeich Mole
16.12.2003, 00:47
Tolle Antwort Herr Klicker-Klacker. Sehr hilfreich.
Klicker-Klacker
16.12.2003, 16:33
Ursprünglich gepostet von Morddeich Mole
Tolle Antwort Herr Klicker-Klacker. Sehr hilfreich.
Oooch Herr Morddeich Mole... Ich kann ja auch nix für wenn ich nicht mehr gefunden habe...
Na dann muss ich wohl mal ran...
Die Moulinette war ursprünglich ein Zerkleinerungsgerät und sah so aus wie auf dem Bild hier .
Ein Waschboy sieht so aus wie auf diesem Bild hier, was allerdings schon ein fortschrittlicheres Modell sein dürfte. Es ist von Tefal, der Proptyp des Waschboy dürfte der von Calor gewesen sein.
Echt ? Und in so einer Tupperdose wurde die Wäsche auch sauber? Kann ich mir gar nicht vorstellen. Wer hat denn sowas gekauft? Scheint nicht sehr erfolgreich gewesen sein, sonst hätte ich es bestimmt gekannt und es wären mehr Geräte im Umlauf.
Und Zazie klaut weiter Links oder Bilder bei ebay..... ts ts ts
Morddeich Mole
16.12.2003, 18:43
Danke Zazie, du bist ein Schatz!
Bei Moulinette dachte ich an so ein Ding, das wie ein Shaker-Maker aussah, mit oben zum Draufdrücken mit der manikürten Damenhand. Wurde später mit "Verzögerungsmechanik" gebaut les ich gerade - aber nicht bei google!
Klicker-Klacker
16.12.2003, 21:27
Meinst Du vielleicht Moulinex?
Wie hieß es bei uns auf der Schule?
Was ist grün und wenn man dreimal drauf drückt ist es rot?
Frosch im Mixer - Mou li nex (jeweils mit der typischen Handbewegung)
Morddeich Mole
17.12.2003, 00:07
Und wann war das, "bei uns in der Schule"? Das will ich doch wissen. Los, ab nach google. ;o)
Im Ernst - die Moulinette war wohl "der" Mixer der Firma Moulinex. AFAIK konnte das Ding eine Menge anstellen, jedenfalls konnte es aus allem Kleinholz machen. An die entsprechende Fernsehwerbung mit bekanntem "Mouuuu-Liiii-Nexxx!" erinner ich mich dumpf. Aber war das schon vor den 80ern gewesen oder nicht?
shangri-la
17.12.2003, 10:27
Mami, Mami, wo ist mein Hamster??
Mouuu-Liiiii-nexx!!
Neulich gab es bei Ebay eine Krups Espressomaschine aus den 70ern zu ersteigern, sah ziemlich cool aus und war sogar noch original verpackt. Orange-schwarzes Design, aber ansonsten die gleichen Funktionen wie bei den Dingern die man heute kriegen kann - auch mit Milchaufschäumer. Ich wußte gar nicht dass es sowas auch hier schon damals gab. Wenn dat Ding nicht so verdammt teuer geworde wäre, hätte ich es echt gerne ersteigert.
shangri-la
17.12.2003, 10:33
Da ist die Fantasie mit mir durchgegangen. Es war nicht Krups, sondern Bauknecht, und den Milchaufschäumer hab ich mir eingebildet. Aber der Rest stimmt.
shangri-la
17.12.2003, 10:53
So eine Küchen-Wandwaage (http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&category=25761&item=2211361400) find ich ganz praktisch und eigentlich auch schön. Passt aber farblich nicht in meine Küche. Und passt auch gar nicht hier hin, ist ja schon älter. Meine Oma hat aber heute noch so ein Teil, funktioniert bestens.
Ursprünglich war die Moulinette ein Häckselgerät. Später wurde sie zu einer Multifunktions-Küchenmaschine. So muss es gewesen sein, wenn ich mir die Angebote auf ebay angucke.
Aber was war denn nochmal ein Shaker Maker?
DocMusic, der Waschboy war/ist was für Studenten, die keinen Zugriff auf Waschmaschinen haben, keine Mutti haben, der sie ihre Dreckwäsche in Riesenkoffern zum Waschen bringen können oder zu dämlich sind, die Maschinen im Waschsalon zu bedienen, sowie für Camper und Datschenbesitzer. Ich denke mal, die Wäsche wird darin genauso sauber als würde man sie von Hand waschen, nur ist es halt weniger anstrengend.
Die Espressomaschine ist allerdings kurios. Wusste ich auch nicht, dass es Leute gab, die schon in den 70-ern Espresso tranken, ich dachte, damals gab's nur Frau Sommer-Anhänger.
Klicker-Klacker
17.12.2003, 12:21
Ursprünglich gepostet von Morddeich Mole
Und wann war das, "bei uns in der Schule"? Das will ich doch wissen. Los, ab nach google. ;o)
Google sagte mir "schau bei www.passado.de" nach... ;-D Und? Da steht das ich von 1974 bis 1979 auf das Schuldorf Bergstraße gegangen bin... ;-D Das mit Moulinex muß so um 1976 gewesen sein, kurz nach der Klicker-Klacker-Phase.
shangri-la
17.12.2003, 12:26
Laut Verkaüfer war die Espressomaschine von 1978 ein Weihnachtsgeschenk, welches nie ausgepackt wurde. Ich hätte sie mir ja gerne mal näher angesehen.
Die Klickerklackerphase war aber schon 1971. Moulinex und 1976, das könnte hinhauen. Zweite Hälfte der 70-er ist auf jeden Fall richtig.
Klicker-Klacker
17.12.2003, 17:35
Ursprünglich gepostet von Zazie
Die Klickerklackerphase war aber schon 1971. Moulinex und 1976, das könnte hinhauen. Zweite Hälfte der 70-er ist auf jeden Fall richtig.
Neeeee... Die Klicker-Klacker-Phase hält immer noch an... ;-D
Wenn auch nicht "oldschool" (lach) sonder made in Holland, aber in schönem Pantonorange. Nein, nicht ich, meine Klicker-Klacker... :-D
The Hoople
17.12.2003, 19:01
Wir hatten schon 1970 eine Moulinette, da gab es die Spots noch nicht. Begeistert waren wir aber nicht.
Viele Grüße
The Hoople
nö, da geb ich Hoople recht. Der Motor war viel zu schwach und die Klingen schnell stumpf. Der gute alte KRUPS Mixer war da wesentlich leistungsfähiger. Den hab ich nach Omas Tod abgestaubt (und mitgenommen). Würde ja mal ein Bild posten, doch der Server, wo ich die Bilder immer abgelegt hab, wird aus finanziellen Gründen Ende des Jahres abgeschaltet, da muss ich mir was anderes suchen. Jemand hier zufällig Space für mich auf seinem Server, dass ich mir ein kleines Accoutn einrichten kann?
Dafür gibt's doch Beepworld und dieses, wie heißt es, Piranho oder so ähnlich. Ansonsten kannst du das Bild ja auch von deiner Festplatte einstellen, nur müssen wir dann eben zum Gucken draufklicken.
Klicker-Klacker
18.12.2003, 12:39
Dr. Music: Für Bilder empfehle ich Dir www.pixum.de
Ansonsten schau doch bei www.kostenlos.de vorbei. Da gibt es massig kostenlosen Webspace.
Morddeich Mole
20.12.2003, 02:00
@Klicker-Klacker:
Das ist ein Kultgerät. Genau so einen hatten wir, nur in rot.
Der hier sieht doch wohl geil aus!
Klicker-Klacker
25.12.2003, 23:49
Ursprünglich gepostet von Morddeich Mole
@Klicker-Klacker:
Jetzt erkläre doch mal bitte den Sinn dieses Bildes...
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