Vollständige Version anzeigen : Autos der 80er
Im 70er-Jahre-Forum steht viel über die Autos dieser Zeit. Aber was ist mit den Autos (und Motorrädern der 80er) Zu banal, zu jung, erinnert sich deswegen keiner daran? Hat keiner von Euch einen Alfa 75, einen Stromlinien-Audi 100, einen Mercedes 190, eine Honda CX 650 turbo, eine Suzuki GSX-R 750 oder gar einen Porsche 944, Gummilippen-Spider oder Maserati Biturbo gefahren? Die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Viele dieser Fahrzeuge haben schon Liebhaber-Status, und sie sind in Design und Ausstrahlung so sehr Kinder der 80er wie eine Platte von OMD, eine Folge der 'Scharzwaldklinik' oder moonwashed Jeans. Bekennt Euch zu Euren automobilen Sünden meint
Niklas
Konstantin Opel
25.04.2000, 20:24
Ich fand die Autos der Achtziger damals so grauenhaft, dass ich mich in ferneren Jahrzehnten bediente ö und 1986 den einzigen weißen Borgward fuhr, den es weit und breit noch gab. Toller Wiedererkennungswert; leider meist nur bei den falschen Mädels.
Freunde fuhren damals bestenfalls R4 mit 'WAA NIE!!!'-Aufklebern, aber oft auch Autos, die ich damals einfach indiskutabel fand, etwa Suzuki Swift, Ford Capri III oder Audi 80 GL in Inarisilber, einem schauerlichen Hellgrünmetallic.
Die Antiquitäten der Sechziger und Siebziger gab es dagegen noch für ein Handgeld und wurden auf den Hinterhöfen gesucht, was das Zeug hielt. o kam ich damals, 1987, für nur 1000 Mark an einen 1962er VW Bus aus erster Hand mit nur 60 000 Kilometern (und sah fortan aus der geteilten Frontscheibe auf die Konsum-Knechte in ihren Fiesta XR 2i und Golf Cabriolet herab; so dogmatisch darf man mit 19 vermutlich gerade noch sein).
Mein erstes Achtziger-Jahre-Auto übernahm ich Anfang 1989 von meinem Vater; einen Opel Rekord 2.0 E Berlina von 1980 in Weiß mit glutroten Velourspolstern und durchgerosteten Türen. Ein Maserati Biturbo, ein Alfa-Spider, ein Porsche 944 ö das waren die fernsten aller möglichen Sehnsüchte.
Immerhin, den 61er Borgward habe ich behalten. Er war ö während sich alle fragten, wie lange denn wohl so ein neumodischer Katalysator halten mag ö mein bester Autokauf der Achtziger.
Peugeot 605
19.05.2000, 22:03
Ich sage nur Peugeot 604.wer erinnert sich an diesen Wagen im Schuhkarton-format?????
na klar erinnere ich mich an den Hobel, auch wenn er fast vollständig aus dem Straßenbild verschwunden ist. Die Zeitschrift Motor Klassik hat ihm sogar schon einen Fahrbericht gewidmet, zu finden in Heft 7/98. Eines der vielen gelungenen Autos von Peugeot, das hierzulande gegen BMW und Mercedes leider keine Chance hatte.
Konstantin Opel
24.05.2000, 16:33
Ja, weil er schneller rostete als sein Schatten und seinem Besitzer beim Wiederverkauf einen persönlichen Schwarzen Freitag bescherte. Denn auch das gab es noch in den frühen Achtzigern: Verzweifelte Familienväter, die ihren gerade sechsjährigen Automobilen mit Glasfasermatten und Unterbodenfarbe ans morsche Blech gingen. Und echte Schnellroster (der Renault 20 war so einer) landeten schon nach vier Jahren mit kindskopfgroßen Rostlöchern auf dem Schrott.
Damals konnte ich mir nicht vorstellen, selbst einmal ein solches, mit gräßlich aufgedunsenen Kunststoffstoßfängern und Zierleisten verunstaltetes Auto zu fahren.
Aber ich muß zugeben, der Mensch gewöhnt sich an alles. Heute nenne ich einen Scorpio Baujahr 1987 mein Eigen, jenes unglückliche Automobil von Ford, daß mit Schrägheck und fünf Türen beim Käufer so gnadenlos durchgefallen war.
Im Vergleich zu den Brot und Butter Autos der Neunziger ein richtig hübsches Fahrzeug.
Trotzdem: Meinem Granada von 1981 trauere ich hinterher!
Klaudia Kroell
04.10.2000, 19:17
Bei uns auf dem Land im Kreis Kleve war der VW Golf absolut in. In dunkelblau oder so. Das war schon was, wenn man einen Typen an der Hand hatte, der Golf fuhr und nicht Opel, Ford oder Audi. Bloß nicht. Natürlich waren Alfa, Saab, BMW und Mercedes noch besser, aber wer konnte sich das schon leisten. Höchstens, wenn Papas Karosse mal vorgeführt werden durfte. Und irgendwie hatte der Golf das gewisse Extra.
(Beitrag wurde von Klaudia Kroell am 09.11.2000 um 17:37 Uhr bearbeitet.)
die autos der achtziger waren design-technisch gesehen der anfang vom ende. cw-wert hin oder her, die 60er und 70er brachten die markantetsen gesichter hervor. in den achtzigern sind eigentlich nur der manta b und der grosse konkurrent golf zu erwähnen, die proll karre scirocco nur am rande. alles andere war nur noch einerlei. trotzdem war eine zeitlang ein schwarzer golf gti mit gelben rallye streifen beim auto quartett mein favourit. doch heute fahre ich einen opel record d, denn mit dem wurde ich als hosenscheisser schon über die alpen geschaukelt.
Ninamaria
09.11.2000, 17:26
Das prominenteste Achtziger-Auto wurde letzten Endes dann wohl doch noch der Manta, mit eigenen Kinofilmen und Witzen. Das waren allerdings schon die späten Achtziger, wenn ich mich richtig erinnere, und da gab es dann - zumindest witztechnisch - bald Konkurrenz von den Trabis, die wir nach der Wiedervereinigung ja auch noch genießen durften.
Meine ersten Autoerinnerungen der Achtziger sind die an einen nicht heizenden VW-Käfer (grasgrün), einen nicht anspringenden Opel Rekord (hellblau) und den letzten in einer Reihe von R4s, der den Transport einer größeren Menge Badfließen nicht überlebte und an einem Rahmenbruch zugrunde ging. Danach wurden meine Eltern bürgerlich und fuhren nur noch neue Passat Kombis.
(Beitrag wurde von Ninamaria am 10.11.2000 um 16:41 Uhr bearbeitet.)
Meine Eltern hatten die Angewohnheit, noch weit bis in die 80er Jahre hinein R12 zu fahren, in orange und rot... das war immerhin ein Auto, das sonst keiner hatte. Der letzte hatte zum Schluss so große Rostlöcher, dass uns im Urlaub mal jemand eine Blume hineingesteckt hat.
Meine Mutter fuhr bis 1989 einen schönen lemongelben Scirocco GT von 1979. Der hatte innen grüne (!) Cordsitzbezüge und keine Ausstellfenster. Also mussten wir im Sommer immer ganz schön schwitzen auf der Rückbank. Dafür war unser Scirocco aber Ende der 80er einer der wenigen im Originalzustand und noch nicht in der Hand halbstarker Proleten. Leider war nach zehn Jahren seine Zeit gekommen: Die Reparaturen wurden zahlreicher und auch der Rost nahm zu. Also verkaufte meine Mutter ihn nach 10 Jahren in erster Hand für lächerliche 1000 Mark. Statt seiner wurde ein weißer Golf II C Baujahr 1986 angeschafft, den sie dann nach 10 Jahren (also 1999) für 400 Mark verkaufte. Jetzt fahren wir Golf IV. Wie langweilig.
Die wirklichen Stars der 80er hiessen doch eindeutig Passat Kombi und Opel Caravan. Oder kennt noch jemand eine Schleuder, an der man besser schrauben konnte, deren Rostlöcher mit Weißblech, Pappe und Spachtel geschlossen werden konnte, und wo in jedes Schloss der Schlüssel eines 70er Jahre Käfers passte?
Bei meinem war selbst die Ölkontroll-Leuchte noch die Anzeige, wieder mal nen Liter nachzufüllen, wenn sie in der Kurve anfing zu flackern. Und das bei über 300.000 KM Fahrleistung. Nebenbei gingen noch 20 Kisten Bier rein, bis zu 8 Leute, und zig Lautsprecher. Ohne die Schleudern wäre jeder Baggersee nur halb so spannend gewesen. Leider waren die Bremsleitungen zum Ende dem dauernden Druck nicht mehr gewachsen - und die Schnauze der Böschung auch nicht mehr.
Für mich stehen die Autos von Renault für die 80er. Mein Vater hat damals scheinbar das passende Auto für sich gesucht. Schon in den 70ern hatten wir unseren ersten Renault 4 - gelb mit Faltdach. Er wurde Anfang der 80er von einem hellgrünen R4 mit Faltdach abgelöst. Das schlimmste an dem Auto waren die grauen Plastikschutzhüllen an den Sitzgelegenheiten (Sitze wäre übertrieben), die in der Sommersonne stets unglaublich heiß wurden. Gerade mit kurzen Hosen war es unmöglich, seine Beine ungeschützt darauf zu legen.
Auf den R4 folgte das Auto schlechthin - ein hellblauer R5. Es war das coolste Auto, das mein Vater jemals besessen hat, denn der Vorbesitzer war kein geringerer als Wolfgang Dremmler. Wir hatten diesen Wagen nur ein paar Wochen. Er war genauso überraschend verschwunden, wie er aufgetaucht war.
Später folgten noch ein R20, ein R30 und einen Kombi von Renault, dessen Typennummer ich leider vergessen habe.
Irgendwann fand mein Vater dann doch noch sein Auto. Einen silbernen Mercedes 280 E.
(Beitrag wurde von Murmel Clausen am 30.04.2001 um 13:06 Uhr bearbeitet.)
Ich kann mich auch noch an die vielen Golf I erinnern, die es damals noch gab. Besonders die in matschgrün oder knallorange habe ich da vor Augen, meist noch mit den kleinen Chromstoßstangen. Die sind heute ja fast völlig ausgestorben, weil der Rost so hart zuschlug. Hat VW nicht Anfang oder Mitte der 80er sogar Verschrottungsprämien für verrottete Golf I gezahlt, um Imageschäden zu verhindern?
Peter Nidetzky
06.05.2001, 07:12
Zwei Worte:
FORD GRANADA
Muss ich wirklich mehr sagen?
moonstone
07.05.2001, 14:13
1982 habe ich für 4500,- Dm einen 6 jahre alten Golf gekauft. Leider waren 1 jahr später alle tragenden teile durchgerostet.
thassos96
15.06.2001, 17:06
Hallo, habe vor einem Jahr einen Audi 80 guenstig erstanden. Brauchte ein Auto und hatte nicht das noetige Geld. Es ist von 1981, wenig Kilometer und das 'beste' er ist goldfarben mit 'jaegergruener' Innenausstattung! Muss ich mehr dazu sagen? )
Ja, farblich ästhetisch waren die Inneräume der 80er-Jahre-Autos wirklich nicht. Schrecklich zum Beispiel ein Golf in 'mexicobeige' mit braunem Interieur ('tabac') *schüttel* Beim Scirocco II gab es sogar eine dunkelrote Farbe für den Innenraum (d. h. Sitze und Armaturenbrett)! DAS sah noch schlimmer aus!
Easterfarm
29.06.2001, 13:54
Also ich habe mir schon in den Achtzigern mit brennendem Interesse alljährlich den auto katalog besorgt und gelesen; insbesondere dann natürlich die Exoten.
Da standen dann solch merkwürdige Typen wie Hindustan Ambassador, Standard Gazel und Premier Padmini (aus Indien) drin; oder der VW 1500 (im Grunde ein modifizierter Dodge Avenger aus Argentinien!), brasilianische Stufenheck-Versionen vom Fiat 127 (Oggi und Spazio Panorama). Schließlich noch australische Fords, die auf Mazdas basierten, zum beispiel der Telstar als Mazda 626-Derivat; während die brasilianischen Fords Corcel und Del Rey eher konstruktive Gemeinsamkeiten mit dem Renault 12 hatten; der übriges in Argentinien auch noch vom band lief.
Daneben gab es natürlich auch die hierzlande bekannten Hits und Flops; zu letzteren gehörten sicherlich der Alfa-Romeo Arna (mit Karosserie vom Nissan Cherry) und der Honda Quintet. Erinnert sich noch wer an diese Typen??
Porsche 959, Ferrari GTO und das
U L T I M A T I V E 80er Sportgerät, der Ur-Quattro von Audi fallen mir da ein.
Easterfarm
06.07.2001, 18:23
Mir ist gerade noch eine typische Automarke der Achtziger eingefallen: TALBOT, entstanden 1979 durch die Übernahme von Chrysler-Simca durch die PSA-Gruppe (Peugeot, Citroen).
Dann die damaligen Talbot-Modelle:
- 'Talbot«s jüngster Hit: Samba' - im Grunde ein modifizierter Peugeot 104, es gab auch ein Samba Cabrio
- Talbot Horizon, war noch eine Chrysler-Entwicklung. Deswegen gab es von ihm in den USA die Schwestermodelle Dodge Omni und Plymouth Horizon.
Er sollte 1986 einen Nachfolger erhalten, der dann jedoch als Peugeot 309 auf den Markt kam - während die Marke Talbot komplett aufgelöst wurde.
- Den Talbot 1510 (mit Schrägheck; hieß in GB Talbot Alpine) und den Solara (mit Stufenheck)
- Das Sportcoupé Talbot Matra Murena, mit drei Sitzen nebeneinander (Nachfolger des Bagheera)
- Das Freizeitauto Talbot Matra Rancho
- Der Oberklasse-Flop Talbot Tagora; wird dafür sicher sehr bald ein gesuchter Klassiker.
Noch «ne Auto-Story aus den Achtzigern? O.K. Wer seinerzeit hierzulande einen Jeep kaufen wollte, mußte einen Renault-Händler aufsuchen, da der Jeep-Hersteller AMC zu jener Zeit mit Renault kooperierte, und in den USA den R 9 und den R 11 als AMC-Renault Alliance (auch als Cabrio!) und Encore anbot.
Später kam noch der Premier auf Basis des Renault 25 hinzu, der nach der Übernahme von AMC durch Chrysler, noch eine Zeit lang als Eagle Premier sowie als Dodge Monaco weitergeführt wurde...
(Beitrag wurde von Easterfarm am 13.07.2001 um 18:18 Uhr bearbeitet.)
1998 traf ich auf Mallorca auf einen verlassenes Talbot Samba Cabrio. An ihm hingen noch die deutschen Nummernschilder. Das Dach war geschlossen, die Türen aber nicht. Ich konnte also nicht widerstehen und warf einen Blick ins Innere. Im (offenen) Handschuhfach lag noch eine Jahreskarte für ein Freibad in Duisburg. Und zwar aus dem Jahre 1987!
Easterfarm
13.07.2001, 16:20
Übrigens:
Matra trennte sich bereits 1983/84 von Talbot, woraufhin dann auch einige Jahre vor dem Ende der Marke die Modelle Rancho und Murena aus dem Programm genommen wurden.
Dafür kooperierte Matra dann mit Renault, und ein Ergebnis dieser Zusammenarbeit war der Espace, der 1984 auf den Markt kam, und sich als Trendsetter in Sachen Minivan erweisen sollte.
Als Konkurrenten gab« s da noch allenfalls den Nissan Prairie und vielleicht den Honda Civic Shuttle, obgleich der sich eher in der Größenordnung eines Renault Megane Scenic (Kompaktvan) bewegte.
Wahnsinn, was ihr alles noch wisst!!!! Den Alfa-Romeo Arna kenne ich auch noch. Wirklich schlimm, der 75 war dafür um so genialer. An den Nachfolger 155 kann aber bis heute kaum ein Auto hin. Kantiger geht«s einfach kaum mehr. Was mir noch voll übel in Erinnerung ist sind die Seat-Lizenzbauten von Fiat Modellen. Wie hieß der Ritmo als Seat gleich wieder?
Der spanische Ritmo hieß Seat Ronda. Er kam 1985 auf den Markt und verfügte über ein eigenständiges Frontdesign. Die Motoren wurden übrigens von Porsche entwickelt. Vermutlich waren SIE deshalb das einzig Haltbare an diesem Auto...
Easterfarm
21.07.2001, 17:01
Genau, dann gab es auch noch einen Nachbau des Fiat 127, den Seat exklusiv auch in einer fünftürigen Version baute, der in den Achtzigern dann Seat Fura hieß (Werbeslogan: 'Hipp, Hipp, Fura'); als Fiat den 127 längst durch den Uno ersetzt hatte.
Auch gab es noch den Seat Malaga, eine Stufenhecklimousine, der die selben Türen wie der Ronda hatte, und damit dem Fiat Regata nicht unähnlich sah.
Übrigens gab es zuvor in den Siebzigern bereits Seat-Modelle teilweise im deutschen Fiat-Programm - ehe Fiat schließlich seine Seat-Anteile veräußerte.
So war beispielsweise der Fiat 133 eine Seat-Konstruktion...
Bin jetzt durch die jüngste Ausgabe der Fachzeitschrift Motor-Klassik aber noch an ein ganz anderes Auto der Achtziger erinnert worden:
Den Citroen Visa Plein-Air!
Wer kennt ihn noch?
(Beitrag wurde von Easterfarm am 21.07.2001 um 15:37 Uhr bearbeitet.)
Easterfarm
27.07.2001, 12:58
Neulich sehe ich Motorvision Classic (auf DSF), und hatte ein nicht alltägliches deja-vu-Erlebnis: Paul Frere is still alive!
Das ist der Belgier, der in den frühen Achtzigern für die ZDF-Autosendung TELEMOTOR den obligatorischen Autotest beisteuerte.
Moderiert wurde die Sendung von Harry Valerien in einer größeren Kfz-Werkstatt als Kulisse. Der Titelsong kam, glaub´ ich, von John Denver.
In der Sendung gab es dann auch des öfteren die Rubrik Ärgernisse, und kritisch recherchierten Beiträge kamen in der Regel von Lionel Bandman.
In den späteren Achtzigern hieß die Sendung dann VORFAHRT, die Erkennungsmelodie war ein reines Instrumental-Stück, der Moderator hieß Karl Senne, und die Autotests kamen von Gert Hack, den die Redaktion von auto, motor und sport abgeworben hatte
- an auto, motor und sport TV dachte wohl damals noch wohl kaum jemand.
(Beitrag wurde von Easterfarm am 27.07.2001 um 15:45 Uhr bearbeitet.)
peterthomassuschny
27.07.2001, 19:26
Einige kurze Anmerkungen:
Der R 4 wurde bereits 1961 eingeführt, auf dem habe ich (weil der Freund meiner Schwester einen hatte) 1981 meine ersten Erfahrungen als frischgebackener Führerscheinbesitzer gemacht (bevor ich dann leider einen Käfer kaufte, weil der R 4 nur noch auf 3 Häferln lief, den hat ein Schulkollege dann um S 1.500,-- gekauft und noch einiges verdient, weil sein Vater sich das Auto ausborgte und bei Glatteis an einen Lichtmast parkte und ihm dann irgendeine andere gebrauchte Gurke VW 1600 Kombi oder so was ähnliches kaufte).
Der 5er 'Spatz aus Paris' genannt (ja, ja, die 1963 verstorbene Edith Piaf wurde werbemässig ausgenützt!), wurde 1972 eingeführt.
Espace ist zwar der Trendsetter in den 80ern für 'Raumfahrzeuge', aber das erste ist der alte FIAT-Multipla, Ende der 50er oder Anfang der 60er eingeführt (das weiß ich jetzt selber nicht genau), habe vom alten ein Bild und vom neuen, den ich als Vergleich in mein Buch bringe , hat mir die FIAT Österreich Pressestelle völlig unbürokratisch gesendet.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
www.r60.net
Ich hab den Führerschein zwar erst 1987 gemacht (übrigens die letzte Möglichkeit so 'nen grauen Lappen im Zeitschriftenformat zu bekommen) aber ich glaube, ich kann grad noch mitreden.
Mein Auto war ein Suzuki SJ-413 (offen natürlich) in dunkelgrün mit grau-orange-farbenen Plastik-Sitzen.
Ihr könnt sagen was Ihr wollt, Ende der Achtziger-Jahre haben fast alle gesagt: 'Galaktische Kiste! Darf ich mal fahren?'
Der fuhr mit Ach und Krach 120 - und auf den Rücksitzen hatte man das Gefühl alle paar Sekunden einen Tritt zu bekommen.
Gerostet hat er wie die Titanic (fing schon nach 2 Jahren an) und der Motor gab nach ein paar Tausend Kilometern so komische Knistergeräusche von sich.
Trotzdem: Das Ding war eins der Modeautos der Zeit.
peterthomassuschny
01.08.2001, 22:48
Richtig. Das 'Schmunzelmonster' LJ (nach dem Film 'Eliot, das Schmunzelmonster' in Wien so genannt). Fuhr ich eine zeitlang am Wochenende auf der Baustelle des Kraftwerkes Wien-Freudenau bei einem Portierposten 1994 und 1995. War gut zum 'Hüpfen' und arg zusammengeritten, durch den Allradantrieb konnten sogar Sandhügel erklommen werden. So eine Art 'Lada Taiga' der 80er, billig und robust.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
www.r60.net
Ist euch schon mal aufgefallen, wie cool es in den 80ern war, möglichst alte und/oder seltene, bzw.unbeliebte Autos zu fahren? Man hob sich von den konsumsüchtigen und/oder wohlgesponsorten Kids ab, die
die damals neuen Corsa oder Polo Coupe besaßen. Man war Individualist und nicht ständig auf dem Konsumtrip. Einige besorgten sich alle paar Wochen irgendeine Billig-Möhre, brauchten sie auf und warfen sie weg - damals waren die Zulassungsgebühren niedriger und die Schrottis zahlten vielleicht noch was. Ich empfehle als Lektüre die beiden 'Billige Autos'-Bücher aus dem Eichborn-Verlag von 1989.
Dieser Kult hörte übrigens schlagartig mit dem Fall der Mauer, bzw.mit der Währungsunion auf. All' diese Geschenkt- und 250 DM-Gurken gingen für viel Geld in den Osten - und verreckten dort umgehend. Als kurze Zeit später der West-TÜV eingeführt wurde, waren alle Autoverwertungen (auch im Westen) so überfüllt, daß man ab und zu sein Schrott nicht mehr loswurde, bzw. ein Schweinegeld abdrücken mußte.
Einige von diesem Schrottauto-Freaks sind heute in der Oldtimer-Szene zu finden. Aber so wie damals das Schrottauto-Fahren zu kultivieren, das macht doch keiner mehr. Schade irgendwie.
hightower
05.09.2001, 10:16
Warum spricht hier keiner vom schönsten DB 450 SEL? In Blauschwarzmetallic mit Lederausstattung und wenn er gut eingestellt war, fuhr er mit 'nur' 25 Litern durch die Stadt.
Weil er eigentlich in die 70er gehört (Baujahr 72-79). Richtig schön war der 450er mit der 6,9 Liter-V8-Maschine. Für dieses gute Stück gab es sogar einen Tuningsatz von AMG, inkl.Aufbohren auf 7,4 Liter. Von einem, der noch so ein Geschoß besitzt, habe ich gehört, daß bei zügiger Fahrweise 40 Liter durchgurgeln. Am Sehenswertesten sei aber die Fassungslosigkeit bei Besitzern moderner Porsche und anderen Selbstwerthebern - wenn diese in Grund und Boden beschleunigt werden.
DeLorean
24.10.2001, 00:05
Ich kann mich noch gut an den Golf 1 GTi erinnern, den mein Vater damals fuhr, in weiss mit schwarzen Streifen. Damals war ich 6 oder so..Ein Klasse -Auto das mit der Geburt meiner Schwester dann aber unpraktisch wurde und ein größeres Auto her musste: ein Jetta 1 in rot. In dem Wagen durfte ich mit 12 dann das erste mal vorne sitzen (welch Glücksgefühl ;-) )..ansonsten meist hinten, damals sogar meist unangeschnallt, denn das war noch nicht Pflicht und ich glaube, der Wagen hatte nicht mal Gurte hinten...der wiederum wurde abgelöst durch einen 86er Passat mit Schrägheck, der auch heute noch seine Pflicht tut. Hmm, wenn ich an den Gti denke, erinnere ich mich sogar an den Geruch im Innenraum, dieses (Kunst?-)Leder..unbeschreiblich :-)
Easterfarm
01.11.2001, 01:21
Hier nennt sich jemand DeLorean?
Na super, ist ja auch so ein sehr typisches Achtziger-Jahre-Gefährt.
Ich sag nur. Back to the future. 'McFly, dein Schuhband ist offen.'
Neulich gab es auch noch in der Sendung Motorvision Classic einen ganz netten Bericht über ein Treffen des exklusiven Kreises der DeLorean-Besitzer; nämlich an dem Ort, dort wo der Wagen mit der Modellbezeichnung DMC-12 einst von 1981 und 1983, produziert wurde
- in Nordirland!
Wer sagte da noch gleich 'McFly, du irische Mistfliege' ?? - spielt das vielleicht auch auf den dort zum Einsatz kommenden fliegenden DeLorean an??
Merke: Im Mist tummeln sich eher Mistkäfer als DeLoreans - und das schreibe ausgerechnet ich, als ehemaliger Käferfahrer, au weia.
(Beitrag wurde von Easterfarm am 16.11.2001 um 16:44 Uhr bearbeitet.)
Schwarzes Schaaf
01.11.2001, 01:21
In meiner Nachbarschaft hat jemand einen DeLorean. Ich muss sagen, dass er 'im wirklichen Leben' unscheinbarer als im Film daherkommt (so klein!), wenn auch die Edelstahlhaut definitiv was hat. Das wirklich interessante am DeLorean ist fuer mich weniger der Wagen selbst (Fahrleistungen relativ unspektakulaer, zahlreiche technische Macken), als die Geschichte seiner Entstehung und seines Scheiterns.
Ich habe schon ueberlegt, ob ich nicht einfach mal klingeln soll um zu fragen, ob man mich mal auf eine Spritztour mitnehmen koennte, aber das waere dann wohl doch zu aufdringlich.
Wohnst du in der Dortmunder Gegend? In Schwerter Heide steht ab und und zu auch so ein Ding herum.
peterthomassuschny
01.11.2001, 01:21
@Easterfarm
Alter Autoexperte, der auch DeLorean kennt, kennst Du den Ledl aus Österreich?
Aber nicht den Ledl-Bugatti und auch nicht die Ledl-VW-Buggies (die gab es ja schon in den 60ern und 70ern), sondern den AS, den 'Alpenstratos'?
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Easterfarm
15.02.2002, 20:15
Auf keinen Fall darf hier übrigens noch die "tolle Kiste", der Fiat Panda, unerwähnt bleiben.
Ich erinnere mich noch daran, daß es da in den Achtzigern eine Auseinandersetzung mit der Bundesbahn gab. Als die DB nämlich mit dem Slogan "Endlich ein Zweitwagen, den man sich leisten kann" warb, konterte Fiat darauf ungefähr so:
"Wir haben ihr Angebot getestet. Ein Panda ist uns, ehrlich gesagt, lieber."
Daraufhin warb die Bahn mit der Abbildung eines offenen Waggons, auf dem ein Panda stand, und dazu der Slogan: "Wir befördern auch sperriges Gepäck."
Eine weitere Panda-Episode, schon fast aus den Neunzigern; anläßlich der Wende in der DDR. Da wurde dann für den Panda so geworben: "Also ehrlich Erich, äh Egon, den Westen hatten wir uns wesentlich dekadenter vorgestellt." Abgebildet dazu: Eine ostdeutsche Familie, eine Panda begutachtend. Im Bildhintergrund ist ihr Trabant zu sehen.
In diese Zeit platzte das tödliche Attentat auf Alfred Herrhausen (in seinem gepanzerten Mercedes), was das Satire-Magazin Titanic dann zu der Verballhornung bewog: "Also ehrlich Alfred, äh Edzard, eure Luxuslimousinen hatten wir uns wesentlich stabiler vorgestellt. Der Trabbi - die olle Kiste." - mit dem Bild des zerbombten Wagens, auf das dann auch noch ein Trabbi montiert worden war...
Mein größter stolz in dieser zeit war ein zitronengelber VW scirocco. Das erstmodell natürlich. Lange hat er nicht gehalten, was nicht ganz allein seine schuld war.
Easterfarm
12.04.2002, 18:00
Na, dann darf hier aber auch der alte möhren-orange Jetta nicht unerwähnt bleiben, der im Münsterland derzeit herumkurvt und unter
www.rennmoehre.de
sogar seine eigene Homepage hat!
Ich glaube aber, daß Rennmöhren dem Hasen Cäsar gar nicht gut bekommen dürfte. Vielleicht müßte sich dann "schwester Arno" als Vorkoster betätigen...
Übrigens: Vom DeLorean ist unlängst noch ein recht gelungenes Miniaturmodell erschienen - im gut sortierten Fachhandel erhältlich und auf 999 Stück limitiert, während vom originalen Vorbild ganze 800 produziert worden sind.
Easterfarm
12.04.2002, 18:04
Hier noch das passende Bild dazu. Biddeschöön...- schön möhrig, gelle?
@hightower & elwood
Zu Eurem guten Geschmack kann man Euch ja nur gratulieren, aber wie geht Ihr denn mit Euren armen alten Autos um? 20 Liter sollten ja nun wirklich reichen, um einen 4,5 einigermaßen angemessen zu bewegen. OK, 22.
@MarkusB: wieso arme alte Autos? Wenn ein älteres Gefährt noch beisammen ist, schadet es absolut nicht, mal etwas zügiger zu fahren. Ganz im Gegenteil: je mehr Kurzstrecken-, Stadt- oder gemächlichen Oldtimertreffenspazierfahrt-Verkehr man den Kisten zumutet, desto schlechter laufen und desto mehr saufen sie. Es geht bei so einer Behandlung auf Dauer auch mehr kaputt Es ist immer gut, längere Strecken gleichmäßig flott zu absolvieren. Am dankbarsten ist mein K 70 geschnurrt, als ich damit nonstop nach Schweden oder kreuz und quer durch Schottland gefahren bin.
Natürlich sollte man aufs Material achten, etwa darauf, daß Gummiteile nach 22-25 Jahren anfangen, hart und bröselig zu werden. Aber ich habe wenig Verständnis dafür, wenn Oldiefahrer mit 80 oder 90 Sachen die Autobahnen verstopfen. Okay, ein Brezelkäfer schafft nicht viel mehr, aber Modelle wie ein Flossenbenz, Neue Klasse-BMW oder auch eine Borgward Isabella (um sogar bis in die 50er und 60er zurückzugehen) sind als Reiselimousinen konzipiert worden- und das sind sie heute auch noch. Von den Neuzeit-Autos aus den 80ern gar nicht erst zu reden. Nur daß Zeit vergangen ist, heißt nicht, daß die Wagen in die Trabant- und Suzuki Alto-Klasse degradiert sein müssen.
Außerdem: die erstaunten Gesichter der Umwelt, wenn man mal mit einem Oldie die Kuh fliegen läßt, lohnen es immer wieder. Bei meinem K 70 heißt das, daß ich über längere Zeit meine 160 km/h halte. Das irritiert andere Verkehrsteilnehmer außerordentlich. Das ist trotzdem nicht mit den Oldtimerrennen a la Eifel Klassik zu vergleichen. Das geht richtig ans Material, wie ich bei Bekannten mitbekommen habe. Ein Freund von mir läßt seinen NSU RO 80 gerne mit 180 Sachen über die Bahn laufen. Der RO liebt das. Gerade Wankelmotoren zerstört man mit Langsamfahrten und langen Standzeiten sehr schnell.
Ich denke gerne an meinen NSU 1200 zurück. Nur 55 PS, aber mit 700kg war man getreu dem alten Motto "Drehzahl statt Hubraum" recht flott unterwegs. Auf der Bahn blieb ich fast immer bei 140/150 Sachen - natürlich mit hochgestellter Heckklappe. Mitte der 90er entgeisterte das die Umwelt völlig.
Heute wird schon blöd geschaut, wenn ich mit meinem 1987er Schlechtwetter-Passat mal reinlatsche.
Ich spare schon fleißig auf mein zweitliebstes Auto (nach dem K 70): einen Mercedes 300 SEL 6.3. 60er Jahre-Outfit mit Technik, die einen heute noch vorne mitfahren läßt. Auf der Techno Classica stand einer zum Verkauf. Wenn er gut war, dann waren die 11 000 € noch nicht mal zu viel verlangt. Aber ich wage mich da erst mit einem bißchen dickeren Finanzpolster und nach ausführlicher Beratung von den Club-Freaks heran. Ich bin schon zu lange Oldiefan, als daß ich auf den Anfängerfehler hereinfallen möchte, mir blind (wegen fehlender Ahnung, fehlenden Beziehungen und ungezügelter Gier) überteuerten Schrott hinzustellen.
P.S., MarkusB: ob und wie Du in der Alt-Auto-Szene aktiv bist, weiß ich nicht, aber "Trailerfahrer" ist ein Schimpfwort. Für die Nicht-Insider: das sind die Auto-Liebhaber, die ihre Kisten nicht fahren, sondern auf Anhängern transportieren.
Raphael der Himmlische
15.04.2002, 02:58
Noch ein kleiner Nachtrag zum DeLorean: Dieser ist nicht nur in Zurueck in die Zukunft zu sehen, sondern auch in The Wedding Singer.
Ich staune aber immer noch, dass da nur 800 Stueck von gebaut wurden. Das Ding war aber auch 'ne ziemliche Gurke ...
Pretextat Tach
15.04.2002, 03:02
http://www.vwbc.de/Clubshop/Modelle/Mdbulli4.jpg
Er war auch zweifarbig, aber beige/braun.
Vor allem gefiel mir die 3-Gang-Automatik, ich war immer der Überzeugung, so eine Automatik könnten doch nur so richtige Luxuskarossen haben.
Wenn man die vordere Stoßstange abmontierte, konnte man das Darunter mit einem Winkelschleifer aufschneiden, um in einen Hohlraum zu gelangen, in den man locker an die 30 kg Kaffee packen konnte.
Weiters wurden die hinteren Sitzreihen rausgenommen und stattdessen 2 Matratzen hineingelegt, so hatten meine Schwester und ich es schön gemütlich.
Unter den Matratzen lagen freilich bis zu 60 Blechplatten, die in kommunistischen Lädern kaum zu bekommen waren und ansonsten als Material für Dachrinnen verwendet wurden.
Ziemlich gefährlich das Ganze, wenn ich heute so zurückdenke, denn mit dem Heckmotor, der sich hinten erhob, lag das Gepäck eigentlich immer über unseren Köpfen.
Ein Überschlag hätte wohl die Blechplatten auf uns gestapelt...
Was man heute schmuggeln müsste, weiß ich allerdings nicht
Elwood, Du hast natürlich völlig recht. Kann ich alles nur unterschreiben, was Du sagst. So war das aber auch gar nicht gemeint. Ich hatte nur meiner Verwunderung über die 25 Liter beim 450er Ausdruck gegeben. Wenn der Motor in Ordnung ist, kann man m.E. einen solchen Wert nur durch ständiges Stop-and-Go oder agressives Beschleunigen erreichen. Für schnelle Langstreckenfahrten auf der Autobahn scheint mir das etwas hochgegriffen. € 11000 für einen 6.3 ist wirklich etwas wenig. Das Auto ist großartig, aber wenn ich mir den prall gefüllten Motorraum anschaue und an die Luftfederung denke, wird mir doch leicht mulmig.
@Elwood
P.S. zum K 70: An das Fahrzeug erinnere ich mich noch sehr gut. Mein Vater hat 1974 einen neu gekauft, aus Restbeständen mit großzügigem Rabatt, denn das Ding wurde ja zugunsten des Audi 100 eingestellt. Wenn Du mit 160 fährst, hast Du bestimmt die 100-PS-Version mit den dicken schwarzen Streifen. Die hatten wir auch. Trotz der 100 PS waren nicht mehr als Tacho-170 km/h drin, wahrscheinlich hatte der Wagen eine Aerodynamik wie ein Scheunentor. Toll war das Raumangebot und der große Kofferraum bei relativ kompakter Außenlänge. Weniger toll war die Blechqualität. Trotz Garagenparkplatz waren nach 6 Jahren schon viele Rostflecken drauf, nach 7-8 Jahren war der Wagen mehr oder weniger schrottreif. Allerdings wurde er ja auch als normaler Alltagswagen genutzt, nicht als Liebhaberobjekt. Hätte mir auch niemals träumen können, dass er sich mal zu einem solchen entwickelt.
@PT: das Posting erinnert mich daran, daß ich im DDR-Strang mal was über meine DDR-Schmuggeleien schreiben wollte. Beim VW Passat ab 1980 war hinter dem Handschuhfach (ein Kasten zum Runterklappen) ein großes Loch. Wenn keine Mittelkonsole drin war, öffnete man den Deckel, wo der Zigarettenanzünder drin ist, und konnte leicht einen dicken Stapel - in der Zone verbotener - Literatur (Spiegel, Zeit, Welt, FAZ, etc.) dahinter verstecken. Ich habe die Hefte auch noch in schwarze Plastiktüten von Fotopapier eingewickelt, damit es nicht auffiel - es fiel auch nie auf.
Wenn man einen ganz langen Arm machte, konnte auch noch Kleinkram vor dem linken, hinteren Radkasten versteckt werden. Man griff vom Kofferraum aus über das Radhaus hinüber nach vorn. Das Zeug durfte nur nicht zu klein sein, dann bekam man es nicht mehr aus der Ecke raus.
MarkusB: Ich habe die 90 PS-Version. Aber ein gut laufender 90 PS ist fast so gut wie die LS-Version mit 100 PS. Letztere ist mittlerweile recht selten (von 450 angemeldeten K 70 sind nur noch 43 mit 100 PS), aber auch thermisch etwas heikler. Außerdem sind spezielle 100 PS-Teile nicht mehr ganz so einfach zu kriegen.
Hattet Ihr das Sondermodell mit den schwarzen Streifen (nur Mai bis Juli 73 gebaut) oder einen der letzten von Ende 74/Anfang 75 (die waren meist auch sonnengelb, aber ohne Streifen)?
Mit dem Blech ist das komisch, wie bei anderen Autos der 70er auch. Sehr viele sind Anfang der 80er in jungen Jahren schon schrottreif gerostet gewesen, aber dagegen tauchen heute (ganz selten) noch rostfreie Einzelstücke auf. Okay, ich mache jetzt auch noch Schleichwerbung für unsere Homepage: www.k70-club.de
Unser K 70 war silbermetallic mit schwarzen Streifen. Innen alles schwarz mit schwarzen Stoffsitzen (das Polster am Fahrersitz war ziemlich verschleißanfällig). Ich habe wirklich 20 Jahre lang nicht mehr über dieses Auto nachgedacht, aber angesichts Deines Postings muss ich wohl mal wieder in meinen Erinnerungen kramen. Der Wagen wurde 1974 gekauft - da bin ich sicher - und hat sehr lange beim Händler rumgestanden, weil ihn niemand haben wollte. Daher vermute ich, dass er wohl aus der von Dir erwähnten 73er Serie stammt. Das mit den thermischen Problemen stimmt auch, obwohl sich das bei uns sehr im Rahmen hielt, da mein Vater immer ziemlich langsam fuhr (macht er heute noch). Was das Blech angeht, habe ich mal ein Gerücht gehört, dass VW in dieser Zeit minderwertiges DDR-Blech verarbeitet hat, aber nur phasenweise, daher die Differenzen bei der Haltbarkeit, die man auch bei frühen Golf antreffen kann. Ich weiß aber wirklich nicht, ob da was dran ist.
Das mit dem DDR-Blech stimmt. Während der Energiekrise ab Ende 1973 verarbeiteten fast alle Hersteller minderwertiges Material aus dem Ostblock oder sonstwoher. U.a.soll damals Schrott nicht so sorgfältig getrennt worden sein, so daß wegen des Drecks in der Schmelzmasse die Qualität litt. Die frühen Gölfe waren berüchtigt, aber alle anderen Modelle und Marken waren nicht besser dran.
Um 1980 herum gab es bei VW eine Rückrufaktion, bei der man diese Rost-Modelle günstig in Zahlung geben konnte. Wie ich von Beteiligten erfahren habe, wurden dann die Fahrgestellnummern herausgetrennt und die Dachholme eingeschlagen, so daß diese Wagen nie mehr in den Verkehr kommen konnten. Danach wurden die Wagen eingestampft. VW war das alles wohl sehr peinlich. Bei dieser Aktion seien übrigens wenig K 70 betroffen gewesen. Der Löwenanteil sei auf den Golf entfallen, auch viele Passat und Polos wurden abgegeben.
Stimmt, im November 1981 begann die Volkswagenwerk AG mit dieser Rückkaufaktion.
Ich wusste allerdings noch gar nicht, dass davon auch alte Passat und Polo betroffen waren! Ich dachte, VW habe nur Golf "zurückgenommen".
Weiß noch jemand mehr zu dieser Aktion? Es interessiert mich brennend!
Kürzlich fuhr ein silberner Pirelli- Golf an mir vorbei. Das war doch auch in den 80ern? Als VW diese limitierte Auflage rausbrachte? Weiß jemand noch genaues (Anzahl, Ausstattung und so)?
Stimmt, das war 1983. Ich habe allerdings Schwierigkeiten, den Pirelli-Golf vom letzten regulären Golf I GTI zu unterscheiden. Dazu braucht es wohl einen richtigen VW-Spezialisten. Elwood?
Hauptsächlich die Felgen (oder waren das Radkappen?) mit dem Aussenrand aus Pirelli- Ps sind in meiner Erinnerung. Aber die kann man ja nach belieben an alle möglichen anderen Golfs hängen. Ausserdem war der meistens silber, meine ich!?
@Jörn: viel mehr als die oben erwähnten Punkte weiß ich auch nicht. Diese habe ich von alten VW-Werkern aufgewschnappt, die damals dabei waren. Auf jeden Fall war VW sehr erpicht darauf, daß alle diese Autos verschwanden und nie mehr zurückkamen.
Sowas passiert heute auch noch. Ein Freund, der bei Ford arbeitet, erzählte mir, daß derzeit eine gewisse Serie Fiesta Courier-Lieferwagen aus den 90ern auf diese Weise vom Markt genommen wird. Da hatte die engl.Fabrik geschlampt. Was soll's, Ford ist eh der hinterletzte Dreck, bei mir zutiefst verhaßt - erst recht seit der Verschrottungsaktion Mitte der 90er, und auch der Puma-TV-Werbung.
Malou: halbwegs fit bin ich eigentlich nur bei Autos mit Chromstoßstangen, nicht dem Müll, der danach gekommen ist. Was den Pirelli-Golf angeht, so habe ich mein Fachwissen von einem schwedischen und einem japanischen Freund - die sind völlig VW-fanatisch. Also, der Pirelli-Golf war die letzte Vesion des Golf I von 1983. Es gab spezielle Farben (nicht nur weiß), eine Art Plastik-Verblendung an der A-Säuule (die hatten andere späte Golf I aber auch), spezielle Ausstattungsdetails und natürlich die Felgen. Geh am Besten mal auf www.gib-gummi.de/golf1ig Das sind die Original-Freaks und die haben die richtige Ahnung.
Easterfarm
17.04.2002, 10:38
Erinnere mich übrigens noch daran, daß mein Onkel Theo aus ME bis 1980 auch noch K 70-Fahrer war; war ein ganz "normaler" K 70 L in diesem merkwürdigen grün-metallic-Ton, in dem auch das Majorette-Modell lackiert wurde.
- und 1980 hat ert sich dann einen Scirocco besorgt, da waren nämlich seine Kinder schon größer, und das Auto brauchte dafür dann nicht mehr so groß sein...
Übrigens: Schaut doch mal unter:
http://de.groups.yahoo.com/group/exotische_Volkswagen
vorbei...
Die Plastik-Verblendung an der A-Säule des Golf I kam übrigens meines Wissens mit der Einführung der Formel E-Reihe um 1980 auf; wegen des aerodynamischen Effekts
Windhund
17.04.2002, 13:28
1989 griff ich einmal tief in die Tasche und leistete mir eine Lancia Delta Integrale HF Turbo
Ein eckiger kantiger macho Brusthaartoupetrenner italienischer Manier.
Ein kleines bisschen größer als ein Golf, dafür aber flacher und von innen enger.
Kein Auto hat mir jemals wieder so viel Spaß gemacht wie dieser.
Er war fast voll im Original, also ich habe nicht noch mehr dran geschraubt als schon dran war. Bei diesem Modell war es zum Glück nicht so viel wie bei den späteren Evolution Modellen.
Die einzige Modifikation war, das ich von dem Lämpchen welches immer anging wenn der Turbo den vollen Ladedruck hatte das Turbosymbol mit eine Glasfaserstift entfernte und dafür einen Smily aufmahlte.
Nie werde ich die Winterurlaube auf den Passstrassen vergessen, oder wenn wir zusammen die Italienischen Strassen durch die Alpen bis nach Rom zusammen entlanggeflogen sind.
Ich kann auf fast Problemfreie 100.000 Km zurückblicken.
Leider wurde der Wagen immer teuerer, da kein Kat, und auch sein durst war nicht sehr bescheiden.
Da ich dann mich doch entschloss das Abitur nachzuholen mussten unsere Wege sich leider scheiden.
Heute Fahre ich immer noch ein Relikt aus den 80’ern einen Dreier BMW Mod. E30
Ist zwar eng, aber läuft und kostet nicht viel und diese Wagen sind treue Seelen
Easterfarm
18.06.2002, 13:16
Hier noch automobile Science-fiction aus den Achtzigern: Das Cockpit des Citroen GSA!
Was bietet dagegen Citroen heute - auweia
- und dann werben die noch mit : "Nichts bewegt sie wie ein Citroen" - dann doch lieber der alte Slogan: "Fahren wie Gott in Frankreich"...
Easterfarm
18.06.2002, 13:26
Tja, und das gab es dann natürlich auch rechtsgelenkt...
Easterfarm
18.06.2002, 13:30
Preisfrage: Zu welchem Ciroen gehört nun dieses Dashboard??
Genau: zum Citroen Axel, der in Rumänien (Oltcit) vom Band lief, und der in Deutschland nie offiziell angeboten wurde, wohl allerdings etwa in Italien und den Niederlanden...
Tja, später hieß das Werk dann Rodae, wurde von Daewoo geschluckt, und die Oltcit/Axel-Produktion wurde eingestellt
- seufz... - - siehe dazu übrigens auch: www.rodae.ro - dort ist übrigens auch noch der Cielo im Programm, hierzulande als Nexia bekannt, der ja bekanntermaßen auf dem Opel Kadett der achtziger basiert.
Ein Königreich für dieses Cockpit! war der CX, oder? kann mich an den auch noch vage erinnern, ein Urlauber aus Paderborn kam jedes Jahr mit dem in unser Dorf, hatte einen Pallas. Ein gigantisch verästeltes Cockpit hatte aber auch der Alfa 75, das war quadratisch, praktisch und irgendwie von perversem charme. Kann sich noch wer an die Mäusekinos in Renault 21 und Fiat tipo erinnern? Die Corvette hatte auch so eins, diese Autos wurden aber mit Digitaltachos nur 1-2 Jahre gebaut und verschwanden dann wieder.
Easterfarm
18.06.2002, 13:38
Jaja, stimmt die digitalen Instrumententräger galten damals ja als "zukunftsweisend" - besonders "gelungen" übrigens beim Opel Kadett GSi - digitale Instrumente, aber eine analoge Zeituhr zwischen den Lüftungsgittern...
Übrigens war auch der Opel Monza zum Ende seiner Laufbahn noch entsprechend "bestückt" - danach wagte sich Opel offenbar erst gar nicht mehr an die Produktion eines solchen Luxuscoupes
Stimmt, der Monza hatte das auch. Das war aber dann schon die Plastikversion, oder? Plastikanbauteile waren damals eh der letzte Schrei, Sciroccos mit Plastikspoilern, der Renault 5 mit dicken Plastikleisten an den Türen und nicht zu vergessen die diversen König-560 SEC mit den ausgestellten Backen oder die Porsche 924 im Testarossalook. Am schlimmsten traf es aber den wunderschönen Alfa Spider 1983 mit Plastikbürzel und dem geschmacklosen Alfa Herz in der Plastikstoßstange. Ausser dem Designer blutete da jedem das Herz! Die Reaktion eines Alfisti auf diese Umbauten ging ja um alle Welt. Mitten auf dem Turiner Autosalon hat er den Spoiler einfach angepinkelt. Überhaupt war Alfa damals sehr vom Plastik angetan, wie lässt sich sonst z.B. die Seitenansicht des Alfa 75 erklären? Kennt noch wer so geschmackvolle Plastikteile?
Auf dem Weg hierher ist mir gerade ein altes lindgrünmetallic-farbenes Passat Coupe mit altem Blaupunktradio, Schaffell Schonbezügen und Holzkugel-Lenkradschoner begegnet, das auf seinem Heck einige typische Accessoires aus den Achzigern in das neue Jahrtausend gerettet hat: Ein Playboyhäschen zum aufkleben, zwei silbrige Schilder, eines mit dem Schriftzug Bavaria, und eines mit Hasenmännchen und Hasenfrau beim "pimpern"(Sex Cylinder), sowie den obligatorischen Plastikspoiler, nen Kamei Aufkleber in Rot-Orange, ein Schwarz-rot-goldenes "Ich bin Energiesparer" und ein knallgelbes "Atomkraft-Nein Danke" und ein riesengroßes D Nationalitätenkennzeichen! Zudem hatte er an der Heckscheibe noch nen Aufkleber von den Corsica Ferries von 1986 und einen vom Gerlospass. Und auf dem Armaturenbrett haben sich sogar der alte Duplo "Alles Paletti" Aufkleber mit dem Comicgabelstapler und der "Ich flip aus" mit der Banane erhalten! Dieser VW war die reinste Zeitmaschine! Wenn der Besitzer mal keiner aus unserem Forum war...:-)!
Easterfarm
04.06.2003, 17:34
@ bettyford:
Na hier ist der Strang über die Autos der Achtziger. Darüberhinaus gibt es auch noch einen extra-Strang speziell über den VW Santana (!), in dem allerdings auch über längere Zeit schon nicht mehr gepostet worden ist.
Also: wer suchet, der findet....
bettyford
04.06.2003, 18:08
das ist nur für elwood: ich hab nen saab 900 turbo, baujahr 88. den habe ich einfach so bekommen. für umsonst. weil ich ne dufte biene bin. und der ist top in schuss. scheckheftgepflegt. HA!
Glauben wir das, Elwood? Ich könnte ja jetzt auch sagen, ich hätte einen fabrikneuen "jeanskäfer" von 1976...
bettyford
04.06.2003, 20:02
Halt die Klappe.
Doch, doch, es ist nicht ungewöhnlich, daß alte Saab zu diesen Kursen zu haben sind. Deren Gebrauchtpreise gehen bis in den nicht meßbaren Bereich hinab.
Man sollte aber gute Kumpels haben, die Teile und Ahnung haben. Dann steht dem Discount-Turboerlebnis nichts im Wege. Ansonsten kann man lang und schmutzig in die Röhre gucken, bzw. richtig was abdrücken.
Aber ein Saab ist gut geeignet für Psychostudien. Drücke einem(r) Saab-Unkundigen den Schlüssel in die Hand und laß ihn den Wagen auf einem Parkplatz abstellen. Beobachte ihn unbeobachtet. Finde heraus, in welcher Gemütsverfassung dieser das Gefährt letztlich verläßt. Tiefe Einblicke sind sicher.
Mein Aggressionspiegel stieg und ich mußte diesen zunächst mittels saabbezogenen Vandalismus´ senken - bis ich den Rückwärtsgang einlegte und den Schlüssel abziehen konnte.
Noch was Kleingedrucktes: als Kavalier der alten Schule stimme ich betty natürlich vollinhaltlich zu, was die Preisbegründung in diesem speziellen Fall angeht.
Grins! Betty als HB-Fräuchen!
@Spleen: das würde mich noch nicht einmal sehr wundern. So unglaublich selten sind solche Funde nicht.
Uups, Kreuzposting: zu 68
Genial! Batman and Flash - together again!
In den 80ern gab´s keine besonders schönen Batmobiles, oder? Das von Frank Miller (in"The Dark Knight returns") war ja wohl die Zumutung!
Nein, alles ohne Chromstoßstange ist scheiße.
bettyford
04.06.2003, 20:53
Ins Schwarze! Unter 5 Ignorebalken platzen Elwood und Spleen vor Neid und spucken Gift und Galle. Kann mir das mal einer bestätigen? Obwohl, nein: ist unötig.
Aber hey, lasst euch doch einfach nicht von mir provozieren, lest drüber hinweg, setzt mich auf ignore. Ach so, geht ja nicht, bin ja Moderatorin.
Lalalalaa..
hüpft und tanzt
bettyford
04.06.2003, 20:53
Ich korrigiere: mittlerweile 6 Ignorebalken. Hach.
bettyford
04.06.2003, 20:55
Das mit dem Rückwartsgang ist wirklich tricky, Elwood, ich habe ihn allerdings von einem Mann geschenkt bekommen, der mir das vorher verraten hat. Und er hat einen Marktwert von 4500. Und jetzt errechne meinen Marktwert.
bettyford
04.06.2003, 20:55
Ups, jetzt habe ich zugegeben, dass ich unter den Balken gelinst habe. Ich Schlümme!
bettyford
04.06.2003, 20:56
Ich habe einen Amokpostings-Anfall. Und ich finde es gerade hübsch, dass der Autoüberlasser möglicherweise einen Marktwert von 4500 Euro hat.
bettyford
04.06.2003, 20:57
Wie errechnet man den Marktwert von Männern?
grübelt
Och nö, jetzt mag ich nicht mehr Kavalier sein: der Typ hat groben Unsinn erzählt. Nie im Leben ist die Mühle 4500 Schleifen wert. Schon vor 5 Jahren gabs gut erhaltene End-80er-Saabse für lau.
Tja betty, Männer......
bettyford
04.06.2003, 21:50
Hase, ICH habe den Wagen selber verkaufen wollen für 4500 Euren. Ich hatte ein paar Interessenten, habe den Wagen dann aber doch behalten. So abwegig sind die 4500 wohl doch nicht.
Wie häßlich der Neid dich doch macht. Dich und deine Brille.
bettyford
04.06.2003, 21:53
Versucht es doch mit: "Der geht bestimmt bald kaputt! Und krebserregend ist er sicher auch!"
Ihr könntet euch auch ein paar Horrorstories ausdenken. Bekannte, denen die Karre unterm Arsch weggebrannt ist oder so.
Das Souveränste wäre by the way eisiges Schweigen gewesen, was mich allerdings doch sehr enttäuscht hätte.
Das ist so schön! Ich muss hüpfen!
Wieso Neid? Saabs sind nicht schlecht, aber ich mag die Form nicht. Deswegen habe ich mir 1997 auch den guterhaltenen 89er 900 turbo nicht schenken lassen.
bettyford
04.06.2003, 22:19
180 Grad Turn! Auch gut, geschickte Taktik, aber nich mit betty, Alter, die fällt nicht drauf rein, die kannste nicht verwirren.
Jetzt spleen, erzähl mir, wie Madonna dich heiraten wollte, und du sie nicht nehmen wolltest, weil sie einen Saab fuhr!
Kinder, ist das schön!
garbage pail kid
05.06.2003, 00:44
jaaaa saaab schnaaaap guppi!!!
bettyford
05.06.2003, 09:27
so, nach mehreren Beschwerden belasse ich es einfach bei:
verabschiedet sich und wüncht noch viel Spaß mit dem Neuzugang über ihr
Raphael der Himmlische
05.06.2003, 19:09
(Wahrscheinlich!
Aber wie waer's nun wieder mit den Autos?!
De Lorean und Co!)
Der De Lorean ist aber doch viel älter! Mit dem fuhr man doch in "Back to the future" schon durch die Fünfziger.
Was gab´s sonst für denkwürdige Autos? Der Autopark von Fix und Foxi hat sich nicht mehr verändert in den 80ern. Wahrscheinlich sind sie deshalb dann bald eingestellt worden... :)
@ Garbage Pail Kid: Treffender hätt ich´s auch nicht sagen können!
Ich habe mit meinem zwo Liter Taunus viel erlebt. 500 DM hab ich gezahlt, seinerzeit. Er lief dann noch einige Km, bevor mangelnde Finanzen und handwerkliches Geschick nicht mehr ausreichten und ich die Kiste für einen Apfel und ein Ei weitergab.
Das bricht einem jedesmal das Herz.
Schwarzes Schaaf
08.06.2003, 06:17
DeLoreans wurden von '81 bis '83 gebaut. Mein Nachbar verkauft seinen jetzt, da er ein neues Spielzeug gefunden hat: Einen Porsche Boxster. Wie einfallsreich.
Raphael der Himmlische
08.06.2003, 17:25
Ja, Trigga, das kenne ich. Bei mir war's der Polo Baujahr 80 der dann eines Tages abgeholt wurde und unsanft auf einen Laster verfrachtet wurde. Da hatte ich dann auch Traenen in den Augen ...
Gestern ruft mich wutentbrannt meine Freundin an.
Anm.: Sie fährt zur Zeit meinen 1987er Passat, dessen Zustand ein wenig auf meine -nun ja, gelinde gesagt- "nonchalanten" Pflegebemühungen schließen läßt (das Moos in der Regenrinne ist echt).
Ihr ehemaliger Chef bemerkte meinen patinierten Quasi-Klassiker auf ihrem Tiefgaragenparkplatz zwischen den neuen Dienstwagen gehobenen Stils und machte sich seine Gedanken. Diese äußerte er gegenüber seinen Mitarbeitern (NICHT gegenüber meiner Freundin), indem er in die Runde fragte, ob jemand wisse, warum das arme Mädchen in schlechte Gesellschaft geraten sei, oder ob sie wegen Überschuldung ihr Zuhause verloren habe (das Nummernschild ist nicht aus ihrem Heimatort).
Ihr Gefährt würde derart Armut, ja geradezu Elend, widerspiegeln, daß er sich besorgt frage, warum sie so tief gesunken sei, und ob evtl. eine schlimme Wahrheit (Drogenmilieu?) dahinterstecken würde.
Im Ernst und ohne Scheiß, das hat er wirklich gesagt.
Besdomny
27.10.2003, 12:05
Irgendwie scheint im kollektiven Bewusstsein noch nicht angekommen zu sein, dass Autos aus den Achtzigern inzwischen etwas Besonderes sind. Mir geht es mitunter mit meinem knallorangenen VW-Bus ähnlich. Keine Ahnung, was Kunden und andere Gesprächspartner darüber sagen... Ich aber liebe die Karre.
So, wieder ein Stück 80er Jahre weniger. Hitzetod in Wattenscheid.
Easterfarm
08.03.2004, 14:15
Nach Spleens Logik wäre der DeLorean sogar so alt wie der Patent-Motorwagen von Carl Benz, da er ja auch im Hill Valley anno 1885 schon on the (rail)road ist...
jaja, Easterfarm kann mal wieder das Lästern nicht lassen...
Burgi1972
03.04.2004, 23:04
Ursprünglich gepostet von Peugeot 605
Ich sage nur Peugeot 604.wer erinnert sich an diesen Wagen im Schuhkarton-format?????
:) na klar, ein Schulfreund fuhr 1992 noch mit so einem Teil spazieren, in erbsgrün metallic.
Burgi1972
03.04.2004, 23:37
In den 80er Jahren kam die Autoentwicklung so richtig in Fahrt...
Ob Audi 1980/81 mit dem Quattro, BMW mit Boliden wie M5 oder M635 CSI, der aerodynamische Audi 100 (Typ 44). Mein Onkel hatte einen der ersten in dunkelblau. Wer dieses Auto besaß brauchte keine Sauna mehr, allerdings waren wir nach der ersten Autobahnfahrt mit diesem Auto mehr als beeindruckt, wie wenig Windgeräusche diese Karrosserie verursachte. ABS und Airbag kamen in Serie. BMW brachte 1986 den ´neuen´Siebener. Mein Vater bekam 1988 einen 750iL als Geschäftsauto und die Fahrleistungen waren mehr als beeindruckend. Damals konnten wir mit diesem Auto noch so manchem Porsche davonfahren...
Mein geilstes 80er Jahre Auto war ein mausgrauer BMW 525 eta Modell 1984. Das Auto habe ich 1992 vom Bayerischen Staatsministerium der Finanzen in München gekauft und es war mehr als armselig ausgestattet. Keine Zentralverriegelung, Schiebedach? Fehlanzeige! Dafür 175er Reifen und ein Lenkrad, ach ja, der Fahrersitz war sogar verstellbar. Na ja, ABS und Automatikgetriebe hatte er schon. Dazu eben die Farbe, blaue Stoffsitze auf mausgrau natürlich mit Nackenstützen auch im Fond! Mehr als einmal hörte ich: "Harry, hol schon mal den Wagen...". Wofür die exclusive ohne-Extra-Ausstattung gut war wusse ich nach einem Audi 5000 S (US-Version des Audi 100) mehr als zu schätzen. Die vielen elektrischen Helferlein und die elektronische Klimaanlage haben funktioniert. Leider nur nicht alle auf einmal! Und dazu die 105 abgasgereinigten PS des US Modells!! Dieser Audi sah wesentlich schneller aus als er war. Mit dem 525e ohne Kat wurde ich so richtig zum Hellracer. Power satt ohne Kat, so sind wir mit diesem BMW im original DERRICK-Style stets mit Bleifuss und Lichthupe über die Bahn gefetzt!!! Danach hatte ich noch einen 528i Baujahr 1987 in diamantschwarz, mit Sportfahrwerk und den sündhaft teuren TRX-Reifen. Ging im 4.Gang bis 225 Km/h, dann kam der Drehzahlbegrenzer! Im 5. waren nur 220 drin, so mussten wir eben im 4. fahren. Mein schönstes 80er Jahre Auto war ein Jaguar XJ 12 Sovereign Baujahr 1985 in anthrazit metallic mit hellen Ledersitzen, den ich in 2000 gefahren habe. Mit diesem Auto verband mich eine wahre Hassliebe, wunderschön und doch tückisch. Unter 17 Liter waren kaum zu schaffen, 25 Liter kein Problem. Obwohl, mein derzeit gefahrener BMW 750i Baujahr 1993, von der Konstruktion her gesehen auch ein 80er Jahre Auto steht dem Jaguar in punkto Verbrauch in nichts nach.
Oder der weisse Golf II meiner Mutter mit 70 PS. Im 5.Gang waren 165 Km/h drin, im 4. sogar 168 :)
Easterfarm
07.04.2004, 09:26
Na, wir haben sogar noch' n original Eighties-Auto in der Garage stehen: Einen Opel Kadett E in Sportausfuehrung, Baujahr 1986 in weiss!
Sieht schon arg mitgenommen aus der Wagen, aber mein Vater hängt sehr an dem Teil und wenn im nächsten Jahr der TÜV fällig ist, wird er's wohl nicht mehr packen - es sei denn, es findet sich in der Zwischenzeit wer, der ihn aufwändig restauriert...
Auch der Kadett E hat keine elektronische Helferlein, die Fensterheber werden noch manuell betätigt - und ABS und Airbag gab es vielleicht schon vereinzelt in den Achtzigern bei Oberklasse-Autos, aber keinesfalls bei einem Opel Kadett!
Solche Dinge hielten dann erst in den Neunzigern auf breiter Front Einzug, so etwa in dem Kadett-Nachfolger Astra - und auch der Kadett-Ableger Daewoo Nexia hatte dann ja einen Fahrer-Airbag mit an Bord.
@Easterfarm: doch, die letzte Serie des E-Kadett hatte schon ABS.
Und damit fängt das Elend an: sobald Elektronik ins Spiel kommt, wird es mit der (Selbst-) Repariererei schwierig - selbst die Fehlersuche ist ein Problem, vor allem wenn die Werkstätten dazu nicht in der Lage sind!
Meine Freundin hing so sehr an ihrem alten E-Kadett (der unter bitteren Tränen zum Schrotti gefahren wurde, des Rostes wegen), daß sie sich danach wieder einen kaufte, einen der letzten, der schon mehr Elektronik hatte. Die Freude an dem rostfreien(!!) Kadett währte nicht lange. Nicht ergründbare Elektromacken und er wurde für ein paar Groschen an einen Bastler weitergegeben.
Mein 87er Passat (siehe mein letztes Posting) vergammelt jetzt hinter irgendeiner Scheune.....
Egal, ich war es leid.
off-topic:
Die Werkstattpreise waren in den 80ern wohl auch noch um einiges kundenfreundlicher.
Habe eben meinen nun 3 Jahre alten Wagen (41 TKM) vom "Freundlichen" abgeholt . Inspektion I, Bremsflüssigkeitwechsel und neue Bremsbeläge vorn: 400 Euro auf der Rechnung. Öl hab ich sogar angeliefert...
Wo soll das noch hinführen? Da versteh ich den Slogan auf dem Briefkopf der Rechnung "Freude am Fahren" nicht mehr so ganz.
Genau deswegen habe ich Schiß vor meinem nur wenig älteren Neukauf, den neuesten, den ich je besaß. Das ist alles Technik, die für den heimischen Garagenschrauber nicht zu bewältigen ist. Bei meinen alten Schüsseln, auch dem nun verblichenen Passat, konnten meine Kumpels oder gar ich selber das immer irgendwie hinflicken und ich sparte viel Geld und Streß aufgrund der nicht notwendigen Werkstattbesuche (daß dort gepfuscht und beschissen wird, setze ich als selbstverständlich voraus). TDI, ABS, Klima - das kann doch keiner selber hinpopeln - den bockenden Anlasser beim Passat konnte ich mit wuchtigen Hammerschlägen willig prügeln. Und wenn ich die Stories von Bekannten höre, die beruflich Autoschrauben, wird mir ganz anders....
Immerhin geben sie selber zu, allzu oft ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn sie Kunden die Rechnung präsentieren.
Meine Umwelt reagiert mittlerweile gereizt auf meine Bedenkenträgerei. Ich solle mich doch über das schöne neue Auto freuen und nicht immer alles miesmachen, immerhin funktioniert bis auf die Standheizung doch alles.
Aber ich meine es ernst: wenn es irgendwelche Probleme größerer Art geben sollte und meine unguten Vorahnungen sich als realistisch herausstellen sollten, wars das mit moderner Technik bei mir. Dann wird nur noch Oldtimer gefahren. Wenn ein Oldie gut in Schuß ist, ist das nämlich die billigste und entspannteste Art der Individualmobilität. Kein Wertverlust, (meistens) übersichtliche, beherrschbare Technik, dank guter Kontakte superbillige Teile und bei noch besseren Beziehungen überall ein engmaschiges Netz helfender Gleichgesinnter. Totales Dummgeschwätz von wegen "teures, exklusives Hobby" usw. Typisch unwissende Laberköpfe.
Mal sehen. Versagende Spät-90er-Technik wird bei mir auf jeden Fall back to the 60ies oder 70ies führen. Ich habe schon meine Favoriten ausgeguckt. Man weiß ja nie...
Es geht in meinem off-topic Beitrag ja noch nicht einmal um Reparaturen (die aufgrund moderner Elektronik ja einfacher sein sollten - es lassen sich ja alle Fehler elektronisch auslesen und gezielt behandeln). Nein, ich brachte den Wagen ja lediglich zur INSPEKTION und das Austauschen der Bremsbeläge dürfte sich in den vergagenen 15 Jahren wohl vom Aufwand her kaum verändert haben (wurde mit 120 Euronen berechnet, Arbeit + Material), der Bremsflüssigkeitswechsel (nach 4 Jahren lt. Serviceheft vorgeschrieben) mit 50 Euronen. Bleiben 230 Euro für Inspektion mit Ölwechsel (bei angeliefertem Öl). Was bitteschön wird denn da groß gemacht? Gecheckt, ob alles in Ordnung ist - und das kostet heutzutage soviel?
Ich denke, dass ist alles Geschäftemacherei - nur weil ich ein "Premiumprodukt" fahre muss ich nun auch "Premiumpreise" zahlen - frei nach dem Motto: Wer sich so ein Auto leisten kann, den jucken auch die Wartungskosten nicht. Sowas kotzt mich an!
Im Zeitalter von PDC, DSC, mehrfach Airbags, Klimaautomatik, Regensensor, Sitzheizung, el. Fensterhebern, beheizter Aussenspiegel, Xenonlicht und und und... bin ich mal gespannt, wie erst die Rechnungen bei einer Reparatur ausfallen werden.
Sollte sich eine Anfälligkeit dieser Systeme zeigen, werde ich nächstes Mal kein "deutsches Qualitätsprodukt" mehr kaufen sondern zum Lexus oder Toyota-Händler pilgern...
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Damals waren OPEL-Fahrzeuge prädestiniert für Werkstattaufenthalte und Defekte. Ich habe auch mal den Fehler gemacht, und mir einen 1989 einen 85er Omega gekauft. Der Stand in der Zeit, in der ich ihn fuhr (knapp 3 Jahre) fast mehr in der Werkstatt, als vor dem Haus. Im Sommer bei 35 Grad lösten sich der Kleber der Scheinwerfergläser auf dem Handelshof-Parkplatz, ein Scheinwerferglas fiel runter und zerbrach. Defekte an Benzinschläuchen, Benzin- und Wasserpumpe waren an der Tagesordnung. Einmal brach der Blinkerhebel ab (!), Die Türinneverkleidungen lösten sich bei größerer Hitze ebenfalls, die Handbremse hielt nur in jeder zweiten Hebelstellung, das Differenzial machte Ärger, die Kopfdichtung verabschiedete sich bei 55 TKM, die Ventile klapperten undsoweiter.
Inzwischen hat sich das aber geändert, während Daimler und BMW heutzutage immer wieder in den Schalgzeilen stehen, wegen Qualitäts und Verarbeitungsmängeln, kann man OPEL-Fahrzeuge ab Baujahr 2002 wieder bedenkenlos kaufen. Sehr solide Qualität und Verarbeitung, verbesserte Materialien und ein Preis- Leistungsverhältnis, worauf VW schon reagieren musste, dass sie den Golf jetzt ohne Aufpreis mit Klimaanlage anbieten.
Besonders der nagelneue OPEL-ASTRA und SIGNUM überzeugen mich, auf den TIGRA bin ich gespannt. Leider haben meine schlechten Erfahrungen aus der Verangenheit aber zu der Entscheidung geführt, keinen Rüsselsheimer zu kaufen (obwohl 2 meiner besten Freunde dort im Management tätig sind und mir immer wieder die Ohren vollgelabert haben, wie toll die Autos sind...) Doch erst Anfang diesen Jahres konnte ich mich davon überzeugen - da hatte ich aber mein bayrisches Premiumprodukt schon... Vermutlich wäre meine Kaufentscheidung anders ausgefallen, wenn ich mir die Fahrzeuge vorher mal genauer angesehen hätte... Nur Lexus und Toyata sind unschlagbar in Qualität der Neufahrzeuge...
Ursprünglich gepostet von DrMusic [/i]
[B]Reparaturen (die aufgrund moderner Elektronik ja einfacher sein sollten - es lassen sich ja alle Fehler elektronisch auslesen und gezielt behandeln
Eben nicht! Genau das ist der große Denkfehler ("in der heutigen Zeit", würde mein Chef sagen). Schon das Finden und Auslesen ist problematisch. Zum einen zeigt die Elektronik nicht immer das an, was sie soll, und allzuoft stimmt auch etwas mit den Check up-Geräten, gzw. den Fähigkeiten der Teiletauscher (Mechaniker kann man sie ja nicht mehr nennen) nicht. Was war es mit dem ruckelnden Kadett meiner Freundin (es war wirklich nur ein schäbiger, kleiner alter Opel) ein Drama, die Ursache zu finden. Opel und Bosch schafften es nicht. Der Schrauber, den den Wagen übernahm, klärte uns dan auf, daß der Fehler im Prüfgerät und den Irrtümern der Werkstätten begründet war. Er fand den Defekt sofort.
Und wenn der Fehler mal eingekreist ist, würgen sich die Werkstatt-Fuzzis einen bei der Reparatur ab. Und größere Elektronikteile wie Platinen oder Steuerungsmotoren sind immer schweineteuer! Wenn das Auto mal älter ist, kommen die Probleme mit der Wiederbeschaffung der Teile (ich schrieb schon einmal darüber). Kein neues Steuergerät? Dann kannst Du die Kiste nur wegschmeißen. Dagegen kannst du durchgerostete Oldtimer-Wracks noch am Ehesten herrichten. Elektronische Bauteile sind keine Langzeit-Produkte.
All die schönen, luxuriösen High-Tech-Modelle, die heute für teuer Geld gekauft werden (ja, Doc, auch Deinen Bayern) werden keine Oldtimer werden. Sie werden in 20 bis 30 Jahren einfach nicht mehr fahrbereit sein.
Ursprünglich gepostet von Elwood
All die schönen, luxuriösen High-Tech-Modelle, die heute für teuer Geld gekauft werden (ja, Doc, auch Deinen Bayern) werden keine Oldtimer werden. Sie werden in 20 bis 30 Jahren einfach nicht mehr fahrbereit sein.
Nun, ich habe nicht vor den Wagen solange zu fahren, das wäre ja langweilig. ;-)
Johnny Harms
10.04.2004, 00:25
Da werden Erinnerungen wach an Autos, an denen man schrauben konnte, Vergaser und Ventile verstellt hat und Unterbrecher wechseln konnte.
Und dann die Löcher mit Prestolit zuschmieren oder Spoiler u.ä. damit formen . Ich glaube, eine halbe Tonne kommt zusammen, wenn ich alles zähle.
Beim TÜV wußten die das auch und hatten bei uns statt eines Schrauben- ziehers schon einen Körner in der Hand.
Nur einmal versagte ihre Methode, als wir einem 02er eine 4mm Platte von einem Lanz-Selbstbinder in den Schweller geschweißt und von außen mit Kunzharz glatt gespachtelt hatten.
Wir haben und diebisch gefreut, als Herr +++ immer wieder zuschlug und doch kein Loch machen konnte. Danach haben wir aber wohlweislich die Prüfstelle gewechselt. (Für ganz schwere Fälle gab es Siegen)
Johnny
(Für ganz schwere Fälle gab es Siegen)
Johnny
Ja, ich bin mit meinem '79er 2CV, den ich bis 1987 fuhr, immer nach Diez gefahren - da hat man es auch nie sonderlich eng gesehen. Schliesslich hab ich mich 1987 aber dann von dem Gefährt (das mir zweifelsfrei viel Spaß beschert hatte) getrennt, nachdem ich bei Regen immer nasse Füsse bekommen habe, weil das Spritzwasser vom Boden in den Fussraum eingedrungen ist (auch aufgeschnittene Plastiktüten unter der Fussmatte brachten irgendwann nichts mehr). Der Rost fraß sich durch den ganzen Unterboden...
Der 2CV war übrigens eine lustige "Raucherfalle". Rauchende Mitfahrer haben nämlich meist ihr Päckchen Fluppen nebst Feuerzeug in der schmalen Ablage unter der Frontscheibe plaziert. Im Sommer fuhr man ja ohnehin mit der aufgedrehten Frischluftklappe - und wenn dann der Beifahrer ab Tempo 80 das Klappfenster geöffnet hat machte es schwupp - und die Kippen flogen mit dem durchs Fensteröffnen entstandenen Sog davon - oftmals auch aus dem Fenster, je nach Plazierung...
http://www.prevezanos.com/treffpunkt/images/smilies/111.gif
Siegen ist (oder war zumindest) für mich eine der häßlichsten Städte Deutschlands (neben Wuppertal, Singen, Neumünster und einigen Orten in Dunkeldeutschland) . Jedenfalls um 1996/97, als ich einmal 10 Monate regelmäßig in Kreuztal und Netphen gearbeitet habe, musste ich da immer durchfahren... Man hatte den Eindruck die ganze Stadt sei eine einzige Baustelle (der Bahnhof wurde seinerzeit abgerissen und komplett neu gestaltet) und die Menschen hätten die Freundlichkeit mit dem Löffel gefressen. Ich hab ja oft nach den "Lächeln verboten"-Schildern gesucht, die ich aufgrund der Verbissenheit vieler Bürger irgendwo vermutet habe.
Frohe Ostern http://www.auto-treff.com/bmw/vb/images/smilies/ostern.gif
Dr.Music
@Johnny: hoffnungslose Fälle hatten in den 80ern nicht allzuweit weg von Dir noch eine letzte Chance: die "Bauern-TÜV's" in Meppen und Aschendorf, zeitweise auch Lingen. Die Gutmütigkeit (und Bezahlbarkeit...) der dortigen Prüfer war so legendär, daß die Freaks mit ihren Schrottmöhren von Osnabrück und Bremen dorthin zum "TÜVen" gefahren sind.
Eines Tages besuchte mich ein Kumpel mit seinem 1976er Audi 80. Während des Gespräches lehnte ich mich an einen Vorderkotflügel, worauf er entsetzt ausrief "Geh da weg, das fällt auseinander!" - die Dinger waren mit Schweißdraht angeknotet !! Meine ebenso entsetzte Rückfrage nach der Verkehrstüchtigkeit wurde mit einem "TÜV Aschendorf, vor zwei Wochen" beantwortet.
Aber irgendwann bekamen ASD, MEP und LIN einen neuen Obermacker, und aus wars mit der Schrottschrauberherrlichkeit.
Aber mein neues ex-BW-Gefährt hat schon Lob erhalten: der 88jährige Opa meiner Freundin meinte, nachdem ich ihm erzählt habe, daß der Wagen aus Berlin stammt "Gut, daß du einen Wagen vom Oberkommando der Wehrmacht genommen hast. Die Jungs kaufen immer nur bestes Material".
fischertechnik
13.07.2004, 22:35
Für mich waren ja VW-Fahrzeuge mit dem LED-bestückten, grün beleuchteten Armaturenbrett ab Ende der 70er / Anfang der 80er prägend.
Unser erster Passat Variant (Bj. 1978) in grasgrün mit diesem Armaturenbrett, brauen Kunstledersitzen und 55-PS-Schlepphebelmotor kam mir damals (10 J.) wie ein Auto aus dem Jahr 2000 vor.
Als mein Vater dann in den 80ern einen grün-metallicfarbenen Passat II mit 70-PS-Turbodieselmotor kaufte, stand für mich fest, was ich später mal haben will. ;-)
Als Student habe ich mir dann einen 82er Golf I GTD in schwarz mit 70 PS (MKB CY) an Land gezogen, den ich bis Kilometerstand 360 000 geschrubbt habe. Das Teil lief trotz lächerlich niedriger Verbrauchswerte nach Tacho über 170, allerdings habe ich den vier Jahren, die ich ihn hatte, zwei Zylinderkopfdichtungen verbraten. Leider rostete die Bodengruppe, und der TÜV machte nicht mehr mit. Trotzdem würde ich ihn sofort wieder nehmen, wenn es ihn noch gäbe.
Der Nachfolger, ein 1986er Golf II GTD mit ebenfalls 70 PS (MKB JR), ist mir sieben Jahre lang und ebenfalls bis Kilometerstand 360 000 treu geblieben - bis zu einem Unfall vor ein paar Wochen. Dieses Auto bot mit seiner "diamantsilbernen" Soft-GTI-Aufmachung und dem etwas tristen grauen Sport-Interieur die authentischte 80er-Atmosphäre.
Als Ersatz habe ich mir nach langer Suche einen piccobello erhaltenen und rostfreien 92er Golf II Function mit 60 PS-Kat-Turbodieselmotor (1Y) ausgeguckt (persönlicher Verbrauchsrekord bisher 4,4 Ltr. / 100 km). Ich hoffe, dass er mir mit seinem nostalgischen Plastik-Charme ein paar Jährchen erhalten bleibt...
fischertechnik
13.07.2004, 22:46
Mal sehen, ob das mit dem Bild jetzt klappt....
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