Vollständige Version anzeigen : Heavy MetaL
Hallihallo!
Irgensdwie vermisse ich noch Beiträge, die darauf hinweisen, dass die 80er auch das zeitalter des heavy metal waren, wie man das auch immer sehen mag.
Nie mehr wieder habe ich so viele Luftgitarre spielende headbangende Menschen gesehen, wie bei meinen ersten Disco Besuchen in den 80ern.
Oder die riesigen Monsters of Rock KOnzerte, die gibts heute wohl nicht mehr.
Nun ja, das Headbangen schwappte allerdings schon recht deutlich in die 90er hinüber. Aber die echten Metal Heroen wie Iron Maiden oder Motörhead (ich hab nie gewußt, ob man das ö auch als solches auspricht oder nicht)waren halt in den 80ern schon einmalig. Maiden hörte ich (67 geboren)Anfang der 80er mit Kopfhörern zum Einschlafen - es gibt Leute, die heute meinen, dies würde einiges erklären.
Raphael der Himmlische
24.10.2000, 17:30
Hallo allerseits!
In der Tat: In den 80ern hatte auch ich meine ersten Begegnungen mit Metall! (Ich hoer's heute noch, ulub, und es gibt Leute, die meinen DAS wuerde einiges erklaeren!)
Angefangen hat es natuerlich mit Metallica (bis heute ungeschlagen!) und mit Iron Maiden und deren Album 'Live after Death'. Erinnert sich noch jemand an 'Eddy' auf dem Cover?
Whitesnakes Album '1987' war einer der naechsten ganz grossen Wuerfe dieser Zeit!
Fuer 'Einsteiger' gab es hingegen weichere Bands a la Bon Jovi.
Auch deutscher Metall verkaufte sich gut und WAR gut in den 80ern: So waeren doch etwa noch Helloween zu nennen oder auch Bonfire!
Aber das ist eigentlich alles nichts im Vergleich zu DEN Bands, die Ende der 80er ihre ganz grossen Alben herausbrachten, naemlich 'Dream Theater' und 'Queensryche'! Diese CDs laufen heute noch bei mir auf und ab,
meint
Euer Raphael
guten tag!
ich mach mal wieder beitragsrecycling:
bei uns gab es so in der zeit um 86 - 88 eigentlich nur popper und metaller (sprich:mettler).
metaller saßen immer in den hinteren reihen des klassenzimmers und hörten ihre brachialsounds am allerliebsten
während der unterrichtsstunde über walkman. die vorliebe für hintere sitzreihen machte sich übrigens auch in den
schulbussen bemerkbar. die popper trugen neonfarbene sweatshirts und blousons mit bunt abgestepptem
innenfutter, die ärmel mussten natürlich nach oben gekrämpelt werden. sie hörten das, was in den charts war, und
in der disco lief. so richtige kämfe und auseinandersetzungen gab es eigentlich nicht, dafür war es wahrscheinlich
schon zu spät, außerdem waren wir ja gymnasiasten... richtig geschockt hab ich(popper) damals den ober-metaller
unserer klasse, indem ich mir die 'keeper of the seven keys' platte von helloween gekauft habe und damit in der
klasse geprahlt habe. helloween war für ihn absofort auf dem pop-index und ich wurde natürlich bezichtigt, mich
jetzt bei der metal fraktion einschleimen zu wollen. dabei fand ich helloween wirklich gut, ich habe immer gern die
fünf stimmigen gitarren soli mitgesungen... aber gegen slayer, venom und megadeath war das natürlich
kaspermucke...
mosh!! oli
christoph
09.11.2000, 15:41
Tja. Ich war einer von ihnen. Saß in der letzten Reihe und zog mir, vornehmlich in den Stunden unseres verkalkten Englischpaukers Kowalewski, schönen Metal über den Kopfhörer rein.
Mit Queensryche erreichte der Metal, wie wir ihn kannten, tatsächlich seinen ewigen Höhepunkt. Zwei Scheiben: 1988 'Operation Mindcrime', 1990 'Empire'. Dann wurde der Metal innerhalb von Monaten - so kommt«s mir im Nachhinein vor - vom Grunge abgelöst.
Er wurde also eigentlich nur 8 oder 9 Jahre alt: 1981/82 die New Wave of British Heavy Metal mit Iron Maiden, Judas Priest und Saxon und 1990 der Abgesang mit 'Empire' und dem Hit 'Silent Lucidity' auf MTV. Dort auch immer Sonntags: 'Headbanger«s Ball'. Alben-Höhepunkte jener Jahre: 'Balls to the Wall' (Accept, 1982?), 'Love at First Sting' (Scorpions, mag man heute gar nicht mehr glauben, 1982), 'Piece of Mind' und 'Number of the Beast' (Iron Maiden, 1982/1983), 'Victims of the Future' (Gary Moore, 1983), 'Holy Diver' (Dio, 1984)... Puuh, und noch viele andere. Dem amerikanischen Metal a la Metallica und Megadeth fehlte für meinen Geschmack immer die 'Marshall-Edge' (außer jenem fantastischen Dio-Album). Der Amimetal war zwar meist schneller und sauberer produziert, aber nie so energetisch wie der europäische Metal (kennt jemand die frz. Band 'Trust', auf frz. 'Tröste' ausgesprochen?).
Mhm. Übriggeblieben aus dieser Zeit sind mir noch eine ganze Menge nachgekaufter CDs und das Foto in meinem Führerschein. Da war ich 16, Vokuhila und schwarze Lederjacke.
Let the good times roll...
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Für mich war der 'Heavy Metal', der in den 80ern modern war, einfach nur echte Prollo-Musik. Iron Maiden, Judas Priest oder Motörhead waren mir ein Greuel. Einfach scheußlich. Heavy Metal der ersten Stunde aus den 60ern und frühen 70ern fand ich da entschieden besser - aber ich gebe zu: ich war noch nie im entferntesten ein Freund des Genres.
Schlimm finde ich diese Pseudo-Rock-Nummern wie die Musik von Asia oder Foreigner und dergleichen. Bäh. Alles das Gleiche.
Gruß
Paisley
Florette
04.09.2001, 16:33
Heavy Metal pass wahrlich in die 80er Ecke, aber ich möchte hiermit darauf hinweisen, dass nach einer Flaute in den 90ern (Grunge!) Metal derzeit wieder einen wahren Boom erlebt. Iron Maiden spielt nach wie vor in großen Hallen und Stadien, Helloween gibt es immer noch, und unzählige andere Bands, die den Helloween«schen Stil kopieren.
Apropos: in den 80ern, also mit 15/16 Jahren fand ich Heavy Metal auch ziemlich gruselig, in meiner Klasse waren ca 3 Die-Hard-Fans mit Vokuhila und Kutte. Aber dann gab es 1986 'Keeper of the Seven Keyes' von Helloween, hier auch schon mehrfach angesprochen, die es schafften die 'Härte' und Geschwindigkeit mit großartigen und eingängigen Melodien zu verbinden. Besagte Scheibe hat mich gapackt, und nach und nach zu anderen Bands aus dem großen Bereich Heavy Metal gebracht. Heute bin ich über 30 und höre das Zeug nach wie vor!
Bei meinem ersten Heavy Metal Konzert hatte ich allerdings richtig Schiss vor den ganzen wilden Kuttenträgern...!
Mosh!
Nevergrewup
10.09.2001, 21:25
War außer mir auch jemand von Euch beim Metal Hammer Open Air auf der Loreley-Bühne in St.Goarshausen anno 1985? Das war das erste und nach den katastrophalen Ereignissen, die sich im Umfeld dieses Festivals abspielten, auch das letzte Mal, daß die ehrwürdige Freilichtbühne mit HM-Klängen beschallt wurde. Damals trat dort übrigens eine noch junge, als heißer Newcomer gehandelte Band namens Metallica auf, der damalige Bassist kam bei einem tragischen Verkehrsunfall 2-3 Jahre später ums Leben...
In memory of Cliff Burton!!
Irgendwie is mit den achtzigern auch der typische Metal vergangen (is wohl auch ganz gut so).
Wie sah ich in den achtzigern aus?
Okay, ich gestehe....
Strechhosen -gestreift, getigert, gefleckt und natürlich hauteng, Adidas-Turnschuhe (die mit den schwarzen Streifen) und Jeanskutte mit Maiden- Aufnäher
Frisur: Vokuhila
Auch heute noch entdeckt man gelegentlich Exemplare dieser Art....irgendwie stehengeblieben.....
Die erste Platte von Metallica mit ddem martialischen Titel 'Kill em all' haben wir, die Besucher eines kleinstädtischen Jugendtreffs, noch in den USA bestellt, das in Zeiten vor dem Internet ein unbeschreibliches Abenteuer war. Als wir das Ding mal für jemanden auf MC überspielt hatten, reklamierte dieser: 'Ihr Blödel habt die Platte auf 45 abgespielt!' (War damals die erhöhte Drehzahl für Singels auf dem Vinylplattenspieler).
Eigentlich war die Platte eine Fehlinvestition, denn man konnte sie eigentlich nur spielen, wenn kein Andersdenkender (weiter oben als 'Popper' bezeichnet) im Raum war. Sonst wurde sofort wutschnaubend der Tonarm vom Plattenteller gerissen.
Wenn man dabei bedenkt, dass heute bei 'Unforgiven' im Radio die Hausfrauen mitpfeifen...
Ich war mal auf «nem IRON MAIDEN-Konzert. Hat mich nicht umgerissen, muss ich sagen...
Silent Bob
05.09.2002, 14:40
Leider sehr spät entdeckt...
Meine Karriere als Metaller begann 1985 im Alter von 11 Jahren mit dem Kauf der Iron Maiden-Live- Doppel- LP "Live after Death",
ab diesem Moment begann der Kampf mit den Eltern und Großeltern um die Haarlänge, die Klamotten und den Alkoholkonsum.
Irgendwann mit 13 Jahren hab ich mir eine prachtvolle Vokuhila erkämpft, trug schwarze Stretchjeans, Turnschuhe, die sog. Band-T-Shirts, Lederjacke, über die Jacke die "Kutte" mit jeder Menge Aufnähern, Nieten, eine Kette quer über den Rücken..und natürlich ein Nietenarmband .
Selbstverständlich saß auch ich ganz hinten im Bus und im Klassenzimmer, hörte ununterbrochen Walkman, wurde in der Schule regelmäßig beim Rauchen erwischt, ging auf Konfrontationskurs mit meinem Religionslehrer, hatte fast jeden Sonntag Nackenschmerzen vom Headbangen und mein Zimmer war mit dauergewellten, langhaarigen und finster dreinblickenden jungen Männern tapeziert.
Konkret erinnere ich mich noch an eine Fete in unserer Schule, November '87, als wir (etwa 10 Metaller) Sitzblockade auf der tanzfläche machten, weil wir Metal hören wollten, was dann später in unserer Schülerzeitung recht negative erwähnung fand.
Ich hab dann sogar mal in einer Metal-Band Bass gespielt (Sommer '89), sogar mit einem Auftritt vor etwa 200 Leuten (allerdings wurde uns nach 20 Minuten mutwillig die Stromzufuhr gekappt).
Irgendwann 1991 habe ich mich dann für ruhigere Musik entschieden.
Metalcat
06.09.2002, 14:26
Also meinen first contact mit Metal hatte ich total unterbewußt,
den ersten Song,der genau in die Category passte,war KISS`
"I was made for loving you ",und gehört hab ich ihn als ich mit 11
zum ersten Mal auf´ne Geburtstagsparty einer Klassenkamera-
din durfte.
Die älteste Schwester von Ihr war absoluter KISS-Fan, der Party
Raum war über und über mit allem möglichen von und über KISS
tapeziert.
Danach kam es bei mir irgendwie zu einem Break, der etwas um
die 4 Jahre gedauert hat (das weiß übrigens nur der Geier,warum
das so und nicht anders war!),bis mein Daddy sich von ´nem
Arbeitskollegen ´ne ganze Menge Tapes mit Schlagerfuzzy-Gedöns drauf zum Überspielen mit nach Hause brachte.
Ich hab´mir aus dem Stapel eine davon rausgefischt,um mal an-
zutesten , was da so alles drauf ist.
Die erste Seite war grausam,keine Ahnung wer da drauf war,die
2te Seite war absolut crazy zusammengemixt:erst die Streisand
mit "Woman in love",dann SPLIFF mit "Dejavu" und dann kam der
Song, der mich letztenendes zur Kuttenträgerin gemacht hat(sehr
zum entsetzten meiner Eltern!): IRON MAIDEN`S Number of the
Beast. Die Band hat dafür gesorgt, das meine Kemenate vom
NENA-ROOM zur PUNK´n´METAL-HÖHLE mutiert ist.
Das Jahr 82 war auch das Jahr, in dem ich mir zum ersten Mal den
METAL-HAMMER gekauft habe(Paralell zur guten, alten BRAVO, die
ja auch in diesem absolut geilen Jahrzehnt hin und wieder METAL-
PICS, Autogramm-Karten und Songtexte meiner Metal-Heroes drin
hatte!)
Mein (seit mittlerweile schon 14 Jahren!!!) aktueller Fave und
Gott des Schock-Metal, der Heroes wie MAIDEN,KISS,GUNNERS(die
ganze Metal-Meschpoke also!) abgelöst hat, ist niemand geringerer als Blackie "Doom-Brother" Lawless , seines Zeichens
der Macher und Kopf der besten Band, wo gibt, seit es METAL gibt,
W.A.S.P.
Für mich seit dem ersten Hören Ender der golden 80ties, das kon-
genialste unter allen METAL-Sonnen, die es gibt............................
TEKK-NO!!!- METAL is best, f...the REST
Bangende greetings an alle Metaler und die die es noch werden
wollen von eurer Metalcat...! Ciaoooooooooooooooooooooooooo
rron calli
06.09.2002, 14:38
Ich zitiere jetzt mal eben die Wucht (Du erlaubst doch, oder?):
"Bis gerade dachte ich, heute bringt mich wirklich nix zum Lachen.
Sagen Sie mal, Metalcat, wie machen Sie das nur?"
Karlo Tobler
06.09.2002, 14:44
schüttelt ungläubig das Haupthaar.
Zerebrum
06.09.2002, 14:44
Der Moderator frohlockt,
Metalcat kocht.
War eigentlich irgend etwas Prägnantes nach 'Whole lotta Rosie? 1977?
Wanna tell you a story
'Bout a woman I know
When it comes to lovin'
Oh she steals the show
She ain't exactly pretty
Ain't exactly small
Da mußte ich eben dran denken.
Knappe Wamba
06.09.2002, 15:03
Ich kann mich noch an ein Heavy Metal Magazin auf RTL erinnern das "MOSH" hieß.
Es begab sich des Nachts in den späten 80´ern, als ich mit meinem Motoroller und einem Bekannten von einem 60ies Nighter kam. Wir gossen uns einen gepflegten Dimple (on the Rocks) ein und zappten nochmals kurz durch die 5 versschiedenen Sender. Auf RTL angekommen zuckten wir zusammen. Bühne: Creator!
Publikum: 3! einsame METALLER, die sich am Zaun festhielten und die Matte nach allen Regeln der Kunst fliegen ließen. Die Frequenz des Kopfnickens war atemberaubend. Wir haben das Spektakel ca. 5 Min. verfolgt. Es war erschreckend eintönig. Dann wurde die Moderatorin im passenen Outfit eingeblendet, die in den Lederklamotten wie eine Rockwurst aussah (nicht Suzie Quattro). Wir haben dann abgeschaltet.
Dieser kleine Eindruck hatte bis zu diesem Zeitpunkt meine bisherige Meinung über Heavy Metal bestätigt und von da an meine weitere Meinung gefestigt, nämlich die, daß der Heavy Metal für mich nichts sey.
Schwarzes Schaaf
15.09.2002, 06:43
Neulich hat mir eine Freundin ein Band der zillionsten Generation gezeigt, auf dem man Kreator bei ihrem warscheinlich ersten Fernsehauftritt bewundern durfte. Das ganze fand im Rahmen irgendeiner billigen Jugend-/Musiksendung auf einem der 3. Programme statt. Die Jungs waren zu dem Zeitpunkt hoechstens 16-17, so sahen sie zumindest aus. Was mich verblueffte war dass sie nicht etwa nur einen song, sondern ein mindestens 20 minuetiges set spielten. Danach wurden sie von einer ebenso jugendlichen Moderatorin interviewt. Auf die Frage nach den musikalischen Einfluessen der band antworteten sie: "Slayer, Slayer und Slayer" , gefolgt von Beavis und Butthead-artigem Lachen.
Ich fand's geil.
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