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Vollständige Version anzeigen : Karottenhosen - Steghosen - Leggings


Katja
25.03.1999, 21:52
Wer weiß eigentlich, wann genau die 'Karottenhose' aufkam?
Ich meine mich zu erinnern, daß es zuerst blau-grün-karierte Flanellhosen waren - vorzugsweise mit weißen Socken und College-Schuhen kombiniert-, die diesen revolutionären Schnitt hatten. Später gab es die 'Karotte' dann in allen Formen, Farben und Ausführungen (besonders perfide: die Karotten-Jeans!).
Seit Mitte der 80er (?) wurden die Hosen dann immer enger bis sie schließlich von Strumpfhosen kaum mehr zu unterscheiden waren ('Leggings', bah!).
Ach ja, da war noch die Steghose, der Modehit der Endachziger. (Diese erfreut sich übrigens wintertags bei Frauen mittleren Alters immer noch größter Beliebtheit.)
Meine Lieblingshose war übrigens eine ziemlich enge, mit Domestos gebleichte Jeans, die ich über die Jahre in Fetzen geliebt habe! Akzeptabel fand ich damals auch die sogenannten Fliegerjeans, die ganz viele Reißverschlüsse hatten (z.T. sogar seitlich ganz durchgehend!)
Jedenfalls ist die Hose der 80er für mich ein ganz großes Thema!

Anja
01.04.1999, 19:58
Irgendwie hat man die Achtziger, auch wenn man bei der Musik oft dieses wehmütige Ziehen in der Magengegend bekommt (ABC, Ministry, Depeche Mode, Kraftwerk..) etwas verdrängt. Liest man Katjas Beitrag fällt es einem wieder ein: Lipcloss mit supereckligem Fruchtgeschmack, Pullis mit Fledermausärmeln, pastell-farbene Sweatshirts einer bestimmten Firma mit Polohemd darunter (selbstverständlich mit hochgestelltem Kragen..) und natürlich der 'Popperschnitt' (das Abdecken eines Auges war ein Must!). Oh ja, und eine Fliegerjeans hatte ich Anfang der Achtziger auch: Wenn man den Reißverschluß aufmachte (durchgehend..) quoll türkisfarbener Stoff heraus. Ja, ein weiterer Gipfel der Geschmacklosigkeit waren Stufenröcke, Söckchen zu Pumps und dieser Plastikschmuck in den Farben türkis, pink und lila.
Wobei man die einzelnen Stilrichtungen trennen muss: Es gab Popper (das waren die mit den Collegeschuhen, Polohemd, Sweatshirt, etc), dann gab es Waever (vorzugsweise in schwarz und dunkelgrau gekleidet, mehr Richtung Depeche Mode. Die wollten sich eigentlich auch vom Mainstream und den Poppern distanzieren), Grufties (das waren die ganz Hartgesottenen, die ihre Parties auf dem Frankfurter Hauptfriedhof abhielten und vom geamten Outfit an Leichen erinnerten), Teds (die vespafahrenden Tollenträger), Punks, .. mehr fällt mir ad hoc nicht ein - Vielleicht Ihnen? Es macht Spaß, sich zu erinnern!

Katja
05.04.1999, 23:12
Lipgloss, pastellfarbene Sweatshirts und Plastikschmuck (mein Lieblingsstück: riesige dreieckige Ohrgehaenge mit gruen-gelb-orangen Neonsprenkeln!) hatte ich natuerlich auch. Immerhin trug ich NIE eine durchgestufte Dauerwelle ˆ la Sandra oder Jennifer Rush!
Aber nochmal zu den Hosen. Vergessen darf man auf keinen Fall die schicken Guertel, die man dazu trug: Diese waren meist sehr breit, gerne mit Nieten besetzt und schlimmstenfalls weiß oder rosa.
Ein Outfit, das bei uns sehr beliebt war: Superenge Jeans (die es nicht fertig zu kaufen gab; unten am Bein musste man sich diese selber enger nähen, und zwar so eng, dass An- und Ausziehen ein echtes Problem wurde) und dazu gehoerte eine fast knielange, schultergepolsterte Bluse, komplettiert durch einen ca. 20cm breiten Nietenguertel, der laessig über dem Oberteil auf den Hueften getragen wurde. T-Linie nannte man das wohl, jedenfalls todschick! Das passende Schuhwerk bestand zum Beispiel aus superspitzen hohen Schnuerschuhen oder Stiefeletten...
PS: Die modische Todsuende schlechthin waren m.E. aermellose Netzhemden (für Männer und solche, die es werden wollten).
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