Vollständige Version anzeigen : Plus und Minus der 80er
peterthomassuschny
04.09.2001, 18:15
Positiv war z. B. die Mode (war in Ö 87 und 88 in), wo Damen über die Strumpfhose noch einzelne Wollstrümpfe trugen, die Röcke meistens knapp überm Knie aus, sah meistens sehr gut aus.
Auch das negative Gegenteil stammt aus dieser Zeit und hat sich leider bis heute gehalten: die schwarzen, kurzen Radlerhosen, ich sehe ja ein, wenn frau die zum Radeln trägt aber oft genug sehe ich so etwas auch in Gesellschaft, das schaut eher so aus, als hätte die gute Frau keine Zeit mehr gehabt, sich vor dem Weggehen umzukleiden!
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
www.r60.net
Du meinst Overknees! Die fand ich auch klasse, nur meistens schnitten sie ein, und das sah dann weniger gut aus (ich bin schlank und trotzdem schnitten die meist ein, leider kann man Strümpfe ja nicht vorher ausprobieren!
peterthomassuschny
05.09.2001, 20:52
@Bibo
Kann ich als Mann naturgemäß nicht so beurteilen, klingt aber glaubhaft. Ich hoffe jedoch, Du magst die perversen Radlerhosen auch nicht, vor allem nicht die Unart, die auch beim echten Ausgehen zu tragen.
Es mag schon stimmen, was Frau Suschny meint, daß ich nicht immer so passend gekleidet bin. Ich zähle jedoch dafür nicht zu den Leuten, die mit Gewalt mit Blue Jeans ins Theater geht, solche gesellschaftlichen Ereignisse sind etwas feierliches und da ist doch ein Anzug oder ein nettes Hemd mit Krawatte oder Mascherl nichts unangenehmes!
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Obwohl ich damals auch gelegentlich Radlerhosen trug (sportives Outfit, im Sommer), amg ich die Dinger inzwischen auch nur noch beim Sport und hoffe, dass uns DAS Moderevival erspart bleibt...
(Obwohl: Einige 'Schlampen' (man möge mir die Wortwahl verzeihen) halten seit den 80ern unbeirrt an diesem Look fest, zusammen mit pinkem Lippenstift und orangem Nagellack, Steckdosendauerwelle und graublone Strähnchen zu dunkelbraunen Haaren... ent-zück-end!)
Also ich habe heute noch Overknees. Sowas Ähnliches gab es übrigens schon Ende der 70-er, die sahen aus wie die Stulpen der 80-er, aber sie waren viel länger, gingen bis zum Oberschenkel und wurden nicht so in Falten geschoben. Enge Jeans dazu und Stiefel mit ein bisschen Absatz - Mann sah das heiß aus. Kaum zu glauben, dass ich so mit 14-15 damit rumgelaufen bin und ds auch durfte. Jedenfalls, ich habe immer noch Overknees und ziehe sie auch ab und zu an, zu einem paar kurzer dunkelroter Shorts. Da kriegen die Kerle Stielaugen, wo sie sonst nicht gucken :-)
Radlerhosen habe ich glaube ich noch ein Paar und ich ziehe sie nicht mehr an. Aber früher trug ich sie öfters, bin damit sogar mal ins Büro gegangen (das war aber schon 90-er). Das war dieses Modell mit Spitzenborte unten dran. Muss ziemlich geschossen ausgehen haben, dieses elegante Anwaltsbüro und ich renne da rum, als wollte ich zum Strand. Gesagt hat aber keiner was :-)
Aber zurück zum Thema Plus und Minus.
Ein entscheidendes Plus gibt's natürlich für die Musik. Auch wenn es viel Müll gab, z. B. Modern Talking. Die meisten Sachen, die ich in den 80-ern trug, finde ich auch heute noch gut. Aber vieles war schon trashig, z. B. diese Pastelltöne überall. Als Minus fällt mir spontan die Endzeitstimmung ein. Wir in Westberlin hatten schon ziemlich Angst, wir würden am nächsten Tag aufwachen und wären tot, um die Ecke gebracht von Pershings und Missiles.
Viele Grüße
Zazie
peterthomassuschny
07.09.2001, 19:33
@Zazie
Erstens: die Kerle schauen immer - ich nehme mich da gar nicht aus, gefährlich ist nur die warme Jahreszeit, da sind so viele so knapp bekleidet, daß ich aufpassen muß, nicht wo anzufahren.
Zweitens: Endzeitstimmung hatte ich nie, Raketen gab es immer und überall.
Typisch 80er ist die Null-Bock-Generation, wie sie sich selber nannten.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
PTS, eben nicht! Wenn 'se doch bloß mal gucken würden! Wenn da ein schönes Auto vorbeifährt und gleichzeitig eine hübsche Frau vorbeigeht, werden sie das schöne Auto bewundern, nicht die Dame!
In Berlin herrschte eine sehr starke Endzeitstimmung, wir waren ja sozusagen unmittelbare Nachbarn des damaligen Feindes. Ich war deshalb aber nicht depressiv oder sowas, sondern meistens auch gut drauf (außer ich hatte mal wieder Liebeskummer) und habe fleißig Party gemacht. Ich persönlich habe mich auch nur wenig von der Endzeitstimmung anstecken lassen, denn ich war an Politik so dermaßen überhaupt nicht interessiert. Entgehen konnte man der Endzeitstimmung jedoch in Berlin nicht. So dachte ich mir, wenn es schon knallt, dann will ich wenigstens vorher Fun gehabt haben.
Viele Grüße
Zazie
Zazie, du bist eine echte Männer-Kennerin! Heißt das, es gab wirklich noch mehr Leute, die dieses 'Der böse böse Ronald'/ 'Morgen fällt die Bombe'-Gerede nicht mehr hören konnten? War wirklich schlimm, wie düster und problembewusst man damals rumlief, nicht?
peterthomassuschny
08.09.2001, 10:28
@Zazie
Ich bin nicht die Männer! Erst schaue ich auf die Frauen, dann auf die Autos und meistens nur auf die Oldies, wenn das nicht wirklich was rares ist, wie ein Lamborghini, sind gerade die neueren Autos wenig interessant.
Da fällt mir beim Thema Zukunfstangst ein, daß wir 1982 eine große Friedensdemo in Wien hatten. Als ich im Herbst 1983 zum Studieren begann, gab es dann bereits 3: die große allgemeine, eine Menschenkette von der russischen Botschaft zur amerikanischen in Wien (also quer durch die Stadt, natürlich an einem Samstag nachmittag, sonst wäre der Verkehr zusammengebrochen) und diverse rechte (aber nicht rechtsradikale!) Fraktionen fuhren mit einem Bus zur tschechischen Grenzen, es wurden Reden gehalten und zum Schluß grüßten wir die Menschen hinter dem eisernen Vorhang mit vielen bunten Luftballons, die wir losschickten, wir hielten nämlich die Diskussion, die nur vor den Amis warnte (auch der Ludwig Hirsch hatte ein Lied gegen die Amis in der Melodie von 'Marmor, Stein und Eisen bricht' getextet, das ging 'alles, alles geht vorbei, durch die Pershing zwei' na ja, er ist zwar oft recht witzig, aber doch halt ein Linker), wo die Sowjets doch erst im September 83 eine südkoreanische Passagiermaschine abgeschossen hatten.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
P. S. Wir hatten damals in der Zeitschrift der Jung Europa-Studenteninitiative, die damals auch noch recht kräftig in der ÖH mitmischte (da ja die ÖVP damals in der Opposition war und die Aktionsgemeinschaft eher so einen pseudobürgerlichen Kurs fuhr) eine Ansichtskarte zum Ausschneiden und eine Petition sollten wir an den russischen Botschafter starten. Auf der Karte war ein Bild eines Passagierflugzeugs und auf der Rückseite war ein Text, er möge doch seinem Präsidenten Andropow zeigen, wie ein Passagierflugzeug ausschaut. Schön ätzend!
In den hochpolitischen 80ern müßte doch jeder von uns, der seinerzeit zur Schule gegangen ist, von den in der Regel immer politisch wachen ex 68er-Lehrern Einiges mitbekommen haben. Ich war auf einer (logischerweise rot-grün-lila angehauchten)
Gesamtschule. Da war fast alles politisch!
Während der NATO-Nachrüstungsdebatte wollte uns unser Sozialkunde-Lehrer mal zu einem Die-in im nächsten Einkaufszentrum überreden (man fällt um und bleibt liegen, um zu zeigen, wie tot man nach einem Atombombenabwurf ist). Da haben wir aber doch dankend abgelehnt.
Einmal mußten wir wegen der IDEE-Demo in Hannover (IDEE war eine Waffenmesse 1982) früher von der Klassenfahrt nach Hause, weil unsere Schule direkt am Messegelände lag, und sonst nicht mehr erreichbar gewesen wäre. Vor kurzem habe ich in Hannover sogar noch irgendwo ein verblaßtes 'IDEE nee'-Grafitti entdeckt - die 80er sterben nie aus.
Aber wer von Euch hatte auch einen 'Eine-Welt-Laden' in der Schule??? Das war 80er pur. Da gab es Kaffee und Bananen aus Nicaragua - als die Sandinisten später abgewählt wurden, versandete die Sache.
Alle, die sich den Kaffee gekauft hatten, erzählten was von grausamen Geschmack und Magenproblemen, aber wer politisch korrekt war, schluckte das Zeug aus weltanschaulichen Gründen runter, sollte die Magenschleimhaut doch auch was für den Sozialismus tun.
Diese ständige Penetranz des Gutmenschentums ging uns irgendwann aber auf den Zeiger. Mein Freund und ich haben uns mal eine eingehende Weltanschauungserörterung eines Lehrkörpers eingefangen, weil wir den Spruch gebracht haben: 'Wir essen nur Obst aus Chile und Südafrika, da ist das Aroma besser'.
Heute kann ich aber ehrlich agen, daß diese ewige Politisiererei auch gut für die eigene Entwicklung war. Man hört bei Nachrichten doch schon näher hin und kann von seinem Hintergrundwissen profitieren.
peterthomassuschny
08.09.2001, 19:49
@Elwood
Die Lehrer hatten wir gelegentlich auch, der Direktor war ein Kreiskyverehrer und trotzdem erzreaktionär, aber als Handelsakademie-Schüler und angehende Kaufleute war die Mehrheit der Schüler doch unverdrossen ÖVP-nahe, was ja auch damals notwendiger als heute war, weil die in der Opposition waren und der Kreisky dreimal die Absolute machte und genauso über die Menschen drüberfuhr, wie es heute blau-schwarz machen, nur haben das schon wieder die meisten vergessen.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
P. S. Sein Nachnachfolger, der Franz Vranitzky (1986 - 1996) war auch ein roter aber viel besser, menschenfreundlicher und konzillianter, ähnlich wie der letzte ÖVP-Kanzler vor Kreisky, der heuer fast 91-jährig verstorbene Dr. Josef Klaus.
Damit ich auch der Wahrheit weiterhelfe und nicht als der große 'Sozifressser' dastehe.
Spleen, jaja, Erfahrungen, die das Leben schrieb... :-) dein Kommentar nehme ich als Bestätigung von Seiten eines Mannes dazu auf, dass es WIRKLICH so ist, wie ich gesagt habe :-) Habe dazu heute einen sehr passenden Cartoon gesehen, hab aber vergessen, von wem (Reiser?). Es war ein Cartoonbuch über Vierzigjährige. Fährt eine hübsche Frau in einem tollen Wagen vorbei, ein junger Mann und ein Fourty-Something-Mann gucken. In der Denkblase des jungen Mannes sitzt die Frau nackt hinterm Steuer. In der Denkblase des Vierzigers sieht er sich selbst am Steuer des Wagens. Und da hatte ich sie wieder einmal, meine Bestätigung! :-)
Düster und problembewusst, du sagst es. War wohl überall in Deutschland so, aber ich glaube, in Berlin war es noch schlimmer. Eben wegen der unmittelbaren Nähe zum Ostblock. Allerdings - ich hatte gerade Besuch von meiner Freundin aus Australien. Sie ist gebürtige Neuseeländerin und hat da auch bis zu ihrem 20. Lebensjahr gewohnt. Und sie erzählte mir, dass selbst in Neuseeland, also am ganz anderen Ende der Welt, eine gewisse Endzeitstimmung geherrscht hat und man dort Angst vorm dritten Weltkrieg hatte. Wie ich schon schrieb, ich hatte schon auch ein bisschen Angst. Aber andererseits glaubte ich nicht so recht daran, dass es bald knallen solte. Und wenn, wollte ich wenigstens beim Fun haben sterben. Gut, ich hatte auch immer Eltern, die eher positiv drauf waren. Naja und Ende der 80-er war es dann auch vorbei mit dem Eisernen Vorhang und da war es klar, dass es von der Seite aus wohl nicht mehr knallen würde.
PTS, das ist schön, dass du guckst.. aber du bist ja auch Ösi! Ich hoffe, ich darf das so sagen, ohne dass du dich ärgerst :-) In Deutschland herrscht eindeutig der Autokult vor; ich weiß nicht, ob das bei euch auch so ist.
Elwood, ich war auch auf der Gesamtschule. Bei uns ging's aber nicht ganz so politisch zu. Einige Lehrer gab es, die waren, aus heutiger Sicht betrachtet, ziemliche Polit-Sozi-Tussen. Gar nicht mal vom Aussehen her, aber sie gaben sich so. Eine davon war meine Deutschlehrerin. Die vertrat mal in der Klasse meines Französischlehrers (damals wie heute ein guter Freund von mir) und wollte da wohl was übers 3. Reich labern. Die Schüler waren angeödet, weil es nur wieder sowas war, was sie schon 1.000x zuvor gehört hatten und das ließen sie sie auch wissen. Ihre Kritik hörte sich ungefähr so an wie 'warum kann man uns denn nicht auch ab und zu mal damit in Ruhe lassen, wir können doch nichts dafür, was damals passiert ist.' Jedenfalls, diese Lehrerin beschwerte sich danach bei dem Klassenlehrer, was für schlimme Nazis doch bei ihm in der Klasse seien, die sich einfach nicht mit dem Thema auseinandersetzen wollten... die Weltanschauungserörterung, die ihr euch mal von einem Lehrer eingefangen habt, hätte jederzeit auch von ihr stammen können. Und nebenbei gesagt, ihr Deutschunterricht war auch zum Kotzen. Immer dieses pseudosoziale Gelaber, aber dann unserem türkischen Mitschüler, der sich wirklich nach Kräften anstrengte, dauernd sagen 'tut mir Leid, ich verstehe nicht, was du sagen willst' und ihm dann schlechte Noten reinwürgen, anstatt ihm zu helfen.
Jedenfalls, das war auch so ein Minus der 80-er: Pseudo-Psycho-Sozitucken als Lehrerinnen. Das waren auch die, die ihren (männlichen!) Schülern zum Abi die Verschenktexte von Kristiane Allert-Wybranietz schenkten (jene Deutschlehrerin machte das wirklich). Das weibliche Gegenstück zu deinem Sozialkundelehrer. Ich frage mich, ob es sowas heute noch gibt. Bibo, was sagst du dazu?
Eine-Welt-Läden gab es bei uns an der Schule nicht, nur eine stinknormale Mensa und Cafeteria. Die gab's noch nicht mal an der FU Berlin und da gab es sogar den Rosa Salon, die Cafeteria der schwulen Studenten. Aber in Berlin im 'Lippenstift' (der blaue Turm neben der Gedächtniskirche) gibt es ihn noch. Heißt jetzt nur noch 'Weltladen'. Gibt nette Sachen da drin, aber ob es Kaffee, gibt, weiß ich nicht mehr. Ich trinke keinen und gucke daher nicht so drauf.
Viele Grüße
Zazie
'Weltläden' haben schönes Briefpapier, und der Kaffee ist auch in Ordnung! Auch die Geschenkartikel sind z.T. sehr hübsch.
Dass man sich über politische Zusammenhänge klar sein sollte, fand ich auch nie falsch, aber die stänige Vorverurteilung der Amis (eine alte Angewohnheit der 68er aus Nixon/Vietnam-Tagen) fand ich unfair. Wie viel Ronnie zumindest für die US-Wirtschaft getan hat, wodurch die 80er dort als Aufschwungszeit erlebt wurden, kam natürlich erst später raus...
peterthomassuschny
09.09.2001, 11:04
Also zum Thema Reagan: ich wollte ihn ursprünglich nicht, außer das er den Carter ablöste, war er mir etwas zu Wildwest-mäßig. Das hat sich aber in seiner Ära stark geändert. Das unterscheidet ihn wohltuend von seinem Nachfolger George Bush, da war es genau umgekehrt. Den jetzigen Präsidenten Bush habe ich gleich abgelehnt, weil ja schon der Vater als das bekannt war, was der Mundl als 'Nudelaug' bezeichnen würde. Übrigens, ein 'Nudelaug' ist gar nicht besonders schweinisch, Leute auf Mundls Niveau sagen zwar 'Nudel' zum Penis, das Nudelauge selber ist aber eine sternchenförmige Teigware um ein rundes Loch in der Mitte, also absolut nichts ordinäres. Der Clinton war auch ganz in Ordnung, im Nachhinein ist ja auch Reagans Härte gegenüber der Sowjetunion ganz verständlich, nur der Unsinn jetzt mit dem neuerlichen Hochrüstenwollen ist nicht mehr nachvollziehbar. Abgesehen halte ich schon den 'Forrest Gump' wie ich den Bush halt nenne, stark für die Verstärkung der Weltwirtschaftskrise verantwortlich, das einzige was mir noch gefällt, ist das die Nahostpolitik konstant geblieben ist, das war gar nicht so klar, da der Colin Powell ja ein Farbiger ist, was für mich prinzipiell in Ordnung ist, aber der Demokrat, den ich jetzt kurz vergessen habe, der in New York so stark ist (1988 der innerparteiische Gegner von Michael Dukakis) ist auch Farbiger und leider ganz typischer Antisemit und die sind dann oft auch auf Seiten der Araber, weil sie gerne alle Weißen in einen Topf werfen und dann den gleichen Unsinn vom zionistischen Weltfeind schwafeln, wie es die Neonazis auch machen.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
P. S. Den 3. Weltkaffee verkaufen neuerdings bei uns auch die echten großen Ketten, damit sie auch ein bißchen auf sozial und bio machen können, der ist ganz in Ordnung, nur preislich ist er natürlich um einiges weniger günstig.
peterthomassuschny
11.09.2001, 18:04
PC war damals noch ein Computer und nicht 'Political correctnes'. Kann mir, apropos letzteres, jemand von den Damen verraten, warum es heute so schlimm ist, wenn wer einer Frau nachpfeift? In der Hollies-Nummer 1968 'Jennifer Eccles' wird sogar noch im Lied gepfiffen, ist das wirklich sexuelle Belästigung? Ich war kürzlich in einem Geschäft etwas fragen und beim Eintritt pfiff mir wer nach. Beim Gehen sah ich eine kleine Affenfigur, die das macht. Habe herzlich gelacht.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
peterthomassuschny
15.09.2001, 11:29
Weil gestern wieder einmal gesehen, als ich vor einem Zebrastreifen anhielt: eine zeitlang waren auch durchaus Latzhosen in grün und braun sehr modern.
In der Mensa der Wirtschaftsuni, die auch von den Biologiestudenten besucht wird, traf ich einmal den Sohn der Freunde meiner Eltern, von dem ich das amerikanische Mad aus 1969 habe und der - als in den 60ern einige Zeit lang Perücken modern waren - seine Mutter so charmant aufzog 'Mama, Du schaust aus, wie ein Hippie von vorgestern',
der saß dort auch mit so einer Hose. Zuerst habe ich mir gedacht, komisch, der Hausarbeiter kommt mir doch sehr bekannt vor, wo gebe ich den jetzt hin? Doch dann fiel es mir ja ein, weil das so ca. 1984 oder 1985 war und er seine Diss in Meeresbiologie fertigstellte, daß das gerade Mode war.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
peterthomassuschny
16.09.2001, 14:04
Ein Plus, weil ich 1989/90 in einer Objekteinrichtungsfirma tätg war:
die Büromöbel wurden immer öfters nicht nur ergonomischer gestaltet, sondern es kümmerten sich auch Designer von Weltruf darum. Nicht nur Paolo Piva beim österreichischen Luxussitzmöbel und Sofahersteller Franz Wittmann in Etsdorf am Kamp, sondern auch durchaus Firmen wie Seddus, Swoboda, Blaha, Wiesner-Hager oder Bremshey-Interstuhl. Dazu Lampen von Artemide und anderen, mir jetzt namentlich nicht bekannten Firmen.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
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