Vollständige Version anzeigen : Scheißklamotten und Frisuren
Sind Dauerwelle und Pullunder eigentlich in den 80ern erfunden worden? Die Siebziger waren ja schon übel (deshalb verstehe ich die Rückkehr von Schlaghosen auch nicht) aber die 80er waren Klamottenmäßig der Supergau. Erinnert sich noch jemand an die Gürtelschnallen von Robert Palmer oder die Minipli-Frisuren eurer männlichen Klassenkameraden? Seid froh, wenn ihr das Bild nicht mehr reinbekommt.
Also Pullunder gibt's schon seit ewigen Zeiten, außerdem waren das in den 80-ern doch eher so ganz dünne Trägerhemdchen, die man über T-Shirt oder Sweatshirt trug und keine richtigen Pullunder. Für mich sind Pullunder grundsätzlich aus Wolle.
Dauerwellen gibt's auch schon ganz lange, aber die Minipli erfreute sich in den 80-ern großer Beliebtheit, da hast du Recht.
Allerdings, modetechnisch gab's ja nicht nur das von dir beschriebene. Ich fand die 80-er modetechnisch sehr abwechslungsreich. Dafür sprachen ja schon die verschiedenen Teenager-Gruppen (Popper, Teds, Waver usw.). Man lief ja keinesfalls in einem Einheitslook rum. Während heute - es ist wirklich schwierig, Hosen zu finden, die keinen Schlag aufweisen. Und dieses bauchfrei ist auch einfach nicht totzukriegen - schlecht für diejenigen, die es sich entweder aus figurtechnischen Gründen nicht leisten können, in der Arbeit sowas nicht anziehen dürfen oder schlichtweg aus dem Alter raus sind.
Also das meiste, das ich in den 80-ern an Klamotten hatte, würde ich heute sofort wieder anziehen. Ich sah damals meistens sehr viel femininer aus als heute.
Viele Grüße
Zazie
Hey Zazie,
ich will bestimmt niemanden beleidigen, aber du würdest den Kram wirklich wieder anziehen? Und dazu auch das elektronische Gedudel dieser Zeit hören? Okay, dann lass ich mir wieder Haare wachsen, fön sie gut durch, ziehe einen schwarzen Satin-Blazer an, dazu eine Karotten-Hose und ein John Wayne Hemd und dann fange ich an zu weinen.
Gruß Dietmar
Kommt drauf an, wie du jetzt rumläufst :-)
Ich meinte ja auch, das MEISTE von dem, was ich damals anhatte, würde ich heute auch wieder anziehen. Einige Sachen gibt es natürlich, die mir heute nicht mehr gefallen würden. Karottenhosen waren praktisch, wenn man breite Oberschenkel hatte. Hatte ich damals noch nicht, dafür aber heute; würden sie wieder Mode werden, würde ich mir also welche zulegen. Außerdem guck dir mal die Schuhe an. Findest du diese Bulldozer in schlammbraun oder krötengrün, die den schönsten Fuß verunstalten, vielleicht gut? Und diese Schlaghosen dazu, deren Saum auf der Erde schleift? Und diese Polyesterfähnchen überall, entweder in Neon- oder in Kackfarben? Um deinen Verdacht zu zerstreuen: Nein, ich hatte damals nichts Pastelliges an - ich war zumeist in gediegenes Schwarz gewandet oder kombinierte eine andere Farbe mit schwarz.
Wie ich schon sagte, es gab ja kein richtiges Modediktat in den 80-ern und das fand ich angenehm.
Ja und über die Musik brauche ich gar nicht erst zu reden. Natürlich ist mir das elektronische Gedudel der 80-er lieber als die ganze Techno- und Dancefloor-Scheiße von heute, samt unheiliger Coverversionen. Du wirst lachen, damals stand ich auf die Musik gar nicht mal so. Ich konnte ja nicht wissen, dass danach noch einiges Schlimmeres kommen würde. Demnach höre ich sie heute gerne. Aber nicht vorbehaltslos. Modern Talking, Bad Boys Blues, Sabrina, CC Catch und noch einige andere ganz besonders billige kann ich auch heute noch nicht vertragen.
Viele Grüße
Zazie
@Zazie: Wie ich ja bereits in anderen Strängen erwähnte, halte ich die 80er Mode auch für weitgehend daneben. Ich fand auch, dass diese Karottenhosen, auch wenn man schlank ist, den Hintern und die Oberschenkel eher negativ betonen. Klar gab es in den 80ern auch tragbare Sachen, Zazie, aber man erinnert sich wohl eher an die modischen Ausgeburten. Ich persönlich fand eigentlich den sogenannten Minimalismus der 90er am angenehmsten und finde auch, dass man richtig gute Sachen noch über Jahre hinweg tragen können sollte, ohne dass es einen innerlich schaudert vorm Spiegel.
Was mich mal interessieren würde: Wie kleidest du dich denn, dklein? Ganz der Mode zu entgehen fällt doch schwer, es sei denn, man näht selbst! Trugst du auch die typischen 80er Sachen?
peterthomassuschny
12.09.2001, 20:56
Nein, nein, das beste war schon der Minirock in den 60ern von Mary Qaundt, da sah Mann wenigstens gleich, was dahinter bzw. darunter steckte und kaufte nicht die Katze im Sack! Nein, Mädels, war nur ein blöder Scherz, geheiratet habe ich ja auch keine Miss World. Es gibt ja auch andere Qualitäten.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
A propos Minirock, gab es in den 80-ern eigentlich mal eine Phase, in der der modern war? Soweit ich mich erinnere, waren die Röcke doch weitgehend 'midi', also bis zur Wade oder?
Bibo, wahrscheinlich gefallen mir meine 80-er Sachen deshalb immer noch, weil ich mich auch damals nicht vollständig ans gerade herrschende Modediktat hielt. Wie gesagt, ich hatte weder Pastelliges, noch Minipli oder Puschelfrisur, noch rosa Teddyjäckchen und auch keine Lackschleifchen zum Anstecken. Das einzige wirklich Hippe, das ich hatte, waren ein Paar Stulpen und Karottenjeans, zweitere aber auch eher wavig kombiniert. Da ich in den 80-ern viel in Paris war, richtete ich mich anziehtechnisch eher nach Frankreich und dort sah es anders aus als bei uns. Dort waren übrigens Jeans-Miniröcke eine Zeitlang sehr in Mode. Ansonsten kaufte ich liebend gerne in Secondhandshops, von denen es damals in Paris nur so wimmelte und auch in Berlin sehr nette gab. Und dieser Retrostil ist es, der mir heute noch gefällt. Mir gefiel auch der Schnitt zahlreicher Sachen. Die Röcke waren schön schmal und feminin und an Hosen gab es nicht nur Karottenhosen, sondern auch andere. Auch hatte ich einen Wintermantel in Schwarz in V-Linie mit ganz breitem Kragen und würde ich heute so einen finden, würde ich ihn wieder kaufen, denn den finde ich echt zeitlos (meinen hatte ich 4 Jahre lang).
Viele Grüße
Zazie
Hallo Zazie und Bibo,
eins vorweg, ja es gab mal eine Zeit, ich glaube es waren die 80er, da hatte ich auch die typische 80er Kluft an. Ehrlich. Aber mittlerweile im hohen Alter, steht Mann doch eher auf unverwüstlich. Also Lederhose, T-Shirt, 'einfache' schlichte Schuhe (Boots, Mokassins oder italienische Ledertreter).Socken so selten wie möglich, gottseidank war es ein guter Sommer. Eventuell mal eine Cargo-Hose (orange ist eine klasse Farbe). Haare, naturbedingt kurz oder sagen wir besser Glatze. Alles klar?
Zur Musik, natürlich gab es zu jeder Zeit tolle Sachen, nur aus heutiger Perspektive ähneln sich so viele Sachen der 8Oer, es gab im Gegensatz zu Heute natürlich innovative Geschichten, aber die waren eher selten.
Ich finde nur, dass sehr viele Sachen so schrecklich düster und künstlich wirkten. Heute gibt es zumindest 'Partymusik', die ich mir nie zu Hause anhören würde, aber man sollte außerhalb der eigenen Wände auch tolleranter sein.
Später mehr, muss arbeiten.
Dietmar
Mensch Zazie,
habe gerade woanders etwas von dir gelesen und da fällt mir auf, das wir musikalisch doch noch zusammen kommen. Style Council finde ich auch richtig gut. Die ideale Barmusik.
Gruß Dietmar
Hey super, dass du auch Style Council magst :-) Siehst du, solche Musik war es, die ich in den 80-ern favorisiert habe. Wenn du diese Info aus dem Strang mit den wichtigsten Alben des Jahrzehnts hast, dann weißt du ja auch, worauf ich sonst noch so stand und immer noch stehe. Wenn ich 'den Rest' (wie gesagt, nicht vorbehaltslos) mag, dann, weil es zum Soundtrack 'meiner' 80-er gehört. Und ich hatte zumindest teilweise eine sehr gute Zeit damals, die ich ab und zu mal schmerzlich vermisse.
Im übrigen laufe ich heute ähnlich angezogen rum wie du, ich liebe auch Lederjeans und Boots. Aber Glatze trage ich keine, sondern 'ne lange Matte :-)
Ansonsten hatte ich auch in den 90-ern sehr gute Zeiten, das muss ich auch mal sagen. Aber Mode und die meiste Musik sind mir ziemlich am Arm vorbei gegangen.
Viele Grüße
Zazie
Tach Zazie,
schön, dass wir Gemeinsamkeiten haben und würde jetzt auch noch gerne länger darüber sprechen, allein 'lange Matte' wäre ein Thema für sich, aber leider muß ich für `ne Woche ins benachbarte Ausland. Du weißt schon die Hirnchirugie ruft.
Tot ziens
Dietmar
Na dann bis später und viel Erfolg in Holland :-)
peterthomassuschny
14.09.2001, 07:44
@Zazie
Der Mini ist immer modern. Mußt nur in der Nacht auf dem Wiener Gürtel fahren, dort stehen immer so Damen im Mini.
Dazu (der gehört eigentlich in meinen 70er Liedermacher-Strang) Georg Danzers Moritat vom 'Frauenmörder Wurm'.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Style Council kenn ich nicht(zumindest dem Namen nach nicht). Aber ich war ja auch in den 80ern ein kleiner Teenager auf einem konservativen Gymnasium, ich hoffe das entschuldigt mich.
Klar gabs Miniröcke in den 80ern, nicht nur diese wadenlanger Rock zu Satinbluse bit breitem Gürtel und C.C.Catch-Frisur-Look! Zumindest Ende der 80er trug ich die in schwarz mit Vorliebe zu Doc Martins (anstelle von Schnürsenklen schwarze Schleifbänder mit kleinen weißen Punkten). Ich liebte diese Doc Martins, nur die durchsichtig aussehende Sohle war nicht besonders stabil und brach beim Letzter-Schultag-Feiern durch.
Was es auch Ende der 80er gab, waren kurze Winterbermudas, dazu trug man dann wahlweise Overknees oder Strumpfhosen.
Aaargh, Bibo kennt Style Council nicht! War nur 'n Witz, aufgrund deines jungen Alters zu der Zeit bist du entschuldigt :-)
Gut dass ich es weiß, dass Doc Martens-Sohlen nicht lange halten, ich trug mich schon mit dem Gedanken, mir vielleicht mal welche zuzulegen, denn bequem sollen sie ja sein. Und Winter-Hotpants mit Strumpfhosen oder Overknees habe ich immer noch, aber das steht schon in 'nem anderen Strang.
Viele Grüße
Zazie
peterthomassuschny
16.09.2001, 14:01
@Bibo
Ein konservatives Gymnasium ist sicher nicht schlechter, als ein sozialdemokratisches Gymnasium und eine sozialdemokratische Handelsakademie mit erzreaktionären Direktoren. Der in der HAK kommentierte einmal das Leiberl eines Klassenkollegens mit der Aufschrift 'Sex Pistols' nur dahingehend: 'Das sind zwei sehr böse Worte!'. Da war in der anderen HAK der mittlererweile zum Direktor avancierte Betriebskundeprofessor mit dem bezeichnenden Familiennamen Kasper schon viel besser.
Einer, der die 2. wiederholte, ständig in der Schule schlief, weil er in der Disco herumhing (später seine Schwester auf der Uni getroffen, die erzählte, daß er beim Bundesheer hinausgeworfen wurde, weil er zumindest mit Aufputschmitteln handelte, wenn nicht mit ärgerem) und einer der ersten Flinserlträger war, zog er auf, mit der Bemerkung, ob das nicht nur Schwule tragen und das dem selbsternannten Herzensbrecher aller Mädchen. Auf die Bemerkung, nein, die tragen das links und er rechts, drehte sich Prof. Kasper lachend um, um zu zeigen, daß das davon abhängt, ob einer umgekehrt steht, wo dann links und rechts ist. Außerdem rief er einmal den Schulkollegen Birnbaum nicht mit seinem Familiennamen auf, sondern meinte nur: 'Perlohr'. Man kann seine kritische Meinung also auch wirklich lustig verpackt darbringen.
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Ich weiß nicht, ob das schon erwähnt wurde (bin 'neu'!):
diese unsäglichen Netzhemden über in die Hose gestopften Sweatshirts, Pastellsweats mit 'MOP' oder 'Boss' auf dem Rücken (die Popper), Jeans mit weißem Streifen auf der Seite. So eine wollte ich unbedingt haben, darum habe ich mir kurzerhand einen Baumwollstreifen zwischen die Nähte genäht, was schief ging, wie so vieles
Klugscheisser
20.09.2001, 17:09
Ja, hilfe, die Karotten-Jeans mit dem weißen Streifen an der Seite, und zwar in 'moonwashed'. Mit weißen Tennissocken, unbedingt. Da musste man immer aufpassen, dass man nicht einen Socken mit 'nem roten und 'nem blauen Streifen erwischt und den anderen mit 'nem blauen und 'nem roten. Huah. Und das Sweatshirt wurde in die Hose gestopft (extrem figurfreundlich), damit der Nietengürtel zur Geltung kam.
An Miniröcke erinnere ich mich erst zum Ende der Achtziger. Anfang der Achtziger hatte ich eine englische Schüleraustauschpartnerin, die Miniröcke trug, ich fand das furchtbar. Wenige Jahre später habe ich dann selbst damit angefangen und seither nicht mehr aufgehört.
Also ich muss mit Miniröcken so Anfang der achziger angefangen haben, so mit elf, zwölf, dreizehn. D.h. ich hatte nur einen (!) (Baumwoll-Jersey, pink, mit einer 'Vollantstufe'). Den trage ich zwar seit etwa zwanzig Jahren nicht mehr, habe ihn aber noch immer, als Erinnerung an die geschmacklosen (?) 80er. Dazu trug ich mit Vorliebe rosa T-shirts ohne Ärmel.
Jetzt fällt mir noch ein (saudoofer) Spruch der Jungs ein, der skandiert wurde, wenn ein Mädchen einen besonders kurzen Rock trug: 'Der Mini ist mini, Wenn der Mini mini ist' oder so ähnlich.
Tach auch,
bin wieder da und habe erfolgreich Hirne operiert. Nett ein paar neue Leute zu lesen.
Wollte mir nur mal eben einen Überblick verschaffen und werde mir jetzt ein zeitloses Mahl gönnen. Bier & Pizza.
Apropos Mahlzeiten, gab es ab den 80ern eigentlich etwas Spezielles zu essen, Mc Doof war in den 7Oern, vielleicht Döner?
Zu Style Council fällt mir gerade ein, woher ich die kenne, wir hatten mal ein sehr kleines hippes Restaurant, in dem lief ständig deren Musik - und da fragt man schon mal nach.
Ach ja, da ich in einem anderen Strang zum ignorieren einer bestimmten Person aufgerufen habe, werde ich zu dessen Zuschriften hier keinen Kommentar abgeben.
Grüsse Dietmar
Zazie, woher wußtest du eigentlich, dass ich nach Holland fahre?
(Beitrag wurde von dklein am 21.09.2001 um 16:47 Uhr bearbeitet.)
peterthomassuschny
21.09.2001, 20:19
@DKlein
Recht so, mit Deinen überflüssigen Ezzes bin ich sowieso zur Genüge versorgt, ich danke.
Ohne Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
P. S. Vielleicht operiere einmal Dein eigenes Gehirn, ist sicher kein Fehler.
DKlein, ich denke mal, deine Hollandreise leitete ich von 'tot ziens' ab.
Was Bestimmtes zu essen in den 80-ern? Also Döner kam in Berlin Ende der 70-er auf. Stimmt aber schon, in den 80-ern wurde es populär. Im übrigen kann ich nur in Berlin Döner essen, denn nur dort gibt es wirklich gutes. Hier in München muss ich leider sagen, habe ich schon mehrere probiert, aber geschmeckt hat es mir nirgendwo.
McDonalds kam in Berlin tatsächlich erst in den 80-ern auf, aber davon berichtete ich schon mal. Dazu gibt's ein Extrastrang. Ansonsten kann ich mich noch an ein kleines Restaurant erinnern, in dem es nur Salate gab. So ein Salat-McDo halt. Ich war einmal dort und fand es ziemlich überteuert. Lange dürfte 'Simsalat' sich auch nicht gehalten haben.
So, und jetzt warte ich auf lange-Matte-Gespräche :-)
Viele Grüße
Zazie
peterthomassuschny
22.09.2001, 09:09
@Zazie
Bitte um Aufklärung: daß Du gerne lange Gespräche führst, weiß ich ja schon, aber daß Du die mit Deiner Matte führst? Manche Männer haben ein recht inniges Verhältnis zu ihrer Bettdecke, aber ob die dabei reden?
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
Zazie.
Tot ziens hatte ich doch glatt übersehen.
Falls du mal auf deinem Weg von München nach Berlin im Ruhrgebiet landest ( du mußt es ja niemandem erzählen), da gibt es mit Sicherheit genauso gute Döner wie in Berlin.
Also ich kenne die in Berlin, Köln, München und halt hier bei uns - die in Berlin sind gut, die im Ruhrgebiet ebenfalls und der Rest der Republik muß halt das essen, was auf den Tisch kommt. Ich vermute mal, dass es in Berlin, wie im Pott immer schon sehr viele türkische Mitbürger gab und die wissen eben wie es geht. Populär wurde das Zeug tatsächlich in den 80ern. Salatbars gab es in den 80ern ebenfalls hier in der Gegend. Was ist eigentlich mit Teehäusern, bzw. Teeläden, schossen die nicht auch in dieser Zeit aus dem Boden? Ich meine die Normalausführung, Tee, Gewürzöle, Duftkerzen und der ganze Kram. Verkäufer waren oft Halbbuddisten oder Müsli-essende-Strickpullover. Was keine Beleidigung sein soll.
Lange Matte, tja was wollte ich dazu eigentlich noch sagen. Es gibt einfach keine schönere Frisur für Frauen, als richtig schöne lange Haare. Da ich selbst keine mehr habe, bevorzuge ich lange Haare bei Frauen, da ich mir (beim Anlehnen meines Kopfes an der Schulter der Frau) immer so eine nette Frisur ins Gesicht legen kann. Erinnerungen eben. Lange Rede kurzer Sinn: Ich finde lange Haare bei Frauen toll, aber nicht wichtig. Wahrscheinlich kommt es sowieso nur auf den Kopf und den Inhalt an.
Kann es sein, dass ich in einem anderen Strang, deine Einstellung zu Drogen gelesen habe? Was heißt für dich absolut gegen Drogen? No Dope, No Alcohol, No Cigarettes?
Zurück zu den 80ern, kannst du dich an Haircut 100 erinnern, so ne Art Popperband mit tollen Melodien, oder die Topband der ersten Jahre in den 80ern Duran Duran? So hieß glaube ich der Oberböse bei Flash Gordon.
Und für alle die über Moon-washed-Jeans schreiben, mit oder ohne weißem Seitenstreifen, ich hatte auch eine und ich verstehe heute überhaupt nicht mehr, wie man so etwas tragen konnte.
Eine andere Anmerkung zu Klamotten im weitesten Sinne hätte ich noch. Habt ihr mal bemerkt, wie sich gerade die Klamotten von Fußballspielern verändert haben? In den 80ern, waren die doch wirklich was für Frauen oder? Derartig knappe Turnhosen und engsitzende Trikots - ich verstehe gar nicht, dass nicht mehr Frauen ins Stadion gegangen sind.
Bis die Tage Dietmar
Hi DKlein, das kann ich mir vorstellen, dass es im Pott auch gutes Döner gibt. Wahrscheinlich ist es wirklich so, wie du gesagt hast; in Berlin sind ja ganze Stadtviertel türkisch und es gibt einen sehr schönen türkischen Markt. Aber Döner ist nicht nur dort gut, sondern überall in Berlin. Teeläden - ich kann mich nur noch an Nanu Nana und Schatzkästchen erinnern. Letzteres gab es in Berlin schon in den 70-ern; ersteres kam möglicherweise Anfang der 80-er auf. Jedenfalls, beide hatten diese immense Auswahl an Tee. Allerdings auch schon Ende der 70-er. Ich erinnere mich, mit ca. 14 meine ersten Teefeten geschmissen zu haben. Nanu Nana gibt's auch heute noch, aber Tee habe ich da nicht mehr gesehen (oder einfach nicht richtig hingeguckt). Ich denke, heutzutage ist man doch eher abgekommen von all den aromatisierten Tees, oder? In München gibt's sie teilweise noch auf dem Tollwood-Festival, aber ich bin auch nicht mehr so ein Fan davon.
Lange Haare - oh ja, ich bin auch ein Langhaarfetischist, und das nicht nur bei mir selber, sondern auch bei Männern. Nur schade, dass es nicht so viele davon gibt (hach, die Berufskarriere!). Ich finde lange Haare bei Männern total schön (ist aber kein Muss; ich gucke halt hin, wenn ich einen sehe). Aber sowohl für Mann als auch für Frau gilt, die Haare müssen schön sein und zur Person passen. Was bringt es, wenn man nur so 'n paar Federn auf dem Kopf hat, das sieht furchtbar aus, wenn man die lang wachsen lässt. Ich hab auch nicht unbedingt 'ne Milva-Mähne, aber Spaghetti auch wieder nicht.
Drogen - ich denke, du hast den Christiane F.-Strang gelesen? Ach ja, du hast ja sogar was dazugeschrieben. Also, ich bin strikt gegen so genannte bewusstseinserweiternde Drogen. Die Gründe kannst du in eben jenem Strang nachlesen. Bei Alkohol 'toleriere' (huch, klingt das streng) ich nur gepflegtes Trinken, kein maßloses Besaufen. Rauchern gegenüber war ich als Teenager furchtbar intolerant, ich fand es schrecklich, als alle Leute in der Schule den Geltungsdrang bekamen und damit anfingen und meine eigene Mutter pflaumte ich auch ständig an. Inzwischen sehe ich das cooler und rauche selber von Zeit zu Zeit mal eine Fluppe. Alkohol und insbesondere Kippen können in bestimmten Situationen ganz gut sein, z. B. innere Unruhe oder verstärkter Liebeskummer oder sowas.
Duran Duran und Haircut 100, klar doch! Ich war ja kein erklärter Fan dieser Musik, fand sie aber doch gut und sie begleitete 'meine' 80-er einfach. Von Haircut 100 habe ich noch eine Cassette von meinem Ex, auf der Rückseite ist Matt Bianco :-)
Moonwashed-Jeans kamen doch so Ende der 80-er in Mode, oder? Eine solche hatte ich auch, aber bitte ohne weißen Streifen. Die sahen in der Tat scheiße aus und gehören auch zu dem, was ich in den 80-ern nicht so gut fand. Was die Fußballermode angeht, da kann ich absolut überhaupt nicht mitreden, weil man mich mit Fußball jagen kann. Dementsprechend habe ich nie hingeguckt und werde auch heute nicht hingucken. Und in den 80-ern hatten doch viele Fußballspieler noch so Vokuhila-Frisuren und Miniplis - pfui, prollig! Ich glaube, wir Frauen gucken eher auf sowas als auf schön geformte Bodies - geht mir jedenfalls so :-)
Viele Grüße
Zazie
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