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Vollständige Version anzeigen : Spock


fiep
17.02.2000, 10:47
Von Mr. Spock inspiriert, habe ich mir als Kind in stundenlangem mühsamen Training beigebracht, nur eine Augenbraue hochzuziehen und meine Finger zum Vulkaniergruß zu verbiegen.
Gibt es Menschen, die diese faszinierende Erfahrung teilen?

Pallas
17.02.2000, 14:00
Ich! *fingerhochzeig*
http://www.staga.force9.co.uk/staga/exclusive/Anim_hand.gif

mr41
17.02.2000, 15:44
das nennt man also vulkaniergruss?
super, heute wieder mal etwas gelernt .

Anja Schroeder
17.02.2000, 16:07
(faszinierend)

Pallas
17.02.2000, 16:11
Anja, weißt du, was Spock im amerikanischen Original gesagt hat?

Harald Leinweber
17.02.2000, 21:05
Guten Tag!
Im englischen Original sagt Spock
'Live long and prosper'.
Und es kommt natürlich darauf an, Mittel- und Ring-Finger voneinander abzuspreizen - Beute-Vulkanier können das nicht.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit
Harald Leinweber

Pallas
18.02.2000, 11:54
Lieber Harald, da muss ich dir ausnahmsweise widersprechen: Das Original zu 'Faszinierend ' ist 'illogical'!
Gruß
Pallas

Harald Leinweber
18.02.2000, 21:22
Guten Tag!
Pallas, das war ein Mistverständnis: Ich habe gedacht, es ginge um die Grussformel der Vulkanier.
Mit 'illogical', manchmal wohl auch gesteigert zu 'highly illogical', hast Du natürlich recht, und mir auch eigentlich nicht widersprochen.
Übrigens bin ich der Meinung, dass die weit überwiegende Mehrheit der doofen amerikanischen DrehbuchautorInnen (gabs eigentlich Autorinnen bei Star Trek?) den vernünftigen (!) Mr. Spock nie richtig verstanden hat.
Das dauernde Gerede um 'Logik' zum Beispiel hat wenig mit der Vernunft zu tun: Logik ist ein Weg, um von Aussagen zu anderen Aussagen zu kommen - über Wahrheit oder Zweckmässigkeit oder gar Wünschbarkeit von Prämissen sagt Logik nichts.
Na ja, müsste wohl etwas ausführlicher dargelegt werden.
Spock war jedenfalls ohne Zweifel einer der Helden der 70er Jahre - zivilisiert, höflich, gebildet, neugierig, aufmerksam, selbstbewußt, nicht machistisch, cool. (Ich behaupte mal: Spock war überhaupt eine der ersten coolen Figuren. Im Gegensatz dazu z. B. die Monkees: die wussten noch gar nicht, was cool überhaupt ist.)
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit
Harald Leinweber

Wolf J
08.03.2000, 00:56
Spock konnte nur aus einem Grund zu folgendem werden:
zivilisiert, höflich, gebildet, neugierig, aufmerksam, selbstbewußt,nicht machistisch, cool
Und zwar aus dem Vorhandensein von Kirk und McCoy. Ein Spock allein ist nichts, unbedeutend, wirkungslos. Denn der gute alte Eugene Wesley Roddenberry hatte sich schon etwas dabei gedacht, in dem Maße wie er die Charaktere entwickelte.
Kein Spock ohne Kirk und McCoy. Dieses 'Triumvirat' wurde auf einem einfachen Prinzip aufgebaut: Actio(Kirk) - Emotio(McCoy) - Ratio(Spock). Und erst durch das oft unvernünftige, 'unlogische' und allzusehr 'menschliche' Verhalten von Kirk und McCoy erhält Spock seine Coolness. Durch die draufgängerische Art, das unvernünftige, Fäuste einsetzende Verhalten des Kirk, und dem launischen und sarkastischen Wesen des McCoy lernten wir die, von Harald beschriebenen, Eigenschaften des Spock kennen und 'schätzen'.
Aber recht hat er, Spock ist 'cool', was er aber nicht zuletzt dem Darsteller Leonard Nimoy zu verdanken hat, der uns diesen spitzohrigen, grünblütigen Ausserirdischen in unvergleichbarer Art und Weise nahe brachte.
Aber was würde Spock zu uns sagen, wenn er wüsste, dass wir seine Person versuchen zu beschreiben?
'You are so human.'

Anja Schroeder
14.03.2000, 11:37
Aber was würde Spock zu uns sagen, wenn er wüsste, dass wir seine Person versuchen zu beschreiben?
Highly illogical.

Pallas
14.03.2000, 12:10
Pallas, das war ein Mistverständnis: Ich habe gedacht, es ginge um die Grussformel der Vulkanier.Alles klar - war missverständlich!

Astrid Barrera
16.03.2000, 02:15
und - was soll ich sagen? der fruehkindliche fernsehkonsum von startrek und die masslose bewunderung von spock (fand ich IMMER toller als kirk und pille) hat dazu gefuehrt, dass mein 'idealbild mann' immer eine gewisse aehnlichkeit mit spock aufzuweisen hatte - das musste gar nichts aeusserliches sein.
;-)

habib
17.03.2000, 01:14
Aber es gibt ein Gerücht, nachdem der Darsteller Leonard Nimoy garnicht Spock war, sondern eben Spock selbst. Also Spock war gar kein Schauspieler, sondern Spock.
Spock war echt. Ein Außerirdischer, der sich sozusagen selbst gespielt hat.
Aber das das öffentlich nicht zugegeben wird ist ja klar.
Leonard Nimoy würde dann natürlich sofort Spock verklagen.
Abgesehen mal von der Verunsicherung der Öffentlichkeit. Schade.

Pallas
17.03.2000, 11:55
http://www.startrekcontinuum.com/Content/Photo/TOSPESPO.GIF
http://www.startrekcontinuum.com/Content/Photo/TOSB1NIM.GIF

habib
17.03.2000, 15:18
Na also - Danke !!!

Wolf J
19.03.2000, 22:38
Glücklicherweise hat Leonard Nimoy die Frage, wer Spock, und wer er selbst ist, höchstpersönlich beantwortet.
In seiner ersten Autobiographie wollte er ja klarstellen, dass er nicht Spock ist, deshalb hieß das Buch ja 'I am not Spock'. Er schrieb dieses Buch aus Frust, dass er immer nur mit der Figur/Person Spock identifiziert wurde.
Aber Jahre später, in den 90ern hatte er ja doch sein Coming Out und gestand in seiner zweiten Fassung seiner Autobiographie doch die Wahrheit, deshalb hieß dieses Werk ja auch 'I am Spock'.
Ergo: Spock ist Leonard Nimoy, Leonard Nimoy ist Spock.
...hmmm, die Annahme, dass ein Außerirdischer sich selbst spielt ist nicht sooo übel. Manche gehen ja eh davon aus, dass schon Außerirdische unter uns weilen. Natürlich wollte Spock keine Panik auslösen und hat deshalb eine irdische Identität angenommen...

ulub
28.03.2000, 15:23
Übrigens grenzt es an ein Wunder, dass Spock überhaupt ins Fernsehen kam, da den Verantwortlichen von Desilu - der Produktionsfirma von Star Trek - der Charakter zu dunkel und böse war. Sie hatten Angst, die amerikanischen Fernsehzuschauer würden ihn als zu subversiv (!) empfinden.

trick17
07.04.2000, 23:14
Die Amis hatten anfangs Bedenken wegen Spock, weil der sie mit seinen Ohren an den Teufel erinnerte...
Stimmt es eigentlich, dass Spock eine erotische Ausstrahlung auf viele Frauen ausübt?!?

Wolf J
09.04.2000, 21:05
...ob Spock mit seinen spitzen Ohren eine erotische Ausstrahlung auf Frauen ausübt, kann ich nicht beantworten. Aber Umfragen zufolge haben Damen mit spitzen Ohren eine gewissen erotische Ausstrahlung (was zu allererst auf eine Beurteilung von Kirstie Alley als Saavik in Star Trek - The Wrath of Khan zurückführt). Und ansonsten liegt es wohl wie vieles anderes im Auge des Betrachters bzw. der Betrachterin.
Wolf J

Aurelia
10.04.2000, 01:07
Hallo Trick 17!
-'Stimmt es eigentlich, dass Spock eine erotische Ausstrahlung auf viele Frauen ausübt?!?'
Was mich betrifft- jaaa!
Aber -Wolf J- das hat nun wirklich gar nichts mit den Ohren zu tun, sondern damit, dass er, wie Herr Leinweber so überaus treffend bemerkt,
'zivilisiert, höflich, gebildet,neugierig, aufmerksam, selbstbewußt, nicht machistisch, cool'
ist!
Spock ist das Sexsymbol für denkende Frauen!
Aurelia

Wolf J
11.04.2000, 02:32
...und deshalb muss ich nochmals betonen:
ohne Kirk und McCoy kein Spock
Wolf J

Astrid Barrera
13.04.2000, 02:17
ich kann mich aurelia nur anschliessen!

Harald Leinweber
13.04.2000, 04:39
Guten Tag!
'Spock ist das Sexsymbol für denkende Frauen!'
Ist doch mein Reden die ganze Zeit.
Bei der Gelegenheit: Wie sieht es mit den 'Verwandten' von Spock aus - Data, Odo und der Holo-Doc?
Jede dieser Figuren zählt zu den stärksten der jeweiligen Serie.
Wie sieht es mit deren Attraktivität für intelligente Lebewesen aus?
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit
Harald Leinweber

Frau Antje
14.04.2000, 15:09
Liebe Trekkies,
auch wenn es hier zeitgeistmässig eher um die Classics geht - nun hat Herr Leinweber also Data, Odo und den Doctor ins Spiel gebracht. Auch da muß ich mich WolfJ anschließen: ohne die anderen der jeweiligen Crew wären auch sie nicht so toll. Aber ich finde alle drei haben auf ihre Art das Erbe Spock angetreten und sind nicht gescheitert!
Spock ist tatsächlich ein Sexsymbol für die denkende Frau (wobei mir der Begriff Sexsymbol überhaupt nicht gefällt), aber da kann und will ich mich nur dem bisher gesagten anschließen. Bei den drei Nachfolgern kann ich das nicht so ohne weiteres sagen, vielleicht weil ihre Macken zum Teil doch sehr in den Vordergrund treten (Datas völlige Naivität, Odod Verschlossenheit und die Neurosen des Doctors), so daß sie nciht mehr ganz so cool und vor allem eigenständig wirken wie Spock...
Ob's stimmt?
------------------
In diesem Sinne grüßt
Frau Antje

Aurelia
14.04.2000, 21:16
Hallo allerseits!
Liebe Frau Antje: Natürlich könnte man über den Begriff streiten, aber er ist so schön plakativ!
Sehr geehrter Herr Leinweber!
Nein, diese 'Nachfolger' Spocks reichen nicht an seine Attraktivität heran, obwohl ich Ihnen zustimme, es sind sehr interessante Figuren.
ABER...Data ist einfach (zu grün?-nee jetzt, ernsthaft!) komplett asexuell (auch wenn er alle Techniken beherrscht!), wie ein sehr merkwürdiges, altkluges Kind vielleicht.
Der Holodoc hat natürlich einen unschlagbaren, staubtrockenen Humor (unvergessen, wie er Tuvok durch diese vulkanische 'Pubertät' half), ist für meinen Geschmack aber etwas zu selbstgefällig.
Und Odo, ja, Odo hat noch am ehesten etwas Anrührendes, er ist eine äusserst vielschichtige, oft tragische Figur. Ausserdem wird er durch seine Beziehung zu Kira natürlich als liebesfähig erlebt, und ich muss zugeben, dass mir, was DS9 anbelangt, der Abschied von ihm am Schwersten gefallen ist.
Lieber Wolf J,
Du hast natürlich vollkommen Recht, erst durch den Kontrast kommen die charakteristischen Merkmale der Figuren so richtig zur Geltung!
Insofern leidet z.B. die Attraktivität des Holodoc auch am Vorhandensein eines Chakotay, der den bereits erwähnten Eigenschaften Spocks noch Sensibilität und -ganz wichtig in den Neunzigern- Spiritualität hinzufügt -und überdies noch recht nett dabei aussieht (tja, das Auge isst halt doch mit!)-ganz zu schweigen von Jean-Luc Picard!!!
Was mich jetzt ja brennend interessieren würde:
Wie beurteilen die anwesenden Herren denn die Attraktivität der diversen weiblichen Figuren?
Mir erscheint Seven z.B. als die direkteste Nachfolgerin Spocks -in äusserst ansprechender 'Verpackung', aber das würde sie wohl als 'irrelevant' bezeichnen...ihr auch???
fragt
Aurelia

Harald Leinweber
15.04.2000, 19:15
Guten Tag!
Seven of Nine ist ein schwieriger Fall:
- Einerseits finde ich die Borg gut. Leider sind Amerikaner nicht imstande, das Konzept eines Kollektivwesens zu begreifen, so dass sie zum Beispiel für den Kino-Film eine Borg-Königin erfunden haben (Notwendigkeit eines persönlichen Gegners; genauso in 'The Hurricane' - Amis sind nicht fähig, Zusammenhänge zu verstehen, also kriegen sie Personen gezeigt). Das ist ärgerlich - dass die Leute ein interessantes Konzept so doof verhunzen.
- Anderserseits ist Seven of Nine (Jeri Ryan) explizit deshalb eingeführt worden, weil der Flug des Schiffes nach Nirgendwo immer weniger ZuschauerInnen interessierte. Statt bessere Geschichten zu erzählen, führt man uns also weibliche Geschlechtsmerkmale vor.
Tatsächlich finde ich die Figur aber manchmal recht gut.
Kürzlich zum Beispiel:
Aus lauter Langeweile widmet die Crew sich verstärkt dem Holodeck, wo z. B. Tom Paris mit SoN einen 50er-Jahre-Science-Fiction-Film nachspielt - in schwarzweiss, komplett mit bedrohlich 'Bewohner der Erde, ergebt euch!' schnarrendem ungefügem riesenhaften Kampfroboter.
Seven of Nine bleibt völlig unbeeindruckt, entgegnet 'Ich bin Borg', öffnet die (frontseitige!) Wartungsklappe des Roboters und schaltet ihn ab.
So was finde ich hübsch.
Ein andermal hat Kim Seven angebaggert, und als ihr das klar wurde, hat sie ihn unmittelbar nach seinen Absichten befragt. Soviel unromantischer Meta-Dialog war Kim wahrscheinlich in seinem ganzen Leben noch nicht unter gekommen!
Kurz und gut: Ich finde Seven of Nine durchaus ansprechend, wenn ich mich auch darüber ärgere, dass die Paramount-Leute mich für ein Tier halten.
Captain Janeway ist eine Pfeife. Ein Captain der Sternenflotte hat einfach nicht angesichts einer jeden Neuigkeit offenen Mundes staunend die Werbepause abzuwarten.
Zwar zeigt der Captain gelegentlich durchaus Ansätze zu den Eigenschaften, über die zum Beispiel Kirk, Picard oder Sisko verfügten, aber insgesamt ist sie mir viel zu tantig.
Kira finde ich hingegen sowohl interessant als auch attraktiv - zweifellos trägt sie die knappstsitzenden Kostüme auf DS 9. Darüber hinaus verfügt sie aber auch über einen klugen Kopf und reichlich Durchsetzungsvermögen - durchaus ein akzeptables Rollenangebot für junge Frauen, will mir scheinen.
Nun ja, lasse ich es erst mal dabei.
Wäre schön, wenn sich noch mehr zu mehr äussern würden.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit
Harald Leinweber
(Beitrag wurde von Harald Leinweber am 15.04.2000 um 17:20 Uhr bearbeitet.)

Astrid Barrera
15.04.2000, 22:45
wiederum uebereinstimmung mit aurelia:
weder odo, noch data, noch der holodoc kommen an spock bzgl. der attraktivitaet heran;
was gerade bei odo und fuer mich jedenfalls - auch daran liegen kann, dass er nicht 'menschlich' genug aussieht und ihm die gesichtsbildung nach jahren immer noch nicht gelingen mag. fuer mich sieht er einfach immer nach einer gesichtsmaske aus knete aus - das KANN ich nicht attraktiv finden. ausserdem ist er zu schlapp! und zu melancholisch.
data, nein, der ist schlicht asexuell. keinerlei ansprechende features.
und der holodoc - tja, ich oute mich vermutlich gerade als total oberflaechlich - hat keine anstaendige figur, sorry! aber clever ist er, liegt also noch an erster stelle, was die absteigende reihenfolge der attraktivitaet aus den 'classics'-nachfolgern betrifft.
aber an spock, nein, da kommt keiner dran! auch nicht chakotay, obwohl der ja eigentlich gar nicht zur debatte steht, so richtig...

Harald Leinweber
16.04.2000, 20:05
Guten Tag!
Es ist wohl mal wieder an der Zeit, an meiner interstellaren Beliebtheit zu arbeiten.
Nun denn - Chakotay. Wenn ich das schon höre: Spiritualität!
Der Mann sollte mal ein wenig mehr die Dienstregeln der Sternenflotte studieren und diesen Indianer-Kitsch aufgeben. Das ist doch zu 99,9 Prozent Touristen-Indianertum, so authentisch wie der Flamenco, der vor Ballermann 6 aufgeführt wird.
Ähnlich verhält es sich mit dem Sisko: Der sollte sich langsam mal überlegen, ob er ein Gesandter der Wurmlochwesen oder ein Sternenflotten-Offizier sein will. Das ewige Hin und Her geht mir jedenfalls an die Nerven. Und die bajoranische 'Religion' finde ich zwar relativ originell, aber auch verräterisch: Die höheren Wesen sind Quanten-Erscheinungen- soso ...
Überhaupt Religion: Im Star Trek-Universum haben alle Völker eine Religion. Und nicht nur das, dieser Religion hängen dann auch alle Angehörigen eines Volkes an - vielleicht ein bisschen mehr oder weniger intensiv und sorgsam, aber doch. Dass Angehörige des einen Volkes zu Anhängern der anderen Religion werden, kommt praktisch nicht vor bzw. wenn, dann ist gerade das das Problem.
AtheistInnen hingegen gibt es nicht im Star Trek-Universum. Alle Wesen im Star Trek-Universum brauchen offenbar eine Religion. Wie, warum und wann es dazu gekommen ist, dass die AtheistInnen auf der Erde ausgestorben sind, hat aber keine Folge der 5 Serien je erklärt.
Das ist wohl das eine Tabu, an das sich Roddenberry und Co. nicht mutig heran zu gehen trauen, obwohl durchaus schon jemand vor ihnen dort ging.
Das finde ich sehr schade.
Bin ich jetzt sehr OFF TOPIC?
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit
Harald Leinweber

Aurelia
17.04.2000, 01:43
Hallo Astrid!
Du hast ja so recht!:
...'gesichtsmaske aus knete'
Der Kerl konnte sich in so ziemlich alles verwandeln, was grad nötig war-
warum nicht in einen gutaussehenden Humanoiden???
Live long and prosper
Aurelia

Aurelia
17.04.2000, 02:32
Sehr geehrter Herr Leinweber!
Vielen Dank für die erhellenden Antworten!
Zu Ihrem Beitrag vom 15.04.:
Ihrer Einschätzung von Captain Janeway kann ich nur zustimmen (spätestens seit ihrem psychischen Totalversagen in diesem völlig leeren Raumabschnitt neulich...setzt sie ab!!!)
Und zu Seven of nine
wenn ich mich auch darüber ärgere, dass
die Paramount-Leute mich für ein Tier halten.
-wieso, klappt doch (siehe Kira und ihr Kostüm!)
Zu Ihrem Beitrag vom 16.04.:
nana, Contenance, wenn ich bitten darf!
Scheint ja ein sensibles Thema zu sein!
Ich kann Ihnen da aber nicht ganz folgen -
Wann und wo bitteschön wird denn eine Religion der Erdenbewohner erwähnt -und welche wäre das dann?
Wer eine Religion hat, sind die Klingonen und die Bajoraner, die allerdings auch auf anderen Gebieten etwas rückständig wirken; sowie die Vulkanier -bei denen hat es mich allerdings auch gewundert!
Ach ja, und die Ferengi natürlich!
Aber sonst?
Die Borg? Wohl kaum!
Die Cardassianer -möglich, wäre mir aber entgangen.
Die Symbionten?
Die Gründer sicher auch nicht! (Die nutzen bloss das Bedürfnis weniger weit entwickelter Kreaturen nach religiöser Führung aus)
Bleiben die Menschen, und da wird meines Wissens keine Religion gezeigt, niemand erwähnt Gott oder übt einen wie auch immer gearteten Gottesdienst aus.
Vielmehr verwahrt Picard sich mindestens einmal dagegen, Urteile aufgrund veralteter (Glaubens-)Vorstellungen zu fällen, Bashir ist ja wohl ein astreiner Atheist, und wenn Sisko vor seiner Zwangsrekrutierung zum Abgesandten der Propheten irgendeinem Glauben angehangen hätte, so wäre doch sicherlich der daraus entstehende Konflikt thematisiert worden! Ich kann mich aber nur erinnern, dass er Schwierigkeiten hatte, sich ÜBERHAUPT von irgendeinem Glauben vereinnahmen zu lassen.
Vielleicht ist mir diesbezüglich einiges entgangen und Sie können Ihre Thesen näher erläutern,
bis dahin galaktische Grüsse
Aurelia
P.S. -off Topic? Ich weiss nicht, bin noch relativ neu hier...darf ein Thema sich weiterentwickeln?

Astrid Barrera
17.04.2000, 03:22
jawohl, jawohl, 'ballermann-spiritualität', sehr schoen!
mir geht dieses getue auch total gegen den strich, wer kann wirklich so jemanden ernst nehmen???
aber ich muss ein wort fuer captain janeway sprechen: sooo schlecht ist sie gar nicht! sie ist etwas madamig, ja, schon, aber sie hat eben diese mutter-qualitäten, die finde ich ganz interessant, im zusammenhang mit startrek, da gab es sowas ja noch nie! ist halt mal was ganz anderes!(wegen dieser muetterlichen qualitaeten wird sie uebrigens auch nie, nie, niemals mit chakotay in die kiste steigen, denn muetter duerfen ja keine offensichtliche sexualitaet haben - wolln wir wetten?)
ach, und ganz vergessen habe ich (wie konnte ich!): dass NATUERLICH jean-luc picard die EINZIGE startrekfigur ist, die ANSATZWEISE an spock herankommt, attraktivitaetsmaessig - er hat halt noch den tacken emotionalitaet, der spock hin und wieder fehlt (wobei das natuerlich auch einen teil des reizes ausmacht!).
und natuerlich, aurelia, darf sich ein thema weiterentwickeln!

Aurelia
17.04.2000, 16:53
Hallo allerseits!
Vielen Dank, Astrid
und natuerlich, aurelia, darf sich ein thema weiterentwickeln!
nun denn...
'Ballermann' finde ich etwas krass! Ich meine, das ist eine Fernsehserie! In welcher Form hättet Ihr«s denn gern?
Zu Janeway: Interessanter Apekt, das Mütterliche als neue Komponente bei StarTrek, da ist schon was dran! Bloss finde ich sie gerade unter diesem Blickwinkel nicht wirklich stimmig! Die Episode neulich, die ich bereits erwähnt habe, als die Voyager diese absolute Leere durchflog -ihr Verhalten war sowohl für einen Captain, als auch für eine Mutter absolut indiskutabel!
Weiter oben wurde die Frage gestellt, ob es weibliche Autoren bei StarTrek gibt -angesichts dieser unausgegorenen Figur glaube ich das eher nicht!
(Vielleicht ist die Schauspielerin aber auch schlecht!)
Das bringt mich zu Picard (hervorragender Darsteller!)
Ich hab«s ja auch schon mal angedeutet, NATÜRLICH hast Du absolut recht -er IST der Einzige, der an Spocks Attraktivität heranreicht!
Im wirklichen Leben wär er mir vielleicht sogar lieber (Kopfeinzieh!), das liegt an seiner Genussfähigkeit!
Lange Sommerabende mit guten Gesprächen UND einer (oder zwei, oder drei...) guten Flasche Rotwein -würd«ich ungern drauf verzichten...
L.l.a.p.!
Aurelia

Astrid Barrera
18.04.2000, 16:31
Im wirklichen Leben wär er mir vielleicht sogar lieber (Kopfeinzieh!),
das liegt an seiner Genussfähigkeit!
Lange Sommerabende mit guten Gesprächen UND einer (oder zwei,
oder drei...) guten Flasche Rotwein -würd«ich ungern drauf verzichten...
äääh, ja, schon, ABER...
er KANN ja auch ne furchtbare zicke sein!
und fuer gute gespraeche ist ja nun spock auch nicht grade der falsche...
und janeway - nun jaaa, diese 'leere-raum-folge', von der ich den namen schon wieder vergessen habe,war der - offensichtlich gescheiterte versuch, durch einfuehrung von offensichtlicher hilflosigkeit eben doch was 'mal ganz weibliches' (weil sie sich dann doch auch etwas mehr an chakotay anlehnt), sprich, hilfloses zu installieren. klappt natuerlich nicht, denn da steht man als drehbuchschreiber vermutlich vor dem dilemma, entweder janeway mehr dem weibchenschema anzupassen oder (wenn man sie haette souveraener agieren lassen)sie noch souveraener (und damit vermeintlich maennlicher zu machen). da die drehbuchschreiber fuer startrek aber offensichtlich alle maennlich sind, ist eine so souveraene frau eine bedrohung und wird vermutlich auch beim zuschauer nicht sooo gut ankommen (gibt es eigentlich mehr maennliche oder mehr weibliche startrek-gucker? das haette sicherlich auch einfluss auf die entwicklung der figur und ihres verhaltens).
nur so eine arbeitshypothese, zum abschuss freigegeben und relativ ungefiltert.

trick17
20.04.2000, 08:23
Huch, die Statements der holden Weiblichkeit im Forum scheinen ja meine Vermutung zu bestätigen. Faszinierend, kann ich da nur sagen. Und wohl auch ziemlich unlogisch; wenn ich als Nicht-Trekker richtig informiert bin, bekommen Vulkanier doch nur einmal im Jahr eine Erektion, oder?
zivilisiert, höflich, gebildet,neugierig, aufmerksam, selbstbewußt, nicht machistisch, cool
That unit is a woman. A mass of conflicting impulses.
... Spock and Nomad, 'The Changeling,' stardate 3541.9..
I have never understood the female capacity to avoid a direct answer to any question.
... Spock, 'This Side of Paradise,' stardate 3417.3..
Women are more easily and more deeply terrified ... generating more sheer horror than the male of the species.
... Spock, 'Wolf in the Fold,' stardate 3615.4..
Quelle http://www.sb-software.com/quote_n.html
Was die Frauen angeht, so ist Seven in ihrer sexy Uniform schon ein Highlight der Serie und die kühle und direkte Art hat was Prickelndes. Ich kenne die neuen Voyager-Folgen nicht, hoffentlich 'verweiblicht' die nicht inzwischen und beteiligt sich ebenfalls an den üblichen Gesprächstherapien.
Bisher noch gar nicht erwähnt wurde aber meine persönliche Favoritin B'Elana Torres. Das ist doch ein liebenswertes Persönchen, oder? Klingonen in ihrer unverkrampft-natürlichen Lebensweise sind als Kontrast zum sonst üblichen Herumpsychologisieren wirklich unverzichtbar...
Janeway hielt ich anfangs für die wiederauferstandene Rosa Luxemburg, was wohl hauptsächlich an der schrecklichen Frisur der ersten Folgen lag. Inzwischen nervt mich die Mutter Beimer der Voyager allerdings nicht mehr so wie zu Beginn. Trotzdem - weniger Glucke wäre mehr.
Generell ärgert mich an dem ganzen StarTrek-Universum, dass die Amis offenbar so wenig Fantasie im Erfinden von wirklich *fremden* Kulturen besitzen. Ein *realer* Japaner ist 'außerirdischer' in seinem Verhalten als irgend so ein Fatzke aus dem Gamma-Quadranten.
Ach ja, was suchen eigentlich die (zu allem Überfluss auch noch nervigen) Kinder an Bord? Gibt's etwa Vierjährige auf einem Flugzeugträger oder in Polarstationen?

Wolf J
20.04.2000, 15:07
Ach ja, was suchen eigentlich die (zu allem Überfluss auch noch nervigen) Kinder an Bord?
Diese Frage wurde aber schon desöfteren geklärt. Man wird Kinder auch nur an Bord von größeren Schiffen wie die Enterprise finden, dessen Prämisse das Forschen ist, und nicht auf reinen Kriegsschiffen oder Kreuzern.
Und zwar sind Kinder bzw. Familien an Bord, um eben diese zusammen zu halten. Speziell bei solchen Schiffen die auf längerer Mission sind, und nur ab und zu mal bei der Erde vorbeischauen, macht das Sinn. Oder sollen die Kinder in ein Waisenhaus, bis alle paar Monate die Eltern vorbeikommen???
Auf Kampfschiffen oder zu Kriegszeiten wird man kaum Kinder vorfinden.
(quote)Ein *realer* Japaner ist 'außerirdischer' in seinem Verhalten als irgend so ein Fatzke aus dem Gamma-Quadranten.(quote)
Nachdem Star Trek schon Hunderte von Außerirdischen hervorgebracht hat, sollen die sich auch alle außerirdisch benehmen? Bzw. was ist außerirdisches Benehmen? Es gibt genug außerirdisches Verhalten, auch wenns übermäßig im Delta statt Gamma Quadranten ist.
Wolf J

Harald Leinweber
21.04.2000, 02:07
Guten Tag!
B'Elana Torres hätte ich beinahe vergessen.
Eine sehr gute und starke Figur, aus der in den letzten Folgen fast nichts mehr gemacht wird.
Einer ihrer besten Auftritte fand in einer der ersten Folgen von 'Voyager' statt:
Captain Janeway fragt: 'Wie lange brauchen Sie für die Reparatur?'
Torres: '10 Stunden.'
Janeway: 'Ich gebe Ihnen 5 Stunden.'
Torres: 'Captain - so läuft das nicht. Wenn ich sage '10 Stunden', dann brauche ich 10 Stunden.'
Das waren genau die Worte, die Scotty mal hätte sagen sollen - wahrscheinlich hätten es ihm Generation von Sternenflotten-L.I.s gedankt, deren Normen so unerträglich hoch geschraubt worden sind!
Noch eine bislang zu Unrecht nicht erwähnte starke Frau: Fähnrich Ro Laren!
Eine Anmerkung zu Kostümen: Die Uniformen der Next Generation sind unter aller Kanone.
Wenn ich mir etwa betrachte, zu was für einem Strampelanzug der Counselor gezwungen wurde - peinlich, peinlich, peinlich!
Aber auch: Wenn da hochrangige Gäste empfangen werden, haben auch die älteren Herrschaften der Crew und des diplomatischen Personals nichts besseres anzuziehen als Jumpsuits und Overalls.
Gibt es in der Föderation keine Dicken, oder besonders Schlanke, oder andere, die ein wenig hier oder da kaschieren möchten? Wünscht niemand mehr, sich durch seine Kleidung auszudrücken?
Die einzige, die in Bekleidungsfragen etwas Klasse an Bord der Enterprise hat, ist Guinan.
Auch in späteren Folgen der Next Generation gab es gelegentlich mal was anderes zu sehen, etwa wenn sich Picard auf einen Reit-Ausflug begab (diese Stirb-langsam-Variante war sowieso klasse) oder es sonstwie Anlass für das Costume Departement gab, etwas Kreativität zu entwickeln.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit
Harald Leinweber

F JoKeL
21.04.2000, 03:00
Guten Morgen allerseits!
Möglicherweise kann ich - Aurelia - bei der Suche nach den fehlenden Religionen helfen.
Ich hab den Eindruck, daß die Borg... keine Religion vertreten sollen! Vielmehr scheinen sie die amerikanische Auslegung des KOMMUNISMUS zu sein!

Harald Leinweber
22.04.2000, 01:57
Guten Tag!
Aurelia schreibt: 'quote 'wenn ich mich auch darüber ärgere, dass die Paramount-Leute mich für ein Tier halten.'
-wieso, klappt doch (siehe Kira und ihr Kostüm!)'
Nur, damit da kein Mistverständnis aufkommt:
- Ich bin natürlich a u c h ein Tier, manchmal.
- Auch ein knappstsitzendes Kostüm ist eine inhaltliche Frage. Kira wird nicht erst durch ihr Kostüm attraktiv - sie wäre es auch ohne.
(Zweifellos!)
Bei den starken und interessanten Frauen wurde die Mutter des Counselors, Laxwana Troi (das ist bestimmt nicht richtig buchstabiert) noch nicht erwähnt. Wer könnte aber Picards vorgebliche Werbung um sie - zum Zwecke der Ferengi-Täuschung - vergessen, gehüllt in die Worte des unsterblichen Barden?
Allein Frau Trois Fähigkeit, dem Captain der Enterprise nachhaltig auf die Nerven zu fallen, weist sie aus - wie übrigens 'Q', mit dem sie dies immerhin gemeinsam hat.
Dass die Borg eine amerikanische Vision von Kommunismus sein sollen, denke ich auch. Des weiteren, dass sie den Posbis aus dem Perry Rhodan-Universum nachgebaut sind. Und dass die Probleme, die die Drehbuchdroiden mit ihnen haben, daran liegen, dass Amerikanern das Konzept Kommunismus relativ fremd ist.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit
Harald Leinweber
(Beitrag wurde von Harald Leinweber am 22.04.2000 um 02:18 Uhr bearbeitet.)

Astrid Barrera
22.04.2000, 04:30
zur kostuemdebatte hab ich auch noch was:
die outfits von counselor troi sind aber auch wirklich der hammer; denn wer a) einen glaenzenden lycra-ganzkoerper-anzug tragen muss, und dazu noch b)das ganze auch noch mit einem RIESIGEN asymmetrischen ausschnitt, der ueberhaupt nicht zum rest des kostuems passt, der ist doch wirklich gestraft, oder? was hat sich marina sirtis wohl zuschulden kommen lassen, dass sie dieses ding auftragen musste?

Harald Leinweber
22.04.2000, 22:01
Guten Tag!
Es geht das Gerücht, dass Marina Sirtis vor ihrem Dienst auf der Enterprise in Pornofilmen mitgewirkt haben soll.
Ob das die grässlichen Jumpsuits erklärt, weiss ich aber nicht. Jedenfalls: Die arme Frau!
Während ja wiederum Picard das ausdrucksvolle Jackenzupfen zum Stilmittel entwickelt hat. Weil die Mist-Dinger, die übrigens deshalb um den Bauch herum schwarz sind, damit ältere Leute mal ein Bäuchlein kaschieren können (Riker!), offenbar zu kurz geschnitten sind, müssen die jedesmal nach dem Hinsetzen, Aufstehen oder sonstigen Positionswechseln wieder von unter den Achseln in eine halbwegs manierliche Position gerückt werden.
Die Ausstattungsabteilung der Sternenflotte sollte vielleicht doch mal kurz von den Borg besetzt werden ... (Obwohl deren Kleidung ja wohl mehr was für S/M-Fans und Martial Arts-Freaks sein dürfte.)
Kürzlich habe ich übrigens mal gelesen, dass Picard der grosse Verlierer der Sternenflotte ist: Kein anderer ist in mehr militärischen Auseinandersetzungen unterlegen bzw. noch häufiger ihnen ausgewichen ...
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit
Harald Leinweber

(Beitrag wurde von Harald Leinweber am 22.04.2000 um 20:02 Uhr bearbeitet.)

Aurelia
23.04.2000, 02:38
Hallo allerseits!
Hey, Ihr wart ja richtig fleissig, klasse!
Lieber Herr Leinweber
Ich bin natürlich a u c h ein Tier, manchmal.Das beruhigt mich ungemein!
B«Elana Torres finde ich auch sehr erfrischend, ebenso, dass in den letzten Folgen fast nichts mehr aus ihr gemacht wird- wie überhaupt bei Voyager die Figuren wesentlich oberflächlicher bleiben als in den anderen StarTrek-Serien.
Dafür sind die Kostüme nicht ganz so grässlich wie in Next Generation.
Aber ist es nicht denkbar, dass Marina Sirtis ein 'besonderes' Kostüm haben wollte? Schliesslich besteht eigentlich kein Grund dafür (Ezri Dax ist auch Counsellor und trägt die gleiche Uniform wie die anderen auf DS9)! In dem Fall hätte sie halt einen schlechten Geschmack. (Wie bei Männern, Will Riker, bähh!)
Und dass es bei der Sternenflotte keine Dicken oder Dürren mehr gibt -ist das so abwegig? Wenn die Entwicklung so weitergeht, werden wir diese lästigen Abweichungen vom allgemeinen Körperideal noch in diesem Jahrhundert augemerzt haben!
trick 17, vielen Dank für die lustigen Spock-Zitate! Ich denke, seine Meinung über Frauen unterscheidet sich nicht wesentlich von seiner Meinung über Menschen allgemein -er stellt sie höchstens als eine Steigerung des Menschlichen dar...und behandelt sie TROTZDEM zivilisiert, höflich usw.
Naja, und die blosse HÄUFIGKEIT einer Erektion macht einen Mann ja nicht attraktiv (obwohl, sind es nicht sogar sieben Jahre? Wer weiss, wie oft das Pon Farr auftritt? Herr Leinweber???!)
Es sind noch viele Fragen offen, aber das Posting wird zu lang!
Erstmal galaktische Ostern Euch allen
Aurelia
(Beitrag wurde von Aurelia am 23.04.2000 um 00:39 Uhr bearbeitet.)

Astrid Barrera
25.04.2000, 02:07
lb. aurelia,
das pon farr findet tatsaechlich nur alle sieben jahre statt, hat aber weniger mit vorspiel/erektion zu tun als mit einem massiven ungleichgewicht hormoneller art, was sofort zu grossem unwohlsein, unausgeglichenheit, gereiztheit und ganz untypischen gefuehlsausbruechen fuehrt. zu loesen ist es nur durch a) einen rituellen kampf, dessen namen ich aber vergessen habe; oder b)durch die wahl einer zustimmenden partnerin, mit der alsbald eine paarung stattfindet.
soweit ich das bis dato verfolgen konnte & verstanden habe...
gute nacht!

ulub
26.04.2000, 19:52
Janeway wurde kürzlich von einem meiner Bekannten recht krass als 'Bauerntrampel' bezeichnet, der sich 'gefälligst nicht ständig mit auf das Kinn gestütztem Handrücken dem Nichtstun hingeben solle'. So ists, auch wenn ich hier natürlich keinesfalls irgendwelche Vorurteile gegenüber dem nährenden Stand unterstützen möchte.
Ihre sinnentleerten Blicke aus dem Fenster der Voyager machen mich aber denn doch ein wenig grantig. Ein bißchen versöhnt hat mich allerdings ihr Verhalten in der Folge 'Ein Jahr Hölle'. Das war schon recht Sternenflotte, oder?
Kira ist zwar eine starke Frau, allerdings geht mir ihre Religiosität und das Widerstandverherrlichen auf die Nerven.
Und warum erwähnt nie einer die klingonischen Frauen? Wenn die nicht stark sind... :-)

RUSirius
02.05.2000, 00:01
hi
neu hier
OFF TOPIC:
Herr Leinwebeber ich lieg vor Ihnen. Sie scheinen in diese Debatten der informierteste Geist zu sein. Nicht dass ich mich Ihrer Meinung immer anschliessen koennte ist sie dennoch meist interessant.
Politik in ST
Mir scheint die Gestaltung der jeweiligen Gegner (bezogen auf die verschiedenene Staffeln und deren Entstehungszeit) schon sehr deutlich auf die politische Situation der USA abgestimmt zu sein. Insofern seheh ich auch eine Differenzierung der 'bösen Commies' innerhalb der Serie. Die 'alten' Klingonen hatten in jedem Fall so viel kommunistischen Charme wie die Borg der Voyager.
Am nettesten finde ich die Konstellation zu Ende der TNG / zu Beginn von DS9:
Die Bajuraner sind die unterdrückten Juden, die das Vorurteil des Händlervolkes an die Ferengi abgegeben haben. Die Rolle der Faschisten geht an Cardassia und der Maquis macht sich als allumfassende Resistance bemerkbar. Die Religion der Bajuraner scheint hier eher eine pantheisatische Positiion einzunehmen da die Wurmlochwesen schon so abgehoben wie einst Q walten.
Eagl wie weit ich dabei irre: mir scheint. dass die Feinde der USA immer auch ein nahezu archetypisches Feindbild in der Serie generieren.
Spass Stefan

ulub
05.05.2000, 15:22
RUSirius: Milestone?

Wolf J
05.05.2000, 17:59
Während ja wiederum Picard das ausdrucksvolle Jackenzupfen zum Stilmittel entwickelt hat.
Deshalb hat dieses Stilmittel im Star Trek Universum auch den Titel 'Picard-Manöver' erhalten. Man beachte es vor allem wenn ein unkooperativer Zeitgeist auf dem Bildschirm erscheint.
mir scheint. dass die Feinde der USA
immer auch ein nahezu archetypisches Feindbild in der Serie generieren.
Genau dies war doch die Intension von Gene Roddenberry gewesen. Die Serie Star Trek ist in einer sehr turbulenten Zeit entstanden. Und Roddenberry wollte mit seiner Serie nicht von diesen Geschehnissen davon ablenken, sondern sie, vor dem Hintergrund des Zukunfts-Raumzeitalters mal mehr oder weniger dezent behandeln, so dass die Leute darueber nachdenken.
Deshalb erschien nicht nur das Thema 'Kalter Krieg' sondern z. B. auch Rassentrennung, was sehr prekär war zu Zeiten der Classic Series.
..verweist auf eine der letzten Folgen: 'Bele jagt Lokai'
Kürzlich habe ich übrigens mal gelesen, dass Picard der grosse Verlierer der Sternenflotte ist: Kein anderer ist in mehr militärischen Auseinandersetzungen unterlegen bzw. noch häufiger ihnen ausgewichen ...
Naja, immerhin hat er im Gegensatz zu Kirk noch kein Schiff verloren (das ging auf die Kappe von Riker ). Und ausgewichen? Bei so vielen Familien und Zivilisten an Bord ist das kein Wunder. Mit sowas musste sich Kirk nie rumschlagen.
Wolf J