Vollständige Version anzeigen : TKKG
Tarzan, Karl, Klößchen und Gabi (mit Hund Oskar)- die TKKG-Bande.
Die Bücher kamen wohl so 83 raus, und ich hab sie einige Zeit mit Begeisterung verschlungen
Als ich ein paar Jahre später nochmal in eines meiner zahlreichen TKKG-Bücher reingelesen habe, war ich jedoch ganz schön geschockt. Die Kinder waren ja so brav, so strebsam und die besten Freunde der Polizei und damit die größten Widersacher gegen jegliche Verbrecher. Und dazu so klug und stark, dass es eine wahre Freude ist.
Na ja, als Kind braucht man vielleicht solche Vorbilder - TKKG gibts ja immer noch (inzwischen glaub ich weit über 150 Bände).
stefanie2
02.07.2001, 15:17
So gegen Ende der 80er hat unser Bücherbus (von der Stadtbibliothek) die TKKG-Bücher mit der Begründung entfernt, sie seinen faschistisch.
Das klingt ein bißchen heftig in meinen Ohren, ein Körnchen Wahrheit ist aber vielleicht dran.
Schon als Kind hat mich dieser pädagogische Anspruch gestört- Tarzan, das Vorbild, war so brav, dass es wehtut. Die Mathe-Aufgaben erledigt er sofort, mit Konzentration, weil es so schneller geht. Zum Zahnarzt geht er gerne und regelmäßig, weil der ja wegen Tarzans vorbildlichen Putzverhaltens NIE etwas findet. Seine arme Mutter macht er durch fleißiges Arbeiten glücklich. Belohnungen nimmt er nicht an, weil 'das doch selbstverständlich ist'.
WÜRG!!!
Verbrecher haben immer häßliche Namen und sehen auch so aus. Pusteln , Bierbäuche etc.
Gabi ist blond und muss behütet werden. 'Das ist nichts für ein Mädchen!'
Nochmals WÜRG!
An einigen Stellen kommt meiner Meinung nach auch unterschwelliger Ausländerhaß durch (Italiener, Türken), zumindest ist mir das bei nochmaligem Lesen als Erwachsene so vorgekommen. Stellen kann ich spontan nicht zitieren. Das wäre eigentlich ein nettes Thema für eine Magisterarbeit.
Ich kann mich dunkel an ein Interview mit dem Autor, einem gewissen Stefan Wolf, erinnern. Der kam mir damals auch irgendwie seltsam vor, so Pfadfinder-gestählte-Jugend-mäßig.
Faschistisch finde ich immer noch ein hartes Wort für das alles, aber vielleicht trifft es das am besten.
Bin auf Eure Meinungen gespannt!
stefanie2
02.07.2001, 15:23
Das Thema 'Verhalten gegenüber der Obrigkeit' habe ich noch vergessen. Die Polizei ist nicht nur 'Freund und Helfer', man muss stets gehorchen, weil das Staatsbürgerpflicht ist. Hinterfragen darf man sowieso nie etwas.
Peter Nidetzky
02.07.2001, 17:48
Sei's drum, ob TKKG jetzt faschistische Tendenzen vorweist oder nicht: Allein schon wegen dem grausigen Titellied auf den Hoerspielkassetten gehoert das ganze verboten. Und zwar per Verfassungszusatz.
also, ich fand die früher schon doof und viel zu spiessig.
Die TKKG-Bücher faschistisch? Also, das klingt für mich nun aber reichlich übertrieben! Waren das die selben Leute, die später dann Harry-Potter-Bücher als Teufelsanbetung aus ihrer Bücherei verbannt haben?
Was ich übrigens auch interessant finde: in den späteren Ausgaben wird Tarzan, der ja eigentlich Peter hieß, Tim genannt.
Hat jemand eine Ahnung, aus welchen Gründen es zu dieser Umbenennung kam?
Hallo! Dies ist mein erster Beitrag.
Zum Thema: Die Umbenennung von Tarzan fand in Band 36 'Anschlag auf den Silberpfeil' statt. Unser poklitisch ach so korrekter Tarzan sah im Kino einen Tarzan-Film und fand es eklig, wie eben dieser Tarzan dort unschuldige Tire abschlachtete (womit bewiesen wäre, wieviel Ahnung Stefan Wolf von der Tarzan-Saga hat). Jedenfalls, darauf hin wollte Tarzan mit diesem Namen nichts mehr zu tun haben. Um das 'T' von 'TKKG' zu erhalten, entschied man sich für Tim, da Tarzans Großvater Timotheus hieß...
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Enteignet Springer!
K_Ninchen
05.07.2001, 01:00
*singausvollerInbrunst*
'TKKG- die Profis in spe, TKKG, die Profis in spe, wir lösen für sie jeden Fall, wenn Sie woll'n, überall. (*schrei*) T-K-K-G!'
Aber mal davon abgesehen, daß ich den Titelsong noch erschreckend deutlich im Ohr habe, muß ich ja jetzt mal zugeben, daß wir zur Zeit der Fernsehausstrahlung alle für 'Tim' geschwärmt haben. mannometer, der war unser fleischgewordener Jugendtraum- und mittlerweile sieht man ihn als Erwachsenen als SK Baby im Fernsehen rumhängen und lacht sich kaputt. Naja...
Den Inhalt der Serie haben wir damals irgendwie nicht hinterfragt. Obwohl einem das brave Getue von Tim und Gabi schon sehr auf die Nerven gehen konnte, das stimmt. Das ganze jetzt aber als faschistisch einzustufen- hm.......ich weiß nicht...dazu müßte ich es heute nochmal sehen. Auf jeden Fall bin ich dadurch nicht in meiner Einstellung vom Weg abgekommen und hab mich zu einem ganz normalen Menschen mit gesunder Toleranz entwickelt.
*Ende der Abhandlung*
Raphael der Himmlische
27.07.2001, 13:29
Hallo allerseits!
Der Logik des oben Gesagten kann man sich eigentlich nicht ganz entziehen, in der Tat wirken einige Motive von TKKG tendentiell faschistisch.
Allerdings werden in vielen Folgen auslaendische Mitbuerger in Schutz genommen und das ganze wird dann auch als ethische Pflicht geschildert. Dennoch, unkritisch und oberflaechlich bleibt das ganze irgendwie schon.
Hier noch ein link aus diesem Forum, da wir dort schon einiges zu TKKG gesagt hatten:
http://www.alles-bonanza.net/forum/showthread.php?s=&threadid=3198
Ach so, und da gab es doch noch die 'alte' Titelmelodie:
'TKKG ... TKKG ... Tarzan, Karl und Kloehoeschen loesen alle Note ... und Gaby, die Pfote, ja das sind wir, die neuen vier!'
Ganz schlimm,
findet
Euer Raphael
Ja, genau. ich gestehe: auch ich habe diese dinger massenweise verschlungen.
radikal waren aber auch die typisierungen der hauptprotagonisten.
wie würden diese figuren als erwachsene aussehen?
tarzan, anwalt, sportfreak, ernährt sich vegetarisch und zeigt falschparker an.
gabi, tierärztin die nach vier fehlgeburten zwanghaft tier mit nach hause schleppt.
klößschen, fett und vereinsamt.
karl, verhungert mit 50 dm in der tasche mitten im supermarkt. ätzend.
Mensch Raphael, vielen Dank! Jahrelang habe ich mich gefragt, was die bei der TKKG-Titelmelodie singen. 'Lösen alle Note', also.
Hm, keine Wunder, dass ich das nie verstanden habe - das versteh ich ja heute noch nicht mal. Irgendeinen tieferen Sinn wirds schon haben... ich vermute, sie haben einfach keinen besseren Reim auf Pfote gefunden.
Hi,
(mein erster Beitrag hier)
TKKG habe ich als Kind auch verschlungen, die ersten Bücher waren so 'Minis' (später in Band 9, 'Abenteuer im Ferienlager' zusammengefasst). Das muss 1979, spätestens 1980 gewesen sein. Um 1980 dürften auch die ersten fünf 'richtigen' Bände erschienen sein.
Stefan Wolf hieß in Wirklichkeit m.W. Rolf Kalmuczak (oder so ähnlich), wohnt irgendwo in Süddeutschland, und wurde (zufällig?) in den frühen 80ern von den einzig wahren Kamera-Versteckern Paola und Kurt Felix verladen und trat dann in der Show auf. Ist mir irgendwie im Gedächtnis geblieben.
Ich würde auch nach heute noch sagen, dass die Stefan-Wolf-Bücher durchaus gut geschrieben sind, allerdings schon ziemlich moralinsauer. Andererseits: Man wusste als Leser immer was kommt. Die hier ja bereits zitierte 'alte' Hörspielmelodie charaktiersiert das ganz gut. Wenn ich mich richtig erinnere, ging das doch etwa so weiter:
Tarzan ist der Kopf des ganzen,
Karl lässt schnell die Fakten(?) tanzen,
Klößchen ist ein guter Typ,
Gaby hat den Tarzen *lieb*.
(Nein, ein besonders progressives Mann-Frau-Rollenverständnis wird man dem Autor dieser Zeilen sicher nicht unterstellen können...)
Mich hat TKKG so um Band 38 herum aufgehört zu interessieren, zum einen wird man ja älter, zum anderen war das Schema der Geschichten letztlich doch immer wieder das gleiche und zum dritten war bei den Hauptprotargonisten ja überhaupt keine Entwicklung im laufe der Bände. Wobei: irgendwo um Band 33 herum wird die Beziehung zwischen Gaby und Tarzan etwas intensiver dargestellt. Ein oder zwei Bände später ist es dann aber doch wieder die alte Quasi-Geschwisterschaft. Irgendwann wirkt das nicht mehr glaubwürdig.
Faschistoide Tendenzen würde ich den Büchern aber nie unterstellen. Woren will man das den dingfest machen? Die Geschichten leben halt vom Gut-/Böse-Gegensatz.
Übrigens: Die Hörspiele (und noch schlimmer die Fernsehserie) waren nicht nur von der Machart, sondern auch vom Inhalt her grauenhaft. Die Original-Buchgeschichten hatten ja immer mehrere miteinander verwobene Erzählstränge. Davon blieb in den eingedampften Vertonungen jede Menge auf der Strecke und teilweise wurden die Geschichten dadurch regelrecht unverständlich.
Ciao, Dirk
Frau Dr Best
12.08.2001, 19:58
Bei uns, hier in Köln, gibt es TKKG sogar als Theater- Hörspiel-stück, kombiniert mit dem großen John Sinclar(schreib er sich so, der Mächtigste aller Geisterjäger)..!
Also, ich bin sehr oft im Auto unterwegs und packe zu diesem Zwecke schon mal alte Hörspielkassetten aus (neben TKKG übrigends auch '???').
Eines ist mir sofort aufgefallen. Unser damaliger Held Tarzan (später Tim) - und geben wir es doch zu, wir Jungs beneideten ihn um seine Kampftechniken und seine wunderschöne Freundin Gaby (Pfote) - hatte in jeder Folge nichts besseres zu tun, als irgendjemand ungefragt mit seinen Karateschlägen zu vermöbeln (die Gründe waren meist sehr fadenscheinig) oder einen äußerst respektlosen Ton gegenüber Erwachsenen anzuschlagen. Ist mir damals gar nicht aufgefallen ....
P.S.: Hat Tim/Tarzan/Peter es eigentlich irgendwann einmal geschafft 'seine' Gaby zu küssen???
Raphael der Himmlische
27.08.2001, 18:26
Hallo Phippo!
Ja, er hat sie kuessen duerfen! Das mag in einem Hoerspiel natuerlich den romantischen Charakter erst gar nicht aufkommen lassen. Aber ab den Folgen ab Nr. 80 'gingen' Gabi und Tim dann eindeutig miteinander!
Und dann noch eine Preisfrage: Ab wann aenderte sich dann die Titelmelodie von TKKG?
Als Tarzan sich Tim nannte? (Die Folge mit der 'weissen Schmuggleryacht'?)
Dann hiess es doch ploetzlich:
'TKKG die Profis in spe ... wir loesen fuer sie jeden Fall, wenn Sie woll'n ueberall ... TKKG!'
meint
Euer Raphael
Kann es sein, dass die Titelmeldodie zuerst für die Fernsehserie (mit Fabian Harloff als Tim) geschrieben und danach dann sowohl der neue Name von Tarzan als auch die Melodie für die Hörspiele übernommen wurden?
Raphael der Himmlische
29.08.2001, 01:53
Hallo Patti!
Ja, das kann gut sein! Uebrigens hat man nachher auch Folgen der Fernsehserie als Hoerspiel herausgegeben ... mit den anderen Sprechern ... *grusel*
erinnert sich da noch
Dein Raphael
MiRiAm78
30.08.2001, 19:18
Hallo zusammen!!
Hab ich das falsch in Erinnerung, oder gab es nachher noch Verfilmungen von TKKG-Büchern, in denen gar nicht mehr Fabian Harloff den Tim/ Tarzan spielte. Ich hab ein paar von den Büchern vor kurzem noch mal gelesen (Natürlich nur, um zu überprüfen, ob sie auch für meinen kleinen Bruder geeignet sind!! ;-)) ) und ich finde auch, dass die 4 ja geradezu ekelhaft brav und anständig gewesen sind. Vor allem Tim, 'der heimliche Held meiner Jugend' ;-)) !!! Der ging doch tatsächlich gerne zum Zahnarzt und hatte auch niiiiiieeee nur ein klitzekleines Loch in den Zähnen!! :-))
kann sich noch wer an die peinlichen versuche erinnern die TKKG bücher zu verfilmen. wenigstens karl war da genauso, wie man ihn sich vorstellt, so ein richtig vergeistigter mathefreak, der im leben überfordert ist wenn man ihn zum bäcker schickt um semmeln zu holen. kann mich ansonsten nur noch erinnern ,dass klößchen immer braune unterhosen trug, damit man die schokoflecken nicht so darauf sieht...vielleicht auch wegen anderen flecken:-) naja, nur das ist hängen geblieben, obwohl tonnenweise bücher und kassetten da waren. zum schluß meiner TKKG zeit brachte der pelikanverlag dann noch dünne taschenbücher heraus, deren inhalte aber nicht minder dünn waren.
Eugen Ohneland
02.09.2002, 18:04
@stefanie2: "So gegen Ende der 80er hat unser Bücherbus (von der Stadtbibliothek) die TKKG-Bücher mit der Begründung entfernt, sie seinen faschistisch."
Unglaublich. Die haben nicht gemerkt, daß die Bücher ganz einfach blöd waren. Blöd, aber gut.
"Die Mathe-Aufgaben erledigt er sofort, mit Konzentration, weil es so schneller geht. Zum Zahnarzt geht er gerne und regelmäßig, weil der ja wegen Tarzans vorbildlichen Putzverhaltens NIE etwas findet. Seine arme Mutter macht er durch fleißiges Arbeiten glücklich. Belohnungen nimmt er nicht an, weil 'das doch selbstverständlich ist'."
Sehr treffend beschrieben, aber so was kann man doch nicht mal mit 11 Jahren ernst nehmen, oder? Die Büchereiheinis müssen Trottel gewesen sein.
ABER:
1 Die Jagd nach den Millionendieben
2 Der blinde Hellseher
3 Das leere Grab im Moor
4 Das Paket mit dem Totenkopf
5 Das Phantom auf dem Feuerstuhl
6 Angst in der 9a
7 Rätsel um die alte Villa
8 Auf der Spur der Vogeljäger
9 Abenteuer im Ferienlager
10 Alarm im Zirkus Sarani
Egal wie blöd, stellen sich einem nicht schon bei dem bloßen hinhachen einer dieser dieser Titel die Nackenhaare auf (und - meine Freunde - nicht nur DIE).
Eugen Ohneland
02.09.2002, 18:14
Und noch was über Stefan Wolf:
Ein fiktiver Lebenslauf, gelesen vor Publikum (deutsch)
Geboren wurde ich am Ostersonntag 1938, als der Schnee meterhoch vor meinem Harzer Elternhaus lag. Seitdem reagiere ich empfindlich auf Kälte.
Erster lauter Publikumslacher. Schon hat man was, an dem man sich festhalten kann.
Woraus sich ergab, dass Garmisch-Partenkirchen – der Ort mit dem längsten Winter und schneereichsten Sommer – meine Wahlheimat wurde.
Zweiter Lacher
In der Grundschule weigerte ich mich hartnäckig, Rechtsschreibung zu erlernen – eine günstige Vorraussetzung für meinen späteren Traumjob.
Dritter Lacher
Im Gymnasium fiel ich durch Ideenreichtum auf – war ich doch um eine Ausrede nie verlegen.
Ach sooooooo. Nur noch vereinzeltes Schmunzeln. Man ist gehalten, sich seine angespannten Wangen zu massieren. All diese Witzigkeit.
Da mich Schulbücher langweilten, ich aber geistiges Futter brauchte, wandte ich mich zwangsläufig Karl May zu und konnte mit 12 Jahren Winnetou, Band 3, auswendig – auch rückwärts – aufsagen.
Stille!
Diese Meisterschaft war allerdings nur dem damaligen Mangel an Flutlichtanlagen zuzuschreiben, was Fußballspielen nach Einbruch der Dunkelheit unmöglich machte. Als Halblinker – was sich auf den Schussfuß bezog – war ich natürlich überragend. Trotzdem gab ich nach mehreren verpatzten Elfmetern den Vorsatz, Fußballstar zu werden, auf.
Lautes Oooooch (Bedauern). Einige Hääh? (Unverständnis)
Ich entschloss sich zu etwas überaus Solidem: Dem Kunsthandwerk der Schriftstellerei.
Stille!Irgendwo hinten in der Aula: Schritte (die Schritte von denen, die den Raum verlassen).
Beinah wäre ich dann doch Jurist geworden – als Kompromiss zur Zahnheilkunde, zu der mich mein Vater überreden wollte. Aber die Stimme der Berufung war lauter, und ich volontierte bei einer Tageszeitung mit dem Berufsziel: Journalist.
Stille. Jeder "denk denk denk". Daher das mit dem Zahnarztgeilen Tarzan? Unbewältigte Vaterkonflikte? Jetzt kann man eine Stecknadel im Raum fallen hören.
Schon als Azubi zeichneten sich meine Beiträge aus – vor allem dadurch, dass sie packender waren als das, was sich tatsächlich ereignet hatte. Das erforderte nicht nur stilistische Brillanz, sondern auch sanfte Korrekturen der Tatsachen. Meine Leser waren ihm dankbar. Aber mein Chefredakteur meinte: "Sie sollten für ...???........ arbeiten oder Schriftsteller werden".
Aaaaahhh, ach soooo, deeeeshalb. Waaaahnsinn... diese Offenheit. "Sanfte Korrektur der Tatsachen" also. Das ist es, was wir alle unseren Frauen erzählen.
Stärker noch als der Drang zu journalistischer Karriere war der zu meiner Jugendliebe. Leider erwies sich Ehe und Zeitungsmachen als miteinander unverbindbar: wegen des, für einen rasenden Reporter damals noch selbstverständlichen 24-Stunden-Dienstes – pro Tag!
Um meine Frau und dem weiblichen Nachwuchs wenigstens abends zu begegnen, wanderte ich – nach journalistischen Flegeljahren in allen deutschen Landen – zu einem Buchverlag ab und beschäftigte mich, hauptverantwortlich, mit einem baumwollnen Serienhelden, aus dem dann – trotz seines Engagements – die größte Krimi-Serie der Welt wurde.
Gesegnet seien die Anglophilen, Jerry.
Mit 22 Jahren schrieb ich meinen ersten "Action-Roman", für den ich mich heute noch schäme. Er war so katastrophal, dass er bei den Lesern hervorragend ankam und mich der Verleger für ein großes Talent hielt.
Dabei ist es ja bekanntlich geblieben. Bis auf die Stadtbücherei von Stefania2
Mit emsiger Roman-Produktion stieg das Bedürfnis nach Freiheit. Mit 28 wurde ich Aussteiger – nicht zuletzt, weil ich es satt hatte, als Nachtmensch schon morgens um 8 Uhr an einem fremden Schreibtisch zu sitzen.
Seit 1966 arbeite ich freiberuflich und habe ca. 100 Pseudonyme verbraucht und mir den Ruf absoluter Zuverlässigkeit erworben. "Jedenfalls liefere ich meine Manuskripte immer auf den Tag genau ab: "am 15. ? Okay, dann am 15.!". Nur hinsichtlich des Monats entstehen zuweilen Missverständnisse" – wenn der Verlag z.b. Oktober meinte – er aber November.
Jetzt aber wieder erlösender Lacher nach diesen Minuten angespannter Stille
ENDE
...
Trotz dieser "kleinlichen Auslegungen" hat Wolfi inzwischen mehr Geschriebenes veröffentlich als manch einer in seinem Leben redet. Grob gerechnet sind es: 2.700 Kurzgeschichten für Illustrierte, 36 Drehbücher zu Fernsehfilmen, 160 Taschenbuchkrimis, 200 Heftromane, einige Hörspiele und zwei Dutzend Illustrierten-Romane.
"Zum Jugendbuch bin ich erst mit 42 gekommen – vorher fehlte mir die erforderliche Reife". Zur Zeit schreibt er am 109. TKKG-Roman; und die Flut der Fan-Briefe steigt und steigt.
Er mag – und zwar in der Reihenfolge:
Weib und Kind, Tiere – insbesondere Hunde, Bücher von Könner, ungestörtes Arbeiten bei verstopften Ohren, Langstreckenlauf und Bergsteigen und lebhafte Diskussionen, bei denen außer ihm niemand redet...
(siehe auch www.tkkg.de)
"Ich hol' schon mal den Wagen Stefan!"
Und jetzt alle mitsingen: "T-Kacker-G, die Profis in Speee". Grausiger Vorspann, oder?
Raphael der Himmlische
22.11.2002, 00:59
Immerhin ist der Vorspann besser als bei den ersten Folgen ... was zugegebenermassen nicht viel heisst!
Wieso, wie war´n der? Ich war nie ein großer TKKG-Fan. Wer schon die Rächer und die Gerechtigkeitsliga kannte, für den blieb TKKG halt ein Amateurverein... Es gab kurzfristig übrigens sogar eine TKKG-Comicserie, wirkte vom Stil her Yps-ähnlich und war schnell wieder weg...
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