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Vollständige Version anzeigen : Filmforum


Murmel
05.10.2001, 10:49
So, jetzt mal Dings bei de Bums. Ich war gestern im Kino und sah diesen netten Film Bridget Jones. Leider langweilt mich das Prädikat 'nett' genau wie der Film. Kann sein, dass das an der Inszenierung lag, könnte aber auch generell am Genre 'Romatic Comedy' gelegen haben.
Schrecklich aber auch der Trailer zu einem neuen deutschen Film - Mondscheintarif. Gleiches Thema wie Bridget Jones (Frau über 30 ist Single und hat die Schnauze voll vom Alleinsein), aber wirklich entsetzlich. Was ist am Deutschen Kino so grausam? Sind es die Fernsehbilder, die auf eine Leinwand geworfen werden und irgendwie das Gefühl von Beengtheit entstehen lassen? Sind es die Schauspieler, denen ich nichts abkaufe? Sind es einfach die Autoren oder die Regisseure? Ich habe da so einen Verdacht, den ich in einem nagelneuen Film- und Fernsehforum diskutieren würde. Hier nicht.
Ja, Fernsehen soll auch diskutiert werden. Shows, Serien......
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Filmforum - Kino im Internet
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... und natürlich Fernsehfilme. Information, Infotainment, Werbung. Was gibt es zentraleres an Fragen der Menschheit? Was bewegt uns mehr als die Bilder, die wir jeden Tag in den Nachrichten und in Filmen sehen? Eben. Zwar nur, weil wir ein verschrobener Haufen sind und keiener von uns Freunde hat, weshalb wir das Haus nicht verlassen und nichts erleben, aber, ja, Faden verloren.
Ich bin der Meinung, Sie sollten da mal reinschauen.

Kusie
05.10.2001, 11:42
Murmel,
ich bin heftigst dafür! Wir brauchen so ein Forum. Wirklich interessant die Frage (ich habe auch noch keine wirklich schlüssige Antwort darauf gefunden), warum deutsche Schauspieler so 'mikrig' wirken gegenüber z.B. den amerikanischen Stars. Vielleicht liegt es daran, dass diese 'Aura' des Stars fehlt, die Amis zelebrieren das so schön, das scheint mehr ein psychologischer Effekt zu sein. Trotzdem, wenn ER rum ist (Emergency Room, jaja, ich oute mich, schaue ich wirklich gerne) und dann irgendeine deutsche Möchtegernkopie läuft, muss ich kotzen. Also irgendwas machen die deutschen Schauspieler falsch. Vielleicht sollten die alle englisch lernen und sich synchronisieren lassen - ob«s hilft?
Kusie

cosmokramer
05.10.2001, 12:00
bin dafür

kathi meierhofer
05.10.2001, 12:15
Bin auch dafür.
Aber Herr Clausen sind Sie nicht ein klein wenig mitschuld an dem Hype der im Moment - zumindest bei uns - um den deutschen Film herrscht?

bastifantasti
05.10.2001, 12:23
dafür

Murmel
05.10.2001, 12:59
@kathi:
Der Schuh des Manitu steht ja nicht in der Tradition 'normaler' deutscher Filme. Er ist sehr hollywoodesk gefilmt und Bully scheut sich nicht, getreu seinen amerikanischen Vorbildern (Zuckerbrüder, etc.) zu inszenieren. Aber über den Film möchte ich nicht schreiben oder diskutieren. Warum der so eingeschlagen hat, kann ich nicht verstehen. Ich will es auch nicht versuchen, da es kein Rezept für einen Kinoerfolg gibt. In dem Irrglauben leben jedoch viele.
Es gibt genügend andere, sehr gute Filme, die völlig untergegangen sind. Z.B. Rushmore von Wes Anderson.

ingwer
05.10.2001, 16:33
wenn fernsehbilder im kino das gefühl der beengung hervorrufen, liegt es daran, dass fürs fernsehen anders inszeniert wird, nämlich näher dran an den schauspielern. weil landschaftspanorama im fernsehen nichts bringt und mutti oft auch noch bügelt beim gucken, da ist dann auch im dialog redundanz angesagt. und die meisten deutschen filme werden vom fernsehen koproduziert, sind also für eine tv-ausstrahlung vorgesehen.
auch für andere fragen gibt es recht simple antworten: deutsche schauspieler sind für die bühne, also fürs sprechtheater ausgebildet. allein in babelsberg denkt man auch an die arbeit mit der kamera.
in den usa scheint method acting das zauberwort für schauspielerische höchstleistungen zu sein.
aber trotzdem: filmforum fänd ich gut.
(Beitrag wurde von ingwer am 05.10.2001 um 14:44 Uhr bearbeitet.)

Kathrin Passig
05.10.2001, 16:44
Filmforum: Das 'etwas andere' Bücherforum.

Hildegard
05.10.2001, 16:53
Filmforum - die haben den Dreh raus!

Schocker
05.10.2001, 19:36
Mach dir ein paar schöne Stunden - komm ins Filmforum.

bAbC
06.10.2001, 01:19
Filmforum?
'Das Buch war besser.'

naja
07.10.2001, 01:17
Ich auch, ich auch.

Herr Genista
07.10.2001, 01:54
Ich bin auch dafür, da erzähle ich dann, wie ich hier kürzlich den hundertsten Film nach einem Stpehen-King-Drehbuch sah, in dem eine Gang aus Heranwachsenden ein unschildiges Kind terrorisiert und der geheimnisvolle Fremde den Zauber in die Kleinstadt bringt, und ich erzähle, wie ich 'Sullivans Travels' sah, einen sehr schönen Film von 1942, mit einer Eröffnungsszene, die damals atemberaubend war und es heute auch noch ist. Das finde jedenfalls ich.
Filmforum - die erste!
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Ceterum censeo 'Männer und Frauen im Gespräch' esse delendam.

LilleBillle
07.10.2001, 04:24
Jaaaaa!
Ein Filmforum, nette Idee!
Wäre schön, wenn man dann aber auch Beiträge findet in denen der Film mit dem Buch verglichen wird. Dann spart man sich vielleicht den Gang ins Kino!!
Mir geht es nämlich dauernd so, dass ich nach einem Kinoabend sage: Schade ums Geld!
Jetzt gerade wieder mit Bridget Jones (Schokolade zum Frühstück). Das Buch ist Klassen besser als die Verfilmung.
Vielleicht kennt jemand ja Filme die sich lohnen zu sehen und zu lesen!
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Lots of love!

Doctor Subtilis
08.10.2001, 16:59
'Ekel' ('Repulsion') von Roman Polanski ist ein gelungener Film, der heute abend 20:45 auf arte ausgestrahlt wird. Catherine Deneuve spielt unbeschreiblich gut. Ich habe den Film das erste Mal in einem ungemütlichen, kalten und spärlich besuchten Programmkino gesehen. Ich war alleine da, etwa 3 Sitze neben mir saß ebenfalls allein eine Dame, die bei grusligen Stellen zusammenzuckte. Der Film ist aber auch so schon unheimlich.
Könnten solche Hinweise nicht auch gut in einem Filmforum stehen?

Murmel
08.10.2001, 17:09
Müssten sie nicht nur, werden sie, wenn es kommt.
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Filmforum - jetzt in Dolby Digital

peterthomassuschny
08.10.2001, 19:33
LilleBille
Oh ja, sämtliche Jochen Rindt Filme der letzten 31 Jahre, dazu 'Einer von uns - Jochen Rindt' (Heinz Prüller 1967), 'Jochen Rindt - Tribut an einem Champion' (Shell 1970), Jochen Rindt zum 25. Todestag von Heinz Prüller, Jochen Rindt zum 30. Todestag von Erich Karl Neger und 'A Narrischer', Jochen Rindt zum 50. Geburtstag im April 1992 in 'Markt für klassische Automobile', Autor pts (Huch, das bin ja ich).
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
www.r60.net

peterthomassuschny
08.10.2001, 19:33
LilleBille
Oh ja, sämtliche Jochen Rindt Filme der letzten 31 Jahre, dazu 'Einer von uns - Jochen Rindt' (Heinz Prüller 1967), 'Jochen Rindt - Tribut an einem Champion' (Shell 1970), Jochen Rindt zum 25. Todestag von Heinz Prüller, Jochen Rindt zum 30. Todestag von Erich Karl Neger und 'A Narrischer', Jochen Rindt zum 50. Geburtstag im April 1992 in 'Markt für klassische Automobile', Autor pts (Huch, das bin ja ich).
Beste Grüße
'Mr. Roaring Sixties'
www.r60.net

Walter Schmidtchen
08.10.2001, 19:57
murmel, es hat keinen Sinn!
ich finde übrigens, dass solche Filme wie 'Ekel' oder 'Wenn Kattelbach kommt' von der Zeit überholt werden, genause wie absurdes Theater, irgendwie ranzig, angeranzt, so wie der kegelkeller in berlin (maria Jordan)
Rushmore, ja
Wonderboys, ja
Happiness, ja

anko
09.10.2001, 12:46
=

Florette
09.10.2001, 13:18
Noch ein Tip: am Donnerstag um 20:45 gibts auf Arte 'Lola rennt', und ich glaube dass ist eine 'Free-TV-Premiere', obwohl Arte das bestimmt nie zugeben würde!

Ullysses
30.10.2001, 12:38
Geehrte Pappen, ich möchte Ihnen im Zusammenhang mit Filmforen, respektive der Frage des Umgangs mit Filmen und deren Nacherzählung dringend folgenden Link ans Herz legen:
<A HREF='http://www.total-recall.org' TARGET=_blank>www.total-recall.org</A>
Nur soviel sei gesagt, sprechen ist manchmal einfacher als schreiben.
------------------
zwei l sind ein l zu viel
(Beitrag wurde von Ullysses am 31.10.2001 um 12:47 Uhr bearbeitet.)

Klede
06.11.2001, 23:58
Originally posted by Murmel Clausen
Es gibt genügend andere, sehr gute Filme, die völlig untergegangen sind. Z.B. Rushmore von Wes Anderson.


Man sollte aus lauter Rushmore-Liebe und Tenenbaum-Vorfreude nicht vergessen, auch den ersten noch untergegangeneren Anderson/Wilson Film zu erwaehnen: Bottle Rocket.