Vollständige Version anzeigen : ich habe eine mission
freunde, pappen, forumsbesucher, edle!
ich habe eine mission, und sie heisst: louis de funes muss endlich den platz in der filmgeschichte bekommen, der ihm zusteht. und zwar einerseits durch die veranstaltung eines louis-de-funes-festivals. und andrerseits durch die wuerdigung seiner darstellerischen faehigkeiten durch einen filmtheoretiker vom range eines, eines ....
wohin mich dieser aufruf nun konkret fuehrt, weiss ich nicht, aber es musste heraus - vielleicht sollten wir ganz einfach den verwegenen gedanken fassen und ein louis-festival zu berlin konzipieren - mit einem kongress vorneweg und einem louis-des-funes-imitationswettbewerb.
das beste von anko
Yvonne Caldenberg
10.10.2001, 01:44
Ich habe vor einige Tagen eine grässlichen Hähnchenfilm mit dem im Fernsehen gesehen.
Finde das nicht gut, nein.
Kann man den Hausmeister in seinem Forum sperren?
bastifantasti
10.10.2001, 12:23
So ein Festival kann und darf nur in Düsseldorf stattfinden.
Tristram Shandy
10.10.2001, 12:53
Ganz groß! Mein Lieblingsfilm ist dieser mit dem Pavillon im Garten, wo eine Leiche vergraben wird - oder Louis nur glaubt, dass dort eine vergraben liegt? Ich weiß es nicht mehr genau.
Und Louis als Restaurantkritiker ist auch spitze, wo er in diese Fast-Food-Maunfaktur gerät und beinahe selber verarbeitet wird...
Unvergessen die Szene, wo er sich mal wieder über seine Frau aufregt und dann seine eigene Nase imaginär langzieht, durch die Beine und hinter dem Rücken entlangführt und dann flitzen lässt...
Wer LdF nicht mag, hat kein Herz.
Niemand sonst kann so schön wütend werden wie LdF.
Yvonne Caldenberg
10.10.2001, 14:15
Gute Idee, Murmel. Vielleicht den Durchziehschlüssel klauen und einen Bart von absägen?
Oder darauf aufmerksam machen, dass in den unteren Stockwerken mal wieder brennt. Das lenkt ihn ab.
cosmokramer
10.10.2001, 14:41
Louis de Funs ist Kult!
(Beitrag wurde von cosmokramer am 10.10.2001 um 00:45 Uhr bearbeitet.)
DerCaptain
10.10.2001, 14:57
Yep!
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'd'oh!'
ACK!!!
Der Film mit der 'Nasenlangziehaktion' hiess glaube ich 'Oskar' und der mit der Leiche im Deutschen 'Jo, hasch mich, ich bin der Mörder'.
Und dann sage ich nur 'Fantomas'! Sozusagen James Bond für Kinder. Was hab ich die geliebt.
Schön war auch immer der Running Gag mit der Nonne in der Ente, die wie eine gesenkte Sau fuhr.
Auf JdF lass ich ja NIX kommen.
Kusie
(Beitrag wurde von Kusie am 10.10.2001 um 15:38 Uhr bearbeitet.)
NEIN! - doch! -ooohhhh!!!
Brust oder Keule mit dem hervorragenden Coluche war auch grossartig. Mein Lieblings Funes ist allerdings Louis und die ausserirdischen Kohlkoepfe. Abgesehen davon, dass dieser Titel neben 'meh Geld eine der groessten Uebersetzungskatastrophen ueberhaupt ist, kann man in dem Film hervorragende Furzsequenzen sehen. Furze hoert man sowieso zu selten in Filmen. In Ingmar Bergmans Fanny und Alexander werden sogar mit einem Furz Kerzen ausgeblasen.
Schwarzes Schaaf
13.11.2001, 15:41
Das halte ich angesichts des Methangehalts von Darmgasen fuer ein recht gefaehrliches Unterfangen!
Aber zum Thema: Louis de Funes ist Kult, Brust oder Keule und Rabbi Jakob meine persoenlichen Favoriten. Wenn wir schon bei franzoesischen Komikern sind, darf natuerlich Pierre Richard nicht vergessen werden, besonders wenn gepaart mit Gerard Depardieu wie in Ein Tolpatsch kommt selten allein (noch so ein Uebersetzungsverbrechen). Bei der Szene mit dem schreienden Eingeborenen falle ich jedesmal vor Lachen vom Stuhl.
Ich finde furzen nicht lustig. Funktioniert aber immer. Vermtulich, weil sich jeder sofort mit der furzenden Person identifizieren kann. Schrecklich einfältig, meiner Meinung nach. Damals war es vielleicht noch provokant komisch, heute bestens wegzudenken.
Furz = Ha ha: das ist natuerlich nicht lustig. Bei Funes steht die Sache aber anders: zwei alternde Bauern verbringen ihren Lebensabend damit, tagsueber Kohlsuppe zu essen und abends die Sterne streitend und furzend zu beobachten. Das Furzen ist Ausdruck ihres noch vorhandenen Lebenswillens; als Funes Nachbar nicht mehr furzen kann, wird Funes sehr unruhig, da er hinter den Verdauungsproblemen Lebensmuedigkeit vermutet. Das ist sehr ruehrend und genau gespielt. Darueber hinaus wird das Thema auch noch schoen dramaturgisch verdichtet, da, wenn ich mich recht erinnere, es die lauten Furze sind, die letzten Endes die Ausserirdischen anziehen.
Der kontextlose Furz ist bloed, die kunstvoll gebrachte Furzsequenz hingegen kann sehr schoen sein.
Louis de Funes! Untrennbar mit dem Namen Fantomas verbunden, herrliche Erinnerungen kommen in mir hoch.
Ach und in der Tat kann niemand so schön wütend werden wie er, oder wie meine Mutter sagte:"Daß der einen Herzinfarkt gekriegt hat, wundert mich nicht!"
Angelika Maisch
11.01.2002, 01:42
Louis de Funes- der Hans Moser des Franzosen.
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Ich wage nicht, mich zu Louis de Funes zu bekennen, weil ich fürchte, daß sich dann Murmels Avatar wieder verändert.
slowtiger
11.01.2002, 13:16
Kabel1 hat momentan eine Reihe und deshalb auch eine löbliche Filmografie (http://www.kabel1.de/cgi-bin/function/filmdatenbank/fd.cgi?name_darsteller=Fun%E8s%2C+Louis+). Ich suche die ganze Zeit nach diesem schönen alten Film mit ihm, schwarzweiß, er eigenlich nur in einer kaum sprechenden Nebenrolle als unschuldiger Krimineller, der sich dauernd in der Gesellschaft nicht von ihm verursachter Leichen findet, sehr schön gespielte wachsende Verzweiflung, noch nichts von der Hysterie seiner Hauptrollen. Ich schwanke von den knappen Beschreibungen her zwischen "Louis - Die Schnatterschnauze" und "Radieschen von unten", eigentlich erkenne ich meine Erinnerung in keinem von beiden.
Louis ist ein Hysteriker und Choleriker von hohen Graden. Seine deutsche Synchronstimme Gerd Martienzen ist mir aus der Kindheit wohlvertraut, ich finde sie wunderbar passend. "Wer hat meinen Gehenkten weggehängt" und "Sie sind ja völlig vernagelt! Bretter Bretter Bretter!" sind All Time Favourites. Vor allem aber liebe ich seine wortlosen Dialoge, in denen er Untergebene zu irgendwas auffordert: dieses Mienenspiel! diese mitgedachten Satzzeichen! - und alles perfekt getimet.
Ein Meister.
Für diese Idee muss man anko umarmen und ihn in allem unterstützen.
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