Vollständige Version anzeigen : Filme, bei denen ich irgendwann einschlief
Ignaz Wrobel
15.10.2001, 00:27
Alle Inspektor Closeau-Filme. Ungefähr nach der Hälfte. Immer. Dabei mag ich sie. Jedenfalls den Teil, an den ich mich erinnern kann.
cosmokramer
15.10.2001, 00:43
Ich brauchte für alle 3 Patenteile ungefähr 20 Versuche, obwohl sie mir sehr gut gefielen, allerdings war es auch immer spätnachts.
Mittlerweile bin ich überzeugter Patenfan.
Prof_Bienlein
15.10.2001, 01:11
Horribile dictu: Ich schlief im dritten 'Star Wars' ein! Allerdings war dies insofern kein Kunststück, da ich direkt davor nach einem normalen Wochentag die beiden ersten Teile gesehen hatte (und es schon gegen 2.30 Uhr in der nacht war)... <IMG SRC='http://www.alles-bonanza.de/ubb//smile.gif'>
Ich wäre auch eingeschlafen, wenn nicht diese schaurige, laute Musik gewesen wäre
rz
Nachweislich eingeschlafen bei
-- Koyaanisquatsi (nicht nachgesessen, trotz vermeintlich wichtiger Botschaften)
-- Der Mann, der vom Himmel fiel (nachgesessen wegen David Bowie)
-- Anna & the King (nicht nachgessen, trotz Chow Yun-Fat)
-- Braindead (nachgesessen wg. verpasster rueder Scherze)
-- A Room with a View (nicht nachgesessen trotz ueppiger Merchant/Ivory Bilder)
(Beitrag wurde von DREA am 15.10.2001 um 12:06 Uhr bearbeitet.)
Alle schreien immer 'Waaaaas?!', wenn ich es zugebe, aber es war ein Hitchcock: Vertigo. Irgendwann fängt da alles von vorne an und das reichte, um mich ins innere Exil zu treiben. Damals, im VHS-Kino einer westdeutschen Kleinstadt. Und es waren NICHT Drogen im Spiel.
Goodwill
15.10.2001, 17:51
Es gibt da so einen Fall, über den ich bis heute nicht offen sprechen konnte: Der erste Film, bei dem ich im Kino sehenden Auges eingeschlafen bin, hieß nämlich È2001 Odyssee im WeltraumÇ von Stanley Èer-hat-nicht-viele-Filme-gemacht-aber-viele-guteÇ Kubrick.
Ich bin noch heute enttäuscht von dem 18-Jährigen, der ich damals war. Und im Grunde glaube ich nach dieser Erfahrung bis heute, dass ich nicht das Zeug dazu habe zwischen Mediokrem, Massenware und Exorbitantem zu unterscheiden. Mein Verhältnis zu den damals gängigen Göttern der Filmkritik wurde schlagartig ein weltliches: Ich glaube ihnen bis heute keine Heiligsprechungen mehr.
Der verbissene Kampf gegen die rätselhafte Müdigkeit aus dem All ist mir noch in Erinnerung. Als ich ihn schließlich verloren hatte, schlummerte ich friedlich durch.
Aber der Knacks ist geblieben. Und ich möchte hinzufügen: Ich bin dadurch zumindest in Filmdingen erwachsener geworden.
nu del wolga
15.10.2001, 19:09
Leider dreimal bei Deconstruction Harry von Woody Allen.
Einmal in der Mitte (auf Englisch m. U.Grund: Übermüdung), einmal vor ( auf Deutsch, Grund: Bier)und einmal nach der Höllenszene (wieder auf Deutsch, Grund: Übermüdung und Bier) mit Billy Christal.
Nie aus Langeweile
Ich schäme mich, es zuzugeben: Ich bin bei Gandhi eingepennt. Wahrscheinlich war er mir an dem Tag zu lang, ich war an dem Tag zu müde oder was auch immer, jedenfalls will ich damit nicht sagen, dass es ein schlechter Film gewesen ist. Wie sollte ich - ich habe ihn ja gewissermaßen nicht gesehen. Nachgesessen habe ich übrigens nicht, obwohl's das wahrscheinlich wert gewesen wäre.
DonDahlmann
15.10.2001, 20:07
Bei Titanic bin ich nach einer halben Stunde eingeschlafen. Für ungefähr eine Stunde. Dann wurde ich wach, als der blöde Kahn auseinander brach. Gebe aber zu, das es keine gute Idee war vorher komische Zigaretten zu rauchen.
Ebenfalls eingeschlafen bin ich bei Chocolat. Aber nur kurz, denn ich habe geschnarcht und meine Begleitung hat mir in die Rippen gehauen. Dann bekam sie einen Lachanfall und wir mußten das Kino verlassen, was ich nicht sonderlich schlimm fand, wären da nicht die hanseatischen Bildungsbürger gewesen, die uns sehr entrüstet angeschaut haben.
Ullysses
15.10.2001, 21:47
Eingeschlafen bei 'Pulp Fiction'. Ausgerechnet in der 'Twist Contest' Szene. Danach wieder aufgewacht, wahrscheinlich aus ähnlichen Gründen, wie auch oben von anderen schon erwähnt. So kanns kommen, aber das Lied ist auf der Platte schließlich auch das langweiligste!
Die Wucht
16.10.2001, 02:29
Betty Blue - x Grad (auf Video gesehen, auf dem Sofa eingeschlafen, mit Freund)
Harry und Sally (im Autokino gesehen, mit dem gleichen Freund, wegen Sauerstoffmangels kurz vor Ende wieder aufgewacht)
Casa Blanca (Fernsehen)
Waaas? Dabei bist Du eingeschlafen, dabei ist das doch so ein toller, weissnichtwasfürnadjektivnoch, Film?!
Ich habe mir diese Filme allesamt unmotiviert angeguckt, ich gebe es zu: Wenn so viele drüber reden und gut finden, dann muss ich mir den auch mal angucken. Meine inneren Vorbehalte gegen den Film (Werbung scheisse, Schauspieler uninteressant, von den falschen Leuten gelobt) habe ich kurzfristig hinten angestellt. Und dann kam der innere Vorbehalt in Form von Schlaf zurück.
Larry Erbs
16.10.2001, 02:35
Bestimmt schon drei oder viermal habe ich im Fernsehen den Anfang von Raging Bull gesehen. Meistens wird er ja im Nachtprogramm gezeigt. Einmal bin ich tatsächlich eingenickt. Ich kenne also den Anfang ganz gut, wie es weitergeht möcht ich mittlerweile garnicht mehr wissen. Im Kino hab ich noch nie geschlafen.
1) 'Im Reich der Sinne' von Nagisa Oshima
- zuviel Fleisch macht träge
2) 'Titanic'
- viel zuviel Wasser, auch im Gesicht
von Kate Winslet
3) 'Mars Attacks'
- Pierce Brosnan war zu selten zu sehen
Alles so geschehen im Kino, auf dem Sofa
schlafe ich grundsätzlich zu russischen
Filmen ein; ich überlege, mir eine Kopie
von Solaris zuzulegen. Der wirkt im
Wohnzimmer sehr zuverlässig bei
Schlafstörungen. Im Kino finde ich ihn
wunderbar.
Kirk Erbs
16.10.2001, 03:10
Mindestens dreimal bei dem Versuch mir im Fernsehen Der Himmel über Berlin von Wenders anzuschauen. Beim letzten Versuch, als ich schon in Berlin lebte, blieb ich etwas länger wach, weil es da diese Szene in der Staatsbibliothek am Potsdamer Platz gibt, in der ich viel Zeit verbringe. Aber Handkes Text und Sanders Stimme haben mich dann schnell wieder einschlummern lassen.
Ullysses, lass dich umarmen.
Ullysses
16.10.2001, 14:19
Oh, Du auch, welch Freude, nicht allein in kopfschüttelnden Cineastenuniversen herumzustapfen
Leni Riefenstahl: Triumph des Willens (1934)
Fünf Minuten nach Beginn des endlosen Vorbeimarschs diverser Formationen in Nürnberg, d. h. nach etwa der Hälfte des Films eingeschlafen. Versuchsweise mehrmals aufgewacht und Sehschlitze geformt, ohne etwas anderes als vorbeimarschierende Formationen zu registrieren. Selbst die Kameraperspektive identisch. Mindestens eine Stunde dieses Films scheinen aus stupidester Gegenpropaganda zu bestehen.
Andrej Tarkowski: Stalker (1979)
Ein absolutes Rätsel im TV Nachtprogramm. Ich steige hier seltsamerweise stets an der gleichen Stelle ein. Die Stelle besteht aus zwei oder drei Leuten in einem kleinen Raum, welche sich über unverständliche Dinge unterhalten (Untertitel?). Nach spätestens zehn Minuten bin ich weggetreten und schlafe bis zum Ende des Films oder meist länger. Trotz mind. drei Anläufen weiß ich abgesehen von zehn Minuten gar nichts über dieses großartige Meisterwerk
Ich habe mal ein Film im Wachkoma verbracht, und zwar Batman, welcher weiß ich nicht, es war 1995, in London am Leicester Square in einer Vorfühung um 2 Uhr morgens, ich hatte ca. 5 Guiness (French House) so wie ca eineinhalb Flaschen Bordeaux getrunken(irgendein holzgetäfelter Privatclub mit Fotomodels drin) und dann beging ich den folgenschweren Fehler, mir in einer Fressattacke bei Mc Donalds drei Royal TS mit Pommes einzuverleiben, worauf ich dann ins gegenäberliegenee Kino wankte. Es hatte schon Dolby Surround, es war riesig, ca. 1.500 Plätze, Batman lief nonstop in der Schleife un morgens um zwei waren etwa magere 20-30 Leute im Kino, ich fing sofort an wegzudämmern, aber die süße Keule Schlaf erreichte mich nicht, weil ich in der 3. Reihe saß und mir die Bässe aus der aufgepeppten Tonmischung wie von ungeborenen Kindern von außen gegen den Ranzen schlugen, deshalb erlebt ich diesen Film in einer Art Wachkoma, wie auf einem Trip hängengeblieben.
Stefan Frank
19.10.2001, 04:59
Wenders' 'Bis ans Ende der Welt' trieb mich vor 2100 Uhr in den Schlaf. Als meine Begleiterin mich durch lautes Schnarchen weckte, verliessen wir den Kinosaal und der Abend wurde noch fruchtbar und lang.
'Der Stalker' hat mich gefesselt bis über den Abspann hinaus. Bei Wenders schief ich ein, als eine minutenlange Einstellung zum unendlichen Nichts gerinnt: die Handkamera weist nach vorne aus dem Auto hinaus. Nur die Kante des Rückspiegels wird scharf fokussiert. Doch auch hinten tut sich nichts. Die Handkamera vibriert minutenlang im Rhythmus des Motors. So arbeitet man praktischerweise Säuglinge in den Schlaf. Mich ebenfalls. Später dann ein lautes Schnarchen und ich wachte auf.
Bei Tarkowski fällt der Höhepunkt der Langeweile mit einem ewigen Augenblick überein: Die drei Männer - auf der Suche nach einem verheissungsvollen Zimmer in der geheimnisvollen Zone - durchqueren einen Tunnel. Der mutigste Suchende, ein Schriftsteller oder Journalist, geht voraus. Die beiden anderen Personen (ein Wissenschaftler und ein Stalker) folgen in kurzem Abstand.
Meiner subjektiven Wahrnehmung nach passiert minutenlang nichts. Trotzdem heizt jeder auf den Boden platzende Wassertropfen die Spannung weiter auf. Zentimeter fuer Zentimeter arbeiten sich drei Menschen ihrem Ziel entgegen. Kein Schnitt und kein überflüssiges Geräusch lenken ab.
Tarkowski beteuerte, dass 'Der Stalker', veröffentlicht 1979, keine Kritik an den umweltpolitischen Positionen der UdSSR darstelle. Ich glaube ihm kein Wort. Als die drei Reisenden - verunsichert, erschöpft und enttäuscht - aus dem Raum in Zentrum der Zone zum Ausgangspunkt ihrer Reise zurückkehren, sieht man in einer Totalen das Atomkraftwerk Tschernobyl.
PS: 1979 habe ich kaum über den Suppenschüsselrand von 'Star Wars' hinausgeguckt.
Und: 'Der Spiegel' ist in meinen Augen sehenswerter als 'Der Stalker'.
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