Kirk Erbs
16.10.2001, 14:48
Anstatt langweilige Listen (Die schönsten Fernsehfilme mit Sky Dumont) anzulegen oder schon tausendmal in Kneipengesprächen geführte Diskussionen über 'Pulp Fiction' anzuzetteln (was natürlich per se nicht uninteressant sein muß), fände ich es nicht schlecht, hier auch unentdeckte Kleinode - Filme die keiner kennt, aber die man irgendwo mal gesehen hat - vorzustellen. Ich fange einfach mal an mit einem skurrilen Dokumentarfilm, den ich vor zwei Jahren in Amerika gesehen habe und der - soweit ich weiß - nie in Deutschland in den Kinos gelaufen ist.
In 'Hands on a Hardbody' geht es um den 'Hands on a Hardbody Contest', der in Osttexas eine gewisse Berühmtheit erlangt hat. Dieser alljährlich stattfindende Wettbewerb wurde von einem Autohändler in einer texanischen Kleinstadt ins Leben gerufen, um den Absatz seiner japanischen Kleinlaster (sogenannte Pickup Trucks) anzukurbeln. Das Ganze läuft folgendermaßen ab: Aus Hunderten von Bewerbern werden zwei Dutzend Kandidaten ausgelost, die sich rings um einen nigelnagelneuen Nissan Hardbody Truck aufstellen, den sie mit einer Hand berühren müssen. Und dann ist eigentlich alles ganz einfach: Wer losläßt ist draußen und wer seine Hand am längsten am Truck hat, darf diesen dann als wohlverdienten Gewinn mitnehmen. Bis es soweit ist vergehen allerdings etwa 80 Stunden.
Der Film dokumentiert den Ablauf des 'Hands on a Hardbody Contest' 1996. Was zunächst ziemlich langweilig klingt - 24 Leute stehen um ein Auto rum, auf dessen Kühlergrill sie über drei Tage lang ihre (übrigens behandschuhten) Hände legen, bis einer nach dem anderen vor Erschöpfung umfällt - ist extrem lustig und entwickelt sich schließlich sogar zu einer hochspannenden Geschichte bei der man mitfiebert, wer denn nun das Rennen machen wird. Man lernt unheimlich viel über die unterschiedlichen Charaktere der Teilnehmer, einfach dadurch, wie sie sich in dieser Extremsituation verhalten.
Aufgelockert wird das Ganze durch nachträglich geführte Interviews mit den Teilnehmern, in denen sie ihre Strategien und Gefühle während des Wettbewerbs schildern, sich aber auch darüber auslassen, daß man (zumindest in Texas) ohne einen Truck eigentlich gar nicht leben kann ('You can't make money with a car, you need to have a truck.'). Ganz toll ist ein Typ, der den Contest zwei Jahre zuvor bereits einmal gewann und das Ganze so cowboymäßig mit superharten und dabei hochphilosophischen Einsichten kommentiert. In breitestem Texanisch bringt er auf den Punkt, worum es beim 'Hands on a Hardbody Contest' eigentlich geht: 'This is not just a contest, this is a human drama thing.'
In 'Hands on a Hardbody' geht es um den 'Hands on a Hardbody Contest', der in Osttexas eine gewisse Berühmtheit erlangt hat. Dieser alljährlich stattfindende Wettbewerb wurde von einem Autohändler in einer texanischen Kleinstadt ins Leben gerufen, um den Absatz seiner japanischen Kleinlaster (sogenannte Pickup Trucks) anzukurbeln. Das Ganze läuft folgendermaßen ab: Aus Hunderten von Bewerbern werden zwei Dutzend Kandidaten ausgelost, die sich rings um einen nigelnagelneuen Nissan Hardbody Truck aufstellen, den sie mit einer Hand berühren müssen. Und dann ist eigentlich alles ganz einfach: Wer losläßt ist draußen und wer seine Hand am längsten am Truck hat, darf diesen dann als wohlverdienten Gewinn mitnehmen. Bis es soweit ist vergehen allerdings etwa 80 Stunden.
Der Film dokumentiert den Ablauf des 'Hands on a Hardbody Contest' 1996. Was zunächst ziemlich langweilig klingt - 24 Leute stehen um ein Auto rum, auf dessen Kühlergrill sie über drei Tage lang ihre (übrigens behandschuhten) Hände legen, bis einer nach dem anderen vor Erschöpfung umfällt - ist extrem lustig und entwickelt sich schließlich sogar zu einer hochspannenden Geschichte bei der man mitfiebert, wer denn nun das Rennen machen wird. Man lernt unheimlich viel über die unterschiedlichen Charaktere der Teilnehmer, einfach dadurch, wie sie sich in dieser Extremsituation verhalten.
Aufgelockert wird das Ganze durch nachträglich geführte Interviews mit den Teilnehmern, in denen sie ihre Strategien und Gefühle während des Wettbewerbs schildern, sich aber auch darüber auslassen, daß man (zumindest in Texas) ohne einen Truck eigentlich gar nicht leben kann ('You can't make money with a car, you need to have a truck.'). Ganz toll ist ein Typ, der den Contest zwei Jahre zuvor bereits einmal gewann und das Ganze so cowboymäßig mit superharten und dabei hochphilosophischen Einsichten kommentiert. In breitestem Texanisch bringt er auf den Punkt, worum es beim 'Hands on a Hardbody Contest' eigentlich geht: 'This is not just a contest, this is a human drama thing.'